Richtig Epilieren So bleibt die Haut länger glatt, (fast) ohne Ziepen

Die besten Tipps rund ums Epilieren
Wer sich an unserer Epilier-Tipps hält, wird mit bis zu 4 Wochen streichelzarter Haut belohnt © Ava Sol / Unsplash.com

Übung macht die Epilier-Meisterin! Bis es so weit ist, helfen diese Tipps für weniger Schmerz und extra-glatte Haut

Nichts klebt, nichts schmiert, keine Stoppeln, und das furchteinflößende „Ratsch“ vom Wachsen bleibt dir auch erspart. Epilieren ist einfach eine super Haarentfernungsmethode, die bis zu vier Wochen glatte Haut verspricht – wenn man es richtig macht. Deshalb erklären wir dir hier, wie es weniger weh tut, die Haut länger glatt bleibt und die Haare nicht einwachsen.

First things first: Worauf kommt es bei einem Epilierer an?

Beim Kauf eines Epilierers lohnt es sich, ein wenig mehr Geld auszugeben und auf Qualität zu achten. Diese Checkliste hilft dir dabei:

  • Am besten sind Geräte mit unterschiedlichen Aufsätzen für verschiedene Körperbereiche.
  • Frauen, die nicht nur die Beine, sondern auch die Achseln und die Oberlippe epilieren wollen, sollten unbedingt ein Gerät mit den entsprechenden Aufsätzen wählen.
  • Wichtig: Das Geräte sollte wasserfest sein. Dann kannst du es auch in der Wanne nutzen und viel besser reinigen.
  • Äußerst sinnvoll, um eingewachsene Haare zu verhindern, sind Peeling-Aufsätze.
  • Massage-Aufsätze stimulieren die Haut, verringern so das Schmerzempfinden und helfen zudem vorbeugend gegen Hautirritationen.
  • Achte auf eine lange Akkulauf- und Lebenszeit.
  • Manche Geräte bieten außerdem noch tolle weitere Aufsätze zum Rasieren und Trimmen.
  • Ist am Epilierer ein Lämpchen integriert, kann man selbst die feinsten Härchen erkennen und bekommt so noch besser Ergebnisse.

Wie bereite ich meine Haut aufs Epilieren vor?

Regelmäßige Peelings helfen, die Haare leichter zugänglich zu machen. So kann das Gerät sie besser zupfen. „Nach dem letzten Peeling sollte aber unbedingt ein Tag verstreichen, bevor man den Epilierer ansetzt, um die Haut nicht unnötig zu strapazieren und mögliche Irritationen zu vermeiden“, erklärt Dr. Melanie Hartmann, dermatologische Beraterin für Braun.

Wie tut Epilieren weniger weh?

Ganz einfach: Locker bleiben! Klingt blöd, ist aber wahr. Wenn du dich verkrampfst und schon in Erwartung des Schmerzes leidest, wird es beim Epilieren um so mehr "ziepen". Viel besser: Mach einen Wellness-Moment draus! Gönne dir eine entspannende Dusche oder noch besser ein schönes Bad. Die Poren öffnen und die Haut entspannt sich.

"Abgesehen von Beruhigung und Entspannung der Haut verbessert die Wärme auch die Durchblutung und stimuliert so die Produktion von körpereigenen Substanzen, die unsere Haut unempfindlicher machen. Dadurch ist das Zupfempfinden sehr viel geringer",weiß Dr. Melanie Hartmann. Dazu entspannende Musik, vielleicht eine Tasse deines Lieblings-Tees … und alles wird halb so wild. Gute News: Der Schmerz wird mit jedem Mal weniger, weil die Haare durchs Epilieren immer feiner nachwachsen und du dich ans Zupfen gewöhnst.

Wie epiliert man richtig?

Wenn du dich beim Epilieren an diese 8 Tipps hältst, erwischst du alle Haare und die Haut bleibt länger glatt:

  1. Das perfekte Timing: Abends ist die beste Zeit zum Epilieren. Eventuelle kleine Hautirritationen sind am nächsten Morgen verschwunden.
  2. Die richtige Länge fürs Epilieren liegt zwischen 0,5 bis 5 Millimetern. Anders als beim Waxing solltest du die Haare also nicht erst ewig wachsen lassen. Besser: Vorm ersten Epilieren einmal rasieren und dann nach drei bis sieben Tagen epilieren ­– je nachdem wie schnell deine Haare wachsen.
  3. Beachte die Epilier-Richtung: Ganz logisch, gegen die Wuchsrichtung epilieren, damit auch kürzere Härchen erfasst werden können.
  4. Bloß keine Hektik! Nimm dir vom Knöchel bis zum Knie Minimum 15 Sekunden Zeit. Bist du zu schnell brechen die Haare bloß, statt sie mit Wurzel zu entfernen. Dann wachsen sie, na logo, auch schneller wieder nach...
  5. Bitte keinen Druck machen! Der Epilierer findet seinen Weg auch so.
  6. Der richtige Winkel: Bewege den Epilierer aufwärts gegen die Wuchsrichtung der Haare. Das richtet kürzere Haare auf, das Ergebnis wird glatter.
  7. Die Spannung wahren: Wenn du deine Haut während der Epilation spannst – mit den Fingern der freien Hand – erwischt du die Haare am allerbesten. Vor allem an schwierigen Stellen in Haut-Beugen ist das besonders wichtig.
  8. Bleib dran! Zu Beginn solltest du einen Monat lang einmal pro Woche epilieren, damit „erwischst“ du in der Regel alle Härchen in jeder Wachstumsphase. Danach genügt es, etwa alle zwei bis vier Wochen zu epilieren

Wie verhindere ich eingewachsene Haare nach dem Epilieren?

"Ein regelmäßiges Peeling einmal pro Woche ist nicht nur sinnvoll, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen, sondern auch, um eingewachsenen Härchen vorzubeugen", so Expertin Hartmann.

Peelen verhindert eingewachsene Haare
Reglmäßigs Peelen verhindert eingewachsene Haare © PR / Braun

Anschließend kannst du eine Feuchtigkeitscreme auftragen, so bleibt die Haut schön weich und die Haare finden leichter den Weg an die Oberfläche, statt darunter kehrt zu machen und einzuwachsen.

Wie pflege ich meine Haut nach der Epilation?

Dr. Melanie Hartmann erklärt: "Die Körperhaut – gerade im Beinbereich – ist meist eher trocken, da sie nicht so viele Talgdrüsen besitzt. Eine Epilation beansprucht die obere Hautschicht und nimmt ihr zusätzlich Feuchtigkeit. Deshalb sollte man nach dem Epilieren die Haut mit reichlich Feuchtigkeit versorgen, beispielsweise mit einer Body-Creme oder einer Lotion. Ein guter Tipp: Innerhalb von fünf Minuten nach dem Duschen die Haut mit einem Körperöl pflegen, das schließt Restfeuchtigkeit in der Haut ein und sorgt außerdem noch für einen leichten Schimmer auf der Haut."

Geschafft? Dann kannst du dich jetzt freuen...

...über bis zu vier Wochen Ruhe glatte Haut und immer feiner nachwachsende Haare. Und weil sich die Haut ans Epilieren gewöhnt, tut es nächstes Mal schon viel weniger weh, versprochen!

02.08.2019| © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft