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Intimrasur: So beugst du Infektionen vor

Intimrasur Was du beim Rasieren der Schamhaare beachten solltest

Rasieren im Intimbereich endet bei dir immer mit eingewachsenen Haaren und Pickeln? Woran es liegt und wie's in Zukunft viel, viel smoother läuft

Die einfachste Methode, sich beim Rasieren der Intimzone keine lästigen Pickel und Rötungen zuzuziehen, ist es natürlich, sich einfach nicht den Intimbereich zu rasieren. Niemand muss sich diesem Schönheitsideal der haarlos glatten Intimzone beugen. Allerdings gefällt es vielen Frauen auch nicht, den "Busch" wild wachsen zu lassen, und das glatte Gefühl direkt nach der Rasur mögen einige sehr gern. Wenn es ein glattes Gefühl ist.

Denn unangenehmer Weise kann die Rasur – gerade im Intimbereich – auch ziemlich nervige Folgen mit sich bringen. Stichwort: Eingewachsene Haare und Rasurbrand. Sogar Geschlechtskrankheiten können durch die Intimrasur begünstigt werden. Du willst dennoch nicht darauf verzichten? Was du tun kannst, um Rasur-Infektionen zu vermeiden, erfährst du hier.

Was kann ich gegen eingewachsene Haare tun?

Alle haben sie, niemand will sie: Eingewachsene Haare können ziemlich nerven. Was passiert da? Die Haare wachsen nicht einfach durch die Haut, sondern bleiben darunter stecken. Der Grund: Abgestorbene Hautschüppchen verstopfen den Haarkanal, wodurch der Weg durch die Haut für das Haar versperrt bleibt und das Haar keine andere Möglichkeit hat, als sich unter der Haut zu kringeln.

"Dies kann beim Rasieren durch das abgeschnittene Haar noch leichter passieren, da das gekürzte Haar scharfkantiger nachwächst", schildert Monika Matei, Haarentfernungsexpertin bei Senzera, dem Marktführer im Bereich professioneller Haarentfernung mit Waxing und Sugaring. Blöderweise scheinen die dunklen Härchen durch die dünne Hautoberfläche, sodass selbst die gründlichste Intimrasur unvollständig aussieht. Ärgerlich!

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Eingewachsene Haare, begleitet von Entzündungen, sind die häufigste Folge der Intimrasur

Wie kann ich eingewachsenen Haaren vorbeugen?

Gib eingewachsenen Haaren keine Chance und greife zum Peeling. "Das trägt sanft abgestorbene Hautschüppchen ab, so können die Haare leichter aus der Haut wachsen", sagt Expertin Matei.

Kringelt sich dennoch ein Haar unter der Haut, lässt du lieber die Finger davon. Unnötiges Herumdrücken oder gar -pieksen mit spitzen oder scharfen Gegenständen verletzt die Haut und kann zu noch schlimmeren Entzündungen und unschönen Narben führen. Das will wirklich niemand! Besser: Wende dich an eine Ärztin oder einen Arzt deines Vertrauens, besonders dann, wenn sich die Stelle entzündet, schmerzt, anschwillt oder sich ein roter Rand um das Haar bildet. Hier gibt's weitere wertvolle Tipps zur Intimpflege.

Tipp: Ein guter Rasierer mit scharfen Klingen reduziert das Risiko eingewachsener Haare, zum Beispiel der Gillette Venus Embrace Sensitive auf amazon.de

Wie behandle ich Rasierpickel?

"Eingewachsene Haare alleine sind nicht dramatisch. Gelangen jedoch zusätzlich zum Haar Bakterien in die Haut, können sich schnell Eiterpickelchen entwickeln", sagt Dr. med. Susanne Steinkraus, Hautärztin in Hamburg. "Auch Furunkel oder gar große Entzündungen mehrerer Haarwurzeln und Abszesse sind möglich. Spätestens jetzt sollte der Weg in eine Praxis führen." Unbehandelt kann eine sogenannte Wundrose entstehen.

