Warum zuckt mein Auge?: 6 Gründe für nerviges Augenzucken

6 Gründe für nerviges Augenzucken
Viele klagen über nerviges Augenzucken. Kein Wunder, schließlich gehören die Augenlider zu den empfindlichsten Muskeln des gesamten Körpers © Aleshyn_Andrei / Shutterstock.com

Ein zuckendes Augenlid nervt total! Aber was ist die Ursache und wie wird man das Augenzucken wieder los?

Das Augenzucken ist im Wesentlichen ein kleiner Krampf, verursacht durch einen Nerv in dem Muskel, der das Auge schließt, erklärt Augenärztin Hannah Yecheskel. "Die Augenlider sind sehr empfindlich, deshalb sind auch die Muskeln dort besonders empfänglich für verschiedene Reize", ergänzt Augenchirurg Brian Boxer Wachler. Normalerweise verschwindet der Krampf nach einer Weile von selbst. Doch wenn Ihr Augenlid einfach nicht aufhört zu zucken, sollten Sie versuchen die Ursache zu identifizieren. Das sind die 6 häufigsten Gründe für zuckende Augen:

1. Sie trinken zu viel Kaffee

Ja, ganz recht. Ein ausschweifender Kaffeekonsum könnte der Grund für das Lidzucken sein. Die stimulierende Eigenschaften des Koffeins können die Herzfrequenz erhöhen, den Stoffwechsel beschleunigen und die Muskulatur antreiben, erklärt Dr. Yecheskel. Das Ergebnis: ein nervöses Augenlid. "Wahrscheinlich reagiert der Muskel des Augenlids empfindlicher auf zu viel Koffein als andere Muskeln", sagt Wachler. Wie viel Koffein zu viel ist, ist von Mensch zu Mensch individuell. Wenn Sie den Verdacht haben, es könnte an Ihrem Kaffeekonsum liegen, reduzieren Sie ihn probehalber.

2. Sie sind gestresst

Ihr Körper reagiert auf viele Arten auf Stress – ein zuckendes Augenlid ist nur eine davon. "Augenzucken ist ein Zeichen dafür, dass irgendetwas ein bisschen zu viel für Ihren Körper ist", sagt Yecheskel. Ist das der Fall, ist es ratsam die Stressquelle ausfindig zu machen und mit Ihrer liebsten Anti-Stress-Methode (zum Beispiel Yoga) entgegenzuwirken.

3. Sie leiden unter Allergien

Wenn Sie eine Allergie haben, wird in Ihrem Körper Histamin ausgeschüttet. Der Körper reagiert darauf auf vielfältige Wiese. Das zuckende Augenlid gehört neben Schwellungen und Juckreiz zu den häufigsten Reaktionen in dieser Körperregion. In diesem Fall können rezeptfreie Antihistamin-Augentropfen helfen, sagt Yecheskel.

4. Sie schlafen zu wenig

Die Augenlider zählen zu den empfindlichsten Muskeln des gesamten Körpers und schon das kleinste Ungleichgewicht wirft sie aus der Bahn – dazu zählt auch zu wenig Schlaf. Ihre Augen fühlen sich dann müde an und die Muskeln zucken, sagt Yecheskel. Die Lösung ist offensichtlich: Heute geht's früher ins Bett! Versuchen Sie auf 8 Stunden Schlaf pro Nacht zu kommen.

5. Ihre Brille hat nicht die richtige Sehstärke

Wenn Ihr Auge anfängt zu zucken, während Sie ein Buch lesen oder am Computer sitzen, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie eventuell die Sehstärke Ihrer Brille anpassen lassen sollten. Denn Ihre Augenmuskulatur arbeitet dann besonders angestrengt, erklärt Yecheskel. Ein Besuch beim Optiker oder Augenarzt kann mitunter die Lösung sein.

6. Sie könnten einen Tumor haben

Das ist zwar sehr, sehr unwahrscheinlich, aber wenn Sie wirklich sicher gehen wollen und alle anderen Ursachen für unwahrscheinlich halten, können Sie mit einer Blutuntersuchung beim Arzt alle Bedenken ausräumen. Ihr Augenarzt wird Sie dann an einen Neuroophthalmologen überweisen, der auf die Verbindung zwischen Sehstörungen und dem Gehirn spezialisiert ist.

Ihr Auge zuckt immer noch?

Bei dauerhaft zuckenden und krampfenden Augenlidern empfiehlt Dr. Yecheskel kleine Botox-Injektionen in das Augenlid. Das Nervengift entspannt den Nerv und sorgt so dafür, dass das Zucken aufhört. Die Wirkung hält bis zu 3 Monate an.

25.11.2016| © womenshealth.de
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