Egal, ob du straffe Oberschenkel, einen knackigen Po oder mehr Kraft für den Alltag willst: Mit Step-ups trainierst du mehrere Muskelgruppen gleichzeitig, verbrennst Kalorien und du kannst die Übung fast überall durchführen.
Summary
- Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Profis
- MET-Wert: 4,5–5,5
- Hauptregion: Beine
- Equipment/Hilfsmittel: Stabile Erhöhung (Bank, Box oder Treppenstufe)
Was sind Step-ups und warum ist Treppensteigen so effektiv?
Step-ups, auch bekannt als gezieltes Treppensteigen, sind eine funktionelle Übung, die vor allem Beine, Po und Core trainiert. Kein Wunder: Bei jedem Tritt nach oben oder unten werden mehrere große Muskelgruppen gleichzeitig aktiviert, die Balance und Stabilität gefördert und die Beweglichkeit verbessert.
Für Frauen ist die funktionelle Übung besonders effektiv, weil sie den Gluteus maximus straffen, die Oberschenkel definieren und gleichzeitig die Rumpfmuskulatur stärken. Step-ups simulieren natürliche Bewegungen, die wir im Alltag häufig brauchen, vom Treppensteigen bis zum Tragen von Einkaufstüten.
Warum Step-ups so effektiv sind? Ganz einfach: Sie trainieren funktionell und alltagsnah. Jede Aufstehbewegung, jeder Schritt nach oben, sogar schnelle Richtungswechsel im Alltag profitieren von der Kraft und Stabilität, die du mit dieser Übung aufbaust. Der Step-up ist ein echtes Multitalent, wenn es um Beine, Po und Core geht. Er liefert maximale Wirkung in minimaler Zeit und ist gleichzeitig leicht an jedes Fitnesslevel anpassbar.
Treppensteigen für Muskelaufbau: Diese Muskeln werden beansprucht

Beanspruchte Muskeln beim Step-up.
Diese Übung gehört definitiv zu den effektivsten Bein- und Po-Übungen überhaupt, und das aus gutem Grund. Sie trainiert nicht nur die Beine, sondern aktiviert eine Vielzahl an Muskeln gleichzeitig.
Primäre Muskelgruppen:
- Quadrizeps (Oberschenkelvorderseite): Hauptmotor für die Aufwä
- Gluteus maximus (Po): Strafft den Po und sorgt für Kraft in der Hü
- Gluteus medius (mittlerer Gesäßmuskel): Der Stabilitäts-Held. Er verhindert, dass dein Becken beim einbeinigen Stand zur Seite absinkt.
Sekundäre Muskelgruppen:
- Hamstrings (Oberschenkelrückseite): Wichtig für Stabilität und Balance.
- Core-Muskulatur (Bauch und Rückenstrecker): Stabilisiert den Oberkörper während der gesamten Bewegung.
- Waden (Gastrocnemius & Soleus): Unterstützen die Balance beim Step-up.
- Adduktoren und Abduktoren: Helfen bei der Beinführung und Stabilität.
MET-Wert und Kalorienverbrauch
Step-ups sind wahre Kalorienkiller, weil so viele große Muskelgruppen gleichzeitig arbeiten. Der MET-Wert liegt je nach Intensität bei 4,5–5,5. Das bedeutet bei einem Körpergewicht von 60 kg einen Verbrauch von ca. 45–60 kcal pro 10 Minuten.
Funktionale Alltagsvorteile
Step-ups sind nicht nur eine Fitnessübung, sondern eine Bewegung, die dir im Alltag echte Vorteile bringt. Sie stärken Beine, Po und Core, sodass du beim Treppensteigen, Heben von Einkaufstüten oder Tragen schwerer Gegenstände deutlich mehr Kraft und Stabilität hast. Gleichzeitig förderst du so die Balance und Stabilität der Gelenke, insbesondere in Hüfte und Knie, und tragen so zu einer gesunden Haltung bei. Wer regelmäßig Step-ups trainiert, profitiert außerdem von mehr Energie im Alltag, weniger Ermüdung beim Gehen oder Stehen und einer verbesserten Körperkontrolle bei alltäglichen Bewegungen.
