Kettlebell Das ist wichtig, wenn du eine Kugelhantel kaufen willst

Kettlebell
Wir verneigen uns vor einem überraschend vielseitigen Tool für den gesamten Body: Der Kettlebell. © Shutterstock

Kettlebells oder Kugelhanteln gibt es den verschiedensten Farben und Formen. So findest du die, die zu dir passt und dein Training verbessert

Wenn du Fitness liebst, sind Kettlebells deine Freunde! Weil du mit ein bisschen Ahnung fast jeden Muskel trainieren kannst, sie dabei unglaublich effektiv sind, und nach dem Training sind die Kugelhanteln so platzsparend, dass sie in jeder Ecke verstaut werden können.

Zum Glück sind die Zeiten der schnöden schwarzen Stahlkugel längst vorbei, inzwischen ist für jedes Training, jedes Umfeld und jeden Geschmack das richtige dabei. Wie du die perfekte Kettlebell für dich findest, erfährst du hier.

Tipp: Eine weich ummantelte Kettelbell in der WOMEN'S-HEALTH-Edition in 8, 10 und 12 Kilogramm gibt es auch bei unserem Partner Lukadora.

Worauf muss ich beim Kauf einer Kettlebell achten?

Vor dem Kauf solltest auf jeden Fall genau überlegen, was, wo und wie du trainieren willst, weil das entscheidet, welche Kettlebell du brauchst. Aber egal für welches Modell du dich am Ende entscheidest, diese Kriterien sollte deine Kugelhantel auf jeden Fall erfüllen, damit keine Verletzungsgefahr besteht:

  • Das Gewicht muss stimmen. Fang deshalb am besten mit 4 bis 8 Kilo an, später kannst du auf 16, 20 oder mehr Kilo erhöhen. Nimm aber lieber weniger als mehr und taste dich heran!
  • Der Griff ist das A und O. Er darf weder zu rutschig noch so rau sein, dass er auf Dauer scheuert. Gerade bei schweren Gewichten solltest du ihn sicher mit zwei Händen umfassen können. Außerdem sollte er etwa eine Faust breit Abstand von der Kugel haben.
  • Nähte und Übergänge scheuern die Haut auf. Achte also auf eine hochwertige Verarbeitung, vor allem dort, wo du die Schwunghantel viel berührst

Welche Arten von Kettlebells gibt es?

Bei jeder Kettlebell musst du auf Qualität und Form achten. Aber welches Handgewicht brauchst du überhaupt? Um das zu beantworten, haben wir dir hier die wichtigsten Modelle zusammengestellt, wo für Anfänger und Profis, Heimtraining und Outdoor-Workout alles dabei ist. Diese Modelle könnten zu dir passen:

Der Klassiker aus Gusseisen für ein toughes Workout

Sie ist der Prototyp: Eine schwarze, raue Kugel mit Griff aus einem Guss. Solche Schwunghanteln aus Gusseisen sind kompakter als andere Modelle, sie halten quasi ewig und sind perfekt für alle, die nicht viel Schnickschnack brauchen.

Die Oberfläche hat oft eine Hammerschlag-Optik, das macht sie rutschfest. Das raue Eisen kann bei Unerfahrenen allerdings gerne mal zu Schrammen und blauen Flecken führen. Wenn du mit dem Gewicht hantierst, solltest du außerdem vorsichtig sein, dass die Oberfläche dir den Boden nicht zerkratzt.

Kunststoff-Kettlebells sind ein guter Einstieg für Anfänger

Viele eingefleischte Kettlebell-Liebhaber geben nichts auf die Kugelhanteln aus Plastik. Doch gerade für Einsteiger sind die Alternativen aus Kunststoff ein guter und preiswerter Einstieg mit vielen Gewichtsabstufungen bis zu 20 Kilo.

Im Gegensatz zu den klassischen Eisenkugeln schreit die Optik außerdem nicht nach ruppigen Crossfit-Käfigen mit verschwitzten Muskelbergen, sondern du kannst dir das Design aussuchen, das dir am besten gefällt.

Die Oberfläche ist nicht ganz so hart wie die von Eisen, so ziehst du dir weniger Schrammen zu. Besonders bei den Griffen musst du aber vorsichtig sein, dass keine störenden Übergänge deine Hände aufscheuern, zur Not kannst du mit Handschuhen trainieren.

Mit Competition-Kettlebells können Profis perfekt trainieren

Wenn du es ernst meinst, professionell trainieren willst oder vielleicht sogar an richtigen Girevoy-Wettkämpfen (wie der Kettlebell-Sport genannt wird) mitmachen willst, sind Competition-Modelle das Richtige für dich.

Das Gewicht und die Form sind genormt und schwanken nicht wie bei den preiswerteren Modellen. Die Farben der Kettlebells bedeuten übrigens das Gewicht der Kugel. Damit du die gleichgroßen, unterschiedlich schweren Kugeln auseinanderhalten kannst, stehen die Farben bei allen Competition-Anbietern für das gleiche Gewicht.

