Let’s talk about Sex – und HPV!

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Dein Sexleben. Deine Entscheidung.
Let’s talk about Sex – und HPV!

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.06.2026
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Drei junge Frauen sitzen auf einem Hausdach und lächeln
Foto: © MSD Sharp & Dohme GmbH - ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.

Hot Dates, Situationships, tiefe Gefühle und – na klar – auch Sex: Das (Liebes-)Leben als junge Frau kann richtig aufregend sein! Neues ausprobieren, die eigene Lust entdecken und herausfinden, was sich gut anfühlt: Das macht Spaß und ist ziemlich empowernd.

Zwischen Feelings, Sprachnachrichten und First-Date-Storys tauchen plötzlich aber auch neue Fragen auf: Was tut mir gut? Wie kann ich sexuell übertragbaren Infektionen vorbeugen? Wie rede ich am besten mit meinen Dates oder Beziehungen über sexuelle Gesundheit? Und was bedeutet Gesundheitsvorsorge eigentlich konkret für mich? Denn ganz gleich, ob du Single, in einer Situationship oder in einer festen Beziehung bist: Wer sexuell aktiv ist, kann sich anstecken. Zum Beispiel mit HPV.

Was ist HPV und wie wird es übertragen?

Die Abkürzung HPV steht für „Humane Papillomviren“. HP-Viren werden durch direkten Kontakt mit infizierten Haut- und Schleimhautbereichen übertragen – meist im Intimbereich. Eine Ansteckung mit HPV ist daher bereits beim ersten sexuellen Kontakt, den man hat, möglich.

In den meisten Fällen bekämpft das Immunsystem das Virus eigenständig. Bleibt die Infektion jedoch länger bestehen, können in gewissen Fällen später bestimmte HPV-bedingte Folgeerkrankungen entstehen. Einige HP-Viren können gutartige Feigwarzen an den Genitalien verursachen. Andere HPV-Typen sind an der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs und anderen Krebsarten an Vulva, Vagina, Anus, im Mund-Rachen-Bereich oder am Penis beteiligt. Jungs und Männer können sich genauso mit HPV anstecken wie Mädchen und Frauen. Daher sind alle sexuell aktiven Menschen potenzielle Überträger und in bestimmten Fällen können auch selbst von HPV-bedingten Folgeerkrankungen betroffen sein.

Raus aus der Tabuzone: Let’s talk about HPV!

Das Sprechen über Infektionen wie mit HPV ist für viele immer noch ein Tabu und mit Scham besetzt. Dabei ist das Thema eines, das uns alle betrifft und zum Sex einfach dazugehört. Denn HPV ist keine Ausnahmeerscheinung, sondern weit verbreitet. Infektionen mit HPV gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen und die meisten Menschen, infizieren sich im Laufe ihres Lebens sogar mehrmals mit Humanen Papillomviren.

Eine HPV-Infektion ist erstmal kein Grund zur Sorge. Denn in den meisten Fällen heilt sie von allein wieder ab.

HPV kann bestimmte HPV-bedingte Krebs(vorstufen) verursachen

Bei einer anhaltenden Infektion mit bestimmten HPV-Typen können sich bei einigen Menschen über viele Jahre jedoch bestimmte HPV-bedingte Krebsarten und deren Vorstufen entwickeln. Gebärmutterhalskrebs zum Beispiel wird fast vollständig von HPV ausgelöst. Deshalb ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen – zu wissen, wie eine Übertragung stattfindet, und zu verstehen, wie man bestimmten HPV-bedingten Erkrankungen vorbeugen kann. Die Initiative „ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.“ unterstützt junge Menschen genau dabei: Sie klärt über HPV auf und informiert über mögliche Gesundheitsvorsorge. Ganz nach dem Motto: Dein Sexleben. Deine Entscheidung.

Logo der Initiative Entschieden. Gegen Krebs.
Foto: © MSD Sharp & Dohme GmbH - ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.

Wie wird HPV diagnostiziert?

