Porenreiniger Mitesser einfach wegsaugen? Das taugen Porensauger

Porensauger: Das taugt der Beauty-Trend gegen Mitesser
Reine Haut dank Porensauger? Das taugt der Beauty-Trend gegen Mitesser. © Park Street / Unsplash.com

Worth the Hype? Kommt drauf an! Wir verraten, wann es sich lohnt, in einen Porensauger zu investieren und wie du ihn richtig benutzt

Detox-Masken, Peelings, Mitesser-Stripes – für porentief reine Haut kannst du unendlich viele Hilfsmittel aus der Beautytrickkiste zaubern. Jetzt kommt noch ein Helfer dazu, der es auf Hautunreinheiten abgesehen hat: Der Porensauger. Und alle so: Wow!

Aber von vorn: Was ist überhaupt ein Porensauger, wie wird er angewendet und was ist dran an dem Versprechen, dass du damit Mitesser einfach wegsaugen kannst? Wir haben die Geräte unter die Lupe genommen und mit einer Haut-Expertin gesprochen: Dermatologin Dr. med. Elisabeth Schuhmachers aus München stand uns Rede und Antwort.

Was sind Porensauger?

Quasi kleine Beauty-Staubsauger gegen unreine Haut, die Verunreinigungen einfach "wegsaugen" sollen. Wenn du bei Instagram und YouTube aktiv bist und Beauty-Bloggern folgst, hast du die bestimmt schon mal gesehen.

Wie funktionieren die "Mitesser-Staubsauger"?

Im Grunde wirklich wie ein winziger Mini-Staubsauger: Das Gerät erzeugt ein Vakuum und saugt so wortwörtlich überschüssigen Talg und alte Hautschüppchen (aus diesem Mix bestehen Mitesser) aus der Haut.

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Wie benutzt man einen Porenreiniger?

Einfach anschalten und den Saugaufsatz des Gerätes über das betroffene Hautareal führen. Am besten startest du an Nase und Stirn – hier sitzen in der Regel die meisten Mitesser und die Haut ist recht robust. Heißt: Sie reagiert nicht so schnell mit Nebenwirkungen wie Rötungen.

Die Augenpartie solltest du genau aus diesem Grund auf jeden Fall auslassen. Grundsätzlich gilt: Hat das Gerät mehrere Intensitätsstufen, am besten immer mit der niedrigsten starten und langsam steigern, um zu gucken wie deine Haut reagiert.

Auch wichtig: Nicht zu lange auf einer Stelle "saugen". Danach sind vielleicht die Poren frei, aber du bekommst mit Pech einen dunklen Bluterguss. Und solche Knutschflecken will ja keiner haben…

Wie oft kann und soll man den Porenreiniger verwenden?

"Im Prinzip so oft man möchte", sagt Dr. med. Elisabeth Schuhmachers. "Es kann allerdings sein, dass empfindliche Haut irgendwann 'beleidigt' darauf reagiert und sich rötet oder zu schuppen anfängt."

Unser Tipp deshalb: Erstmal nur 1x wöchentlich saugen und dann langsam steigern. So kannst du besser beurteilen, wie deine Haut reagiert.

Für wen sind Porenreiniger geeignet?

"Prinzipiell wird bei einem Vakuum, das stark genug ist, um die Poren zu reinigen, auch alles andere angesaugt", sagt Dr. Schuhmachers und fährt fort: "Bei Menschen mit geplatzten Äderchen und empfindlicher Haut würde ich daher eher zur Vorsicht raten." Hinterher sind vielleicht die Mitesser weg, aber plötzlich hast du ganz andere Probleme im Gesicht.

Können Mitessersauger der Haut schaden?

Wenn die Haut gesund ist, eigentlich nicht. Besser als Pickel auszudrücken, ist so ein Sauger allemal. "Mit dem Quetschen kann man es eigentlich nicht direkt vergleichen. Dabei platzen Pickel oft nach innen, wodurch es zu Entzündungen unter der Haut kommen kann. Das kann ein Sauger so nicht bewirken, denke ich."

Was hilft sonst noch gegen Mitesser und große Poren?

Alles, was die Talgproduktion reduziert und die Kollagensynthese anregt. "Zu Hause kann man folgendes machen: Ausreichenden Sonnenschutz betreiben, Cremes mit Fruchtsäure verwenden", sagt Dermatologin Dr. Schuhmachers. "Auch Vitamin C und Retinol sind hilfreich. Ein mildes AHA-Peeling oder Peeligpads mit Fruchtsäure sind gut fürs eigene Bad geeignet." Beim Dermatologen gibt's außerdem verschiedene Lasersysteme, die die Poren verkleinern, ebenso Microneedling mit und ohne Radiofrequenz und verschiedene Peelings.

Die Expertin rät Menschen mit großen Poren und Mitessern dazu, sich ein (bis zwei) Mal im Jahr bei einem Hautarzt behandeln zu lassen und danach das Ergebnis zu Hause zu halten und zu verbessern mit oben genannten Cremes und Peelings. Und ja, vielleicht auch einem Poren-Sauger.

Poren-Sauger wirken – aber nur in Kombi mit der richtigen Pflege. Sachgerecht angewendet können die Beauty-Sauger die Poren entleeren. Der Sauger behandelt aber nur das Symptom, nicht die Ursache. Deshalb solltest du zusätzlich unbedingt auf eine abgestimmte Pflege-Routine mit oben genannten Produkten setzen.

16.10.2019| © womenshealth.de
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