Stand up Paddeln: So macht Stand up Paddling richtig Spaß!

Einfach aufs Board steigen, rauspaddeln und abschalten: Stand up Paddling ist wie ein Mini-Urlaub für den Kopf. © lenina11only / Shutterstock.com

Stand up Paddeln ist ein easy Sommersport, der nicht nur Ihren Körper trainiert, sondern auch noch richtig Spaß macht

Was ist SUP?

Beim Stand up Paddling, kurz SUP, paddeln Sie auf einem Board stehend auf dem Wasser. Diese Art der Fortbewegung kennt man vor allem von asiatischen Ein-Mann-Bambusflößen. Zum Trendsport wurde Stand up Paddling allerdings durch die Surflehrer und Fotografen auf Hawaii, die durch die Paddel-Boards schneller zu den Riffen gelangen und einen besseren Blick auf die Surfer haben. Auf Flüssen und Seen wird das Paddeln zu einer tollen Freizeitaktivität mit integriertem Ganzkörperworkout.

7 Tipps für die richtige Technik beim Stand up Paddling

Sie stehen zum ersten Mal auf einem Stand up Paddle Board? Die richtige Technik erleichtert Ihnen das Paddelvorhaben. Julian Bube unterrichtet SUP-Kurse beim SupperClub Hamburg und gibt 4 wertvolle Tipps für Stand up Paddling Anfänger:

  1. Paddel anpassen: Bevor Sie auf das Board springen, muss an Land noch schnell das Paddel richtig einstellen werden. Bei den meisten lässt sich die Länge ganz leicht verstellen. „Wenn Sie den Arm nach oben ausstrecken, sollte Ihr Paddel so lang sein, dass Sie ihr Handgelenk gerade so noch oben auf dem Knauf anlegen können“, sagt Bube.
  2. Aufsteigen: „Der sicherste Punkt ist der sogenannte Sweetspot in der Mitte des Boards. Wenn es Ihnen zu wackelig wird, knien Sie sich einfach dort hin, dann können Sie nicht ins Wasser fallen“, sagt Julian Bube. Beim Aufsteigen auf das Board können Sie sich erstmal hinknien, ein wenig vom Steg wegpaddeln und dann langsam aufstehen. Dafür stellen Sie die Füße parallel und möglichst weit auseinander auf. Haben Sie das Gleichgewicht gefunden, geht’s los.
  3. Richtig stehen: Sie stehen – fantastisch! Jetzt heißt es: Haltung bewahren! „Die Knie sind beim Stand up paddeln leicht gebeugt und der Rumpf angespannt.“
  4. Vorankommen: Dafür stechen Sie das Paddel seitlich vorn ins Wasser und ziehen das Paddel nah am Board durch das Wasser nach hinten. Auf Fußhöhe heben Sie es aus dem Wasser, bringen es gerade wieder nach vorn und tauchen es erneut ein. Viele kleine Paddelschläge bringen mehr, als große, besonderes weite. „Damit Sie Ihre Rumpfspannung optimal für die Kraftübertragung nutzen können und schneller vorankommen, ist es wichtig vor allem den oberen Arme immer gestreckt zu halten.“
  5. Paddel richtig halten: „Ein häufiger Anfängerfehler ist, das Paddel falsch herum zu halten“, sagt Bube. Um vorwärts zu paddeln, tauchen Sie das gebogene Paddelblatt mit der Wölbung nach hinten ins Wasser. Zum Bremsen drehen Sie das Paddle einfach um.
  6. Lenken: Wer immer nur auf der linken Seite paddelt, steuert das Board damit automatisch leicht nach rechts. Deshalb wechseln Sie nach 3-5 Paddelschlägen zur anderen Seite. (Achtung: Paddel beim Umgreifen nicht verlieren!). Wer gezielt abbiegen will, zieht das Blatt des Paddels nicht direkt neben dem Board durch das Wasser, sondern in einem leichten Bogen. „Schauen Sie immer dorthin, wo Sie hinfahren wollen und lenken Sie aus dem Rumpf heraus“, sagt Bube.
  7. An die Regeln halten: Wer mit dem Paddle Board auf dem Wasser unterwegs ist, sollte die Verkehrsregeln beachten. „Auch auf dem Wasser gilt: Rechts vor links!“ – dort, wo sich Wasserwege kreuzen, sollten Sie deshalb vorrausschauend paddeln, um Ruderer, Boote oder Schiffe nicht auszubremsen.

