Eine gute Intervallfasten-App erinnert dich ans Fasten, erklärt was in deinem Körper passiert und hält deine Fortschritte fest. Doch welche lohnt sich wirklich? Das checken wir hier.
Was Intervallfasten konkret bedeutet
Beim Intervallfasten wechseln sich Ess- und Fastenphasen ab. Die populärste Variante ist 16:8: 16 Stunden fasten, 8 Stunden essen. Studien zeigen, dass diese Methode den Insulinspiegel senken, die Fettverbrennung ankurbeln und Entzündungsprozesse reduzieren kann. Nach etwa 16 Stunden kann zudem die sogenannte Autophagie einsetzen – ein zellulärer Reinigungsprozess, bei dem der Körper beschädigte Zellbestandteile abbaut und recycelt. Bei der genauen Einhaltung der Regeln kann eine App helfen.
Das sollte eine gute Intervallfasten-App können
Eine gute Intervallfasten-App hilft dir, diese Phasen einzuhalten, und macht die unsichtbaren Vorgänge in deinem Körper sichtbar. Bevor du dich für eine App entscheidest, lohnt ein Blick auf diese Kriterien:
- Fasten-Timer mit Phasen-Anzeige: Die App sollte dir zeigen, wann du fastest und was dabei in deinem Körper passiert – zum Beispiel, wann die sogenannte Autophagie einsetzt.
- Personalisierung: Gute Apps passen Pläne an deine Ziele, dein Gewicht und deinen Alltag an.
- Integration mit Fitness-Trackern: Apple Health, Google Health Connect oder Garmin – wer ein Wearable nutzt, profitiert von einer nahtlosen Synchronisation.
- Transparente Kosten: Fast alle Apps bieten eine kostenlose Basisversion. Wichtig ist, dass Paywalls klar kommuniziert werden und keine versteckten Abo-Fallen lauern.
- Datenschutz: Da Fasten-Apps sensible Gesundheitsdaten erfassen, solltest du wissen, wo deine Daten gespeichert werden.
Die besten 5 Intervallfasten-Apps im Überblick
1. BodyFast: Der KI-Coach für Fortgeschrittene
BodyFast aus München zählt mit über 50 Millionen Nutzerinnen und Nutzern weltweit zu den bekanntesten Intervallfasten-Apps. Das Herzstück ist der BodyFast-Coach: ein Algorithmus, der jede Woche einen neuen Fastenplan erstellt, abgestimmt auf deine Körperdaten, Fortschritte und Ziele. Wer mal ein Geschäftsessen hat, kann einen "Joker-Tag" einlegen. Die kostenlose Basisversion bietet über 10 Fastenpläne und eine Fastenuhr mit Erinnerungsfunktionen. Der Coach ist kostenpflichtig: Das Jahresabo kostet rund 60 Euro, das 3-Monats-Abo rund 30 Euro.
Stärken: Umfangreiche kostenlose Version, KI-Wochenplan, Trophäensystem, Wear OS-Integration, Serverstandort in Deutschland.
Schwäche: Fastenzeiten lassen sich in der Gratis-Version nur eingeschränkt nachträglich anpassen.
Für wen: Wer einen digitalen Begleiter mit Wochenplanung sucht und bereit ist, für den Coach-Modus zu zahlen.
2. Fastic: Intervallfasten mit Community-Support
Fastic punktet mit einem lebendigen Community-Ansatz. Du kannst Fasten-Buddies finden, Gruppen beitreten und dich austauschen. Die App unterstützt verschiedene Methoden, von 16:8 bis zur sogenannten Warrior Diet (23:1), bei der du 23 Stunden fastest. Technisch überzeugt ein KI-gestützter Mahlzeiten-Scanner.
Allerdings solltest du die Kosten genau prüfen: Fastic bietet eine 14-Tage-Challenge an, bei der du ein Jahr Fastic Plus kostenlos bekommst, wenn du täglich 2 Mahlzeiten protokollierst. Schaffst du das Ziel nicht, wird eine Gebühr von ca. 100 Euro für das 1. Jahr fällig, ansonsten kostet das Jahresabo rund 80 Euro. Verbraucherschützerinnen kritisieren die teilweise mangelnde Transparenz dieser Bedingungen.
Stärken: Community-Funktionen, breite Auswahl an Fastenmethoden, motivierendes Design.
Schwäche: Kostenfalle bei der Challenge möglich. Lies darum die Bedingungen vor Anmeldung sorgfältig.
Für wen: Wer Community-Support braucht und die Abo-Bedingungen im Blick behält.
3. YAZIO: Der Hybrid aus Kalorienzähler und Fasten-Tracker
YAZIO aus Erfurt ist ursprünglich als Kalorienzähler gestartet und hat den Intervallfasten-Tracker nahtlos integriert. Das macht die App besonders attraktiv für Frauen, die nicht nur Fastenzeiten tracken, sondern auch wissen möchten, was sie im Essfenster essen. Die deutsche Lebensmitteldatenbank gehört zu den umfangreichsten auf dem Markt.