Hört sich vielleicht erstmal blumig an, doch damit ist nicht zu spaßen. Denn es handelt sich um einen nicht ungefährlichen Prozess: Der Körper versucht hierbei, die Bakterien durch Entzündungen abzutöten. Das beginnt mit einer Überwärmung, Schwellung und Rötung der Haut. Unbehandelt kann eine Wundrose zu ernsthaften Infektionen, wie einer Nieren-, Herzinnenwand- und Hirnhautentzündung führen.

Was hilft bei lästigen Entzündungen?

Hat sich die Haut bereits entzündet, hilft nur der Gang zum Arzt. Du kannst Entzündungen jedoch vorbeugen, indem du den eingewachsenen Haaren durch stetiges Peeling den Garaus machst. Hier warten Rezepte für die besten DIY-Peelings für jeden Hauttyp.

Erhöht die Intimrasur das Risiko für Geschlechtskrankheiten?

Möglich. Jede noch so kleine Verletzung dient als Türöffner für Krankheitserreger. Da die Intimrasur häufig minimale Schnittwunden mit sich zieht, wundert es nicht, dass auch die Gefahr steigt, sich mit sexuell übertragbaren Krankheiten anzustecken. Eine Studie der University of California hat gezeigt, dass das Risiko für Chlamydien, Tripper, HIV, Herpes, Syphilis und Genital- oder Dellwarzen bei Menschen höher ist, die häufig ihre Schamhaare entfernen. Zusätzlich steigt auch das Risiko, an Humanen Papillomviren (HPV) zu erkranken. Eine Ansteckung mit diesen Viren verursacht neben Warzen auch Gebärmutterhalskrebs. Dieser kann auch Jahre nach einer Infektion entstehen. Auch das Krebsrisiko steigt durch zu intensive Intimhaarpflege an.

Kannst du Geschlechtskrankheiten vorbeugen?

Klar, mit Kondomen. Die Übertragung von Geschlechtskrankheiten lässt sich nur dadurch sicher verhindern. Durch eine vorsichtige, sichere und saubere Rasur kannst du das Risiko jedoch zusätzlich verringern. Passe auf, dass keine Schnittwunden entstehen, durch die Krankheitserreger eindringen können. Am besten du straffst die Haut bei jedem Zug, damit die sensible Haut nicht zwischen die Klingen gelangt. Eine After-Shave-Lotion hilft, die Poren wieder zu verschließen. Dann ist auch nichts gegen die Intimrasur einzuwenden. Und wenn wir schon beim Thema sind: Das solltest du über HIV wissen.

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Die Intimrasur kann die Gefahr einer Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten erhöhen

Kann ich mich durch die Intimrasur mit Impetigo infizieren?

Nein, aber du kannst die Infektion dadurch verschlimmern. Impetigo ist eine juckende und teilweise schmerzhafte Infektion der Haut. Typisch bei dieser Infektion sind nässende Bläschen und gelbe bis honigfarbene Krusten, die auf der Haut entstehen. Die durch Streptokokken ausgelöste oberflächliche Hautinfektion ist hoch ansteckend.

Durch die Intimrasur bzw. währenddessen verteilen sich die Krankheitserreger noch leichter, und die Infektion breitet sich unkontrolliert über deine Haut aus. Das passiert übrigens auch beim Kratzen. Behalte deine Finger also bei dir. Um niemanden anzustecken, lautet die Devise: Schnell in die Artpraxis. Dort werden Antibiotika verschreiben, wodurch die Infektion in der Regel ohne Komplikationen und Narben abheilt. Die 7 häufigsten Ursachen für Juckreiz in der Scheide findest du hier zusammengefasst.

Was kannst du bei Impetigo tun?

Neben allem, was Arzt oder Ärztin dir verschreibt, gilt vor allem: Lege den Rasierer weg und zeige Mut zum Busch! Ebenfalls erstmal tabu: Enger Hautkontakt zu anderen Menschen.

Welche Gefahr entsteht durch rostige Rasierklingen?

