Hausmittel bei Erkältung Sanfte Hilfe bei Husten, Schnupfen & Co.

Bei Schnupfen und Husten müssen Sie nicht gleich zum Arznei-Hammer greifen, es helfen auch diese natürlichen Hausmittel

Hausmittel bei Erkältung Was hilft gegen eine Erkältung?

Mit den richtigen Hausmitteln lindern Sie Erkältungsbeschwerden schonend und effektiv

Irgendwann erwischt es einen doch. Egal wie gesund man sich ernährt und auch wenn man trotz niedriger Temperaturen draußen aktiv ist. Denn für eine Erkältung reicht zum Beispiel oft schon ein heftiges Niesen einer schwer verschnupften Freundin, die einen zur Begrüßung umarmt.

Was tun bei einer Erkältung?

Das Beste, was Sie bei einer Erkältung tun können, ist nichts tun – körperlich jedenfalls. Gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe. Legen Sie sich warm eingepackt aufs Sofa, so dass sämtliche Energie, die Sie haben, von Ihrem Immunsystem genutzt werden kann, um die Erkältungsviren zu bekämpfen. Ihre einzige Aktivität sollte der regelmäßige Gang in die Küche sein, um sich neuen Tee zu kochen. Und alle paar Stunden einen Kochtopf mit heißem Wasser und Kamillenextrakt (ein Teebeutel tut es auch) zu füllen, um den Dampf zu inhalieren. Ein entspannter Spaziergang an der frischen Luft trägt ebenfalls zur Genesung bei.

Wer trotz schwerer Erkältung durch den Tag hetzt, riskiert nicht nur, dass sich die Erkältung länger hält, sondern auch schwere Erkrankungen wie schlimmstenfalls eine Herzmuskelentzündung. Frauen, die sich trotz Husten und Schnupfen nicht schonen, greifen auch häufiger zu Schmerzmitteln, um überhaupt den Tag zu überstehen. Ibuprofen und Co. bergen nicht nur eigene gesundheitliche Risiken, sie gaukeln einem zudem vor, gesünder zu sein als man ist. Mit der Folge, dass man sich überanstrengt und noch kränker wird, als man sowieso schon ist.

Welche Hausmittel helfen gegen Schnupfen und Husten?

Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfe und Heiserkeit klingen in der Regel auch ohne Behandlung innerhalb von 2 Wochen wieder ab. Mit Hausmitteln jedoch können Sie Schmerzen und Beschwerden lindern und den Heilungsprozess beschleunigen. Vor allem sollten Sie viel trinken. Welche Tees und Säfte besonders gut bei Erkältung helfen, erfahren Sie bei Durchklicken durch unseren Artikel. Zudem stellen wir Ihnen bewährte Hausmitteln vor, die sich als hoch effektiv im Kampf gegen Erkältungsbeschwerden erwiesen haben.

Nicht nur Schwangere sollten während einer Erkältung auf Medikamente verzichten. Jede Frau kann mit den richtigen Hausmitteln Schnupfen und Husten effektiv und schonend behandeln. Wir wünschen Ihnen eine schnelle gute Besserung!

Hausmittel bei Erkältung Inhalieren mit Salz oder ätherischen Ölen

Bewährtes Hausmittel bei Schnupfen und Husten: Inhalieren

Inhalieren mit Salz oder Kamillenblüten: Im Kampf gegen eine verstopfte Nase eignen sich am besten Salz oder Kamille. Bringen Sie zwei Liter Wasser zum Kochen. Zusammen mit drei Esslöffeln Salz oder einer Hand voll Kamillenblüten in eine große Schüssel umfüllen. Kopf darüber halten und mit einem großen Handtuch gut abdecken. Dann zehn Minuten tief ein- und wieder ausatmen.

Inhalieren mit Thymian, Eukalyptus und Pfefferminz: Diese Kräuterzusätze helfen gut bei einem Husten, der viel Auswurf produziert, da sie den Schleim gut verflüssigen.

Übrigens: Wenn die Nase läuft, juckt oder brennt, dann sind das Symptome eines Schnupfens. Niesen und "Fließschnupfen" sind Abwehrreaktionen des Körpers. Sie versuchen die Erreger aus dem Körper zu treiben. Bei Zunahme der Infektion schwellen die Schleimhäute zu, sodass es immer schwerer fällt, durch die Nase zu atmen.

