Reibeisenhaut So pflegst du raue Haut an Oberarmen und Schenkeln

Das hilft gegen Reibeisenhaut
Manchmal fühlt sich deine Haut an wie ein Reibeisen? Nicht knibbeln! © Berkan Altuntas / Shutterstock.com

Wenn die Haut an den Oberarmen picklig und rau ist wie ein Reibeisen, braucht sie eine besondere Pflege. So bekommst du sie wieder glatt!

Die Plage sammelt sich auf der Rückseite der Oberarme, an den Oberschenkeln oder am Po. Kleine rote Hubbel, die einfach nur nerven. Kennst du die? "Viele denken, es handelt sich um ­Pickel. Tatsächlich ist es aber eine Verhornungsstörung", erklärt Hautarzt Dr. Timm Golüke aus München und fährt fort: "Der medizinische Begriff ist Keratoris Pilaris." Rund 40 Prozent aller Erwachsenen haben diese Hautstörung.

Eines vorweg: Dringend behandeln musst du das nicht! Eine Reibeisenhaut ist nicht gefährlich, sondern ein rein ästhetisches Beauty-Problemchen. Wenn dich die rauen Pickelchen aber stören, verraten wir dir hier, wie du sie loswirst!

Wie entsteht eine Reibeisenhaut?

Sie kommt quasi von innen. "Der Körper bildet zu viel Keratin, dadurch verstopfen die Öffnungen der Haarfollikel in der Haut. Als Folge entstehen kleine weißlich-rötliche Hornpropfen, die aussehen wie ein Mix aus Pickeln und Gänsehaut", so Dr. Golüke. Weil sich die Haut an den betroffenen Stellen – meist sind's Oberarme, Oberschenkel und der Po – rau anfühlt, wird Keratosis Pilaris umgangssprachlich auch als Reibeisenhaut bezeichnet.

Wieso habe ich die Pickelchen an den Oberarmen?

Wissenschaftler sind sich mittlerweile sicher, dass die Hautstörung genetisch bedingt ist. Du kannst dich also bei deinen Eltern dafür "bedanken". Dr Golüke ergänzt: "Eine Keratoris Pilaris tritt häufig zum ersten Mal in der Pubertät auf."

Im Laufe des Lebens kann sich die Reibeisenhaut zurückbilden und sogar wieder ganz verschwinden. Oft bleibt sie aber auch einfach. Was nicht heißt, dass du dich damit abfinden muss. Denn mit der richtigen Pflege kannst du einiges ausrichten.

Was kann ich gegen Reibeisenhaut tun?

Jedenfalls nicht abknibbeln! Das sorgt für Narben, und es gibt wesentlich sanftere Methoden. Diese Symptome einer Keratoris Pilaris lassen sich mithilfe einer regelmäßigen Pflegeroutine gut lindern.

So pflegst du Reibeisenhaut richtig:

  1. Eincremen ist schon die halbe Miete. Idealerweise mit einer Lotion mit intensiv hydratisierendem Urea (Harnstoff) und Säuren wie Milch- oder Fruchtsäuren. Letztere lösen überschüssige tote Hautzellen und damit die Ursache für den Reibeisen-Effekt.
  2. Apropos tote Hautschüppchen: Auch regelmäßige Peelings helfen. Dr. Golüke empfiehlt dafür einen Luffahandschuh (aus dem Schwammkürbis Luffa aegyptiaca) oder ein normales Körperpeeling. 1-2 Mal pro Woche damit abrubbeln und die Haut wird viel glatter!
  3. Achte auf parfümfreie Pflegeprodukte! "Duftstoffe können die Haut austrocknen und die Irritationen so noch verstärken", so der Experte.

Wird Reibeisenhaut durch Sonnenlicht besser?

Betroffene berichten häufig, dass die Reibeisenhaut im Sommerurlaub durch Sonne und Meerwasser besser wird. Wissenschaftlich belegt ist das nicht. "Wohl aber, dass trockene Haut Keratoris Pilaris begünstigt", so Dr. Golüke. Weshalb sie vor allem im Winter, wenn die Haut durch Kälte und Heizungsluft strapaziert ist, besonders auftritt.

Reibeisenhaut ist lästig und nicht schön, aber kein Drama. Was auch immer du tust, pule nicht an den Pickeln herum, das sorgt für Narben. Mit unseren Tipps wirst du die Reibeisenhaut auf sanfte Weise los!

02.10.2019| © womenshealth.de
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