Heißluftfritteuse: 4 Modelle im Test

Airfryer-Test
Airfryer, die sich lohnen: Diese Modelle machen gesundes Kochen leichter

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.07.2026
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Heißluftfritteusen im Test: Darauf solltest du beim Airfryer-Kauf achten.
Foto: GettyImages / Milan_Jovic

Airfryer gehören zu den Küchengeräten, die nach dem ersten Ausprobieren schnell einen festen Platz auf der Arbeitsplatte bekommen. Der Grund ist simpel: Sie liefern knusprige Ergebnisse mit deutlich weniger Fett als eine klassische Fritteuse, sind schneller einsatzbereit als viele Backöfen und machen Meal Prep, Gemüse, Fisch, Tofu, Hähnchen oder Süßkartoffel-Pommes erstaunlich unkompliziert.

Wir lieben den Airfryer-Trend, denn klassisch frittierte Speisen aus der Fritteuse enthalten nicht nur Unmengen an Kalorien, sondern auch die sogenannten Transfette, die Studien zufolge Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Adipositas und Diabetes Typ 2 verursachen können. Transfette sind laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den vorzeitigen Tod von einer halben Million Menschen durch koronare Herzerkrankungen verantwortlich – pro Jahr!

Warum lohnt sich ein Airfryer?

Ein Airfryer ist ideal, wenn du schnell, unkompliziert und etwas fettärmer kochen möchtest. Anders als eine klassische Fritteuse arbeitet er nicht mit einem Ölbad, sondern mit heißer Luft. Dadurch werden Lebensmittel außen knusprig, während sie innen saftig bleiben können. Besonders praktisch ist das für Tage, an denen du wenig Zeit hast, aber trotzdem etwas Warmes und Frisches essen möchtest.

Typische Airfryer-Gerichte sind Pommes, Ofengemüse, Falafel, Chicken Nuggets, Lachs, Hähnchenbrust, Brokkoli, Blumenkohl, Süßkartoffeln, Aufbackbrötchen oder sogar kleine Kuchen. Viele Modelle können außerdem backen, rösten, aufwärmen, dörren oder ganze Mahlzeiten in zwei getrennten Zonen zubereiten.

Wie funktioniert ein Airfryer?

Beim Airfryer werden Speisen – wie der Name schon sagt – mit heißer Luft "frittiert". So werden deine Gerichte genauso knusprig wie in einer normalen Fritteuse, sind dafür aber umso gesünder, etwa wegen des in Studien belegten geringeren Fettgehalts. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Echte Foodies schwören auf ihre Heißluftfritteuse und bereiten darin kreative Gerichte zu.

Du kannst dir das Prinzip vorstellen wie bei einem Miniatur-Umluft-Ofen: Dadurch, dass die heiße Luft zirkuliert, werden Lebensmittel rundum perfekt erhitzt – mit der richtigen Panade und ein paar Tröpfchen Pflanzenöl erzielst du so den ultimativen Crunch-Effekt.

Die besten Airfryer im Test: Diese Modelle machen gesundes Kochen leichter

Für unseren Airfryer-Test haben wir uns Modelle angeschaut, die für unterschiedliche Haushalte spannend sind: kompakte Geräte für kleine Küchen, große Doppelkammer-Airfryer für Familien, smarte Meal-Prep-Lösungen mit Glasbehälter und Premium-Modelle mit Dampf-Funktion. Dabei ging es nicht nur darum, ob Pommes knusprig werden. Entscheidend waren auch Bedienung, Fassungsvermögen, Programme, Reinigung, Platzbedarf und Preis-Leistung.

Die besten Airfryer im Überblick

1. Preis-Leistungs-Tipp: SILVERCREST Tower Air Fryer von Lidl

Der SILVERCREST Tower Air Fryer von Lidl ist die spannendste Empfehlung für alle, die viel Fassungsvermögen für vergleichsweise wenig Geld suchen. Das Modell bietet zwei übereinanderliegende Garkörbe mit jeweils 4,75 Litern, insgesamt also 9,5 Liter. Damit bekommst du ein richtig großes Gerät, das trotzdem weniger Stellfläche braucht als viele breite Doppelkammer-Airfryer.