Die kostenlose Version enthält bereits den 16:8-Timer. In der Pro-Version (rund 30 Euro pro Jahr) kommen alle weiteren Fastenpläne, KI-Fotoanalyse der Mahlzeiten und personalisierte Abnehmpläne hinzu. YAZIO synchronisiert sich mit Apple Health, Google Health Connect, Fitbit, Garmin und Samsung Health.
Stärken: Beste Kombination aus Fasten und Ernährungsprotokoll, umfangreiche deutsche Lebensmitteldatenbank, sehr gute Wearable-Integration, DSGVO-konform.
Schwäche: Die Preisstruktur ist unübersichtlich – Rabatte variieren stark.
Für wen: Die beste Wahl für alle, die Intervallfasten mit bewusstem Essen verbinden wollen.

4. Clear: Minimalistisch und informativ
Clear (von ZipoApps) fällt durch sein aufgeräumtes Design und hochwertige Wissensinhalte auf. Die App erklärt detailliert, was in deinem Körper passiert, und bietet Pläne von 12:12 für Einsteigerinnen bis 20:4 für Erfahrene. Ein integrierter Fasten-Test hilft dir einzuschätzen, ob Intervallfasten für dich medizinisch geeignet ist. Ein Plus: Fastenzeiten lassen sich auch in der Gratis-Version nachträglich korrigieren. Das Jahresabo kostet rund 50 Euro.
Stärken: Wissensbeiträge, Meditations- und Bewegungskurse, flexible Gratis-Version.
Schwäche: Keine Community-Funktionen, kleinere Nutzerbasis.
Für wen: Alle, die Hintergrundwissen schätzen und lieber ohne Community-Trubel fasten.
5. Intervallfasten von Thomas Streitberger: Die kostenlose Alternative (nur Android)
Die App Intervallfasten von Thomas Streitberger ist vollständig kostenlos, ohne In-App-Käufe und ohne Werbung. Sie bietet Fasten-Timer, Erinnerungen und praktische Tipps zum Umgang mit Heißhunger – ohne Schnickschnack.
Stärken: Komplett kostenlos, kein Abo, kein Tracking, kein Druck.
Schwäche: Nur für Android, keine statistischen Auswertungen.
Für wen: Android-Nutzerinnen, die eine schlanke, kostenlose Lösung suchen.
Funktionen und Preise im Überblick
Datenschutz und Kosten: Das solltest du wissen
Serverstandort: BodyFast (München) und YAZIO (Erfurt) sitzen in Deutschland und unterliegen der DSGVO. Anbieter wie Fastic können Nutzerdaten laut Datenschutzerklärung an US-Server übertragen. Wer datensensibel ist, sollte das bei der Wahl berücksichtigen.
Abo-Fallen vermeiden: Lies vor jeder Premium-Buchung die Bedingungen zur automatischen Verlängerung. Manche Apps verlängern Abos automatisch, wenn du nicht rechtzeitig kündigst. Bei der Fastic-Challenge droht bei Nichterreichen des Ziels eine Einmalzahlung von knapp 100 Euro.
Welche Intervallfasten-App passt zu dir?
Hier schlüsseln wir dir einmal auf, welche App bei welchen Wünschen und Bedürfnissen die richtige für dich ist.
- Du fängst gerade erst an? YAZIO bietet den besten Einstieg, weil du Fasten und Ernährung gleichzeitig im Blick hast.
- Du brauchst Motivation von außen? Fastic oder BodyFast halten dich mit Community und Trophäensystem bei der Stange.
- Du willst verstehen, was in deinem Körper passiert? Clear liefert die besten Hintergrundinformationen.
- Du willst keinen Cent ausgeben? Die App von Thomas Streitberger reicht für unkompliziertes 16:8-Tracking aus – ist allerdings nur für Android-Geräte verfügbar.
- Datenschutz ist dir besonders wichtig? YAZIO und BodyFast mit deutschen Serverstandorten sind die sicherste Wahl.

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Intervallfasten-Apps
Die App „Intervallfasten" von Thomas Streitberger ist vollständig kostenlos und ohne In-App-Käufe, allerdings nur für Android erhältlich. Alle anderen bekannten Apps bieten eine kostenlose Basisversion, für erweiterte Funktionen wie personalisierte Pläne wird jedoch ein Abo fällig.
Ein reiner Timer zeigt nur die Fastenzeit an. Gute Intervallfasten-Apps erklären zusätzlich, was in den verschiedenen Fastenphasen im Körper passiert – zum Beispiel wann Ketose oder Autophagie einsetzen –, passen Pläne an deine Ziele an und synchronisieren sich mit Fitness-Trackern auf deinem Smartphone oder deiner Smartwatch.
Das hängt vom Anbieter ab. Deutsche Apps wie YAZIO und BodyFast operieren innerhalb der EU. Anbieter mit Sitz in den USA oder Drittstaaten müssen genauer geprüft werden. Lies vor der Anmeldung die Datenschutzerklärung und nutze dein Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO, wenn du wissen möchtest, welche Daten gespeichert werden.





