Mehr als Entspannung: Yoga und Meditation beeinflussen auch das Hormonsystem

Mind-Body-Praktiken
Mehr als Entspannung: Yoga und Meditation beeinflussen auch das Hormonsystem

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.01.2026
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Mind-Body für Frauen
Foto: gettyimages/ilbusca

Du fühlst dich erschöpft trotz gesunder Ernährung? Deine Periode ist unregelmäßig, die Stimmung schwankt? Das kann am Zusammenspiel von Stress und Hormonen liegen. Yoga und Meditation können helfen. Das belegen wissenschaftliche Studien.

So hängen Stress, Hormone und Entzündungen zusammen

Chronischer Stress erhöht Cortisol dauerhaft. Dein Körper ist im Daueralarm. Das kann Entzündungen auslösen und das Risiko für Autoimmunerkrankungen, Herz-Kreislauf-Probleme und Depression erhöhen. Besonders bei Frauen kann Östrogen die Stressreaktion verstärken. Die Forschung zeigt, in bestimmten Zyklusphasen reagierst du stärker auf Stress als in anderen. Es wird weniger DHEA, der Baustein für Östrogen und Testosteron, produziert. Hormonelle Probleme wie PMS, unregelmäßige Zyklen oder Wechselbeschwerden können dadurch zunehmen.

Ernährung und Bewegung reichen nicht

Bei Dauerstress nimmt dein Körper Nährstoffe schlechter auf. Dein Verdauungssystem fährt herunter. Intensives Training kann sogar kontraproduktiv sein, wenn für deinen Körper hartes Workout zusätzlicher Stress ist. Besser: moderate Bewegung wie Spazierengehen, sanftes Yoga oder Schwimmen. Auch Lebensmittel haben Einfluss auf die Hormone.

Wie du deine Mind-Body-Praxis an Zyklus und Ernährung anpassen kannst

1. Zyklushälfte: Mehr Energie, dynamischere Übungen, eventuell mehr Kohlenhydrate vor dem Training

2. Zyklushälfte: Sanftere Übungen, mehr Protein nach dem Training, Salzverluste ausgleichen

Periode: nur sanfte Übungen, keine Umkehrpositionen, Omega-3-Fettsäuren gegen Regelschmerzen

Wechseljahre/unregelmäßiger Zyklus: Antioxidantien, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D, Kalzium, mehr Eiweiß

Was Yoga und Meditation bewirken

Eine umfassende Forschungsstudie zeigt, Meditation kann auf deinen Körper auf verschiedenen Ebenen wirken: Es kann Stressreaktion und Cortisol reduzieren, den Stoffwechsel regulieren oder Blutdruck, Hunger, Sättigung und Insulinreaktion beeinflussen. Durch bewusste Atmung beim Yoga kann der Parasympathikus (Vagusnerv) aktiviert werden.

Yoga bei Wechseljahren

Studie: Complementary Therapies in Medicine

Teilnehmerinnen: 88 postmenopausale Frauen

Intervention: Hatha Yoga, 2x/Woche, 60 Minuten

Dauer: 12 Wochen

Symptome:

  • Wechseljahresbeschwerden: ↓ signifikant reduziert
  • Stresslevel: ↓ signifikant reduziert
  • Depressionssymptome: ↓ signifikant reduziert
  • Lebensqualität: ↑ signifikant verbessert

Hormone:

  • Cortisol: stabil (Kontrollgruppe: ↑ signifikanter Anstieg)
  • FSH, LH, Progesteron, Östradiol: keine signifikanten Gruppenunterschiede in der Gesamtgruppe

FAQ zur Wirkung von Yoga und Meditation auf Stress und Hormone

Fazit