Multitalent Teebaumöl: So vielfältig können Sie es nutzen Christin Hume/ Unsplash.com

Teebaumöl 9 geniale Ideen, wie Sie Teebaumöl einsetzen können

Teebaumöl ist ein Beauty-Allrounder, von dem Sie sicherlich schon gehört oder gelesen haben. Aber was hat es damit auf sich? Erklären wir hier!

Teebaumöl gilt als Allheilmittel, das heutzutage in keinem Haushalt mehr fehlen darf. Es soll nicht nur gegen Pickel, Hautunreinheiten oder Herpes wirken, sondern auch bei Nagelpilz, juckender Kopfhaut oder Mundgeruch. Aber stimmt das alles überhaupt?

Warum heißt es eigentlich Teebaumöl?

Anders als Sie vielleicht dachten, hat Teebaumöl nichts mit Tee zu tun. Es ist ein ätherisches Öl, das aus den Blättern des Teebaums gewonnen wird. Der Teebaum – Melaleuca alternifolia – kommt ursprünglich aus Australien. Seine Blätter und das Öl, das daraus gewonnen wird, sind bei den dortigen Ureinwohnern, den Aborigines, schon lange bewährte Heilmittel: Seit Jahrhunderten zerkleinern sie die Blätter, um beispielweise Wunden, Hautinfektionen oder Insektenstiche zu behandeln. Bei Erkältungen oder Verstopfungen inhalieren sie den Dampf des Teebaumöls oder schlürfen den Sud bei Halsschmerzen oder Husten.

Während der Kolonialzeit entdeckten europäische Einwohner die Heilpflanze und brachten sie mit nach Hause. Auch heute ist Teebaumöl ein fester Bestandteil zahlreicher Kosmetikprodukte. Auch das reine Öl erfreut sich noch immer großer Beliebtheit.

Welche Wirkung hat Teebaumöl?

Teebaumöl kann die Heilung von Pickeln beschleunigen
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Teebaumöl kann die Heilung von Pickeln beschleunigen.

Forschung und Selbstversuche beweisen, dass Teebaumöl eine heilende Wirkung hat – es gilt sogar als eine Art natürliches Antibiotikum. Grund hierfür ist der hohe Terpinen-Anteil, der bei einem puren Öl etwa 40 Prozent beträgt. Terpinene wirken…

  • antibakteriell,
  • entzündungshemmend,
  • pilzabtötend
  • und sie unterstützen die Wundheilung.

Worauf sollte ich beim Kauf von Teebaumöl achten?

Achten Sie bitte immer darauf, dass Sie Qualitätsware kaufen. Denn auch hier gibt es wie so oft große Unterschiede. Hier eine kleine Checkliste für den Kauf:

  • Gute Öle kommen häufig immer noch aus Australien oder Neuseeland.
  • Preiswertere Öle, aus Indonesien beispielsweise, sollten Sie immer kritisch beäugen. Um Kosten zu sparen, werden diese oftmals mit minderwertigen Ölen vermischt. Zu billig ist meist nicht gut.
  • Nur auf die Herkunft sollten Sie sich aber nicht verlassen: Reines Teebaumöl hat eine klare bis leicht gelbe Farbe und einen frischen, würzigen Geruch. Und: Verwenden Sie am besten nur Öle, die über eine ISO-Zertifizierung verfügen.
  • Bei reinen Ölen liegt der Terpinen-Anteil bei mindestens 40 Prozent. Auch dieser Wert wird normalerweise auf der Packung angegeben.
  • Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist der Gehalt von Cineol im Teebaumöl. Dieser sollte einen Wert von 3 bis 4 Prozent nicht überschreiten, da die Haut sonst zu stark gereizt werden kann. Bei seriösen Produkten steht dieser Wert auf der Rückseite.

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Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es für Teebaumöl?

Teebaumöl klingt wie ein Wundermittel, ja. Aber: Wenn Sie es bisher noch nie benutzt haben, sollten Sie vorsichtig sein. Testen Sie es zunächst an einer unauffälligen Hautstelle, zum Beispiel auf der Innenseite vom Unterarm. Keine Rötungen, kein Brennen und keine trockene Haut? Dann können Sie’s benutzen! Zum Beispiel so:

1. Bei entzündlichen Hautproblemen: Wer kennt es nicht: Ein wichtiges Event steht vor der der Tür und die Haut spielt mal wieder verrückt. Und nun? Keine Panik! Tragen Sie einfach mit einem Wattestäbchen ein paar Tropfen Teebaumöl auf die entzündeten und zuvor gereinigten Hautstellen auf und Sie werden sehen, durch die antibakteriellen Eigenschaften des ätherischen Öls gehen die Entzündungen schneller zurück.

Auch Mückenstiche können sehr gut mit Teebaumöl behandelt werden. Dazu geben Sie einfach einen Tropfen pur auf den Stich.

2. Bei öligem, unreinem Hautbild: Auch wenn Ihre Haut schnell fettig wird und glänzt, ist Teebaumöl aufgrund seiner talgregulierenden Eigenschaften genau das Richtige für Sie. Wichtig: Teebaumöl nie pur auf das ganze Gesicht geben. Besser mit anderen Ölen wie Jojoba- oder Arganöl mixen und dann das DIY-Gesichtsöl auf die Haut geben.

Durch das Verdünnen mit Wasser oder aber anderen Ölen vermeiden Sie eine Überdosierung und ein zu starkes Austrocknen der Haut.