Was trainiert Stand up paddling?

Das Balancieren auf dem SUP-Board schult die Körperwahrnehmung und verbessert die Rumpfstabilität. © lenina11only / Shutterstock.com

Das Schöne am Stand up Paddeln: Sie können locker spazieren fahren oder aber ein echtes Workout daraus machen, indem Sie längere Distanzen fahren oder ein höheres Tempo aufnehmen. Paddeln Sie mit vollem Körpereinsatz, gibt’s sogar den Feinschliff für die Bauchmuskeln gratis dazu. Denn eine hohe Rumpfspannung ist beim Stand up Paddling jederzeit gefragt, um den Körper in Balance zu halten – ganz besonders, wenn Sie sich trauen und Ihre Yoga-Einheit auch mal aufs Brett verlagern.

Was brauche ich fürs Stand up paddling?

Um sich für den ersten Ausflug auf dem Stand up Paddle Board vorzubereiten, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Ein Board und Paddel bekommen Sie beim Bootsverleih. Beim richtigen Outfit gibt es allerdings je nach Temperatur und Wetterlage ein paar Dinge zu beachten: Im Sommer reicht Badekleidung. Wichtig: Sonnencreme und Sonnenbrille nicht vergessen. Sind die Temperaturen nicht so sommerlich und das Wasser kalt tragen Sie beim Stand up Paddling am besten einen Neoprenanzug und Badeschuhe.

Wie finde ich das richtige Board?

Das kommt ganz darauf an, was Sie mit dem Board erleben wollen. Grundsätzlich lassen sich die SUP-Boards in 3 Kategorien unterscheiden:

1. Das Touring Board ist bis zu 384 cm lang und etwas breiter. Je länger ein Board ist, desto leichter lässt es sich vorwärts bewegen. Die Paddelbewegungen werden effektiver und Sie können auch weitere Strecken auf dem Wasser zurücklegen. Auf den breiteren Touring Boards können Sie auch problemlos Rucksäcke mit Proviant für den Ausflug oder sogar Ihren Hund mitnehmen.

2. Das Racer Board ist für alle geeignet, die besonders schnell übers Wasser gleiten wollen. Es ist etwa 427 cm lang, schmal und hat eine hohe und steile Rail. Dadurch ist das Board im Wasser zwar sehr schnell, allerdings auch weniger wendig und für Anfänger nur sehr schwer auszubalancieren.

3. Das Yoga Board ist die richtige Wahl für alle, die Ihr Workout aufs Wasser verlegen wollen. Hier kommen häufig aufblasbare Boards zum Einsatz. Sie sind relativ breit, etwa 290 bis 340 Zentimeter lang und liegen dadurch sehr stabil auf dem Wasser. Das Obermaterial ist bestenfalls rutschfest und bietet eine gute Polsterung für die Yogaübungen.

Wer sich für Sport, Rennen oder weite Touren auf dem Board noch nicht bereit fühlt und Stand up Paddling erstmal nur ausprobieren will, ist mit einem Allround-Board für Einsteiger gut beraten. Diese sind sehr breit und durchschnittlich lang. Je breiter das Board, desto stabiler und kippsicherer lässt es sich fortbewegen.

Wo ist Stand up paddlen erlaubt?

Überall, wo Sie auch Tretboote oder Kanus leihen können. Grundsätzlich ist Stand up Paddeln auf allen deutschen Fließgewässern erlaubt. Manchmal gibt es allerdings Ausnahmen für Teiche in Parks oder Talsperren. Um die Natur zu schützen, gibt es auch fürs Stand up Paddeln einige Regeln. Was bei den Gewässern in Ihrer Nähe zu beachten ist, wann und ob es ein Befahrungsverbot gibt, können Sie beim Deutschen Kanu Verband nachlesen.

16.06.2017| © womenshealth.de
Anna Ullrich Fitness & Lifestyle
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