Pflege vor und nach dem Sport
Die besten Beauty-Tipps für Sportlerinnen
Pflege-Tipps für Sportlerinnen Dmitry A / Shutterstock.com

Pflege vor und nach dem Sport Die 6 besten Beauty-Tipps für Sportlerinnen

Wir verraten Ihnen die wichtigsten Tipps, damit Ihre Haut beim Sport geschützt ist und trotz Schweiß und häufigem Duschen seidig zart bleibt

Gute Nachrichten für alle Fitnessfans: Sport ist gut für die Haut. Warum? Die Haut wird grundsätzlich schlecht durchblutet - jedenfalls im Gegensatz zu den übrigen Organen Ihres Körpers. Treiben Sie Sport, wird die Nährstoffversorgung noch weiter heruntergefahren, da das Herz-Kreislauf-System nun noch mehr Mineralstoffe und Co. für sich beansprucht. Die Haut passt sich dieser Unterversorgung an und ihre Gefäße verengen sich. Nach der Trainingseinheit aber öffnen sich die Gefäße plötzlich und die Haut, die sich an die wenigen Nährstoffe gewöhnt hat, kann sich vor Mineralstoffen, Vitaminen und Co. kaum noch retten. "Darum sehen Sie nach dem Sport so viel frischer aus", so Prof. Dr. Steinkraus, Leiter des Dermatologikums Hamburg.

Mit Sport allein ist es aber nicht getan. Weil Sonne, Reibung, Schweiß und Druckstellen das schöne Hautbild strapazieren, muss die passende Pflege her:

1. Sonnenschutz beim Outdoorsport

Aus den Augen, aus dem Sinn? Gilt nicht für die Sonne. Deshalb ist Sonneschutz bei Outdoor-Sportarten Pflicht – auch im Winter. „Perfekt für Sportlerinnen ist ein ölfreies Sonnenschutz-Gel oder Fluid. Es zieht schnell ein, verursacht keine Pickel und brennt nicht in den Augen“, sagt Dermatologin Dr. Yael Adler aus Berlin.

Ideal ist ein UVB-Schutz um die 30 aufwärts – erkennbar am Lichtschutzfaktor (LSF) in Kombination mit ­– Achtung! – ausgewiesenem Schutz vor UVA-Strahlen, den Sie am kreisförmigen UVA-Logo auf der Verpackung erkennen. So ist die Haut optimal vor Sonnenbrand, Hautkrebs und Falten geschützt.

2. Schützende Pflege beim Sport, regenerierende danach

Drinnen wie draußen helfen Sie Ihrer Haut am Körper, wenn Sie sie gegen Reibung wappnen. "Vaseline oder weiche Zinkpasten wie Penatencreme schützen vor Scheuerstellen unter den Armen oder zwischen den Beinen", sagt die Expertin.

Nach dem Sport ist regenierende Bodylotion gefragt. Lipolotionen mit Harnstoff (Urea) verhelfen der Haut zu mehr Feuchtigkeit, Cremes mit Vitamin B3 wirken Entzündungen entgegen. Der Profi-Tipp: DMS (Derma – Membran – Struktur)-Cremes aus der Apotheke. Sie enthalten keine künstlichen Emulgatoren, Paraffine oder Silikone und sind deshalb besonders gut verträglich. Sie imitieren die natürlichen Hautfette, die unsere Hautschutzbarriere stellen.

3. Duschen Sie nur selten heiß

"Heißes Wasser trocknet die Haut mehr aus als kälteres", erklärt Steinkraus. Grund: Heißes Wasser entfernt nicht nur Schweiß und Schmutz, sondern auch die hauteigenen Lipide. Folge: Ihre Haut trocknet aus. "Wenn Sie unempfindlich sind, können Sie auch wärmer duschen", sagt der Experte. Frei nach dem Motto: Genießen Sie in Maßen.

4. Achten Sie beim Duschgel auf den pH-Wert

Die Haut selbst hat einen pH-Wert von 5,5. Dieser Wert steigt an, wenn man mit Seife duscht. "Die Haut ist jedoch in der Lage dazu, den Wert von selbst wieder nach unten zu regulieren", so Steinkraus, "Dafür benötigt sie allerdings Zeit." Währenddessen ist die Haut angreifbarer als sonst. Um das zu vermeiden, können Sie Duschgele mit einem ph-Wert verwenden, der dem Ihrer Haut entspricht.

5. Vernachlässigen Sie Ihre Hände nicht

"In puncto Handpflege sollte man anspruchsvoll sein", sagt Steinkraus. Schließlich setzen wir unsere Händ im Alltag – gerade beim Sport – den verschiedensten Belastungen aus. Optimal für eine reichhaltige Pflege: Produkte, die den Wirkstoff Dexpanthenol enthalten. Diese helfen auch bei Rissen oder Schwielen. "Aber auch pflanzliche Stoffe wie Macadamiaöl, Jojobaöl oder Nachtkerzensamenöl eignen sich gut für viel beanspruchte Hände", so der Dermatologe. Wichtig ist außerdem, dass die Creme eine gewisse Festigkeit aufweist. Bodylotions sind darum keine gute Alternative.

6. Essen Sie sich Ihre Haut gesund

Wahre Schönheit kommt von innen. Das ist nicht nur eine Volksweisheit, sondern eine unumstößliche Tatsache. Denn: Gelangen Nährstoffe nicht von außen, sondern von innen an Ihre Haut, nimmt diese die Stoffe sehr viel schneller auf und kann eher von ihnen profitieren. Zu den Haut-Wohltätern zählen unter anderem:

  • Fisch
  • Tomaten
  • Olivenöl
  • Möhren
  • Spinat
  • Brokkoli

Der Haken: "Sie müssen große Mengen dieser Lebensmittel über einen mehrwöchigen Zeitraum essen, um Veränderungen sehen zu können", sagt der Experte.

Fazit: Schöne Haut ist Sportsache!

Bewegung bringt den Stoffwechsel in Schwung und die Zellen werden besser mit Sauerstoff versorgt. Wer die Haut dann noch richtig pflegt, wird mit einem frischen, rosigen Teint belohnt. Worauf es bei der richtigen Pflege für Sportlerinnen im Detail ankommt, verraten wir Ihnen in unserem Themenspecial.

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