Gelbe sind zum Beispiel 16 Kilo schwer, rosafarbene 8. Für die höhere Qualität zahlst du entsprechend auch etwas mehr. Der Lack ist übrigens keine Schutzschicht aus Neopren oder Gummi, also auch hier: Vorsicht vor Kratzern!

Eine Ummantelung verhindert Schrammen

Wenn du draußen oder in einem Fitnessraum trainierst und schon ein bisschen Erfahrung mitbringst, sind die Modelle aus schlichten Metall kein Problem für dich. Wenn du zuhause bist oder noch nicht lange mit den Kugelhanteln trainierst, freuen sich aber deine Haut und auch deine Möbel über einen kleinen Schutz vor der harten Oberfläche.

Deshalb gibt es viele Kettlebells mit einem bodenschonenden Überzug aus Neopren, Gummi, Vinyl oder anderen Kunststoffen, die sich ansonsten aber nicht großartig von den Standard-Modellen unterscheiden. Die Farbe entspricht bei ihnen im Gegensatz zur Competition-Variante nicht dem Gewicht, dafür haben beschichtete Modelle oft mehr Auswahl in der Gewichtsklasse.

Soft-Kettlebells bieten weitere Trainingsmöglichkeiten

Es muss nicht immer hartes Metall sein, es gibt es auch weiche Kugelhanteln. Die bestehen zum Beispiel aus Stoff oder Leder und werden mit Sand oder einem anderen flexiblen Material gefüllt. Das Training mit ihnen ist manchmal ein bisschen anders, du kannst etwa dich nicht auf sie stützen, dafür kannst du sie aber werfen.

Wegen des weichen Materials musst du dir aber auch keine großen Sorgen machen, mit dem Ding abzurutschen und Boden oder deine Knochen kaputtzumachen. Soft-Kettlebells sind also super für alle mit weniger Platz oder einem Hang zur Tollpatschigkeit.

Wettkampftraining ist wegen des flexiblen Kerns allerdings schwer. Achte auch hier auf jeden Fall auf Qualität, denn wenn Nähte reißen oder das Gewicht nicht gut verteilt ist, ist es ganz schnell aus mit dem Training.

Verstellbare Gewichte? Lieber nicht

Es gibt auch Modelle, die damit werben, dass du das Gewicht verstellen kannst. Viele Sportler und Experten raten allerdings davon ab, weil die Masse oft nicht optimal verteilt ist und zum Beispiel einseitig liegt. Außerdem kann beim Verstellen gerne mal ein Fehler passieren, der im schlimmsten Fall zu umherfliegenden Gewichtsplatten und Verletzungen führt.

Außerdem kannst du auch mit ein und derselben Kettlebell verschiedene Traininsintensitäten erzeugen, sodass du gar nicht viele unterschiedliche brauchst. Deshalb lohnen sich die teuren, verstellbaren Hanteln selten.

Welches Zubehör brauche ich für das Kettlebell-Training?

Einer der großen Vorteile an Kettlebells ist ja, dass man fast nichts braucht außer der Kugelhantel und ein bisschen Platz. Vielleicht lohnt es sich für dich aber trotzdem, über das ein oder andere Zubehör nachzudenken, um dein Training angenehmer zu gestalten:

Magnesiumpuder gibt dir einen besseren Halt

Wenn der Griff deiner Hantel sehr glatt ist, rutscht sie gerne mal durch die verschwitzten Hände. Damit dir die Kugel nicht auf den Fuß, Kopf oder Trainingspartnerin fällt, kannst du mit ein bisschen Magnesiumpuder für mehr Halt sorgen, zum Beispiel mit dem Chalkbag von Mantle.

Handschuhe schützen deine Handflächen

Wenn du kein Fan von gepuderten Händen bist, kannst du auch mit speziellen Handschuhen wie denen von Gym & Gentle für einen besseren Griff auf glattem Material sorgen. Wenn deine Kettlebell am Griff dagegen stark genoppt ist oder einen Übergang vom Material hat (bei Kunststoff-Modellen passiert das öfter), können die Handschuhe dich vor Scheuern und Verletzungen in der Handfläche schützen.

Ordne deine Hanteln mit einem Hantel-Rack

Es ist gut, wenn du deine Kettlebell irgendwo verstauen kannst, wo sie nicht umfallen und irgendwas kaputt machen kann. Für ein oder zwei Hanteln reicht da eine Kiste, für vollausgestattete Trainingsräume kannst du all deine Geräte in einem Hantel-Rack wie dem von Marcy ordnen.

Unsere Tipps können dir dabei helfen, die perfekte Kettlebell für dich zu finden. So kannst du mit nur einem Kauf unglaublich vielseitig und flexibel trainieren und dein Workout genau so gestalten, wie und wo du es haben willst.

22.08.2019| © womenshealth.de
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