Hausmittel bei Erkältung Gurgeln mit Salbei- und Kamillentee

Hausmittel gegen Halsschmerzen: Ätherische Öle in Salbei- und Kamillentee

Kochen Sie Salbeiblätter oder Kamillenblüten mit einem halben Liter Wasser auf und lassen Sie den Tee anschließend eine viertel Stunde ziehen. Dann fünf bis zehn Minuten intensiv gurgeln und wieder ausspucken. Auch das Gurgeln mit Salzwasser wirkt entzündungshemmend.

Übrigens: Halsweh wird durch Bakterien ausgelöst, die den Kehlkopf und die Luftröhre angreifen. Neben Schluckbeschwerden fängt dann auch die Kehle an zu brennen.

Hausmittel bei Erkältung Kartoffel- und Quarkwickel

Hausmittel gegen Husten und Heiserkeit: Warme Wickel für den Rücken, den Hals oder die Brust

Kartoffelwickel: Kartoffeln sind Wärmespeicher. Das heißt, Sie geben die Wärme nur ganz langsam wieder ab. Für die Wickel werden Pellkartoffeln gekocht und anschließend zerdrückt. Den Brei in eine Mullbinde geben und mit einem Handtuch umwickeln. Lassen Sie die Wickel auf der Brust eine Stunde einwirken.

Quarkwickel: Quark ist ein bewährtes Hausmittel bei Erkältung. Es wirkt schmerzlindernd und gut gegen Schwellungen. Für die Wickel streichen Sie etwa einen Zentimeter dick Quark auf eine Mullbinde. Bei Husten um Brust und Rücken wickeln, bei Heiserkeit um den Hals. Ein Schal spendet zusätzliche Wärme und schützt das Ganze vorm Verrutschen. Am besten die Nacht über einwirken lassen.

Übrigens: Wenn der Hals sich entzündet, ist die Rachenschleimhaut trocken, geschwollen und gereizt. So kommt es zur Heiserkeit.

Hausmittel bei Erkältung Tee aus Zwiebeln und Kräutern

Hausmittel gegen Husten und Heiserkeit: Kräutertees

Diese Teemischungen sind hilfreich gegen Reizhusten und können tief sitzenden Schleim lösen.

Bei Reizhusten: Für die Teemischung 25 Gramm Eibischwurzel, 20 Gramm Isländisch Moos, je 20 Gramm Anis- und Fenchelfrüchten und 15 Gramm Lindenblüten zusammenfügen. Sechs Teelöffel der Kräutermixtur mit drei Tassen kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Am besten trinken Sie drei Tassen pro Tag, gerne auch mit etwas Honig.

Bei tief sitzendem Schleim: Huflattich, Wollblume und Süßholz mischen, mit kochendem Wasser aufgießen und zehn Minuten ziehen lassen. Auch hier gilt: Drei Tassen pro Tag trinken.

Zwiebeltee: Haben Sie gewusst, dass auch Zwiebeln den Schleim lösen können? Außerdem enthalten sie schwefelhaltige Senföle, die desinfizierend wirken. Für den Tee schneiden Sie eine Zwiebel in Scheiben und lassen diese in einem halben Liter Wasser 5 Minuten kochen. Mit einem Sieb den Sud abgießen. Dann unbedingt heiß trinken!

Übrigens: Husten ist ein Reflex des Körpers, der Fremdkörper oder Schleim aus den Atemwegen katapultiert.

Hausmittel bei Erkältung Erkältungs- und Fussbäder

Hausmittel gegen Gliederschmerzen: Ätherische Öle als Badezusatz

Für ein Erkältungsbad: Baden mit einem Zusatz von Menthol-, Eukalyptus-, Thymian- oder Fichtennadelöl fördert die Durchblutung und lindert Gliederschmerzen. Außerdem lösen die ätherischen Öle Sekrete aus Nase und Bronchien. Die Badetemperatur sollte bei 38 °C liegen.

Für ein Fußbad: Schüssel mit warmem Wasser füllen und fünf Tropfen Fichtennadelöl dazugeben. Füße rein und so viel heißes Wasser dazugeben, bis eine Temperatur etwa 41 °C erreicht ist. Danach warme Socken anziehen und ins Bett legen.

