Selbstbräuner Tipps für fleckenfreie Bräune aus der Tube

So tragen Sie Selbstbräuner richtig auf
Glow ohne Sonnenbäder: Mit Selbstbräuner cremen Sie sich einen gesunden Holiday-Teint. © Zoran Zonde Stojanovski / Unsplash.com

Gesunde Bräune gibt es nur mit Selbstbräuner. Wie Sie das optimale Produkt finden, richtig anwenden und Pannen notfalls entschärfen

Dass Sie sich vor der Sonne schützen müssen, um dauerhaften Hautschäden vorzubeugen, wissen Sie. Möglichst braun wollen die meisten aber trotzdem sein. Gut, dass das auch ohne Brutzel-Session geht. Und zwar mit Selbstbräuner. Sie haben keinen blassen Schimmer, welcher gut ist und wie Sie Bräunungscreme fleckenfrei auftragen? Dann sind Sie hier goldrichtig!

Wie wirkt Selbstbräuner überhaupt?

Alle Selbstbräuner, ob teuer oder günstig, wirken auf die gleiche Weise, denn sie enthalten alle denselben Wirkstoff: Dihydroxyaceton, kurz DHA. Das ist ein Zucker, der sich nach dem Auftragen mit bestimmten Proteinen und Aminosäuren in der oberen Hautschicht verbindet. Es entsteht eine chemische Reaktion, die zur Bräunung der Haut führt – sichtbar nach 6 bis 8 Stunden.

Sind Bräunungscremes heute besser als früher?

Auf jeden Fall! Viele denken bei Selbstbräuner sofort an viel zu dunkle, orangestichige Haut und Flecken. "Das mögen die Produkte vor 10 Jahren auch noch verursacht haben. Mittlerweile gibt es allerdings Selbstbräuner, die so leicht konzentriert sind, dass sie für die knackige Wunschbräune zwar häufiger angewendet werden müssen, dafür aber auch hundertprozentig gleichmäßig werden", weiß Jayne Cooper. Und sie muss es wissen. Denn die Bräunungs-Expertin der Marke St. Tropez nebelt hauptberuflich Promis per Spray-Tan mit Selbstbräuner ein.

Welche Selbstbräuner für das Gesicht sind am besten?

Neu und besonders praktisch sind bräunende Gesichtswasser (zum Beispiel "Face Tan Water" von Eco by Sonya). Die Tanning-Toner werden einfach mit einem Wattepad aufgetragen. Und zwar so: Streichen Sie zunächst über den Nasenrücken, die Wangenknochen und die Stirn. An diesen sogenannten Sonnenterrassen ist die natürliche Bräune nämlich auch immer stärker. Danach können Sie mit dem Produktrest übers verbliebene Gesicht, den Hals und das Dekolleté fahren.

Noch einfacher geht’s mit Selbstbräuner-Pumpsprays (zum Beispiel "Self Tan Purity Face Tan Water" von St. Tropez). Die Flasche gut schütteln und schräg von oben ein paar Spritzer auf Gesicht und Brust verteilen. "Der feine Nebel legt sich gleichmäßig auf die Haut. Sie müssen also nichts eincremen, wodurch der Teint auch nicht fleckig werden kann", weiß Expertin Jayne Cooper.

Sie wollen lieber eine Creme verwenden? Dann mixen Sie ein paar Tropfen von einem Selbstbräuner-Konzentrat (zum Beispiel "Addition Concentré Eclat" von Clarins) unter Ihre Tagespflege. Das Tolle: Sie können die Dosis selbst festlegen. Im Winter sorgen 1-2 Tropfen in der Pflege für frische Haut. Die doppelte Menge beschert Ihnen im Sommer einen sexy Südsee-Glow, auch wenn Sie die Sonnenstunden vorm Ventilator im Büro verbracht haben.

Wie oft kann und sollte ich nachbräunen?

Tragen Sie leichte Bräunungsprodukte ruhig täglich auf, bis Sie die Wunschbräune erreicht haben. Danach genügt es, jeden zweiten bis dritten Tag nachzucremen, um die Bräune zu erhalten. Bei intensiven Produkten sollten Sie von vornherein nicht häufiger als 2-mal pro Woche cremen. Unsicher, wie stark ein Produkt bräunt? Dann testen Sie zunächst an einer unauffälligen Stelle, die sonst von Kleidung bedeckt ist.