Nachteile von Step-ups
Step-ups können bei zu hohen Boxen oder instabiler Knieachse zu Überlastungen führen. Viele Frauen drücken sich mit dem hinteren Bein ab, statt das Gewicht über das vordere Bein zu bewegen, wodurch der Trainingseffekt sinkt. Ein verdrehtes Becken oder das seitliche Wegkippen des Knies belasten Knie und Hüfte unnötig.
Die richtige Ausführung
Die perfekte Technik entscheidet über den Erfolg und die Sicherheit bei Step-ups.
Wichtig zu beachten
- Der Aufstieg: Drücke dich kraftvoll ausschließlich über die Ferse des vorderen Fußes nach oben.
- Wichtig: Vermeide es, dich mit dem hinteren Bein vom Boden abzustoßen. Das vordere Bein soll die gesamte Arbeit leisten!
- Die Endposition: Oben angekommen, steht dein zweiter Fuß kurz neben dem Standbein. Strecke die Hüfte des Standbeins ganz durch, ohne das Kniegelenk "einzurasten".
- Der Abstieg: Steige langsam und kontrolliert wieder nach unten. Je langsamer du hier bist, desto intensiver brennt die Muskulatur (exzentrisches Training).
- Atmung: Atme beim Hochdrücken kraftvoll aus und beim Heruntersteigen kontrolliert ein.
Dos und Don’ts
Mit dieser Checkliste und den Dos und Don’ts legst du den Grundstein für sichere und effektive Step-ups, die maximalen Trainingseffekt liefern.
Die häufigsten Fehler und deren Lösung
Step-ups sehen simpel aus, doch gerade bei dieser Übung schleichen sich häufig kleine Technikfehler ein, die die Effektivität reduzieren oder sogar zu Verletzungen führen können. Typische Fehler sind:
Checkliste für Anfänger
Damit Step-ups richtig effektiv und sicher werden, solltest du als Anfängerin ein paar Grundregeln beachten:
- Achte darauf, dass die Technik immer Vorrang vor der Anzahl der Wiederholungen hat.
- Beginne mit einer stabilen Erhöhung und nur mit Körpergewicht, bis du die Bewegung sauber beherrschst.
- Steigere die Höhe der Stufe oder füge Zusatzgewicht erst hinzu, wenn du dich sicher fühlst.
- Nutze Spiegel oder eine kurze Videoaufnahme, um deine Form zu kontrollieren, und halte die Füße während der gesamten Bewegung fest auf der Erhöhung.
Varianten
Langweilig wird es bei Step-ups nie, denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Übung zu variieren und gezielt Beine und Po zu formen. Beliebte Varianten sind zum Beispiel:
- Step-ups mit Kurzhantel: Intensiviert die Belastung für Beine, Po und Core.
- Side Step-ups: Seitliches Aufsteigen für zusätzliche Aktivierung der seitlichen Oberschenkel.
- Jump Step-ups: Explosive Variante für mehr Power, Ausdauer und Kalorienverbrauch.
- Step-ups mit unterschiedlicher Höhe: Variiere die Höhe der Stufe, um die Intensität zu verändern und Muskeln neu zu fordern.
Übungen für zu Hause
Das Beste an Step-ups: Du kannst sie fast überall machen. Eine stabile Treppenstufe, ein Hocker oder ein Step-Board reichen völlig aus.
Für Anfänger eignen sich für die klassische Variante nur mit Körpergewicht, um die Technik zu festigen.
Fortgeschrittene können Kurzhanteln oder einen gefüllten Rucksack einsetzen, um die Übung zu intensivieren.
Wer Abwechslung liebt, kann Side Step-ups einbauen, bei denen du seitlich auf die Stufe steigst, oder kleine Pulsbewegungen am oberen Punkt machen, um die Muskelspannung zu erhöhen. Auch Jump Step-ups sind möglich, wenn du Explosivität und Kalorienverbrauch steigern willst. Wichtig ist hier eine saubere Technik, um Verletzungen zu vermeiden.