3. Als Teebaumöl-Gesichtsmaske: Sie können mit Teebaumöl auch easy eine Anti-Pickel-Gesichtsmaske selber machen. Dafür brauchen Sie folgende Zutaten: 8 Tropfen Teebaumöl, 1 TL Olivenöl, ½ Tasse warmen Kamillentee und 2 EL Leinsamen (gemahlen).

Zubereitung und Anwendung: Alle Zutaten in einer Schüssel zu einer Paste verrühren und die Maske auf das Gesicht auftragen. Wichtig: Kontakt mit Augen, Mund und Schleimhäuten vermeiden! Nach 20 Minuten mit lauwarmem Wasser abwaschen. Wichtig: Maximal einmal in der Woche anwenden, da das Teebaumöl die Gesichtshaut ansonsten zu stark austrocknet.

4. Gegen Pickel am Körper: Sie neigen zu Hautunreinheiten am Rücken oder Dekolleté? Klar, da können Sie auch die Maske auftragen. Viel einfacher, wenn Sie keine helfenden Hände haben, ist dann aber ein Vollbad mit Teebaumöl im Wasser. Einfach ein paar Tropfen ins Badewasser träufeln und entspannen.

5. Bei Pilzinfektionen: Teebaumöl wirkt fungizid und bekämpft demzufolge Pilzerkrankungen. Bei Nagelpilz kann es helfen, das Öl zweimal am Tag pur auf die betroffene Stelle aufzutragen. Aber: So eine Teebaumöl-Therapie zu Hause ersetzt den Arztbesuch nicht, sondern wirkt nur unterstützend zu verschreibungspflichtigen Salben und Tinkturen.

6. Gegen Mundgeruch: Bei Mundgeruch oder Zahnfleischentzündungen können Sie eine Teebaum-Mundspülung verwenden. 3 bis 5 Tropfen in ein Glas Wasser geben und gurgeln. Wichtig: Nicht runterschlucken, sondern nach dem Gurgeln immer ausspucken!

7. Bei trockener, juckender Kopfhaut: Macht Ihnen eine fettige Kopfhaut Probleme? Dann kann eine Teebaumöl-Rosmarin-Haarkur helfen, die Talgproduktion zu regulieren. Sie brauchen folgende Zutaten: 50ml Jojobaöl, 10 Tropfen Teebaumöl, 15 Tropfen Rosmarinöl

Zubereitung und Anwendung: Die drei Öle miteinander vermengen. Haare anfeuchten und die Mischung auf der Kopfhaut verteilen. Dabei mit den Fingerspitzen in kreisenden Bewegungen einmassieren. Einen Handtuchturban wickeln und die Kur etwas eine halbe Stunde einwirken lassen. Gründlich mit Shampoo auswaschen.

8. Bei Erkältungskrankheiten: Teebaumöl wirkt tatsächlich auch bei Erkältungskrankheiten. Gurgeln mit dem Öl kann Halsschmerzen lindern. Hierzu 3 Tropfen Teebaumöl in ein Glas lauwarmes Wasser geben. Bei Schnupfen hilft es ein paar Tropfen in ein Kamillendampfbad zu geben und damit zu inhalieren. Win-Win: Der Dampf tut auch der gereizten Haut um die Nase gut.

9. Gegen Stress: Auch für Geist und Seele wird Teebaumöl eine höchst wohltuende Wirkung nachgesagt. Einige Tropfen Teebaumessenz im Badewasser fördern die Entspannung und unterstützen so bei der Erholung. Oder einfach ein paar Tropfen in ein Schälchen geben und das anschließend auf die Heizung stellen.

Teebaumöl wirkt antibakteriell
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Teebaumöl wirkt antibakteriell und kann deshalb Erkältungsbeschwerden lindern.

Was sollte ich bei der Anwendung von Teebaumöl beachten?

Vor der Anwendung beachten Sie bitte unbedingt noch folgende Warnhinweise: Teebaumöl ist ein hochkonzentriertes Naturmittel und sollte daher auf jeden Fall immer richtig dosiert werden. Kontakt mit Augen und Schleimhäuten sollten Sie – wie bei allen ätherischen Ölen – unbedingt vermeiden, um unerwünschte Nebenwirkungen auszuschließen. Teebaumöl kann bei unverdünnter Anwendung zu Juckreiz und Rötungen führen. Und es macht die Haut lichtempfindlich. Deshalb nach der Anwendung am Tag unbedingt Sonnencreme benutzen.

Traurig aber wahr: Teebaumöl ist leider nicht für jeden geeignet. Vor allem diejenigen unter Ihnen, die eine empfindliche Haut besitzen, sollten auf jeden Fall vorsichtig im Umgang mit Teebaumöl sein.

Und noch ein kleiner Tipp: Teebaumöl an sich ist äußerst empfindlich und beginnt durch Sauerstoff oder Licht zu oxidieren. Hierbei können Kontaktallergien ausgelöst werden. Kaufen Sie daher nur kleinere Flaschen und verstauen Sie diese luftdicht und vor Licht geschützt an einem kühlen Ort.

Achtung, Suchtgefahr: Wenn Sie einmal Teebaumöl getestet haben und es dann auch noch gut vetragen, werden Sie mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr drauf verzichten wollen. Schon der Duft allein ist eine Wohltat.

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