Egal ob Anfängerin oder Fortgeschrittene: Lunges sind vielseitig und lassen sich überall integrieren.
Summary
- Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Profis
- MET-Wert: 4–6
- Hauptregion: Beine
- Equipment / Hilfsmittel: Keine
Was sind Lunges und warum sind Ausfallschritte so effektiv?
Ausfallschritte sind perfekt für deinen Po. Sie formen, straffen und stärken gleichzeitig. Anders als viele klassische Beinübungen beanspruchen Lunges nicht nur die vorderen Oberschenkel, sondern aktivieren auch Gesäß, hintere Oberschenkel und Core-Muskulatur, um die Balance zu halten. Jede Schrittbewegung fordert deine Stabilität, trainiert die tiefe Rumpfmuskulatur und sorgt für eine natürliche Körperkontrolle.
Lunges sind weit mehr als nur eine Beinübung, sie sind ein echtes Allround-Workout für Unterkörper und Core. Mit jeder kontrollierten Schrittbewegung trainierst du nicht nur die Muskeln, sondern auch Balance, Stabilität und Körperkontrolle. Das Ergebnis: definierte Beine, ein straffer Po und ein gestärkter Rumpf, der dich im Alltag unterstützt.
Für Anfängerinnen gilt: Starte mit kurzen, kontrollierten Schritten und Körpergewicht, um Balance, Beinachse und Core-Stabilität sicher aufzubauen, bevor du Intensität oder Tempo erhöhst.
Diese Muskeln werden beansprucht

Beanspruchte Muskeln beim Ausfallschritt (Lunge)
Lunges sind echte Allrounder, weil sie gleich mehrere Muskelgruppen gleichzeitig aktivieren. Sie zielen primär auf den Quadrizeps (vorderer Oberschenkel) ab, die bei jedem Schritt für Kraft und Stabilität sorgen. Gleichzeitig werden Gluteus maximus und Gluteus medius intensiv aktiviert, um Po und Hüfte zu formen und zu straffen. Die Oberschenkelrückseite (Hamstrings) unterstützt die Beugung des Knies, während Core-Muskeln (Bauch und unterer Rücken) den Oberkörper stabilisieren und für eine aufrechte Haltung sorgen. Selbst die Waden arbeiten mit, um das Gleichgewicht zu halten und die Bewegungsdynamik zu unterstützen.
MET-Wert und Kalorienverbrauch
Lunges erreichen je nach Intensität etwa 4–6 MET, was bedeutet, dass du bei moderatem Tempo etwa 45–70 kcal pro 10 Minuten verbrennst. Mehr zum MET-Wert hier.
Funktionale Alltagsvorteile
Lunges sind nicht nur ein ästhetisches Bein- und Po-Training – sie machen dich stärker, stabiler und alltagstauglicher. Jede Schrittbewegung trainiert Balance, Koordination und Rumpfstabilität, die dir in alltäglichen Situationen zugutekommt. Ob beim Treppensteigen, Einkäufe tragen oder beim Spielen mit den Kindern, ein trainierter Unterkörper unterstützt jede Bewegung.
Darüber hinaus fördern Lunges eine gesunde Hüft- und Knieausrichtung. Wer regelmäßig Lunges macht, stärkt die Muskulatur rund um die Gelenke und reduziert das Verletzungsrisiko im Alltag und beim Sport. Auch die Core-Muskulatur profitiert: Sie hält dich aufrecht und verhindert, dass der Rücken während des Gehens oder Hebens nach vorn sackt.
Lunges lassen sich zudem flexibel ins Training integrieren, ob als Warm-up, Hauptübung oder dynamischer Finisher. Sie sind eine der wenigen Übungen, die sowohl Kraft, Stabilität als auch Beweglichkeit in einer einzigen Bewegung trainieren. Jede Lunge bringt dich nicht nur deinem Traum-Po näher, sondern stärkt auch deine Basis für jede weitere sportliche oder alltägliche Bewegung.
