So wird jedes Gemüse auf dem Grill perfekt Natasha-Breen / Shutterstock.com

Gemüse grillen: So verkohlt nichts mehr!

Gemüse grillen Vegetarisch grillen: Diese 7 Gemüsesorten gehören auf den Grill!

Ob als Beilage zu Fleisch oder vegetarische Hauptmahlzeit: Wir verraten, wie du Gemüse lecker marinierst, clever aufspiesst und grillst, ohne dass es verkohlt

Gemüse zu grillen ist nicht nur super easy, sondern auch irre lecker. Zucchini, Pilze, Kartoffeln & Co. sind zudem kalorienarm, vitaminreich und fettfrei – drei unschlagbare Argumente, um viel öfter Grünzeug auf den heißen Rost zu werfen. Mit verschiedenen Gewürzen, Kräutern oder in Kombi mit Käse kannst du Gemüse immer wieder neu erfinden.

Ob du komplett vegetarisch grillst oder das Gemüse als Beilage zu Grillfleisch isst, bleibt dabei natürlich dir und deinen Vorlieben überlassen. Wir klären die wichtigsten Fragen zum Thema "Gemüse grillen" plus: Leckere Rezepte für Dips, gegrillte Maiskolben & Co.

Bei welcher Temperatur sollte ich Gemüse grillen?

Egal ob Gas-, Holzkohle- oder Elektrogrill: Gemüse darf niemals zu heiß gegrillt werden. Sinnvoll und vitaminschonend ist ein Temperaturbereich zwischen 170 und 220 Grad sowie indirekte Hitze. Die Temperatur von Holzkohlegrills lässt sich allerdings nur schwer regulieren und sie werden sehr heiß, daher ist die Zubereitung von Gemüse auf einem Gas- oder Elektrogrill empfehlenswerter. In jedem Falle empfehlenswert ist ein Gemüse-Grillkorb.

Wie lange muss Gemüse grillen?

Die Garzeiten variieren je nach Gemüse deutlich. Ist es sehr wasserhaltig, ist es hart oder eher weich – danach richtet sich die optimale Grillzeit. Und die musst du vor allem bei Gemüsespießen beachten und Sorten wählen, die eine ähnliche Garzeit haben. Schneide alles in möglichst einheitliche, nicht zu dicke Stücke oder Scheiben. Sonst ist das Gemüse außen schon durch, aber innen noch ziemlich bissfest.

Du brauchst Inspiration für einen schnellen Gemüsespieß? Here you go:

Rezept für bunte Gemüsespieße

Grillen geht auch gesund UND lecker– wie diese knackigen Gemüsespieße beweisen. Wir haben das beste Rezept für die kalorienarme Veggie-Beilage für dich parat:

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Rezept für bunte Gemüsespieße
Zutaten für 2 Portion(en)
  • 1 mittelgroße(s) Paprika
  • 0.5 mittelgroße(s) Zucchini
  • 1 mittelgroße(s) rote Zwiebel
  • 50 g Kirschtomate(n)
  • 1 TL Kräuterbutter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
Zubereitung
  1. Für die Gemüsespieße zunächst Paprika und Zucchini in mundgerechte Stücke schneiden, Zwiebeln abziehen und vierteln.

  2. Tomaten waschen, ganz lassen oder halbieren, je nach Größe.

  3. Gemüse abwechselnd auf Holzspieße stecken, salzen, pfeffern und mit geschmolzener Kräuterbutter bestreichen.

  4. Gemüsespieße für 10 bis 15 min auf den Grill legen, rundherum grillen, regelmäßig wenden. Das Ganze funktioniert übrigens auch in einer Grillpfanne, also ohne Grill.

  • Kalorien (kcal): 56
  • Fett: 2g
  • Eiweiß: 2g
  • Kohlenhydrate: 6g

Grill-Tipp: Leg Holzspieße vor dem Grillen in eine Schale mit Wasser, so verbrennen sie dir auf dem Rost nicht.

Brauche ich spezielle Grill-Tools?

Theoretisch nicht, du brauchst nur einen funktionieren Grill. Es gibt aber durchaus Grill-Zubehör, das dir beim Gemüse grillen gute Dienste leistet. Zum Beispiel solche Grillmatten mit Antihaft-Beschichtung. Diese Matten verhindern, dass Marinade auf den Rost tropft. Außerdem sind sie umweltschonender als Einmal-Aluschalen, da du sie einfach säubern und wiederverwenden kannst.

