Waschbrettbauch: Ich trainiere mir ein Sixpack an

10.12.2012 , Autor:Juliane Hemmerling
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Frauen und Sixpack? Passt das? Absolut! Fitness-Redakteurin Martina (34) kämpte sich für ihren Waschbrettbauch durch die 6 härtesten Trainings-Wochen ihres Lebens

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Ein Sixpack war für mich schon immer der Inbegriff von Fitness, aber auch zugleich ein unerreichbares Ziel. Sport stand zwar stets weit oben auf meiner Lieblings-To-do-Liste, eine kleine bis mittelgroße Schicht über den Bauchmuskeln hielt sich dennoch hartnäckig. Damit soll nun Schluss sein. Als Unterstützung habe ich eine erfahrene Fett-weg-Expertin an meiner Seite: Florentine Pick, Personal Trainerin und Ernährungs-Coach im Meridian Spa Hamburg (meridianspa.de).

Strategie Nr. 1: Grundumsatz erhöhen!
Ihre erste Bestandsaufnahme ergibt: Martina, 1,62 Meter groß, 54 Kilo schwer und 19,9 Prozent Körperfettanteil. "Gute Werte", sagt Florentine. "Allerdings müssen Frauen hart arbeiten, um nicht nur schlank zu sein, sondern auch die Muskeln freizulegen. Ihr Fettanteil ist generell höher als bei Männern." Ärgern hilft nicht, also sehe ich dieses Ungleichge­wicht als Herausforderung. In 6 Wochen will ich mein Sixpack haben – komme, was wolle. "Wir trainieren erst mal die großen Muskelgruppen, um möglichst viele Muskeln zu kräftigen. Das erhöht deinen Grundumsatz." Heißt: Mein Körper verbraucht dann auch im Ruhezustand mehr Fett. Klingt gut, aber mit Ruhe hat die nächste Zeit überhaupt nichts zu tun. Auf meinem Trainingsplan stehen anfangs 3 Krafttrainings- und 7 Kardioeinheiten sowie jeden Morgen ein Bauch-Workout. Also insgesamt 17-mal Sport pro Woche – von nichts kommt offenbar nichts.

Martinas Workout

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Der Feind eines jeden Sixpacks: Kohlenhydrate
Und als wenn das nicht schon anstrengend genug wäre, werden die nächsten anderthalb Monate auch in Sachen Ernährung knüppelhart: "Schau, dass du so wenig Kohlenhydrate wie möglich isst und abends komplett darauf verzichtest", rät die Trainerin. "Sie stecken vor allem in Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln. Aber auch Milch und Obst zählen dazu." Mein geliebter Cappuccino? "Gestrichen!"

Mein Mittagsmenü ändert sich nun drastisch. Danach gibt es einen Salat mit Pute oder Thunfisch – und die traurige Erkenntnis: Kohlenhydratfrei zu essen macht nicht satt! Außerdem versetzt es meinen Kopf in einen dauerhaften Schlummerzustand. Denken dauert auf einmal doppelt so lange wie früher. Umso schneller schalte ich inzwischen aber in den Zickenmodus. Restaurantbesuche werden zur Herausforderung und ich zur Nörglerin: Ist in meinem Ingwertee Zucker, kann die Bedienung ihn gleich wieder mitnehmen. Die Erdbeeren im Salat übrigens auch. Und nein, ich möchte keine Pommes zu meinem Steak!

Mineral- statt Leitungswasser
Dass mein Freund sich in dieser Zeit nicht von mir trennt, rechne ich ihm hoch an – ich hätte es getan. Tag 8 rettet mich und meine Laune: Denn ich entdecke, dass ungesüßte Sojamilch nur 0,1 Gramm Kohlen­hydrate auf 100 Milliliter hat. Damit hebe ich das Cappuccino-Verbot eigenmächtig auf. "In Ordnung", sagt Florentine. 3 Liter Wasser pro Tag muss ich trotzdem zusätzlich trinken, damit der Stoffwechsel ordentlich in Schwung kommt. "Aber kein Leitungswasser. Du schwitzt beim Sport viele Mineralstoffe aus, und die bekommst du nur über Mineralwasser zurück." Deswegen war ich also in der letzten Woche so schlapp! Tatsächlich fühle ich mich mit gehaltvollerem Wasser auch wirklich besser. Allerdings nicht in allen Lebenslagen. Wenn meine Freundinnen prickelnde Weißweinschorle trinken, greife ich nur grummelnd zu prickelndem Quellwasser.

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Martina im Vorher-Nachher-Shooting

Martinas Körperfettanteil sank in den 6 Wochen von 19,9 Prozent auf 15,4 Prozent

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Hallo, 6 kleine Bauchpakete!
Aber die Tortur lohnt sich: Zur Halbzeit kommen zu den 4 erwähnten Muskelpacks 2 weitere erfreuliche Werte hinzu – nur noch 16,9 Prozent Körperfett und 53,4 Kilo Gewicht! Mein Ehrgeiz ist geweckt, der von Florentine auch: "Den unteren Teil vom Sixpack legen wir auch noch frei. Darum setzen wir jetzt beim Ausdauertraining auf Intervalle. Der Nachbrenneffekt ist dabei höher als nach einer langen, gleichmäßigen Belastung." Außerdem kommt eine weitere Krafteinheit hinzu, jetzt sind es 18 Workouts pro Woche. Dafür werde ich im Alltag aber auch belohnt. Beim Boxen ruft der Trainer meinem gestandenen Nebenmann zu: "Hey, du gibst auf? Schau dir mal deine Nachbarin an!" Fast verlegen grinse ich. Und ein im Urlaub gewesener Kollege meint: "Du siehst so drahtig aus, hast du abgenommen?" Yeah! Auch wenn ich zeitweise nicht daran geglaubt habe: Nach 6 Wochen, am Tag des erlösenden Foto­shootings, stehe ich mit 6 kleinen Bauchpaketen vor der Kamera. Und über jedes einzelne freue ich mich mehr als über alle Weihnachtsgeschenke, die ich je bekommen habe!

Ich trainiere mir ein Sixpack an

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