Dadurch erhöht sich das Risiko, sich mit Tetanus zu infizieren. Da denkst du eher an einen rostigen Nagel im Fuß? Das ist vielleicht der häufigere Infektionsweg, aber letztlich kannst du dir Tetanus praktisch überall einfangen, wo rostiges Metall an eine offene Wunde kommt. Bereits winzig kleine kaum sichtbare Wunden reichen für eine Ansteckung aus.

Eine typische Ursache für die zu Muskelkrämpfen und Lähmungen führende Infektion ist eine Wundinfektion, bei der Bakterien in den Körper gelangen. Eine unsaubere oder rostige Rasierklinge kann dazu führen, dass Sporen in die Haut gelangen und du dich mit Tetanus infizierst. Und dann wird's gefährlich.

Wie kann ich Tetanus vorbeugen?

Achte auf saubere Klingen! Wechsele sie allerspätestens, wenn die Klinge unsauber oder rostig erscheint. Spüle den Rasierer nach jeder Benutzung mit heißem Wasser ab und desinfiziere ihn. Das Wichtigste: Frische deine Tetanus-Impfung alle 10 Jahre auf.

Anleitung: 6 Tipps für die perfekte Intimrasur

Damit du die oben genannten Probleme gar nicht erst bekommst, haben wir 6 Tipps zusammengestellt, mit denen du dem Einwachsen der Haare und lästigen Infektionen vorbeugen kannst.

1. Erst trimmen, dann rasieren

Bevor du den Rasierer schwingst, kürzt du ange Haare mit einem E-Trimmer. Das verhindert, dass der Rasierer verstopft und dadurch stumpf wird. Ein stumpfer Rasierer verführt dazu, fester aufzudrücken, wodurch du dich schneller schneidest.

2. Greife zu Rasiergel oder -schaum

Die Produkte sorgen dafür, dass die dicken und drahtigen Haare im Intimbereich aufquellen und weich werden. Das ermöglicht eine leichtere Rasur, bei der Sie mit den Klingen sanfter über die Haut gleiten und sich so weniger schneiden. Also: Erst eine Weile einwirken lassen! Wir empfehlen das Protect & Shave Rasiergel von Nivea.

3. Wechsele regelmäßig die Rasierklingen

"Spätestens, wenn du ein Ziepen oder Reißen spürst, wird es höchste Zeit, die Klinge zu wechseln. Denn stumpfe Klingen reizen die Haut durch zusätzliche Reibung. Zudem musst du mit einer stumpfen Klinge häufiger über die gleiche Stelle rasieren, um alle Haare zu erwischen. Das alles sorgt für unnötige Hautreizungen", erklärt Dr. Kristina Vanoosthuyze, wissenschaftliche Expertin bei Gillette.

4. Niemals gegen den Strich

Das hast du garantiert schon einmal gehört: Rasieren gegen den Strich reizt die Haut und führt zu Pickelchen und Rötungen. Rasiere daher immer in Wuchsrichtung.

5. Straffe die Haut

Beim Rasieren solltest du deine Haut bei jedem einzelnen Zug ein wenig straffen. So verhinderst du, dass die Haut zwischen die Klingen gerät, was zu schmerzhaften Schnitten führt. Gleite dann mit sanften Zügen über die Haut", rät Dr. Vanoosthuyze.

6. Kaltes Wasser und Aftershave-Lotion

Das Abspülen der rasierten Stellen mit kaltem Wasser führt dazu, dass sich die Gefäße schließen, sich die Haut beruhigt und weniger Pickelchen und Rötungen entstehen. Trage danach eine sanfte After-Shave-Lotion auf. Optimal sind solche mit Fruchtsäuren oder einem Antiseptikum. Wir empfehlen den VagisanCare Shaving-Balsam.

Die Intimrasur solltest du nicht ratzfatz erledigen, sondern mit Vorsicht und Bedacht. Dabei können kleine Wunden oder eingewachsene Haare entstehen und Krankheitserreger in den Körper eindringen. Befolgst du bei der nächsten Rasur unsere Tipps, läuft auch gesundheitlich alles glatt.

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