Nachteile von Lunges
Lunges beanspruchen Knie und Hüfte stark, wenn die Schrittweite nicht passt oder das Knie nach innen kippt. Viele Frauen verlieren beim Absenken die Balance, wodurch Rotationen im Becken entstehen, die die Lendenwirbelsäule belasten.
Ein zu großer Schritt erschwert die Beckenstabilität und dehnt den Hüftbeuger des hinteren Beins sehr stark, während ein sehr kleiner Schritt den Druck auf das vordere Kniegelenk erhöht. Ohne stabile Beinachse und kontrolliertes Tempo besteht erhöhte Verletzungsgefahr.
Die richtige Ausführung
Lunges sind zwar einfach in der Theorie, doch ihre Wirkung entfaltet sich nur bei sauberer Technik. Eine kontrollierte Bewegung schützt nicht nur die Gelenke, sondern sorgt auch dafür, dass deine Po- und Beinmuskulatur optimal arbeitet.
Wichtig zu beachten
Startposition: Stehe aufrecht, Füße hüftbreit auseinander, Core aktiv. Die Hände können an den Hüften oder vor der Brust verschränkt sein.
Bewegung: Mache einen großen Schritt nach vorn, sodass das vordere Knie etwa einen 90-Grad-Winkel bildet und stabil über dem Mittelfuß bleibt.
Core und Haltung: Bauchmuskeln fest anspannen, Brust aufrecht, Schultern entspannt. So bleibt dein Oberkörper stabil und aufrecht.
Atmung: Einatmen beim Absenken, ausatmen beim Zurückdrücken in die Ausgangsposition.
Tempo und Wiederholungen:
- Anfängerinnen: langsam, 2–3 Sätze à 10–12 Wiederholungen pro Bein.
- Fortgeschritten: kontrolliertes, leicht zügigeres Tempo, 3–4 Sätze, evtl. mit Kurzhanteln oder Kettlebell für mehr Widerstand.
Tipps für maximale Effektivität:
- Setze die Füße bewusst auf, achte auf gleichmäßige Belastung.
- Halte den Oberkörper während der gesamten Bewegung stabil.
- Variiere die Schrittweite, um unterschiedliche Bereiche der Oberschenkel und des Gesäßes zu treffen.
Dos und Don’ts
Die häufigsten Fehler und deren Lösung
Auch wenn Lunges simpel aussehen, schleichen sich oft Fehler ein, die den Trainingseffekt mindern und Verletzungen verursachen können.
- Ein klassischer Fehler ist das Hohlkreuz, das den unteren Rücken unnötig belastet.
- Viele lassen zudem das Knie nach innen kippen, was Kniegelenke unnötig beansprucht.
- Zu kurze oder zu lange Schritte verzerren die Muskelbeanspruchung und vermindern die Aktivierung von Gesäß und Oberschenkel.
- Auch Schwung statt kontrollierter Bewegung ist weitverbreitet – jede Wiederholung sollte bewusst ausgeführt werden.
Ein Spiegel oder die Beobachtung durch einen Partner helfen, diese Fehler frühzeitig zu erkennen und zu korrigieren.
Checkliste für Anfänger
- Starte ohne Zusatzgewicht und mit kurzen, kontrollierten Schritten.
- Halte den Oberkörper aufrecht und den Core während der Bewegung aktiv.
- Führe das vordere Knie stabil in Richtung Zehenspitzen.
- Senke dich langsam ab und vermeide Schwung.
- Nutze bei Bedarf einen Spiegel oder eine Stütze zur Technik-Kontrolle.
Lunges-Varianten
Ausfallschritte lassen sich vielseitig variieren, um unterschiedliche Muskelgruppen stärker zu aktivieren, Intensität zu erhöhen oder die Balance herauszufordern. Jede Variante bringt ihre eigenen Reize mit und macht dein Training abwechslungsreich und effektiv.
