Oatmeal Wie dein Oatmeal zum perfekten Frühstück wird

Genießen Sie Ihre Mahlzeiten in aller Ruhe
Eigentlich ist Oatmeal das ideale Frühstück, solange du unsere Tipps für die Zubereitung beachtest. © Foxys-Forest-Manufacture / Shutterstock.com

Proteinreich, ballaststoffreich, lecker: Oatmeal zum Frühstück ist immer eine gute Wahl. Vorausgesetzt, du vermeidest diese Zubereitungsfehler!

Es ist endlich mal ein Instagram-Hype, an dem echt etwas dran ist: Oatmeal am Morgen vertreibt nicht nur Hunger und Sorgen, sondern auch das ein oder andere überflüssige Kilo. Doch auch wenn du nicht abnehmen willst, triffst du mit einem Haferbrei zum Frühstück eine gute Wahl.

Denn Oats (englisch = Haferflocken) sind echte Allround-Talente, die lange sättigen, gesunde Ballaststoffe und langkettige Carbs liefern und darüber hinaus auch noch super einfach zuzubereiten sind. Wir sagen dir, wie daraus ein gesundes Frühstück wird.

Warum ist Oatmeal ein gesundes Frühstück?

Es gibt viele gute Gründe, (täglich!) Haferflocken zu essen. Schließlich sind die kleinen Flocken reich an gesunden Ballaststoffen, was der Verdauung guttut und gleichzeitig lange satt macht. Darüber hinaus enthalten sie viel pflanzliches Eiweiß und liefern zudem reichlich Magnesium und Eisen. Außerdem ist ein Oatmeal wirklich ganz easy zubereitet (siehe unten).

Warum sind Haferflocken so gesund?

Da gibt es noch viele weitere Gründe. Sie sollen laut verschiedenen Studien helfen, Diabetes vorzubeugen, den Cholesterinspiegel zu senken, Verstopfung zu verhindern, durch Antioxidanzien den Blutdruck senken und Entzündungen verhindern, den Magen beruhigen und die Knochen stabilisieren. Warum hast du eigentlich je etwas anderes gegessen?

Was muss ich beim Oatmeal beachten?

Eigentlich kannst du bei Haferflocken nicht viel falsch machen. Am besten nimmst du natürlich zarte Flocken in Bio-Qualität. Auch bei den anderen Zutaten solltest du auf Qualität achten. Aber bei der Zubereitung deines Oatmeals gibt es schon ein paar Fehler, die du vermeiden solltest.

4 Fehler, die jedes Oatmeal in eine Kalorienbombe verwandeln

Es gibt allerdings ein paar wichtige Punkte, die du bei der Zusammenstellung deines Oatmeals – egal ob warm oder kalt – beachten solltest. Denn wer nicht aufpasst, verwandelt seinen eigentlich so gesunden Frühstücksbrei mit nur wenigen Handgriffen in eine echte Kalorienbombe.

1. Du übertreibst es mit den Toppings

In Sachen Oatmeal-Topping gilt grundsätzlich: Erlaubt ist, was schmeckt! Ob Nüsse, Trockenfrüchte, Kerne und Co. – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Doch jedes zusätzliche Topping bedeutet auch zusätzliche Kalorien.

Porridge wird durch Toppings richtig lecker
Früchte, Nüsse, Süße – unterschätze nicht die Kalorien! © Alena Ozerova / Shutterstock.com

Und wenn du nicht aufpasst, summieren sich am Ende des Tages all die kleinen "Extras" zu einer beachtlichen Kalorienmenge.

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Beispiele für Oatmeal-Toppings mit Kalorienangabe:

  • 1 TL Ahornsirup (26 kcal)
  • 1 TL Mandelmus (58 kcal)
  • 1 TL Leinsamen (30 kcal)
  • 1 EL Chiasamen (73 kcal)
  • 1 EL Kürbiskerne (84 kcal)
  • 20 g Cranberries (60 kcal)
  • 20 g Mandeln (114 kcal)
  • 20 g Walnüsse (131 kcal)
  • 1 EL Kokosraspeln (93 kcal)

Und vergiss die Kalorien für das zusätzliche Obst nicht, welches du dir gern ins Porridge schnibbbelst. Klar, Früchte sind gesund und sollten täglich auf dem Speiseplan stehen, doch einige Sorten enthalten mehr Zucker als andere. Beeren sind beispielsweise sehr zuckerarm, während Bananen, Weintrauben oder Kakis vergleichsweise viele Kalorien liefern.

2. Deine Oatmeal-Portion ist schlichtweg zu groß

Bei allen Vorteilen, eines sind Haferflocken sicher nicht: kalorienarm. Daher können – theoretisch – auch zu viele Haferflocken irgendwann dick machen. Denn wenn du am Ende des Tages regelmäßig mehr Kalorien futterst, als du verbrauchst, nimmst du zu.

Leckeres Schoko-Oatmeal
Auch die Portionsgröße kann dein Oatmeal zur Kalorienfalle machen. © Kiian Oksana / Shutterstock.com

100 Gramm Haferflocken haben immerhin stattliche 370 kcal. 100 Gramm Oats schaffen aber wohl die wenigsten Frauen auf einmal zu essen. Eine "normale" Portion Haferflocken für ein Oatmeal sollte um die 50 bis 60 Gramm groß sein. Hinzukommen ja wie gesagt noch die Kalorien für Milch, Früchte und die Toppings.

