Kompressionskleidung: Wie beeinflusst enge Sportkleidung die Leistung?

Kompressionskleidung verbessert die Blutzirkulation - vor allem für Langstreckenläufer.
Kompressionskleidung verbessert die Blutzirkulation – vor allem für Langstreckenläufer. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Sie ist ganz schön eng, steigert aber angeblich die Leistung: Kompressionskleidung. Doch was soll die knallenge Funktionskleidung eigentlich genau bewirken?

Immer häufiger sieht man sie mittlerweile im Gym und einige Sportler schwören förmlich darauf: Kompressionskleidung. Während Kompressionsstrümpfen früher noch ein verstaubtes Seniorenimage anhaftete, ist um Funktionskleidung mit Kompressionseffekt mittlerweile ein regelrechter Hype ausgebrochen. Egal ob beim Laufen, im Radsport, beim Kraftsport oder Schwimmen –Kompressionskleidung findet sich mittlerweile überall.

Kompressionskleidung – wie funktioniert's?

Diese Form der Sportkleidung beschreibt eng anliegende Hosen, Strümpfe, Shirts oder sogar Ganzkörperanzüge, die einen gewissen Druck ausüben. Dieser soll den venösen Rückfluss des Blutes erleichtern und somit die Leistungsfähigkeit verbessern, die Regeneration beschleunigen und außerdem die Verletzungsanfälligkeit senken.

Was bringt Kompressionskleidung?

Bei Kompressionskleidung ist vor allem eines wichtig: Wohlfühlen.
Bei Kompressionskleidung ist vor allem eines wichtig: Wohlfühlen. © Mooshny / Shutterstock.com

Darüber scheiden sich die Geister - auch in der Wissenschaft. Zwar bestätigen einige Studien den Effekt der Kompression, aufgrund der unterschiedlichen Qualität der Forschungsergebnisse kann er jedoch nicht eindeutig nachgewiesen werden. Eins steht jedoch fest: Der venöse Rückstrom des Blutes wurde übereinstimmend bewiesen. Sinnvoll ist Kompressionskleidung beispielsweise für Langstreckenläufer, die mit speziellen Strümpfen ihre Muskulatur und die Blutzirkulation unterstützen können. Dadurch fühlen sie sich häufig ausdauernder und erholen sich zudem nach der Sport schneller. Neben den objektiven Erkenntnissen der Wissenschaft zeigt sich also: Entscheidend ist vielmehr das subjektive Empfinden beim Tragen von Kompressionskleidung. Wohlfühlen lautet hier das Stichwort. Denn wenn Sie sich gut in Ihrer Sportbekleidung fühlen, dann haben Sie bessere Voraussetzungen noch mehr sportliche Leistung zu bringen.

Hilft Kompressionskleidung beim Abnehmen?

In enge Sportsachen pressen und automatisch schlanker werden? Schön wär's. Aber Kompressionskleidung allein hat natürlich noch niemanden schlanker gemacht. Erst in Verbindung mit Sport kann sich die enge Sportkleidung indirekt auf Ihren Abnehmerfolg auswirken, indem sie den Stoffwechsel stimuliert und so die Fettverbrennung ankurbelt. Sich die Funktionskleidung nur zuzulegen, um abzunehmen, ist aber Quatsch.

Die richtige Funktionskleidung finden

Garant für die perfekte Passform ist eine korrekte Körpermessung. Diese gestaltet sich bei Kompressionsshirts meist am einfachsten, da sie hier der Größe von normalen T-Shirts ähnelt. Für alles Weitere stellen Anbieter Größentabellen zur Verfügung. So sind beim Kauf von Kompressionsstrümpfen beispielsweise Geschlecht, Schuhgröße, Waden- und Fesselumfang am Knöchel zu beachten.

Wie wasche ich meine Kompressionskleidung?

Achten Sie darauf, dass die Kompressionskleidung richtig passt und knalleng sitzt. © Jacob Lund / Shutterstock.com

Sie haben sich für Kompressionskleidung entschieden und diese bereits ausgiebig beim Sport getestet, doch nun stellt sich die Frage: Wie wasche ich sie richtig? Wichtig hierbei: Das Hightech-Gewebe nicht zu heiß waschen. Am besten im Schonwaschgang bei bis zu 30 Grad.

Egal, ob wissenschaftlich bewiesen oder nicht – sofern Kompressionskleidung einen Effekt auf Ihr Wohlbefinden hat und Sie im Training motiviert, sind die super-engen Teile definitiv zu empfehlen!

14.11.2017| Maike Frye © womenshealth.de
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