Übrigens: Nasennebenhöhlen sind Hohlräume hinter, neben und über der Nase. Diese entzünden sich oft durch oder während eines Schnupfens. Die Folge: Druckgefühl in den Backenknochen und über den Augen. Es können auch leichte Kopfschmerzen entstehen.

Hausmittel bei Erkältung Wadenwickel mit Essig

Hausmittel gegen Fieber: Kalte Wickel

Wadenwickel helfen, das Fieber zu senken. Der Temperaturausgleich zwischen den kalten Wickeln und der warmen Kontaktfläche der Waden lässt die Körpertemperatur sinken.

Essigwickel: Mischen Sie kaltes Wasser und Obstessig zu gleichen Teilen. Dann ein Geschirrtuch darin eintauchen, auswringen und um die Waden wickeln. Dann das ganze nochmal mit einen Handtuch umschlagen. Sobald die Wickel warm geworden sind, gegen ein neues kaltes Paar auswechseln.

Übrigens: Bei einer Infektion wird der Stoffwechsel durch die Immunabwehr angetrieben. Dadurch steigt auch die Körpertemperatur an.

Hausmittel bei Erkältung Schwitzkur mit Tee

Hausmittel gegen Fieber: Heißer Tee

Heißer Tee hilft dem Körper, die Infektion über Nacht auszuschwitzen. Tee aus Linden- und Holunderblüten eignet sich für eine Schwitzkur am besten. Jeweils zwei Teelöffel mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Am besten trinken Sie dieses unschlagbare Hausmittel bei Erkältung vor dem Einschlafen trinken.

Übrigens: Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers. Viele Erreger können bei eine Temperatur ab 38,5 Grad nicht überleben. Deshalb sollten Sie bei erhöhter Temperatur nicht gleich zu fiebersenkenden Mitteln greifen.

Hausmittel bei Erkältung Hustensaft selber machen

Hausmittel gegen Husten: Sirup aus Zwiebeln, Rettich oder Zitronen

Drei Löffel dieser selbst gemachten Hustensäfte sollten Sie pro Tag einnehmen. Die fertigen Sirups müssen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bitte nur eine Variante auswählen!

Mit Zitrone: Mehrere Zitronen schälen, in Scheiben schneiden, dick mit Zucker bestreuen und zwölf Stunden stehen lassen.

Mit Zwiebeln: Je 100 Gramm gehackte Zwiebel und Kandiszucker kochen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Den Saft in ein Fläschchen abgießen und fertig ist der Hustensirup.

Schwarzen Rettich: Den Rettich halbieren und aushöhlen. Beide Hälften mit Honig füllen und zwölf Stunden ziehen lassen.

Hausmittel gegen Erkältung Nasenspülung mit Kochsalzlösung

Hausmittel gegen Schnupfen: Salzwasser

Eine Kochsalzlösung ist die gesündere Alternative zum Nasenspray, auch, weil sie abhängig machen können. Dagegen erfüllt Salzwasser den gleichen Heilzweck - ohne eine Nebenwirkung: Es desinfiziert und löst den Schleim.

Für die Kochsalzlösung eine Messerspitze Salz in 0,2 Liter warmem Wasser vermischen. Das fertige Salzwasser in die hohle Hand gießen und nacheinander durch die Nasenlöcher einziehen. Natürlich kann man auch Nasenduschen aus der Apotheke mit portionierten Salzpäckchen benutzen (gibt es z.B. von Emsa).

Übrigens: Jeder Mensch durchläuft in seinem Leben etwa 200 Erkältungen.

Hausmittel bei Erkältung Heiße Hühnersuppe

Hausmittel gegen Schnupfen: Hühnersuppe selber kochen

Der Inhalt einer Hühnersuppe wirkt antibakteriell, was die Infekte der oberen Atemwege hemmt. Ein Rezept für eine schnelle Hühnersuppe finden Sie hier in unserer Rezept-Datenbank!

Tipp: Wenn Ihr Schnupfen oder Husten länger als zwei Woche dauert, sollten Sie den Arzt aufsuchen.

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10.10.2017| © womenshealth.de
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