Pamela Reif im Women's Health-Interview Lina Tesch/Everdrop GmbH

Pamela Reif im Fitness-Interview

Pamela Reif im Fitness-Interview ''Spaß am Sport ist das Wichtigste, um kontinuierlich fitter zu werden''

So fit wie Pamela sein – das willst du auch? Pam verrät, wie du zu einem fitten Körper kommst – ganz ohne Kalorienzählen und lästigen Stress

Pamela Reif ist Deutschlands erfolgreichste Fitness-Influencerin, sie hat ihre eigene Fashion-Linie, entwickelt gesundes Fitness-Food und nachhaltiges Sportwaschmittel, sie ist selbst superfit und jederzeit bestens gelaunt. Wir haben mit ihr übers Berühmtsein, den Social-Media-Druck, Familie und Fitness gesprochen.

Fitness ist dein Business. Wie schaffst du es, selbst auch immer superfit zu sein?

Es klingt vielleicht komisch, aber es ist wichtig, dass man sich den Druck nimmt. Wenn man langfristig fit sein möchte, muss man es entspannt angehen und sich nicht dafür verurteilen, wenn man mal nicht 5-mal pro Woche Sport macht. Ich trainiere schon immer 4 bis 5 Einheiten die Woche und bleibe am Ball – Kontinuität ist das Wichtigste.

Meine Sessions dauern etwa 1 Stunde, den Fokus habe ich immer auf dem Krafttraining. Seit dem Lockdown bin ich auf den Geschmack gekommen, nur mit dem eigenen Körpergewicht zu trainieren. Das behalte ich immer noch bei und mache mindestens 3 Bodyweight-Workouts pro Woche, also 2 HIIT- und Bauch-Einheiten, 1-mal Oberkörper. Nur am Bein-Tag kommen manchmal schwere Gewichte hinzu. Ich glaube, meine Trainingsvideos sind auch deshalb so erfolgreich, weil meine Follower nicht groß nachdenken müssen. Sie trainieren einfach mit mir mit! Alles, was ich mache, machen sie nach – keiner muss sich etwas selbst ausdenken.

Hast du einen Tipp, wie eine Trainingsroutine zur echten Gewohnheit wird?

Das Entscheidende ist der Spaß. Und Spaß macht es leider nicht von der ersten Sekunde an. Vielleicht ist es erst mal etwas deprimierend, dass man etwas nicht kann oder es koordinativ nicht hinbekommt. Lernen kostet Zeit, kein Experte ist so geboren. Aber es soll immer ein Funken Freude dabei sein. Wenn Joggen oder Tennisspielen nichts für einen ist, muss man rumprobieren, was mehr Freude bereitet.

Meine Dance-Workouts sind zum Beispiel extrem beliebt. Vor allem bei den Kandidaten, die sich sonst nur schwer auf die Matte quälen können. Viele sagen, dass man gar nicht merkt, dass man trainiert – obwohl man locker 80 Squats macht und dabei Spaß hat!

Mein Tipp: Man sollte dem Ganzen eine Chance geben und sich am Anfang ein bisschen „zwingen“, dabeizubleiben. Empfindet man aber nach einiger Zeit nach wie vor keinen Spaß, ist es besser, sich schnell etwas Neues zu suchen. Denn niemand sollte beim Sport deprimiert sein. Hier findest du 14 Tipps, die dich sofort besser zum Sport motivieren.

Und wenn die Erfolge trotzdem ausbleiben?

Unbedingt die Ernährung unter die Lupe nehmen! Man kann schlechte Ernährung oder regelmäßige Mitternachts-Snacks nicht wegtrainieren. Selbst eine harte Workoutsession verbrennt je nach Körper nur rund 300 Kalorien – das sind nicht mal 2 Stück Pizza!

Stress- und emotionales Essen sollten also vermieden werden, und ich empfehle, natürliche Lebensmittel einzukaufen und so oft wie möglich selbst zu kochen, damit man weiß, was im Essen drinsteckt. Diese proteinreichen Lebensmittel unterstützen deinen Muskelaufbau.

Folgst du einer speziellen Ernährungsform?

Ich ernähre mich natürlich, verzichte auf Milchprodukte, Weißmehl und raffinierten Zucker, habe aber keine Angst vor Fruchtzucker. Früchte esse ich ohne Limit, der Fokus liegt aber auf herzhaften Mahlzeiten. Ich koche alles selbst und achte auf Bioprodukte. Wichtig ist, dass sich Ernährung nicht nach einem Verbot anfühlt.

Ich habe für alles, was lecker ist, aber zu viele „ungesunde“ Zutaten hätte, eine gesunde Option kreiert. Ob Gnocchi oder Bounty-Porridge – es macht mir unglaublich viel Spaß, selbst zu kochen und Rezepte zu entwickeln. Bei mir geht alles recht schnell, mein Tagesablauf erlaubt es mir nicht, Stunden in der Küche zu stehen – das ist wichtig, um es jeden Tag umzusetzen. Außerdem esse ich immer ohne Ablenkung vom Handy: Einfach nur das Essen wahrnehmen ist wunderbar und war entscheidend für mich, um zu lernen, nicht über das Hungerende hinaus zu essen.

Achtsamkeit und Nachhaltigkeit sind dir wichtig – wie setzt du das im Alltag um?

