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Gesundes Olivenöl 4 Gründe, warum du mehr Olivenöl verwenden solltest

Als Dressing, pur mit Brot gedippt oder im Pesto: Olivenöl darf in keiner Küche fehlen. Doch es kann noch viel mehr als nur gut schmecken, es schützt dich sogar vor Krankheiten

Anders als die üblichen Pflanzenöle, wie Rapsöl, Sonnenblumenöl oder Leinöl, wird Olivenöl nicht aus den Samen der Pflanze, sondern aus der ganzen Frucht, der Olive, hergestellt. Das Resultat: ein toller Geschmack und positive Auswirkungen auf deine Gesundheit.

Hier erfährst du nicht nur, was Olivenöl so gesund macht – es wirkt unter anderem zellverjüngend – sondern auch was du beim Kauf beachten solltest und wozu du es verwenden kannst.

Woraus besteht Olivenöl?

Olivenöl besteht zu circa 90 Prozent aus Triglyceriden (einer Form von Fett): Hierbei machen die einfach ungesättigten Fettsäuren den Hauptteil aus. Olivenöl enthält gut 70 Prozent Ölsäure (eine einfach ungesättigte Fettsäure), 10 Prozent mehrfach ungesättigte Fettsäuren und weitere 10 Prozent gesättigte Fettsäuren.

Natürlich ist Olivenöl eine wahre Kalorienbombe, immerhin enthält ein Gramm Fett stolze 9 Kalorien, wodurch es 100 Gramm Olivenöl auf 844 Kalorien schaffen. Doch das ist kein Grund, weswegen du auf das Öl verzichten solltest. Die ungesättigten Fettsäuren wirken sich positiv auf deine Gesundheit aus. Ach ja: So kann Fett sogar beim Abnehmen helfen.

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4 Gründe, öfter Olivenöl zu verwenden

Neben den gesunden Fettsäuren wirken sich auch die im Öl enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe positiv auf deine Gesundheit aus. Mit Hilfe dieser Stoffe kann sich die Olive vor Hitze, Schädlingen oder einem Pilzbefall schützen.

Tatsächlich ist es möglich, dass der schützende Effekt der Pflanzenstoffe beim Verzehr auf deinen Körper übergeht. So wirkt sich Olivenöl auf unterschiedliche Arten auf dein Wohlergehen aus:

1. Olivenöl verringert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die mediterrane Diät gilt als eine der gesündesten Ernährungsweisen. Hier stehen vor allem frisches Obst und Gemüse, Fisch, Nüsse und Olivenöl auf dem Speiseplan. Studien zeigten, dass hierbei hauptsächlich das gesunde Fett aus Olivenöl und Nüssen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt.

Die im Olivenöl enthaltene Ölsäure reguliert unter anderem den Blutdruck und kann so einem zu hohem Blutdruck vorbeugen. Gleichzeitig wirkt sich Olivenöl positiv auf dein Blutbild aus: So kann es dabei helfen das 'böse' LDL-Cholesterin zu senken und das 'gute' HDL-Cholesterin zu erhöhen.

2. Olivenöl reduziert das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

Die PREDIMED-Studie, welche die Auswirkung der mediterranen Diät untersuchte, fand heraus: Je mehr Olivenöl verzehrt wurde, desto geringer fiel das Brustkrebsrisiko aus. Frauen, die 20 Prozent ihrer täglichen Kalorien in Form von Olivenöl aufnahmen, hatten ein um etwa 80 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko gegenüber Frauen, die lediglich 5 Prozent ihrer Kalorien in Form von Olivenöl zu sich nahmen.

Auch hier scheint die Ölsäure der ausschlaggebende Faktor zu sein, da diese Fettsäure ein bestimmtes Krebsgen, das sogenannte Onkogen "HER2/neu", das vor allem bei Brustkrebs aktiv ist, blockiert. Da Brustkrebs mit Abstand die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist, sind diese Erkenntnisse besonders wichtig und richtungsweisend.

3. Olivenöl wirkt zellverjüngend

Die sekundären Pflanzenstoffe Oleocanthal und Oleuropein haben einen wahren Anti-Aging-Effekt. Sie hemmen nicht nur das sogenannte mTOR, welches das Zellwachstum und die Alterung fördert, sie wirken zudem als Antioxidans und fangen zellschädigende freie Radikale ein und machen sie unschädlich. Freie Radikale lassen deine Haut schneller altern und lassen sie fahl und faltig aussehen.

Gleichzeitig wirkt vor allem das Oleocanthal entzündungshemmend, wobei es sogar die gleichen Entzündungssignalwege wie Ibuprofen hemmt. All das zusammen wirkt sich positiv auf deine Organe und vor allem auf deine Haut aus.

Übrigens: Für den Anti-Aging-Effekt kannst du das Olivenöl zu dir nehmen, es aber auch direkt auf die Haut auftragen oder mit deiner Tagescreme vermengen. Probier doch mal eine selbstgemachte Gesichtsmaske mit Olivenöl und Honig.

4. Olivenöl wertet deine Gerichte geschmacklich auf

Fett ist ein bekannter Geschmacksträger und gibt vielen Gerichten den letzten Schliff. Nicht ohne Grund geben Olivenöl-Liebhaber einen Schuss Olivenöl über ihre fertige Mahlzeit. Eine Spaghetti Bolognese, Gnocchis oder Zucchini-Nudeln schmecken mit ein paar Tropfen Öl gleich viel aromatischer und intensiver.