Wie wird der Körper nahtlos braun?

Auch für den Body gibt es eine richtige Tanning-Revolution: In-Dusch-Selbstbräuner (zum Beispiel "In Shower Tanning Lotion" von Lancaster). Auf die trockene Haut auftragen, eine Minute warten und anschließend abbrausen. Das Ergebnis zeigt sich nicht direkt nach der Dusche, sondern wie bei herkömmlichem Selbstbräuner nach ein paar Stunden. Aber: Sie können sich sofort anziehen und der fiese, süßlich-muffige Selbstbräuner-Geruch bleibt Ihnen und Ihren Mitmenschen erspart.

Wer sofortige Ergebnisse sehen will, verwendet am besten getönte Produkte (zum Beispiel "Self Sun Body Tinted Lotion“ von Clinique). So sehen Sie auf den ersten Blick, wo Sie die Bräune aus der Tube schon aufgetragen haben. Was Sie sehen, wäscht sich wieder ab. Unter dem Body-Make-up entwickelt sich aber eine langanhaltende Fake-Bräune.

Sie haben noch eine Selbstbräuner-Creme übrig, die sie gern aufbrauchen würden, bevor Sie in etwas Neues investieren? Auch damit können Sie sich fleckenfrei bräunen. Und zwar so: Mischen Sie die Bräunungscreme im Verhältnis 1:1 mit Bodylotion. Für ein gleichmäßiges Ergebnis tragen Sie den Mix in kreisenden Bewegungen auf, anstatt einfach nur hoch und runter zu cremen. So wird die Bräune viel gleichmäßiger.

Wie finde ich die richtige Bräunungsintensität für mich?

Anders als bei Make-up können Sie sich bei Bräunungsprodukten meist nur zwischen Produkten "für helle Haut" und "für dunkle Haut" entscheiden. Erstere enthalten eine niedrigere Konzentration des Bräunungswirkstoffs DHA (zirka 2 Prozent), im Gegensatz zu den Produkten für dunkle Teints, bei denen der DHA-Gehalt bis zu 5 Prozent hoch sein kann. Die Expertin rät: "Im Zweifelsfall immer zur helleren Variante greifen. Wenn das gewünschte Ergebnis damit noch nicht erreicht worden ist, können Sie die Bräunungscreme ganz einfach erneut auftragen."

Wie schaffe ich es, dass die Bräune am Körper und im Gesicht gleich ausfällt?

Wichtig: Gesichts- und Körperprodukt sollten über die gleiche Konzentration des Bräunungswirkstoffes DHA verfügen (können Sie auf der Rückseite des Produkts bei den Inhaltsstoffen nachlesen). Stimmen die Konzentrationen überein, können Sie sicher sein, ein gleichmäßiges Bräunungsergebnis zu erhalten. Schließlich soll der Körper nicht nur nach mäßiger Nordsee-Bräune aussehen, während das Gesicht in einem Südsee-Teint strahlt.

Wie trage ich Bräunungscreme am besten am Rücken auf?

Im Selbstversuch wird das leider schwer. Entweder Sie gehen in ein Kosmetikstudio und hüpfen unter die Tanning-Dusche oder Sie bitten eine Freundin oder Ihren Boyfriend um Hilfe. Wer’s doch alleine riskieren will, verwendet am besten ein Aerosol-Spray. Das funktioniert auch kopfüber und lässt sich so einfach aufnebeln wie Haarspray oder Deo.

Wie kann ich verhindern, dass mein Selbstbräuner abfärbt?

Einfache Frage, einfache Antwort: Indem Sie das Produkt komplett einziehen lassen. Aber wann ist Selbstbräuner richtig eingezogen? Meist nach einer Viertelstunde. Wenn Sie mit den Fingern über die Haut fahren, sollte sie nicht mehr kleben. Vorsichtshalber sollten Sie nach der Verwendung von Bräunungscremes aber besser nichts Helles anziehen und nicht in weißen Laken schlafen.

Ab wann fängt die Bräune aus der Tube an zu verblassen?