Am Anfang habe ich auf Plastik verzichtet, Müll getrennt und bewusster eingekauft. Wenn so der Stein ins Rollen kommt, kann man jeden Lebensbereich prüfen. Kosmetik, Putz- und Waschmittel – plötzlich schaut man überall genau hin. Ich bin dazu übergegangen, fast nur noch Produkte mit gesundheitlich unbedenklichen Inhaltsstoffen zu nutzen und Verpackungsmüll zu reduzieren. So kam es dazu, dass ich mein eigenes Waschmittel mit everdrop entwickelt habe. Denn die Haut ist unser größtes Organ, alles, was dadrauf liegt, wird auch vom Körper aufgenommen. So gelingt es auch dir, nachhaltiger zu leben.

Was ist dein Tipp, um Sportkleidung lange hübsch zu halten?

Von einem gut sitzenden Sportoutfit möchte ich lange etwas haben. Und spezielle Fasern brauchen eine spezielle Pflege. Mein Sportwaschmittel hat 3 Themen: 1. Es ist auf die Fasern von Sportkleidung angepasst, erhält die Atmungsaktivität, den Stretch, stellt sicher, dass die Farben echt bleiben und der Schweiß die Fasern nicht vergilbt. Schweiß wird außerdem schon bei niedrigen Temperaturen gelöst. 2. Gesundheit! Mir ist es extrem wichtig, dass keine Inhaltsstoffe genutzt werden, die gesundheitsschädlich sind oder hormonverändernd wirken können. 3. Die Umwelt: everdrop ist spezialisiert darauf, dass alle Inhaltsstoffe biologisch abbaubar sind, Tenside nur auf pflanzlicher Basis genutzt werden und keine unnötigen Füllstoffe enthalten sind. Zudem bietet everdrop als eine der ersten Firmen verschiedene Waschmittelstärken an, die auf die jeweilige Wasserhärte in der Region des Verbrauchers abgestimmt sind.

Woher weiß man denn, ob am Wohnort das Wasser hart oder weich ist?

Das ist ganz einfach. Auf der Website von everdrop kann man beim Bestellen die Postleitzahl eingeben und wird dann direkt zum passenden Waschmittel weitergeleitet. Dadurch verzichtet man auf viel unnötige Chemie und benötigt generell pro Wäsche weniger Waschmittel. Gut für die Umwelt und die Sportkleidung!

Du hast einen 24/7-Job – wie bekommst du all deine Projekte unter einen Hut?

Das weiß ich manchmal auch nicht! Der Vorteil ist, dass ich mir alles selbst einteilen kann. Ich bin mein eigener Boss und kann entscheiden, was ich wann machen möchte. Ich habe extrem viele Projekte und brenne für alles, was ich mache. Dadurch habe ich eigentlich nie das Gefühl, dass es mir „zu viel“ wird.

Ein kleines Ritual ist meine tägliche To-do-Liste, die ich bereits am Abend zuvor schreibe. So weiß ich, mit was ich am nächsten Tag loslege. Trotzdem behalte ich die Freiheit, Dinge umzustrukturieren, wenn ich mich danach fühle, und kann so extrem flexibel und produktiv handeln.

Wie gehst du mit Social-Media-Druck um?

Ich verspüre eigentlich sehr wenig Druck. Wahrscheinlich weil ich das schon so lange mache. Ich habe mit 16 angefangen und bin in meinen Job reingewachsen. Instagram war mein täglicher Begleiter, ich kenne es nicht anders!

Was mich eher Druck verspüren lässt, ist die unternehmerische Seite, zum Beispiel die Logistik bei meiner Food-Marke „Naturally Pam“: Produktion, Abnahmemengen, Verfallsdaten, Abverkäufe – hier merke ich: „Wow, jetzt muss ich performen, sonst stimmt die ganze Kette nach hinten raus nicht mehr.“ Aber ich kann generell sehr gut mit Druck umgehen. Ich mache alles, was in meiner Macht steht, um ein Projekt zu realisieren, und bleibe dabei so gelassen wie möglich. In der Ruhe liegt die Kraft.

Wie fühlt es sich an, dass du mehr als 8 Millionen Follower hast?

Wenn ich rausgehe, muss ich damit rechnen, dass ich angesprochen werde. Das hat sich in den letzten Jahren intensiviert. Extrembeispiel: Wenn ich in der Ferienzeit am Flughafen bin, kann sich das schnell zu einem kleinen „Meet and Greet“ entwickeln. Da ich mir dessen stets bewusst bin, würde ich aber nie genervt oder verwirrt reagieren.

Ich habe tatsächlich noch nie ein Bild abgewiesen. Meine Follower sind mein wichtigstes Gut und sie werden sich an diese paar Minuten wohl immer erinnern. Und wenn man Nettigkeit ausstrahlt, bekommt man diese auch zurück. Tatsächlich genieße ich es, angesprochen zu werden, da ich dann endlich sehe, wer die Menschen sind, die mich begleiten.

Hast du denn überhaupt Zeit für den Austausch mit deinen Followern?

Wenn ich an irgendetwas nicht spare, ist es Zeit mit meiner Community. Alles steht und fällt mit ihr! Ich verbringe täglich viel Zeit im Austausch, um zu erfahren, wie ein neues Workout gefällt oder was sich meine Follower demnächst wünschen, damit ich mich daran orientieren kann. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen, und ich bin so aktiv wie möglich.

Sophia Thiel ist zurück
Fitness
Alica Schmidt im Interview
Sport-Trends
10 Kilo Abnehmen
Zur Startseite
Fitness Fitnesstraining Junge Frau macht eine tiefe Kniebeuge mit einer Kettlebell vor der Brust im Wohnzimmer. Jeden Tag Sport 7 Übungen, die du jeden Tag machen solltest