Gesund mit Hund Darum lebt man mit Hund gesünder

Hunde sehen nicht nur süß aus, sondern sind auch echte Gesundheits-Booster! © Look Studio/Shutterstock.com

"Hunde tun gut“ heißt es immer wieder. Doch sie sind mehr als treue Wegbegleiter. Was der beste Freund des Menschen der Gesundheit wirklich bringt:

"Schau mal wie süß mein Hund hier guckt“. Ein paar Minuten später: "Und guck mal, so niedlich lag er gestern auf der Couch“. Wir alle kennen sie: Hundebesitzer, die bis in die letzte Faser in ihren kuscheligen Vierbeiner vernarrt sind und uns täglich unzählige Hundeportraits unter die Nase halten. Und ja, man ist sofort schockverliebt und träumt von langen romantischen Spaziergängen mit dem niedlichen Freund auf vier Pfoten. Doch Hunde sind mehr als Balsam für die Seele: Die tierischen Begleiter können nachweislich Ihre Gesundheit fördern und Ihr Leben positiv bereichern.

Warum sind Hunde so gut für unsere Gesundheit?

Draußen ist es kalt und es schüttet aus Eimern. Mal ehrlich, wer würde bei so einem Schmuddelwetter schon gerne die warmen vier Wände verlassen. Richtig, niemand! Wäre da nicht dieses herzerwärmende Hundeaugenpaar, das uns erwartungsvoll ansieht und bettelt: Geh raus und spiel mit mir! Fakt ist: Wenn Sie stolze Besitzerin eines vierpfötigen Rackers sind, gehören Sparziergänge bei Wind und Wetter einfach zu Ihren Pflichten. Doch das kann auch Ihr großer Vorteil sein, denn amerikanische Wissenschaftler der Michigan State University haben in einer Studie herausgefunden, dass Hundehalter deutlich öfter die von Ärzten empfohlene Bewegungszeit von 150 Minuten pro Woche erreichen als Personen ohne Hunde. Bereits dieser Zeitraum ist ausreichend, um einen positiven Effekt auf das Herz-Kreislauf-System zu haben und laut Meinung der Forscher wirkt die körperliche Aktivität zudem gegen chronische Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und chronische Bronchitis.

Runter vom Sofa, ab an die frische Luft: Tägliches Gassi gehen fördert die Gesundheit © Look Studio / Shutterstock.com

Hundehalter sind auch unabhängig vom Effekt des Gassi-Gehens bewegungsaktiver als Menschen ohne Vierbeiner. Außerdem bestätigt die Studie, dass das Gassigehen an der frischen Luft Ihr Immunsystem stärkt: Hundebesitzer sind seltener krank und gesundheitlich besser gewappnet für die Grippesaison. Ihr vierbeiniger Freund macht Sie nicht nur zum Langstreckengeher, sondern hilft Ihnen auch, Risikofaktoren wie Übergewicht, Blutdruck und Cholesterinwerte zu senken. In derselben Studie wurde ebenfalls nachgewiesen, dass Hundehalter nach einem Herzinfarkt eine bessere Chance auf Genesung haben: 94 Prozent der Infarktpatienten hatten nach einem Jahr überlebt, bei den anderen Probanden waren es lediglich 72 Prozent. Die süßen Racker erwärmen also nicht nur Ihr Herz, sondern sorgen auch dafür, dass es länger schlägt.

Wie beeinflussen Hunde unsere Psyche?

Ihr felliger Freund punktet nicht nur mit einem aktivitätssteigernden Effekt, sondern tut auch Ihrer Psyche gut und fördert Ihr Wohlbefinden. Wenn sich jeden Morgen die nasskalte Schnauze an Ihr Gesicht drückt, geht Ihnen mit Sicherheit sofort das Herz auf und Sie starten glücklich in den Tag. Vor allem wer Single ist oder alleine wohnt, fühlt sich mit Hund weniger einsam. Die täglichen Schmuseeinheiten mit den kraulsüchtigen Wauwaus machen erwiesenermaßen glücklich: Beim regelmäßigen Kuscheln und Spielen wird das Hormon Oxytocin ausgeschüttet.

