Oatmeal 4 Fehler, die Ihr Oatmeal zur Kalorienbombe machen

Genießen Sie Ihre Mahlzeiten in aller Ruhe
Eigentlich ist Oatmeal das ideale Frühstück, solange Sie unsere Tipps für die Zubereitung beachten. © Foxys-Forest-Manufacture / Shutterstock.com

Oatmeal zum Frühstück ist immer eine gute Wahl. Vorausgesetzt, Sie vermeiden diese Zubereitungsfehler!

Oatmeal am Morgen vertreibt nicht nur Hunger und Sorgen, sondern auch das ein oder andere überflüssige Kilo. Doch auch wenn Sie nicht abnehmen wollen, treffen Sie mit einem Haferbrei zum Frühstück eine gute Wahl. Denn Oats (englisch = Haferflocken) sind echte Allround-Talente, die lange sättigen, gesunde Ballaststoffe und langkettige Carbs liefern und darüber hinaus auch noch super einfach zuzubereiten sind.

Es gibt allerdings ein paar wichtige Punkte, die Sie bei der Zubereitung Ihres Oatmeals – egal ob warm oder kalt – beachten sollten. Denn wer nicht aufpasst, verwandelt seinen eigentlich so gesunden Frühstücksbrei mit nur wenigen Handgriffen in eine echte Kalorienbombe.

4 Fehler, die jedes Oatmeal in eine Kalorienbombe verwandeln

1. Sie übertreiben es mit den Toppings

In Sachen Oatmeal-Topping gilt grundsätzlich: Erlaubt ist, was schmeckt! Ob Nüsse, Trockenfrüchte, Kerne und Co. – Ihrer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Doch jedes zusätzliche Topping bedeutet auch zusätzliche Kalorien.

Oatmeal ist ein super gesundes Frühstück
Nüsse, Obst, Kokosflocken – unterschätzen Sie den Kaloriengehalt der Oatmeal-Toppings nicht © Vladislav-Noseek / Shutterstock.com

Und wer nicht aufpasst, bei dem summieren sich am Ende des Tages all die kleinen "Extras" zu einer beachtlichen Kalorienmenge.

Beispiele für Oatmeal-Toppings mit Kalorienangabe:

  • 1 TL Ahornsirup (26 kcal)
  • 1 TL Mandelmus (58 kcal)
  • 1 TL Leinsamen (30 kcal)
  • 1 EL Chiasamen (73 kcal)
  • 1 EL Kürbiskerne (84 kcal)
  • 20 g Cranberries (60 kcal)
  • 20 g Mandeln (114 kcal)
  • 20 g Walnüsse (131 kcal)
  • 1 EL Kokosraspeln (93 kcal)

Und vergessen Sie die Kalorien für das zusätzliche Obst nicht, welches Sie sich gern ins Porridge schnibbbeln. Klar, Früchte sind gesund und sollten täglich auf dem Speiseplan stehen, doch einige Sorten enthalten mehr Zucker als andere. Beeren sind beispielsweise sehr zuckerarm, während Bananen, Weintrauben oder Kakis vergleichsweise viele Kalorien liefern.

2. Ihre Oatmeal-Portion ist schlichtweg zu groß

Es gibt viele gute Gründe, (täglich!) Haferflocken zu essen. Schließlich sind die kleinen Flocken reich an gesunden Ballaststoffen, pflanzlichem Eiweiß und liefern zudem reichlich Magnesium und Eisen. Doch eines sind sie sicher nicht: kalorienarm. Daher können – theoretisch – auch zu viele Haferflocken irgendwann dick machen. Denn wenn Sie am Ende des Tages regelmäßig mehr Kalorien futtern, als Sie verbrauchen, nehmen Sie zu.

Haferflocken sind vor dem Sport ideal
Haferflocken sind sehr nährstoffreich, liefern aber auch viele Kalorien © Ekaterina-Kondratova / Shutterstock.com

100 Gramm Haferflocken haben immerhin stattliche 370 kcal. 100 Gramm Oats schaffen aber wohl die wenigsten Frauen auf einmal zu essen. Eine "normale" Portion Haferflocken für ein Oatmeal sollte um die 50 bis 60 Gramm groß sein. Hinzukommen ja wie gesagt noch die Kalorien für Milch, Früchte und die Toppings.

3. Sie süßen Ihr Porridge zu stark

Ungesüßter Haferbrei schmeckt ziemlich fad. Vor allem, wenn Sie ihn nur mit Wasser statt mit Milch zubereiten. Daher süßen viele Ihr Oatmeal mit Honig, Agavendicksaft, Reissirup oder einem Schuss Ahornsirup. Klar, diese natürlichen Süßungsmittel sind eine bessere Wahl als weißer Industrie-Zucker.

