Superfoods-Mythos entmystifiziert: Was wirklich Wirkung zeigt bei Frauen

Superfoods entlarvt: Was wirklich zählt
Superfoods-Mythos entmystifiziert: Was wirklich Wirkung zeigt bei Frauen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.01.2026
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Superfood-Mythos lösen
Foto: gettyimages/Stefania Pelfini la Waziya

Superfoods sind im wahrsten Sinne in aller Munde – von Quinoa über Chiasamen bis hin zu Goji-Beeren. Viele dieser Produkte stammen aus fernen Ländern und füllen mittlerweile die Regale unserer Supermärkte. Doch hinter dem Hype steckt oft mehr Marketing als wissenschaftlich belegter Nutzen.

Superfood – ein schwammiger Begriff

Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt: Der Begriff 'Superfood' ist wissenschaftlich nicht klar definiert. Laut dem Beitrag im Fachmagazin 'Sustainability' wird er häufig als Sammelbegriff für nährstoffreiche Lebensmittel genutzt, doch die Abgrenzung zu ‚funktionellen Lebensmitteln‘ bleibt unscharf: "Der Begriff Superfood wird häufiger in Marketing und Medien verwendet als in wissenschaftlichen Publikationen."

Auch eine Konsumentenstudie im Journal of Business Research betont: Für viele Käuferinnen ist ‚Superfood‘ vor allem ein Marketinglabel, das mit weitgereisten Südfrüchten oder Pulvern verbunden wird. Hier heißt es: "Superfoods sind weltweit zu einer beliebten Ernährungsform geworden, werden aber auch als Marketing-Gag kritisiert."

Marketing vs. Wissenschaft

Die Konsumentenstudie zeigt, dass Superfoods oft wegen des wahrgenommenen 'relativen Vorteils' gekauft werden – etwa weil sie sich gesünder fühlen oder soziale Anerkennung erwarten.

Doch die Kosten-Nutzen-Rechnung fällt nicht immer positiv aus: exotische Pulver sind teuer, während der belegte gesundheitliche Mehrwert oft fehlt. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat den Begriff ‚Superfood‘ sogar untersagt, wenn keine wissenschaftlichen Belege vorliegen. Damit soll verhindert werden, dass Verbraucherinnen durch Marketingversprechen in die Irre geführt werden.

Das sind deine alltagstauglichen Alternativen

Statt auf exotische Produkte zu setzen, lohnt sich ein Blick auf evidenzbasierte Ernährungsmuster – hier ein paar Beispiele:

  • Saisonal: Erdbeeren im Sommer, Kürbis im Herbst, Spargel im Frühling, Rotkohl im Winter, Zwetschgen im Spätsommer, Feldsalat im Spätherbst
  • Lokal: Vollkornbrot vom Bäcker, Äpfel aus der Region, Honig vom Imker, Kartoffeln vom Hofladen, Käse aus der regionalen Molkerei, Beeren vom Wochenmarkt
  • Pflanzenbetont: Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse, Samen wie Leinsamen oder Sonnenblumenkerne, frisches Obst, Kräuter und Blattgrün, pflanzliche Proteine wie Tofu oder Tempeh

Diese Lebensmittel sind nicht nur günstiger, sondern auch ökologisch nachhaltiger. Sie liefern dir Ballaststoffe, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe – und ihre Wirkung ist wissenschaftlich belegt.

Checkliste: Evidenz statt Hype

  • Gibt es wissenschaftliche Studien zum Produkt?
  • Ist der Nutzen klar belegt – oder nur Marketingversprechen?
  • Lässt sich das Lebensmittel leicht in den Alltag integrieren?
  • Ist es saisonal und lokal verfügbar?
  • Passt es in ein pflanzenbetontes Ernährungsmuster?

FAQ: Die häufigsten Fragen zu Superfoods

Fazit