Dieses Hormon spielt zum Beispiel auch zwischen Müttern und ihren Neugeborenen eine maßgebende Rolle. Oxytocin stärkt die emotionale Bindung zwischen Frauchen und Hund, animiert zu sozialen Kontakten und bringt uns dieses wunderbare Glücksgefühl beim Kuscheln mit unserem Vierbeiner. Ein Hund gibt uns das stetige Gefühl gebraucht zu werden und verwöhnt uns mit einer großen Portion Liebe. Und falls die Männer mal wieder gemein zu Ihnen sind, ist der vierbeinige Allround-Therapeut sofort zur Stelle, um den Kummer wegzukuscheln.

Bürohunde als Stresskiller am Arbeitsplatz

Jeder kennt diese Tage, an denen der Schreibtisch überquillt, der Chef nervt und die Kollegen Ihnen ein wenig mehr als sonst auf die Nerven gehen. Motivation? Fehlanzeige! In diesem Härtefall sorgt ein Hund für den gewissen Wau-Effekt und kann Sie aus Ihrem Motivationstief befreien. Hunde am Arbeitsplatz steigern nicht nur die Zufriedenheit, sondern haben auch einen positiven Einfluss auf Ihr Konzentrationsvermögen. Die süßen Vierbeiner sorgen nämlich dafür, dass Sie stressresistenter werden, wie eine Studie der New York State University of Buffalo zeigt. Hier haben US-Forscher Broker an der New Yorker Börse untersucht.

Arbeit nervt? Pausen mit dem felligen Kollegen bringen die Motivation zurück © Look Studio / Shutterstock.com

Die Probanden wurden extrem stressigen Situationen ausgesetzt und auf typische körperliche Reaktionen, wie erhöhte Herzfrequenz, steigender Blutdruck und Schweißproduktion untersucht. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass man in Anwesenheit eines Hundes gelassener auf Stress reagiert. Stress-Experten raten aus diesem Grund zu einem Bürohund, um Mitarbeiter ausgeglichener im Arbeitsalltag zu machen. Zurückzuführen ist dieses Ergebnis wieder auf Botenstoffe im Gehirn, da bereits nach 15 Minuten spielen mit einem Hund die Glückshormone Dopamin und Serotonin ausgeschüttet werden.

Noch ein netter Nebeneffekt: Statt nur am Schreibtisch zu sitzen oder allerhöchstens ein paar Schritte zur nächsten Kaffeemaschine zu gehen, müssen wir mit unserem fluffigen Kollegen in der Mittagspause raus an die frische Luft und Sauerstoff tanken - Bewegung inklusive. Haben Sie also die Chance Ihren niedlichen Wuffi mit ins Büro zu nehmen, sollten Sie dies auf jeden Fall tun.

Hunde fördern soziale Kontakte

"Oh, der ist aber süß! Darf ich mal streicheln?“, die Hunde-Verliebten unter uns kennen diesen unterschwelligen Zwang jeden vorbeischleichenden Vierbeiner mit einer kleinen Streicheleinheit zu verwöhnen. Wer einen Hund an seiner Seite hat, merkt schnell, dass man dadurch viel schneller mit anderen Kontakte knüpfen kann. Hundehalter werden zudem viel häufiger angelächelt und in Gespräche verwickelt, was nicht allzu oft an der ungezwungenen Art eines Hundes liegt, die die Kontaktaufnahme erleichtert und für genügend Gesprächsstoff in entspannter Atmosphäre sorgt. Und auch ein verstecktes Potenzial als Flirtmedium wird Hunden nachgesagt. In einer Umfrage des Rheingold-Instituts in Köln, haben 70 Prozent der Hundebesitzer ausgesagt, dass sie schon mal einen Flirt über Ihren Hund hatten.

Auch als Flirtpartner unersetzbar: Hundebesitzer knüpfen schneller Kontakte © Look Studio / Shutterstock.com

Ob Kuschelpartner, motivierender Work-Buddy oder treuer Wegbegleiter – als Hundebesitzerin können Sie sicher sein, dass der Vierbeiner Ihnen nicht nur ganz viel Sonnenschein in den Alltag bringt, sondern auch Ihrer Gesundheit einen ordentlichen Boost verpassen.

19.03.2018| Claudia Sommer © womenshealth.de
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