6 Fehler, die auch Sie bestimmt schon mal gemacht haben i yunmai / Unsplash.com

Richtig wiegen 6 Fehler, die auch du garantiert beim Wiegen machst

Draufstehen, Augen zu und ... Frust? Das könnte aber auch daran liegen, dass du beim Wiegen einen dieser häufigen 6 Fehler machst 

Der Gang auf die Waage wird schnell zum Frust-Erlebnis. Denn die Zahl, die du da vielleicht siehst, kann dir die Laune ziemlich schnell vermiesen. Das muss aber nicht sein.

Denn der Grund muss gar nicht sein, dass du tatsächlich (stark) zugelegt hast. Sich richtig zu wiegen ist im Prinzip gar nicht schwer, trotzdem kannst du dabei mehr falsch machen, als du denkst. Wir zeigen dir die häufigsten Fehler und sagen dir, wie es richtig geht.

Was sind häufige Fehler beim Wiegen?

Das Schlimmste, was du tun kannst, ist, dich komplett angezogen mit einer schweren Tasche auf der Schulter zu wiegen. Aber das müssen wir dir sicherlich nicht sagen. Es gibt allerdings andere, weniger offensichtliche Fehler, die du beim Wiegen machen kannst. Das hier sind die 6 häufigsten:

1. Deine Waage steht falsch

Sich richtig zu wiegen fängt schon beim passenden Untergrund an. Was das angeht sind Waagen extrem sensibel. Auf einem Teppich werden die Messergebnisse ungenau.

Um das zu vermeiden gilt: Wähle einen ebenen, festen Untergrund und achte darauf, dass die Waage weit genug von der Wand entfernt steht. Auch zu viel Nähe zu Wand oder Tür kann zu Schwankungen führen. 

2. Du wiegst dich zur falschen Zeit

Wer sich abends wiegt, muss mit größeren Schwankungen rechnen. Deine tägliche Aufnahme an Essen und Trinken variiert nämlich und das macht sich wiederum auf der Waage bemerkbar. 

Du solltest aber auch nicht direkt nach dem Aufstehen mit nüchternem Magen auf die Waage springen. Optimal ist es, wenn du am Morgen vor dem Wiegen ein Glas Wasser trinkst. Über Nacht dehydriert Ihr Körper leicht, weshalb dein Flüssigkeitshaushalt morgens dringend aufgefüllt werden muss.

Damit sich die Wassermenge aber nicht gleich auf der Waage niederschlägt, einmal noch auf die Toilette – dann kann's losgehen. Das Wasser kurbelt zudem deinen Stoffwechsel an. Das ist nicht nur im Hinblick aufs Abnehmen hilfreich, sondern macht dich auch wach und frisch für den Start in den Tag.

3. Du benutzt nicht immer dieselbe Waage

Auf der Waage beim Arzt, der Freundin oder im Fitnessstudio wiegst du 2 Kilo mehr oder weniger? Kein Grund zur Sorge. Schuld daran ist die unterschiedliche Kalibrierung, das heißt die Toleranz für Messungenauigkeiten. Vergleichbar werden die Ergebnisse deshalb nur, wenn du immer dieselbe Waage benutzt.

4. Du wiegst dich jeden Tag

Die Zahl auf der Waage kann von Tag zu Tag erheblich schwanken. Das muss nicht unbedingt an dem Eisbecher liegen, den du dir gegönnt hast. Schon die Menge an Flüssigkeit, die du zu dir genommen hast, wirkt sich auf dein Gewicht aus.

Auch der vermehrte Verzehr von Ballaststoffen kann ein paar Kilos dazu schummeln. Diese binden nämlich Wasser und schwupps, bist du innerhalb eines Tages schwerer. Damit du einen regelmäßigen Rhythmus hast, wähle einen festen Tag in der Woche zum Wiegen aus, anstatt dich beim täglichen Waagen-Wahnsinn völlig fertig zu machen.

5. Du vertraust nur der Zahl auf der Waage

Fakt ist: Muskeln sind schwerer als Fett. Das heißt, wer seine Speckreserven gegen Muskeln tauscht, wird zwangsläufig ein wenig zu- statt abnehmen. Das wird sich natürlich auch auf der Waage widerspiegeln. Verfalle daher nicht in Panik, wenn die Waage ins Stocken gerät oder gar mehr anzeigt, als du erwartet hattest.

Um Erfolge beim Abnehmen bzw. Muskelaufbau besser einschätzen und beobachten zu können, eignen sich deshalb Vorher-Nachher-Fotos, das Messen mit einem Maßband oder auch der Kleidungs-Check besser. Um nicht nur dein Gewicht zu checken, sondern auch das Verhältnis deines Fettanteils zu überprüfen, solltest du auch deinen Körperfettanteil messen. Mehr dazu hier: Das ist der ideale Körperfettanteil bei Frauen

Am einfachsten geht das zuhause mit einer speziellen Körperfettwaage, die anhand der unterschiedlichen Leitfähigkeit von Fett und Muskeln die Körperzusammensetzung bestimmt. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bietet zum Beispiel die smarte Körperfettwaage von Renpho.

6. Du wiegst dich während der Periode

Der eigene Körper kann dich beim Gewicht ganz schön hinters Licht führen. Lasse dich davon aber nicht beeindrucken. Während der Periode spielen sich eine Vielzahl von Reaktionen ab, die dazu führen können, dass sich Wasser einlagert. Das macht dich automatisch schwerer. Mit dem Gang auf die Waage wartest du deshalb lieber, bis deine Regel vorbei ist. Damit umgehst du unnötigen Unmut.

Worauf muss ich achten, wenn ich mich wiege?

Noch einmal zusammengefasst heißt das, dass du dich an einem bestimmten Tag der Woche immer auf derselben Waage wiegst, die weit genug von der Wand entfernt steht, und zwar auf festem, ebenen Untergrund (kein Teppich). Du wiegst dich am besten immer zur selben Uhrzeit, möglichst morgens, nachdem du auf der Toilette warst.

Und ganz wichtig ist, dass du dir von deiner Waage nicht den Tag vermiesen oder dein Leben diktieren lässt. Letztlich ist das auch nur ein Gerät, das irgendwelche Zahlen anzeigt.

Sich richtig zu wiegen ist keine Wissenschaft, aber auch nicht ganz einfach. Einer dieser Fehler hat auch dir bestimmt schon einmal die Laune verhagelt. Ab heute definitiv nicht mehr. 

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