Darüber hinaus lohnt sich die Anschaffung eines hitzebeständigen Grillpinsels, um Marinaden aufzutragen. Auch eine Ölsprühflasche ist ein praktischer Helfer, denn so kannst du beispielsweise einen dünnen Ölfilm aufs Gemüse auftragen. So ein Ölspray ist außerdem ideal für die fettarme Zubereitung von Pancakes oder Spiegeleiern, denn so verwendest du nur soviel Öl wie nötig.

Welches Gemüse eignet sich zum Grillen?

Beim vegetarischen Grillen sind dir keine Grenzen gesetzt: Erlaubt ist alles was (dir) schmeckt – ob solo oder mehrere Gemüsesorten zusammen, zum Beispiel in einem Gemüsesäckchen. Du brauchst dazu kein spezielles BBQ-Wissen.

Genug Theorie, jetzt folgt die Praxis: Hier kommen die 7 leckersten Gemüsesorten zum Grillen inklusive Zubereitungstipps:

1. Paprika

Einfacher geht’s nicht: Paprika halbieren, entkernen, mit etwas Öl einpinseln und etwa 5 Minuten pro Seite auf den Grill legen. Wahlweise mit Feta-Würfeln füllen und kräftig würzen, zum Beispiel mit Oregano.

2. Champignons

Je nach Größe der Champignons genügen bei mittlerer Hitze 8 bis 12 Minuten auf dem Grill. Dafür Champignons vom Stiel befreien, ein wenig Salz in die Öffnung streuen und mit dem "Kopf" nach unten auf den Grill legen. Fertig sind sie, wenn in den Pilzen, da wo vorher der Stiel war, Wasser ausgetreten ist und sie sich leicht dunkel verfärben.

3. Auberginen

Aubergine entweder längs oder quer in Scheiben schneiden, von beiden Seiten mit Salz bestreuen und in ein Sieb oder Abtropfgitter legen. Das das entzieht ihr das Wasser und die Bitterstoffe, so wird die Aubergine bekömmlicher. Für etwa 10 Minuten im Sieb lassen, dann mit einem Küchentuch abtrocknen.

Nun mit einem dünnen Ölfilm überziehen (das klappt gut mit einem Ölsprüher), kräftig salzen und pfeffern. Dann bei großer Hitze für 4 bis 5 Minuten pro Seite auf den Grill legen.

Für Auberginen-Dips oder Pürees muss die ganze Frucht etwa 15 Minuten auf dem Rost braten. Wenn die Haut sich langsam löst und das Fleisch weich ist, kannst du die Aubergine weiterverarbeiten.

4. Kartoffeln

Folienkartoffeln sind eine gesunde und sättigende vegetarische Beilage. Weiter unten im Text verraten wir dir, wie du sie zubereitest.

Auch lecker: gegrillte Kartoffelspalten. Kartoffeln dafür 10 Minuten vorkochen, in Chunks / Stücke schneiden, mit Öl, Salz und Pfeffer einreiben und dann für etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze von beiden Seiten grillen.

5. Grüner Spargel

Grünen Spargel unten einige Zentimeter schälen und mit Olivenöl bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen. Leg 6 bis 8 Stangen nebeneinander und steck am besten oben und unten Spieße hindurch, damit sie dir nicht durch den Rost fallen. Grill den Spargel-Spieß bei starker Hitze 3 bis 4 Minuten von jeder Seite. Lust auf noch mehr Rezepte mit grünem Spargel, dann hier entlang!

6. Zucchini

Zucchino der Länge nach in Streifen schneiden und diese schräg auf den Rost legen – so fallen nicht so leicht durchs Gitter. Wenn die Zucchini dick genug sind , kannst du sie auch in Taler schneiden. Bei starker Hitze wenige Minuten grillen, dabei regelmäßig wenden.

7. Maiskolben

Ganze Maiskolben machen als Beilage, aber auch als Hauptgang für Vegetarier und Veganer eine gute Figur beim BBQ-Event. Maiskolben zu grillen ist zudem super easy, günstig und mega lecker. Auf der Seite unsere großen Bruders MensHealth.de verraten wir dir drei verschiedene Methoden, um Maiskolben am Stück zu grillen.

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Die noch heißen Kolben am besten mit selbst gemachter Kräuterbutter servieren

Muss ich Grillgemüse marinieren?

