Pflege-Produkte Sind Make-up, Selbstbräuner, Trockenshampoo schädlich?

Diese Beauty-Produkte schaden bei täglicher Anwendung
Du verwendest deine wasserfeste Mascara täglich? Lass es besser! © LookStudio / Shutterstock.com

Viel hilft viel? Nope! Wenn du diese Beauty-Produkte jeden Tag benutzt, schadest du Haut und Haaren mehr, als du denkst. Hier steht, warum

Irgendwie sind wir doch alle ständig auf der Suche nach (neuen) Beauty-Produkten, die wirklich halten, was sie versprechen. Die riesige Auswahl in Drogerien, Online-Shops & Co. macht die Entscheidung nicht einfacher. Du bist endlich von einem Produkt überzeugt? Dann ist die Verlockung groß, deine neueste Errungenschaft jeden Tag zu verwenden.

Das Problem: Einige Beauty-Helfer sind einfach nicht dafür gemacht, jeden Tag benutzt zu werden und sollten daher erst gar nicht fester Bestandteil deiner Beauty-Routine werden. Huch, echt jetzt? Jaja, stimmt tatsächlich. Besser nicht jeden Tag verwenden solltest du diese 5 Produkte:

1. Trockenshampoo macht auf Dauer die Haare stumpf

Keine Frage, Trockenshampoos sind so ungefähr die beste Beauty-Erfindung ever. Und wenn du die Sprays und Puder dann und wann mal benutzt, um die nächste Wäsche ein oder zwei Tage hinauszuzögern, spricht absolut nichts dagegen.

Aber: Wenn du Trockenshampoo an mehreren aufeinander folgenden Tagen verwendest, ohne zwischendurch mit Wasser und Shampoo zu waschen, lagert es sich an und macht deine Haare stumpf und starr. Dadurch brechen vor allem feine Haare leichter.

Es gibt sogar Leute, die behaupten, dass zu viel Trockenshampoo die Poren auf der Kopfhaut verstopfen kann und sich dadurch das Haarwachstum verschlechtern soll. Handfeste Studien gibt's dazu nicht. Aber lieber nichts riskieren…

2. Wasserfeste Mascara trocknet die Wimpern aus

Wenn es ein Make-up-Produkt gibt, ohne das viele Frauen niemals das Haus verlassen würden, dann ist es wohl Mascara. Am besten gleich wasserfest, damit selbst der Schweiß bei Sport und Hitze oder ein paar Freudentränchen den Augenaufschlag nicht ruinieren.

Das Problem: Die wasserfeste Version ist nicht zur täglichen Anwendung gedacht und kann deine Wimpern, wenn du sie trotzdem ständig benutzt, langfristig austrocknen, wodurch die feinen Härchen leichter brechen.

Die gute Nachricht: Mit nur einem einfachen Trick kannst du deine wasserfeste Tusche trotzdem täglich auflegen, ohne den Wimpern zu schaden. Trage dafür zuerst eine Schicht deiner normalen Mascara auf die Wimpern auf. Die legt sich dann quasi wie eine Schutzschicht um die Härchen. Anschließend benutzt du die wasserfeste Version on top, um die Wimpern zu versiegeln. So ist alles kein Problem.

3. Zu häufige Kuren lassen die Haare brechen

Auf der Rückseite deiner Haarkur steht nicht ohne Grund 1-2 Mal pro Woche anwenden. Denn du kannst deine Haare tatsächlich überpflegen. Benutzt du eine normale Feuchtigkeitskur, lagern sich die Pflegestoffe bei zu häufiger Anwendung an – und machen die Haare schwer. Volumen? Geht dann flöten.

Richtig tricky wird's bei Repair-Masken für extrem strapaziertes Haar. Sie enthalten meist das Protein Keratin, aus dem auch die Haare zum Großteil bestehen – so lange sie gesund sind. Durch Hitze, häufiges Färben und Co. geht nämlich ein Teil davon über Bord. Das Defizit kannst du mit einer gelegentlichen Repair-Kur ausgleichen. Benutzt du die Intensiv-Pflege aber zu häufig, werden deine Haare strohig oder regelrecht starr. Beim Kämmen und stylen können sie dann leicht brechen…

4. Selbstbräuner ist nichts für jeden Tag

Keine Frage, für deine Haut ist es besser, wenn du regelmäßig Bräunungscreme aufträgst, anstatt dich in jeder Mittagspause in die pralle Sonne zu hocken.

Aber die meisten Selbstbräuner sind schlicht und ergreifend nicht für die tägliche Anwendung konzipiert. Die Bräune stoppt nämlich nicht irgendwann, sondern baut sich mit jeder Anwendung weiter auf. Wer also gestern Selbstbräuner aufgetragen hat und sich heute noch nicht braun genug fühlt, kann ruhig nochmal nachcremen, sollte es aber morgen nicht nochmal tun, wenn die Bräune dann stark genug ist. Sonst entsteht schnell der gefürchtete Orange-Stich…

Als Richtlinie gilt: Nachbräunen solltest du immer erst dann, wenn du merkst, dass die Wunsch-Bräune langsam nachlässt. Im Schnitt genügt dafür jeder dritte Tag.

5. Peelings schaden der Haut bei täglicher Anwendung

Ganz egal, ob du ganz oldschool ein Rubbel-Peeling mit kleinen Körnchen (hoffentlich ohne Mikroplastik…) oder eine fancy Variante auf Basis von Frucht-, Milch- oder Amino-Säuren zu Hause hast: Benutze die Produkte nicht täglich! Und vor allem nicht im Mix.

Denn Peelings sind dafür gedacht, abgestorbene Hautschüppchen zu lösen, die noch auf der Oberfläche haften. Verwendest du sie zu häufig, dünnt die Haut regelrecht aus – und büßt ihre natürlichen Abwehrkräfte ein. Sonnenbrand entsteht dann viel schneller. Und bei Überdosierung von Säuren kann sich die Haut sogar schälen!

Deshalb: Immer die Hersteller-Angaben beachten. Je nach Konzentration solltenn die Produkte im Regelfall nur jeden zweiten Tag oder sogar nur einmal wöchentlich verwendet werden.

Die genannten Produkte sind großartig und sollten auf jeden Fall einen Platz in deinem Badezimmer haben. Aber wie so oft im Leben gilt auch bei den besten Beauty-Produkten: Weniger ist mehr! Damit du weiterhin viel Freude an deinen Beauty-Favoriten hast, benutze sie also lieber nicht täglich, sonst schlägt ihr positiver Effekt schnell ins Negative um.

21.06.2019| © womenshealth.de
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