Betroffene wissen oft nicht, dass sie eine HPV-Infektion haben oder hatten. Denn diese verläuft zunächst oft beschwerdefrei und ohne Symptome. In der Regel werden HPV-Infektionen, die nicht von allein wieder abgeheilt sind, über HPV-Test und Pap-Abstrich in der gynäkologischen Praxis festgestellt.

Übrigens: Auch wer nur mit einer Person Sex hat, kann von HPV betroffen sein. Und anders als manche denken ist eine HPV-Infektion in einer monogamen sexuellen Beziehung kein Anzeichen von Untreue. Denn eine Ansteckung bei dem oder der Partner:in oder einem selbst kann bereits lange her sein, bevor etwa der sogenannte PAP-Abstrich in der gynäkologischen Praxis auffällig wird.

Möglichkeiten der Vorbeugung

Kondome können das Risiko einer Ansteckung mit HP-Viren zwar verringern, bieten aber keinen 100 Prozent zuverlässigen Schutz. Denn die Viren können im ganzen Genital- und Analbereich vorkommen, so dass man trotz Kondom mit ihnen in Berührung kommen kann.

Die wichtigste Maßnahme, um bestimmten HPV-bedingten Erkrankungen vorzubeugen, ist die HPV-Impfung. Die HPV-Impfung kann je nach verwendetem Impfstoff bestimmten HPV-bedingten Krebsvorstufen und Karzinomen der Zervix, Vulva, Vagina und des Anus sowie Genitalwarzen vorbeugen.

Die HPV-Impfung ist ab 9 Jahren möglich und dabei gilt: Je jünger die geimpfte Person ist, desto besser reagiert das Immunsystem auf die Impfung. Im Idealfall erfolgt die Impfung zudem vor einer möglichen Infektion. Die STIKO empfiehlt die Impfung daher für Mädchen und Jungen von 9 bis 14 Jahren. Aber: Versäumte Impfungen sollten bis zum Tag vor dem 18. Geburtstag nachgeholt werden. Und auch darüber hinaus kann die Impfung im Erwachsenenalter nach dem 18. Lebensjahr individuell sinnvoll sein. Viele gesetzliche Krankenversicherungen zahlen die HPV-Impfung auch für Frauen und Männer, die schon volljährig sind.

Mehrere junge Menschen sitzen im Freien unter einem Baum
Foto: © MSD Sharp & Dohme GmbH - ENTSCHIEDEN. Gegen Krebs.

Deshalb gilt: Checke jetzt deine Vorsorge-Optionen und vereinbare einen Beratungstermin bei deiner Ärztin oder deinem Arzt. Mit ihr oder ihm kannst du dann die nächsten Schritte klären und besprechen, ob die HPV-Impfung für dich sinnvoll wäre. Mehr Informationen zu HPV und der HPV-Impfung findest du auch auf www.entschiedengegenkrebs.de.

Zum Weitersagen: Die wichtigsten Fakten rund um HPV

  • HPV ist sehr weit verbreitet: Ca. 4 von 5 Menschen infizieren sich mehrmals im Laufe ihres Lebens mit Humanen Papillomviren (HPV) – Frauen genauso wie Männer.
  • HPV kann bestimmte HPV-bedingte Krebsarten auslösen. Es wird geschätzt, dass etwa 1 von 20 neuen Krebsdiagnosen weltweit auf HPV zurückzuführen ist. Jährlich erkranken in Deutschland ca. 3.000 Männer und ca. 7.000 Frauen an HPV-bedingten Karzinomen.
  • Informiert zu sein ist ein wichtiger Bestandteil langfristiger Gesundheit. Ein erfülltes Sexleben und ein bewusster Umgang mit der eigenen Gesundheit schließen sich dabei nicht aus.
  • Die wichtigste Maßnahme, um bestimmten HPV-bedingten Folgeerkrankungen vorzubeugen, ist die HPV-Impfung. Die kann auch im Erwachsenenalter nach dem 18. Lebensjahr noch individuell sinnvoll sein.
  • Sprich offen mit Freund:innen, Dates und Ärzt:innen über das Thema. Ganz nach dem Motto: Dein Sexleben. Deine Entscheidung