Gemüse vor dem Grillen zu marinieren ist kein Muss, aber es wertet es geschmacklich auf jeden Fall auf. Als Grundlage für eine gute Gemüse-Marinade nimm am besten ein Öl, das auch hohe Temperaturen aushält, wie zum Beispiel Rapsöl. Auch Erdnussöl ist sehr hitzestabil und passt zu einer asiatischen Marinade. Olivenöl solltest du nur verwenden, wenn du das Gemüse sehr kurz auf dem Grill hast, denn es hat einen niedrigen Rauchpunkt.

Zum Öl gesellen sich dann saure Zutaten wie Essig, Wein oder Zitronensaft. Frische oder getrocknete Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano), Zwiebeln, Knoblauch und süße Zutaten wie Honig oder Erdnussbutter machen die Grillmarinade perfekt.

Lecker zu Grillgemüse ist eine Marinade aus Dijon-Senf, Honig und Zitrone. Hier kommt das Rezept:

  • 2 EL Honig (alternativ Ahornsirup oder Agavendicksaft)
  • 2 EL Dijon-Senf
  • 1 EL Balsamico-Essig
  • 1 EL Rapsöl
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz und Pfeffer

Knoblauch pressen und mit den restlichen Zutaten vermengen. Dann das Grillgemüse mindestens eine Stunde marinieren. Je länger du das Grillgut in der Marinade lässt, desto intensiver der Geschmack hinterher.

Wie bereitet man Folienkartoffeln auf dem Grill zu?

Kartoffeln gehören zu den beliebtesten Grillbeilagen. Kein Wunder, denn Kartoffeln sind günstig und schnell zubereitet. Zu langweilig? Probier diesen Sommer doch mal Süßkartoffeln. Süßkartoffeln schmecken – wie der Namen es schon erahnen lässt – süßlicher und ein wenig nach Karotte.

  1. Mittelgroße (Süß-) Kartoffel aussuchen, nicht schälen, aber gut waschen. Knolle mit einer Gabel nun ein paar Mal einstechen – das verkürzt die Garzeit.
  2. Ein etwa quadratisches Stück Alufolie (am besten doppelt nehmen) auf dem Tisch ausbreiten und die Kartoffeln darin einzeln einwickeln und gut verschließen, damit keine Kohle an die Kartoffeln kommt.
  3. Folienkartoffeln nun direkt auf die Kohlen legen und 30 bis 45 Minuten grillen. Wer mit Gas grillt, legt die Kartoffeln auf den Rost.

Die besten vegetarischen Grill-Dips

Zu den Grillkartoffeln darf ein passender Dip nicht fehlen. Kräuterquark und Sour Cream sind für viele Favoriten. Und diese musst du nicht kaufen, du kannst sie schnell, einfach und günstig zu Hause selber machen.

Auch lecker: Selbstgemachter Hummus, Kräuterbutter oder ein herzhafter Feta-Dip. Einfach auf den jeweiligen Namen klicken, dann kommst du zum Rezept.

Vegetarisch grillen mit Fleischersatzprodukten?

Soja-Steaks und Tofu-Würstchen: Fleischersatzprodukte boomen und besonders im Bereich "Grillen" gibt es hier einiges zu entdecken. Solche Ersatzprodukte, auf Basis von Soja, Seitan & Co., stellen besonders für Veggie-Neulinge ein gutes Hilfsmittel in der Anfangs- und Übergangsphase zum vegetarischen Lifestyle dar – sie sind aus ernährungsphysiologischer Sicht aber kein Muss! Denn die vegetarische Küche ist auch ohne diese Produkte lecker und abwechslungsreich. Nicht überzeugt? Dann lad dir gleich mal unser Cookbook herunter:

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Kann man auch Obst grillen?

Ja, klar. Bananen, Ananas, Äpfel, Birnen sowie Melone, Nektarinen und Pfirsiche kann man wunderbar grillen. Das Obst sollte dazu reif, aber noch fest sein. Besonders lecker: Grillbananen. Dazu eine Banane mit der Schale auf den Rost oder gepellt in Alufolie einpackt grillen. Grillbananen brauchen bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten und sollten häufig gewendet werden.

Unser Tipp für Naschkatzen: Banane längs einschneiden, mit Schokostückchen spicken (zum Beispiel ein klein gehacktes Snickers, mmmh!), dann grillen.

Grillgemüse bringt definitiv Abwechslung auf den Rost und ist alles andere als langweilig. Vor allem Veggie-Spieße lassen sich immer wieder neu kombinieren und mit verschiedenen Marinaden abwandeln.

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