Welches Olivenöl ist gesund?

Es gibt verschiedene Güteklassen, wobei das native Olivenöl extra, auch extra virgin olive oil genannt, die höchste Qualität hat – in Bezug auf den Geschmack und auf die gesundheitsförderlichen Auswirkungen.

  1. Natives Olivenöl extra: Diese Öl gehört zur ersten Güteklasse. Es wird kalt gepresst, wodurch es die höchste Qualität hat. Es ist reich an Antioxidantien, geschmacksintensiv und der Säuregrad liegt bei maximal 0,8 Prozent.
  2. Natives Olivenöl: Hierbei handelt es sich genau wie beim Ersteren um kaltgepresstes Olivenöl. Jedoch werden hier ebenfalls Oliven gepresst, die nicht die Güteklasse für Natives Olivenöl extra erreicht haben, wodurch leichte sensorische Fehler schmeckbar sein können. Der Säuregrad liegt bei bis zu 2 Prozent.
  3. Olivenöl: Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus nativem Olivenöl und raffiniertem Öl. Bei raffiniertem Öl wurden die Oliven unter Wärmeeinfluss gepresst und das Öl mit Lösungsmittels extrahiert. Danach muss das Öl von entstandenen Begleitstoffen "raffiniert", also gereinigt werden. Das wirkt sich negativ auf den Geschmack und die ungesättigten Fettsäuren aus.
  4. Oliventresteröl: Dieses Öl wird aus den Schalen, Kernen und dem Fruchtfleisch hergestellt, das nach dem Pressen übrig bleibt. Hier kommt das Lösungsmittel Hexan zur Anwendung. Aufgrund des eher unangenehmen Geschmacks wird es nicht für kalte Speisen verwendet.

Woran erkennt man gutes Olivenöl?

Am besten greifst du zu nativem Olivenöl extra. Achte darauf, dass das Öl nicht gefiltert ist, dann ist es besonders frisch und stammt von der letzten Ernte. Es muss dich übrigens nicht beunruhigen, wenn sich am Boden Sedimente absetzen, das ist ganz normal. Einfach kurz die Flasche schütteln, so verteilt sich die Trübung wieder – ähnlich wie beim Orangensaft mit Fruchtfleisch.

Gutes Olivenöl hat einen intensiven, scharf-pfeffrigen und bitteren Geschmack. Das liegt einerseits am Oleuropein, welches den bitteren Geschmack mitbringt, und am Oleocanthal, welches für das pfeffrig-scharfe Kratzen im Hals sorgt. Das perfekte Olivenöl hat eine gute Balance zwischen scharf und bitter.

Mach einfach folgenden Test: Gib etwas Olivenöl auf einen Esslöffel, schlürfe das Öl beim Einatmen ein und atme durch die Nase aus. So schmeckst du leichte Fehler am besten heraus. Musst du dabei etwas husten, liegt das an der scharfen Komponente und zeigt, dass es sich um gutes Olivenöl handelt.

Wichtig: Die Flasche sollte dunkel sein, damit das Öl vor Sonneneinstrahlung geschützt ist. Verbrauche es innerhalb eines Jahres und lagere es dunkel und kühl.

Wozu verwendet man Olivenöl?

Olivenöl passt geschmacklich zu fast allen Gerichten. Ob als Salatsauce, Mayonnaise (Rezept folgt weiter unten), zu Gemüse, Fisch, Brot, Pasta und sogar zu Obst – Olivenöl gibt den gewissen Kick und rundet viele Gerichte ab. Lediglich zum scharf anbraten eignet sich das Olivenöl nicht, da sein Rauchpunkt bei circa 180 Grad Celsius liegt. Sprich: Wird es stärker, bilden sich gesundheitsschädigende Stoffe.

Rezept für Mayonnaise mit Olivenöl

Mayo ist der Klassiker zu Pommes und Co. Leider wird es meist aus Sonnenblumenöl hergestellt, welches ein unvorteilhaftes Fettsäurenprofil aufweist. Für unser Rezept kommt daher gutes Olivenöl zur Anwendung. Die Mayo passt übrigens auch super zu Gemüsesticks, Kartoffeln und als Brotaufstrich.

Gute Mayonnaise benötigt nicht viele Zutaten, besonders wichtig ist jedoch das gute Olivenöl
Yulia Furman / Shutterstock.com
Leckere und gesunde Mayonnaise ist im Handumdrehen selber gemacht.

Zutaten:

  • 1 Eigelb
  • 1 Teelöffel mittelscharfer Senf
  • 2 Teelöffel Zitronensaft
  • 300 ml natives Olivenöl extra
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Eigelb, Senf und Zitronensaft miteinander vermengen, bis die Flüssigkeit etwas dicker wird.
  2. Das Olivenöl hineinfließen lassen und währenddessen weiter rühren.
  3. Hat die Mayo eine fest-cremige Konsistenz erreicht, kann mit Salz abgeschmeckt werden.

Hochwertiges Olivenöl gehört in jede Küche! Eswertet nicht nur jedes Gericht geschmacklich auf, es reduziert dein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Brustkrebs.

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