Neue Studie zeigt: Intervallfasten fühlt sich leichter an als Kalorienzählen

Abnehmen ohne Stress
Neue Studie zeigt, warum Intervallfasten einfacher ist als Kalorienzählen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 04.09.2026
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Eine Frau schaut auf ihren Fitnesstracker, während sie gesundes Essen verzehrt
Foto: KucherAV / GettyImages

Wer abnehmen möchte, steht früher oder später vor der Frage: Welche Methode passt wirklich zu mir – und welche halte ich langfristig durch? Eine neue Studie der Adelaide University, veröffentlicht im Fachjournal Clinical Nutrition (2025), liefert eine spannende Erkenntnis:

Intervallfasten und tägliche Kalorienreduktion führen zwar zu vergleichbarem Gewichtsverlust, doch die mentale Belastung unterscheidet sich deutlich. Die Teilnehmenden, die Intervallfasten praktizierten, berichteten von weniger bewusster Anstrengung bei der Kontrolle ihrer Ernährung. Hier erfährst du, was hinter den Ergebnissen steckt und für wen welche Methode besser geeignet sein könnte.

Was hat die Studie genau untersucht?

Forschende der Adelaide University teilten 209 Erwachsene mit Adipositas zufällig in 3 Gruppen ein. 57 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen, das Durchschnittsalter lag bei 58 Jahren. Die 3 Gruppen folgten jeweils einem unterschiedlichen Ernährungsansatz über einen Zeitraum von 6 Monaten:

Laut der Studie verloren die Teilnehmenden in der Intervallfasten-Gruppe und der Kalorienreduktions-Gruppe nach 6 Monaten im Schnitt 7 Kilogramm – verglichen mit rund 2 Kilogramm in der Standardberatungs-Gruppe. Beide Diätgruppen berichteten zudem von Verbesserungen bei depressiven Symptomen und dem allgemeinen Wohlbefinden.

Braucht Intervallfasten weniger Willenskraft?

Doch die Forschenden interessierten sich nicht nur für die Zahl auf der Waage, sie untersuchten auch die psychologische Seite des Abnehmens. Dazu erfassten sie unter anderem die sogenannte "dietary restraint", also die bewusste Anstrengung, die eigene Nahrungsaufnahme zu kontrollieren. Konkret bedeutet das: Kalorien berechnen, Portionsgrößen abwägen und das innere Ringen, ob man wirklich Hunger hat oder einfach nur Appetit auf eine weitere Kartoffel.

Die Gruppe mit täglicher Kalorienrestriktion berichtete von einem stärkeren Anstieg dieser Art von Selbstbeherrschung. Sie berichtete jedoch auch von einer stärkeren Verringerung des Hungergefühls und der "Enthemmung" – dem wissenschaftlichen Begriff für die erhöhte Neigung, als Reaktion auf bestimmte Situationen oder Emotionen zu viel zu essen. Diese Veränderung schien etwa 15 Prozent des Gewichtsverlusts der Gruppe mit Kalorienrestriktion auszumachen. Die Gruppe mit intermittierendem Fasten verlor unterdessen eine ähnliche Menge an Gewicht, ohne denselben Anstieg an bewusster Selbstkontrolle zu verzeichnen.

Einfach ausgedrückt: Eine Gruppe schien teilweise dadurch abzunehmen, dass sie sich besser davon abhalten konnte, mehr zu essen. Die andere Gruppe hielt sich an 3 Tagen pro Woche an strengere Regeln, schien aber an den übrigen Tagen ihre Nahrungsaufnahme nicht ständig zu kontrollieren.

"Intermittierendes Fasten kann Menschen dabei helfen, Gewicht zu verlieren, ohne sich dabei so stark auf eine bewusste Einschränkung der Nahrungsaufnahme verlassen zu müssen", sagte die Studienautorin Professorin Leonie Heilbronn.

Für wen ist Intervallfasten die bessere Wahl?

Für manche Menschen mag der Gedanke "Ich esse heute weniger" einfacher erscheinen, als ständig jede Mahlzeit zu zählen, zu protokollieren und abzuwägen. Andere empfinden ein 20-stündiges Fasten als reine Qual und würden viel lieber über die Woche verteilt etwas weniger essen.

Die Studie hat nicht ermittelt, welcher Persönlichkeitstyp besonders gut für intermittierendes Fasten geeignet ist. Auch wurden nicht alle Varianten des Fastens (z. B. 16:8 oder 5:2) getestet, die allgemein empfohlen werden. Untersucht wurde ein ganz bestimmtes Programm bei Erwachsenen mit Adipositas.

Wer sollte kein Intervallfasten ausprobieren?

Intermittierendes Fasten ist nicht für jeden geeignet. Wer schwanger ist oder stillt, derzeit oder in der Vergangenheit an einer Essstörung litt oder Diabetes-Medikamente einnimmt, sollte vor dem Ausprobieren mit einem Arzt oder einem zugelassenen Ernährungsberater sprechen.

FAQ: die häufigsten Fragen zum Abnehmen und Intervallfasten

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