Im Test punktet vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für rund 100 Euro bekommst du zwei getrennt steuerbare Garzonen, sieben Programme und einen Temperaturbereich von 40 bis 240 Grad. Praktisch sind auch die Sync-Finish- und Sync-Cook-Funktionen: Damit kannst du unterschiedliche Gerichte zeitgleich fertigstellen oder beide Fächer mit identischen Einstellungen laufen lassen.

Für wen eignet sich der Lidl-Airfryer? Für alle, die einen großen Airfryer mit zwei Garkammern suchen, aber nicht direkt 200 Euro oder mehr ausgeben möchten. Besonders attraktiv ist er für Familien, WGs und preisbewusste Käuferinnen.

2. Meal-Prep-Tipp: Ninja CRISPi PRO 7-in-1 Glas-Air-Fryer

Der Ninja CRISPi PRO ist kein klassischer Airfryer mit Schublade, sondern setzt auf Glasbehälter und einen kompakten Power-Aufsatz. Genau das macht ihn spannend für alle, die Essen vorbereiten, aufbewahren und wieder aufwärmen möchten. Du kannst die Mahlzeit im Glasbehälter garen, servieren und später im Kühlschrank lagern.

Besonders gut gefällt uns das transparente Design. Du siehst während des Garens, wie weit dein Essen ist, ohne ständig einen Korb herausziehen zu müssen. Der große Glasbehälter fasst 5,7 Liter und ist laut Hersteller bis 230 Grad temperaturbeständig. Dazu kommen sieben Kochfunktionen, darunter Max Crisp, Air Fry, Bake, Roast und Dehydrate.

Für wen eignet sich der Ninja CRISPi PRO? Für alle, die gern vorkochen, Reste clever verwerten oder ein Gerät suchen, das nicht nach Standard-Airfryer aussieht. Auch für kleinere Küchen ist das Konzept interessant.

3. Premium-Tipp: Philips Steam Airfryer Megabasket

Der Philips Steam Airfryer Megabasket ist die Premium-Wahl in diesem Vergleich. Er kombiniert klassisches Airfryen mit Dampf und einer SteamFry-Funktion. Das ist besonders spannend für Lebensmittel, die außen knusprig, innen aber saftig bleiben sollen. Hähnchen, Fisch, Gemüse, Brot oder Ravioli profitieren von dieser Kombination deutlich mehr als klassische TK-Pommes.

Mit 9,5 Litern Fassungsvermögen ist der Philips groß genug für Familienportionen. Der Korb lässt sich flexibel nutzen: entweder als großer XXL-Korb oder mit Trenner in zwei separate Bereiche. Dazu kommen 28 Zubereitungsarten, RapidAir-Plus-Technologie, HomeID-Rezepte-App und eine automatische Dampfreinigung.

Für wen eignet sich der Philips Steam Airfryer Megabasket? Für alle, die mehr wollen als nur knusprige Snacks. Wenn du regelmäßig Fisch, Gemüse, Hähnchen, Brot oder komplette Gerichte zubereitest, ist die Dampf-Funktion ein echter Pluspunkt.

4. Familien-Tipp: COSORI Turbo Tower Pro

Der COSORI Turbo Tower Pro ist ein großer Airfryer für alle, die viel kochen, aber nicht die komplette Arbeitsfläche blockieren wollen. Mit 10,8 Litern Fassungsvermögen bietet er die größte Kapazität in diesem Vergleich. Durch die Tower-Bauweise sitzen die beiden Garkammern übereinander. Das spart Breite und macht ihn trotz Größe alltagstauglich.

Im Test überzeugt der COSORI vor allem bei kompletten Mahlzeiten. Ob Kartoffeln oben und Lachs unten oder Gemüse und Hähnchen gleichzeitig: Die zwei Ebenen machen die Zubereitung flexibel. Dazu kommen sieben Funktionen, fünf Gebläsestufen, keramisch beschichtete Kochflächen und spülmaschinenfeste Einsätze.

Für wen eignet sich der COSORI Turbo Tower Pro? Für Familien, WGs und alle, die regelmäßig größere Portionen zubereiten. Auch für Meal Prep ist der COSORI stark, weil sich ganze Komponenten einer Mahlzeit parallel garen lassen.

Airfryer kaufen: Worauf solltest du achten?