Progressionsweg mit Tipps
Dein Weg zu straffen Beinen, einem knackigen Po und einem starken Core mit Step-ups ist ein Prozess, kein Sprint. Mit der richtigen Progression kannst du sicher starten, kontinuierlich stärker werden und die Übung Schritt für Schritt intensivieren.
Level 1 – Anfänger:
- Technik zuerst: 3 Sätze à 12–15 Wiederholungen nur mit Körpergewicht, Fokus auf saubere Ausfü
- Höhe der Stufe: Niedrig beginnen, um Stabilität zu gewährleisten.
- Tempo: Langsam und kontrolliert, Knie zeigen in Richtung der Zehen, Rücken neutral.
Level 2 – Fortgeschrittene:
- Zusatzgewicht: Kurzhanteln, Kettlebell oder gefüllter Rucksack zur Intensivierung.
- Höhe der Stufe: Schrittweise erhöhen, um Muskelreiz zu steigern.
- Tempo-Variationen: Explosiv hoch, langsam runter oder kurze Isometrie am oberen Punkt.
Level 3 – Profis:
- Einbeinige High Step-ups: Nutze eine Erhöhung, bei der das Knie in der Startposition leicht über der Hüfte liegt, um die Gluteus-Aktivierung zu maximieren.
- Plyometrische Progression: Jump Step-ups oder explosive Sprünge für Power, Ausdauer und Kalorienverbrauch. Achte bei Sprüngen auf eine weiche Landung und eine stabile Knieachse.
- Trainingstagebuch: Wiederholungen, Sätze, Höhe der Stufe und Zusatzgewicht dokumentieren, um Fortschritte gezielt zu verfolgen.
Mit diesem Progressionsweg kannst du dich gezielt steigern, Verletzungen vermeiden und langfristig Beine, Po und Core effektiv trainieren.
Tipp: Wähle die Höhe der Box so, dass deine Hüfte beim Aufsetzen des Fußes nicht zur Seite ausweicht oder dein Becken nach hinten kippt. Technik schlägt Höhe.
FAQ: Die häufigsten Fragen zu Step-ups
Für optimale Ergebnisse empfehlen sich 2–3 Einheiten pro Woche. Zwischen den Trainingstagen solltest du mindestens 48 Stunden Pause lassen, damit sich Beine, Po und Core regenerieren. So bleibst du leistungsfähig und minimierst das Verletzungsrisiko.
- Für Kraft: 8–10 Wiederholungen pro Bein mit Zusatzgewicht.
- Für Muskelaufbau: 12–15 Wiederholungen pro Bein mit moderatem Gewicht oder Körpergewicht.
- Für Ausdauer und Form: 15–20 Wiederholungen pro Bein mit leichtem Gewicht oder nur Bodyweight.
Ja! Wenn du die Technik perfektionierst und Variationen wie Side Step-ups oder Pulsbewegungen einbaust, erreichst du tolle Ergebnisse. Straffe Oberschenkel, einen knackigen Po und einen starken Core, ganz ohne Geräte.
Nur bei falscher Ausführung! Bei sauberer Technik stärkt die Treppensteigerübung sogar die Kniegelenke und beugen Verletzungen vor. Achte darauf, dass die Knie in Richtung der Zehen zeigen, nicht nach innen kippen, und dass du die Stufe kontrolliert betrittst.
Eine niedrige Stufe eignet sich besonders für Anfängerinnen, um Technik und Stabilität zu trainieren. Eine höhere Stufe steigert die Intensität, fordert Po und Oberschenkel stärker und aktiviert die Core-Muskulatur noch mehr. Gehe nur so hoch, wie es deine Kraft und Beweglichkeit zulassen.
Wenn du 3 Sätze à 12–15 Wiederholungen sauber und ohne große Anstrengung schaffst, ist es Zeit für Kurzhanteln, eine Kettlebell oder einen gefüllten Rucksack. Steigere das Gewicht Schritt für Schritt, um die Technik nicht zu gefährden.
Absolut! Eine stabile Treppenstufe, ein Hocker oder ein Step-Board reichen völlig aus. Für mehr Abwechslung und Intensität kannst du Kurzhanteln oder Rucksack einsetzen oder Side Step-ups und Pulsbewegungen einbauen.