Doch Achtung: Die alternativen Süßungsmittel enthalten im Endeffekt auch nicht weniger Kalorien als Zucker, daher sollten Sie sparsam mit ihnen umgehen.

Zum Vergleich: 1 TL Honig (10 g) hat 31 kcal, 1 TL Zucker (wiegt nur 5 g) hat 20 kcal.

Unsere Tipps zum Süßen Ihres Oatmeals:

  • Beschränken Sie sich beim Süßen auf maximal 2 Teelöffel Honig & Co. Weniger ist mehr!
  • Als gesunder Zuckerersatz eignet sich auch Xylit (Birkenzucker) sowie Erythrit. Die kalorienarmen Süßungsmittel können Sie direkt beim Erhitzen mit in den Topf geben und unterrühren.
  • Für zusätzliche Süße können Sie generell immer mit frischem Obst sorgen, zum Beispiel einer sehr reifen Banane oder einem Apfel.
  • Kochen Sie den Brei doch mal mit laktosefreier Milch. Die schmeckt aufgrund des Herstellungsprozesses süßer als normale Milch, enthält aber nicht mehr Zucker.

4. Sie greifen zu Fertig-Porridge

Wer Fertigprodukte kauft, tut dies meist, um Zeit zu sparen. Doch die Zeitersparnis durch die Verwendung von Instant-Oats ist nur gering. Auch Kalorien sparen Sie dadurch nicht, denn einige (nicht alle!) Produkte enthalten unerwünschte Zusätze, wie etwa Extra-Zucker.

Oatmeal ist so easy selber zu machen, wer braucht da überhaupt ein Fertigprodukt? © virtu-studio / Shutterstock.com

Werfen Sie beim Kauf also immer einen Blick auf die Zutatenliste, vor allem bei Sorten mit "Geschmack", wie Apfel-Zimt oder ähnlichen Varianten. Hier verwenden die Hersteller auch gerne unnötige, künstliche Aromen. Pimpen Sie Ihr Porridge lieber mit natürlichen Aromen aus frischem Obst oder Nüssen.

Noch ein Grund, warum Sie Fertig-Porridge im Supermarktregal links liegen lassen können: Oatmeal selber zu machen ist wirklich kinderleicht. Wir zeigen Ihnen wie es geht!

Oatmeal-Grundrezept

Zutaten für 1 Portion:

  • 4 EL Haferflocken (rund 50 Gramm)
  • 250 ml (pflanzliche) Milch
  • 1 TL Honig, Xylit oder anderes Süßungsmittel nach Wahl

Haferflocken und Milch in einen kleinen Topf geben und auf kleiner Flamme – unter Rühren – ein paar Minuten köcheln lassen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Je nach Belieben nun mit Honig & Co. süßen, fertig. Ob und welches Obst Sie zu Ihrem Oatmeal genießen, liegt ganz bei Ihnen. Beliebt sind Kombinationen wie Apfel oder Pflaume mit Zimt oder Birne-Walnuss.

Noch ein Rezept-Tipp: Overnight Oats

Wenn Sie am Morgen keine Lust (oder Zeit) haben, sich an den Herd zu stellen, gibt es eine clevere Alternative: Overnight-Oats.

Lecker und schnell: Overnight-Oats
Overnight Oats kann man am Abend vorbereiten, so steht das Frühstück am nächsten Morgen fertig auf dem Tisch © JeniFoto / Shutterstock.com

Dieses Oatmeal-Rezept wird nicht erwärmt, denn Sie mischen die Haferflocken direkt mit kalter Milch (zum Beispiel in einem Schraubglas) und lassen alles über Nacht im Kühlschrank quellen. Ein gesundes Blitz-Frühstück also, das am Morgen direkt gelöffelt und mit Toppings nach Belieben gepimpt werden kann.

Zutaten für 1 Portion:

  • 4 EL Haferflocken (rund 50 Gramm)
  • 120 ml (pflanzliche) Milch
  • 1 TL Honig, Xylit & Co.
  • je 1 EL Nüsse und Kerne nach Wahl
  • Obst nach Belieben

Haferflocken und Milch in einer Schüssel oder in einem Schraubglas vermengen, süßen und nach Belieben mit Nüssen & Co. bestücken. Wer mag, kann jegliches Obst jetzt schon dazu geben oder es alternativ am Morgen frisch dazu tun.

Wenn Sie diese 4 Porridge-Pannen vermeiden, starten Sie mit einem Oatmeal gesund und leicht in den Tag. Es ist das perfekte Frühstück, das lange sättigt und Sie mit ausreichend Energie bis zum Mittagessen versorgt.

13.11.2018| © womenshealth.de
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