- Klassische Ausfallschritte: Schritt nach vorn, Kniewinkel etwa 90 Grad, Fokus auf Quadrizeps und Gluteus.
- Reverse Lunges: Schritt nach hinten, gelenkschonender und stärkerer Fokus auf Gesäß
- Seitliche Lunges (Side Lunges): Dehnen und kräftigen die Adduktoren und verbessern seitliche Stabilität.
- Walking Lunges: Dynamische Variante, bei der du dich Schritt für Schritt vorwärts bewegst – ideal für Koordination und Cardioeffekt.
- Ausfallschritte mit Gewicht: Erhöht den Widerstand und intensiviert den Muskelreiz.
- Sprung-Lunges (Jumping Lunges): Explosiv, fordert Kraft, Stabilität und Herz-Kreislauf-System gleichzeitig.
Progressionsweg mit Tipps
Lunges bieten unendlich viele Möglichkeiten, Kraft, Stabilität und Form zu verbessern. Der Schlüssel liegt in der progressiven Steigerung von Schwierigkeit, Volumen und Intensität, immer mit Fokus auf saubere Technik und Core-Aktivierung.
Wichtig für Anfängerinnen: Steigere dich erst dann in Varianten oder Zusatzgewicht, wenn du alle Wiederholungen stabil, ohne Knieeinbruch und mit aufrechtem Oberkörper ausführen kannst.
Level 1 – Basic Lunges: Starte mit Körpergewicht, Schritt für Schritt. 3 Sätze à 10–12 Wiederholungen pro Bein. Ziel ist, Bewegungsablauf, Balance und Core-Stabilität zu meistern, bevor du Gewicht hinzufügst.
Level 2 – Reverse Lunges: Rückwärts gehen reduziert Belastung auf die Knie, erhöht aber weiterhin die Aktivierung von Gesäß und Oberschenkel. 3–4 Sätze à 10–12 Wiederholungen.
Level 3 – Walking Lunges: Bewege dich vorwärts anstatt statisch. 3 Sätze à 12 Wiederholungen pro Bein. Die dynamische Variante stärkt Gleichgewicht, Koordination und Gesäßmuskulatur noch intensiver.
Level 4 – Zusatzgewicht: Kurzhanteln oder Kettlebells in den Händen halten. 3 Sätze à 8–10 Wiederholungen pro Bein. Das zusätzliche Gewicht steigert Muskelaufbau und Intensität, ohne die Technik zu vernachlässigen.
Level 5 – Variationen und Kombis: Füge Sprung-Lunges, Ausfallschritte mit Rotation oder Supersätze mit Step-ups hinzu. Diese fortgeschrittenen Varianten fördern Explosivität, Core-Stabilität und gesamtkörperliche Fitness.
FAQ: Was du über Lunges wissen musst
Lunges aktivieren vor allem Oberschenkelvorderseite (Quadrizeps), Gesäßmuskulatur (Gluteus maximus) und hintere Oberschenkel (Hamstrings). Gleichzeitig stabilisieren die Core-Muskeln Rumpf und Becken, was die gesamte Körperhaltung verbessert.
2–4 Mal pro Woche ist ideal, abhängig von deinem Trainingsplan und der Regeneration. So können Muskeln optimal wachsen, ohne dass Gelenke überlastet werden.
Ja, Lunges sind für Anfängerinnen geeignet, wenn sie langsam, mit sauberer Technik und zunächst ohne Zusatzgewicht ausgeführt werden, um Gelenke und Gleichgewicht nicht zu überfordern.
Absolut. Lunges harmonieren perfekt mit Squats, Hip Thrusts oder Step-Ups, um Bein- und Gesäßmuskulatur ganzheitlich zu stärken. Sie lassen sich auch in Circuit-Training oder HIIT einbauen.
Etwa 45–70 kcal pro 10 Minuten bei moderatem Tempo und Körpergewicht von 60–70 kg. Variationen mit Sprüngen oder Zusatzgewicht erhöhen den Energieverbrauch deutlich.






