Genug trinken: Reicht Leitungswasser – oder ist Mineralwasser für Sportlerinnen besser?

Hydration und Mineralstoffe
Genug trinken: Reicht Leitungswasser – oder ist Mineralwasser für Sportlerinnen besser?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 29.05.2026
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Eine Frau trinkt aus einer Plastikflasche, während im Hintergrund die Sonne scheint
Foto: Jacobs Stock Photography Ltd, Getty Images

Wasser ist Wasser? Nicht ganz. Magnesium für die Muskeln, Calcium für die Knochen, Bicarbonat für den Säure-Basen-Haushalt – all das kann in deinem Glas Wasser stecken. Oder auch nicht.

Der Unterschied macht sich beim Sport, im Alltag und im Körpergefühl bemerkbar. Das sagt die Forschung zum Thema Wasserhaushalt des Körpers.

Was unterscheidet Mineralwasser von Leitungswasser?

Der Unterschied zwischen Wasser aus dem Hahn und teilweise recht kostspieligen Markenwassern in Flaschen liegt nicht nur im Geschmack, sondern vor allem in den gelösten Mineralstoffen. Leitungswasser ist in Deutschland in der Regel sauber und trinkbar, aber sein Mineralstoffgehalt ist regional sehr unterschiedlich und oft gering.

Mineralwasser hingegen enthält von Natur aus Mineralstoffe, die direkt aus dem Gestein ins Wasser übergehen, darunter Magnesium, Calcium, Natrium und Bicarbonat. Je nach Quelle können diese Mineralien in sehr unterschiedlichen Mengen vorkommen.

Eine Studie mit Fußballspielern zeigte: Wer über 7 Tage Mineralwasser trank – ob hoch oder niedrig mineralisiert – hatte danach eine messbar bessere Hydration als die Gruppe, die Leitungswasser konsumierte. Die Gruppe mit niedrig mineralisiertem alkalischem Wasser zeigte zusätzlich eine effizientere Laktatverwertung nach intensivem Training.

Diese Mineralstoffe machen den Unterschied

Die im Wasser enthaltenen Mineralstoffe haben sehr unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper und seinen Stoffwechsel. Ein Blick auf die wichtigsten:

  • Magnesium: Unverzichtbar für Muskelfunktion, Nervensystem und Energiestoffwechsel. Viele Frauen nehmen über die Ernährung zu wenig davon auf. Mineralreiches Wasser kann hier einen sinnvollen Beitrag leisten. Ab 50 mg pro Liter gilt ein Wasser als magnesiumreich.
  • Calcium: Wichtig für Knochen, Zähne und die Muskelkontraktion. Über Wasser aufgenommenes Calcium ist gut bioverfügbar, vergleichbar mit dem aus Milchprodukten. Ab 150 mg pro Liter spricht man von calciumreichem Wasser.
  • Natrium: Reguliert den Flüssigkeitshaushalt und ist bei starkem Schwitzen relevant. Für den Alltag gilt: Weniger ist mehr. Sportlerinnen können bei intensivem Training gezielt zu Wasser mit einem höheren Gehalt an Natrium greifen.
  • Bicarbonat (Hydrogencarbonat): Puffert Säuren im Körper und unterstützt den Säure-Basen-Haushalt. Das ist besonders relevant, weil die westliche Ernährung den Körper tendenziell übersäuert. Ein neuerer Review deutet darauf hin, dass bicarbonatreiches Wasser (ab 1300 mg/L) zudem das Risiko von Nierensteinen senken und die Knochengesundheit unterstützen kann. Nach dem Sport ist die Aufnahme dieses Minerals besonders sinnvoll.

Das Etikett von Wasserflaschen verstehen

Auf jeder Flasche klebt die Antwort – und die meisten schauen einfach nicht hin. Dabei verrät dir die Tabelle auf der Rückseite des Etiketts in Sekunden, was du trinkst.

An diesen Werten kannst du dich orientieren:

Ein Wasser muss nicht in allen Kategorien punkten. Entscheide nach deinem Bedarf.

  • Treibst du viel Sport? Achte auf Magnesium und Natrium.
  • Knochengesundheit? Calcium und Bicarbonat sind für dich entscheidend.
  • Ein Getränk für den Alltag? Das ausgewogene Mittelfeld reicht völlig.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Mineralwasser und Hydratation

Fazit