Reisen oder Staycation: Was dich wirklich besser erholt

Das echte Urlaubsgefühl
Reisen oder Staycation: Was dich wirklich besser erholt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 15.07.2026
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Frau steht in sommerlichen Klamotten an einem Geländer und schaut auf eine schöne Bucht und das türkise Meer
Foto: Carol Yepes, Getty Images

Bei der Urlaubsplanung stellen sich viele regelmäßig die Frage, was wohl erholsamer ist: eine neue Gegend kennenlernen, jeden Tag am Strand relaxen oder zu Hause bleiben, wo weder Flugverspätungen noch andere Planänderungen drohen.

Die Antwort ist oft Typsache. Entscheidend ist vor allem, wie gut du deine Alltagsroutinen hinter dir lässt – unabhängig davon, wo du bist.

Ausbruch aus Routinen: Warum Abschalten auch zu Hause gelingt

Wissenschaftlich untersucht wurde der Effekt sogenannter Staycations, also Urlaubserfahrungen in der unmittelbaren Umgebung des eigenen Zuhauses, etwa in mehreren Studien im Verlauf der COVID-19-Pandemie. In dieser Zeit waren Fernreisen teils gar nicht möglich, was viele Menschen dazu brachte, ihre Urlaubspläne kreativ anzupassen.

Was Forscher:innen zeigen konnten:

  • Auch Urlaub in der direkten Umgebung des eigenen Zuhauses kann das Stresslevel spürbar senken – selbst in emotional belastenden Zeiten.
  • Wichtiger als räumlicher Abstand ist dabei die psychologische Distanz zum Alltag – also der Abstand zu allem, was dich sonst zwischen Job und Haushalt beschäftigt.
  • Auch ein Hotelaufenthalt im Nachbarort kann einen Urlaubseffekt auslösen, wenn er dabei hilft, Alltagsroutinen bewusst zu unterbrechen.

Der entscheidende Abstand wird also nicht in Kilometern gemessen. Wer gedanklich weiter bei Job, Haushalt und To-do-Listen bleibt, erholt sich auch am anderen Ende der Welt nur begrenzt. Umgekehrt kann eine Auszeit in der eigenen Umgebung funktionieren, wenn sie den Alltag tatsächlich unterbricht.

Unterwegs oder zu Hause: Was besser zu dir passt

Welche Urlaubsform dich besser erholt, hängt auch davon ab, was du persönlich zum Abschalten brauchst. Eine Staycation kann Ruhe schaffen und dabei sogar budgetschonend sein.

Gleichzeitig gibt es Menschen, die besser abschalten, wenn sie fremde Orte entdecken und neue Impulse und Sinneseindrücke bekommen. Wenn dich auch mögliche Verspätungen bei der Rückreise nicht stressen, kann Reisen für dich die entspanntere Option sein.

Die schlechte Nachricht: Wissenschaftlich belegt ist, dass die Erholungswirkung von Urlaub häufig nur wenige Wochen anhält und das Stresslevel nach der Rückkehr in den Alltag schnell wieder steigen kann.

Das spricht dafür, regelmäßige kürzere Auszeiten nicht zu unterschätzen, statt die gesamte Erholung von einer einzigen langen Reise im Jahr zu erwarten.

FAQ: Häufige Fragen zum Erholsamkeitsfaktor von Urlaub

Fazit