3. Du süßst das Porridge zu stark

Ungesüßter Haferbrei schmeckt ziemlich fad. Vor allem, wenn du ihn nur mit Wasser statt mit Milch zubereitest. Daher süßen viele Ihr Oatmeal mit Honig, Agavendicksaft, Reissirup oder einem Schuss Ahornsirup. Klar, diese natürlichen Süßungsmittel sind eine bessere Wahl als weißer Industrie-Zucker.

Doch Achtung: Die alternativen Süßungsmittel enthalten im Endeffekt auch nicht weniger Kalorien als Zucker, daher solltest du sparsam mit ihnen umgehen.

Zum Vergleich: 1 TL Honig (10 g) hat 31 kcal, 1 TL Zucker (wiegt nur 5 g) hat 20 kcal.

Unsere Tipps zum Süßen deines Oatmeals:

  • Beschränke dich beim Süßen auf maximal 2 Teelöffel Honig & Co. Weniger ist mehr!
  • Als gesunder Zuckerersatz eignet sich auch Xylit (Birkenzucker) sowie Erythrit. Die kalorienarmen Süßungsmittel kannst du direkt beim Erhitzen mit in den Topf geben und unterrühren.
  • Für zusätzliche Süße kannst du generell immer mit frischem Obst sorgen, zum Beispiel einer sehr reifen Banane oder einem Apfel.
  • Koche den Brei doch mal mit laktosefreier Milch. Die schmeckt aufgrund des Herstellungsprozesses süßer als normale Milch, enthält aber nicht mehr Zucker.

4. Du greifst zu Fertig-Porridge

Wer Fertigprodukte kauft, tut dies meist, um Zeit zu sparen. Doch die Zeitersparnis durch die Verwendung von Instant-Oats ist nur gering. Auch Kalorien sparst du dadurch nicht, denn einige (nicht alle!) Produkte enthalten unerwünschte Zusätze, wie etwa Extra-Zucker.

Oatmeal ist so easy selbst zu machen, wer braucht da überhaupt ein Fertigprodukt? © virtu-studio / Shutterstock.com

Wirf beim Kauf also immer einen Blick auf die Zutatenliste, vor allem bei Sorten mit "Geschmack", wie Apfel-Zimt oder ähnlichen Varianten. Hier verwenden die Hersteller auch gerne unnötige, künstliche Aromen. Pimpe dein Porridge lieber mit natürlichen Aromen aus frischem Obst oder Nüssen.

Noch ein Grund, warum du Fertig-Porridge im Supermarktregal links liegen lassen kannst: Oatmeal selber zu machen ist wirklich kinderleicht. Wir zeigen dir wie es geht!

Oatmeal-Grundrezept

Zutaten für 1 Portion:

  • 4 EL Haferflocken (rund 50 Gramm)
  • 250 ml (pflanzliche) Milch
  • 1 TL Honig, Xylit oder anderes Süßungsmittel nach Wahl

So geht's: Haferflocken und Milch in einen kleinen Topf geben und auf kleiner Flamme – unter Rühren – ein paar Minuten köcheln lassen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Je nach Belieben nun mit Honig & Co. süßen, fertig. Ob und welches Obst du zu deinem Oatmeal genießt, liegt ganz bei dir. Beliebt sind Kombinationen wie Apfel oder Pflaume mit Zimt oder Birne-Walnuss.

Was sind Overnight Oats?

Das ist eine besondere Variante der Zubereitung deiner Haferflocken. Wenn du am Morgen keine Lust (oder Zeit) hast, dich an den Herd zu stellen, gibt es eine clevere Alternative: Overnight-Oats.

Lecker und schnell: Overnight-Oats
Overnight Oats kannst du am Abend vorbereiten, so steht das Frühstück am nächsten Morgen fertig auf dem Tisch. © JeniFoto / Shutterstock.com

Dieses Oatmeal-Rezept wird nicht erwärmt, denn du mischst die Haferflocken direkt mit kalter Milch (zum Beispiel in einem Schraubglas) und lässt alles über Nacht im Kühlschrank quellen. Ein gesundes Blitz-Frühstück also, das am Morgen direkt gelöffelt und mit Toppings nach Belieben gepimpt werden kann.

Zutaten für 1 Portion:

  • 4 EL Haferflocken (rund 50 Gramm)
  • 120 ml (pflanzliche) Milch
  • 1 TL Honig, Xylit & Co.
  • je 1 EL Nüsse und Kerne nach Wahl
  • Obst nach Belieben

So geht's: Haferflocken und Milch in einer Schüssel oder in einem Schraubglas vermengen, süßen und nach Belieben mit Nüssen & Co. bestücken. Wer mag, kann jegliches Obst jetzt schon dazu geben oder es alternativ am Morgen frisch dazu tun.

Wenn du diese 4 Porridge-Pannen vermeidest, startest du mit einem Oatmeal gesund und leicht in den Tag. Es ist das perfekte Frühstück, das lange sättigt und dich mit ausreichend Energie bis zum Mittagessen versorgt.

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11.11.2019| © womenshealth.de
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