"Weil Selbstbräuner die Haut nur oberflächlich tönt, verblasst er viel schneller als Sonnenbräune. Meist hält die Bräune maximal 7 Tage, verblasst allerdings schon nach der zweiten Dusche etwas", so Cooper. Damit der Glow aus der Tube möglichst lange hält, sollten Sie nicht zu heiß baden oder duschen, milde Reinigungsprodukte verwenden, nicht peelen und die Haut nach dem Duschen gut eincremen.

Warum sollte ich vor dem Selbstbräuner ein Peeling benutzen?

Eine schöne und streifenfreie Bräune fängt schon mit der Vorbereitung an. "Abgestorbene Hautschüppchen und kleine Hautfetzen lassen die Bräune nämlich fleckig erscheinen. Außerdem bräunt eine glatte Haut deutlich gleichmäßiger als eine unebene. Vor allem raue Stellen wie Ellbogen und Knie sollten Sie vorab gründlich peelen und anschließend eincremen", so Jayne Cooper.

Warum werden Ellbogen und Knie so leicht fleckig?

Die schwierigsten Stellen beim Auftragen des Selbstbräuners sind die Ellbogen und die Knie. Hier ist die Hornhaut besonders dick und nimmt dadurch mehr Farbe auf als sie eigentlich soll. Das fleckige, ungleichmäßige Ergebnis möchte keiner haben. Deswegen: Knie und Ellbogen vorab mit Bodylotion eincremen und das Bräunungsprodukt sparsamer auftragen. Und hinterher immer fix und gründlich die Hände waschen, sonst gibt es auch dort unschöne braune Flecken.

Wie schaffe ich es, dass die Hände nicht fleckig und orange werden?

Auch die Hände sind meist besonders trocken, weil sie so oft gewachsen werden. Deshalb nehmen die Finger Farbe besonders stark an, und werden darum schnell zu dunkel oder fleckig. "Orange Handflächen vermeiden Sie, indem Sie Einmalhandschuhe tragen. Danach aber nicht vergessen die Handrücken zu bräunen. Wie das? Einen sparsamen Klecks auf einen Handrücken geben und beide aneinander reiben", so die Expertin. Oder wie im Video:

Auch der Haaransatz und die Augenbrauen sind leider Körperstellen, die schnell eine ungleichmäßige Bräune hervorrufen und deswegen ausgespart werden sollten. Ausrutscher schnell mit einem feuchten Kosmetiktuch entfernen.

Was hilft gegen Selbstbräunerpannen?

Leider lässt sich die wahre Intensität der Bräunung erst feststellen, wenn das Selbstbräunungsprodukt vollständig eingezogen ist. Meist ist es dann aber schon zu spät, um die Textur noch erfolgreich abzuwaschen. Keine Sorge, Sie müssen jetzt nicht wochenlang das Haus hüten. Die Haut erneuert sich schon nach 3 bis 4 Tagen. Währenddessen hilft folgendes (nicht):

  • Tarnen: Flecken können Sie mit einem deckendem Make-up oder einer Camouflage-Creme kaschieren, bis sich die Haut nach ein paar Tagen von selbst erneuert hat.
  • Keine gute Idee: Erneut ein körniges Peeling benutzen, um die schiefgegangene Bräunung zu entfernen. Die Haut würde dadurch zu sehr beansprucht werden. Und neben dem zu braunen Teint ist ein schuppiges, zudem rot gereiztes Hautbild auch kein schöner Anblick.
  • Besser: Einen speziellen Tanning-Remover kaufen. Der sorgt dafür, dass sich abgestorbene Hautschüppchen lösen und entfernt dadurch den Großteil der Bräune.
  • Die einfachste Lösung: Von Anfang an einen niedrig dosierten Selbstbräuner wählen, bis Sie den Dreh mit dem Umgang von tönenden Produkten raushaben.

"Oh, du warst im Urlaub?" Das werden Sie ab sofort sicher häufiger hören. Denn mit unseren Tanning-Tipps wirkt Ihr neuer Selbstbräuner so natürlich, dass niemand merken wird, dass Ihre Bräune aus der Tube kommt.

10.05.2019| © womenshealth.de
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