Beim Kauf zählt primär, wie du kochst. Für eine Person oder kleine Küchen reicht oft ein kompakter Airfryer. Für Paare, Familien oder Meal Prep sind Modelle mit 7 bis 11 Litern Fassungsvermögen deutlich praktischer. Noch komfortabler wird es mit zwei Garkammern, weil du Gemüse und Proteinquelle gleichzeitig, aber mit unterschiedlichen Einstellungen zubereiten kannst.

Achte beim Kauf besonders auf diese Punkte:

  • Fassungsvermögen: Für 1 bis 2 Personen reichen kleinere Modelle, für Familien sind 8 bis 11 Liter sinnvoll.
  • Programme: Air Fry, Roast, Bake, Reheat und Max Crisp sind im Alltag besonders praktisch.
  • Temperaturbereich: Ein großer Bereich ist hilfreich, wenn du auch dörren, aufwärmen oder besonders knusprig garen möchtest.
  • Reinigung: Spülmaschinengeeignete Körbe und beschichtete Einsätze sparen Zeit.
  • Bauform: Tower-Modelle sparen Stellfläche, breite Modelle bieten oft mehr Übersicht.
  • Zwei Zonen: Ideal, wenn du komplette Mahlzeiten gleichzeitig zubereiten willst.
  • 1.800 bis 2.000 Watt und 70 km/h für eine optimale Leistung erreichen können
  • PFOA-frei sein (Perfluoroctansäure ist ein wasser- und ölabweisender, aber gesundheitsschädlicher Stoff, der bei einigen Billiggeräten zum Einsatz kommt)
  • einen herausnehmbaren Garkorb zur einfachen Reinigung haben
  • einen integrierten Luftfilter haben, damit es nicht nach Fritteuse riecht
  • einen Überhitzungsschutz haben

Was kann man alles in einer Heißluftfritteuse zubereiten?

Mit einer Heißluftfritteuse lassen sich nicht nur typische "Fritteuse-Gerichte" zubereiten. So kannst du auch Desserts, Gemüsepfannen sowie Fleisch- und Fischgerichte im Airfryer zubereiten. Es macht richtig Spaß, hier selbst kreativ zu werden und einfach mal auszuprobieren, wie sich das Ergebnis zum Backvorgang im Ofen unterscheidet.

Typische Airfryer-Rezepte:

  • Pommes aus Kartoffeln und Süßkartoffeln
  • Chicken Nuggets (oder Tofu Nuggets, Blumenkohl-Nuggets etc.)
  • Fischstäbchen oder Gemüsesticks
  • Frühlingsrollen und Crunch Wraps
  • Verschiedene Gemüsechips

Kreative Airfryer-Ideen:

  • Süße Frühlingsrollen
  • Tassenkuchen
  • Kaiserschmarren
  • Brot, Bagels und Brötchen
  • Selbstgemachtes Granola
  • Gebackenes Obst und Crumble

Umluftofen vs. Heißluftfritteuse: Das ist der Unterschied

Die Zubereitung im Airfryer ist effizienter, wenn du kleine Mengen zubereiten möchtest. Zudem zirkuliert die Luft in der Heißluftfritteuse mit etwa 70 Kilometern pro Stunde wesentlich schneller als im Ofen – und die Lebensmittel bekommen dank Garkorb (und ohne Backpapier) auch mehr davon ab. Genau das macht deine Speisen so knusprig.

In puncto Energieverbrauch können die Heißluftfritteusen ebenfalls punkten. Einige Firmen werben zum Beispiel damit, dass man bis zu 65 Prozent Energiekosten im Vergleich zum Backofen einsparen kann. Das kleine Gerät muss erstens nicht so lange vorheizen und zweitens garen deine Lebensmittel schneller. Das ist ein Vorteil, wenn es fix gehen muss und relativ kleine Mengen benötigt werden.

In einen Ofen bekommst du natürlich mehr rein. Lasagne, Auflauf, Pizza und Gerichte für viele Gäste bereitest du also am besten klassisch zu – das gilt insbesondere für Speisen, die du sonst auch nicht frittieren würdest. Dieser Punkt kann dir übrigens auch gut bei der Frage helfen, ob du einen Airfryer wirklich brauchst.

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