Trinken Sie zu viel? 6 Dinge, an denen Sie erkennen, dass Sie zu viel trinken

Bei Frauen reichen wesentlich geringere Mengen Alkohol als bei Männern, um die Gesundheit ernsthaft zu gefährden © RomanSamborskyi / Shutterstock.com

In nüchternen Momenten fragen Sie sich schon mal, ob Ihr Alkoholkonsum zu hoch ist? Diese Checkliste gibt Ihnen eine ehrlich Antwort

Mädelsabend, After-Work-Party, ein oder zwei Gläschen Wein am Abend mit den Liebsten – Prosecco und Co. gehören zu unserem sozialen Leben häufig ganz selbstverständlich dazu. Vielleicht zu oft? Mehr als 3 Millionen Deutsche haben ein Alkoholproblem, berichtet die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen in ihrem Jahrbuch Sucht 2017. Und Und der Anteil der Frauen, die von einer Alkoholsucht betroffen sind, stiegt weltweit an. Gehören Sie womöglich auch dazu? Diese Checkliste gibt Ihnen eine ehrliche Antwort:

1. Sie trinken regelmäßig mehr als ein Glas Alkohol

Nachschenken bitte! In Bars und Clubs bleibt Ihr Weinglas selten lange leer? Dann haben Sie womöglich bereits ein Problem, jedenfalls wenn Sie häufiger mehr als ein Glas trinken: Denn bei Frauen liegen die Grenzwerte für einen risikoarmen Alkoholkonsum bei 12 Gramm reinen Alkohols täglich, bei zwei alkoholfreien Tagen die Woche. Und diese Menge steckt bereits in einem kleinen Glas Bier (0,25l) oder Wein (01l). Dass Männer mehr vertragen, ist genetisch bedingt: Der weibliche Körper enthält weniger Wasser und geringere Mengen des Enzyms Alkoholdehydrogenase (ADH), das dem Abbau von Alkohol dient, dadurch sind Bauchspeicheldrüse und Co. länger dem Alkohol ausgesetzt.

2. Sie trinken häufiger als 5 Mal pro Woche Alkohol

für einen risikoarmen Alkoholkonsum sind nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 2 alkoholfreie Tage pro Woche Pflicht. "Bei einem täglichen Konsum über 1 bis 2 Jahre hinweg, werden Bauchspeicheldrüse und das zentrale Nervensystem dauerhaft geschädigt“, sagt Alkoholforscher Prof. Dr. Helmut Seitz von der Uni Heidelberg.

3. Sie haben in den letzten 12 Monaten erlebt, dass Sie mit dem Trinken nicht aufhören konnten

Achtung, wenn Ihnen das schon mal passiert ist, sind Sie gefährdet, in absehbarer Zeit in den Bereich desmissbräuchlichen Konsums zu rutschen. Riskant bedeutet leider mehr als nur die Kopfschmerz am Morgen danach. Zu häufiger Genuss schwächt das Herz und das Immunsystem, schädigt die Leber und das Gehirn, begünstigt Depression und Angstzustände. Starker Konsum erhöht zudem das Schlaganfallrisiko um 34 Prozent.

Haben Sie Ihren Alkoholkonsum im Blick? Zu viel Alkohol schadet Körper und Seele. © Pogorelova / Shutterstock.com

4. Sie selbst oder eine Ihnen nahestehende Person hat Ihr Trinkverhalten schon mal kritisch hinterfragt

"Wer wegen seines Alkoholkonsums ein schlechtes Gewissen hat oder von anderen die Rückmeldung bekommt, dass er zu viel trinkt, sollte sein Trinkverhalten dringend kritisch hinterfragen“, rät Michaela Goecke, Leiterin des Referats für Suchtprävention der BZgA. Verschaffen Sie sich Klarheit, indem Sie den Alkohol Kenn-dein-Limit -Selbsttest machen.

5. Sie haben schon mal die Kontrolle über Ihren Alkoholkonsum verloren

Einen Filmriss sollten Sie als allerletzten Warnschuss nehmen und Ihren Alkoholkonsum ernsthaft überdenken. Denn jetzt drohen nicht nur langfristige körperliche Schäden, sondern Ihr Leben gerät auch akut in Gefahr. Im alkoholisierten Zustand riskieren Sie, Opfer von Gewalt zur werden. Ohne Kontrolle über sich selbst steigt das Risiko, Verletzungen nicht wahrzunehmen und ungeschützten Geschlechtsverkehr zu haben. Deshalb, ganz wichtig Mädels: Nie alleine auf einer Party trinken! Habt eure Freundinnen im Blick.

6. Sie haben Probleme, in Situationen, in denen unbedingt auf Alkohol verzichtet werden muss, alkoholfrei zu bleiben?

Wenn Sie diesen Punkt bejahen, dann haben Sie definitiv ein großes Alkoholproblem. Wem es nicht mehr gelingt, zum Beispiel im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz, bei Medikamenteneinnahme oder während der Schwangerschaft alkoholfrei zu bleiben, sollte sich Hilfe suchen. Jetzt. Sofort. Beratungsstellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

Na, einige Punkte treffen doch auf Sie zu? Dann nehmen Sie das Ergebnis ernst und überdenken Sie Ihren Alkoholkonsum schonungslos und ehrlich.

Hilfe bei Suchtfragen finden Sie in den BZgA-Beratungsstellen.

22.01.2018| Christine Naefeke, Laura Merz © womenshealth.de
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