Foundation Die besten Tipps für Ihr Make-up

Make-up richtig auftragen
Farbton, Konsistenz, Menge: Beim Make-up kann man viel falsch machen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie in Sachen Grundierung ein perfektes Ergebnis erzielen © Kukuruza Oksana / Shutterstock.com

Make-up Artists erklären, wie Sie das richtige Make-up für Ihren Teint und Hauttypen finden und die Grundierung richtig auftragen

Manche Frauen schrecken vor Foundation zurück, weil sie dabei an zähes, maskenartiges Make-up denken. Dabei wirken selbst stark deckende Grundierungen mittlerweile sehr natürlich – vorausgesetzt, Sie verwenden eine Farbe und Textur, die zu Ihrem Hauttyp passt und tragen das Make-up richtig auf. Wie das klappt, verraten wir Ihnen hier.

In diesem Artikel:

Die beste Foundation für Ihren Hauttyp

Foundation gibt es in unterschiedlichen Formen. Welche Grundierung zu Ihnen passt, hängt im Wesentlichen von Ihrem Hauttypen ab.

Mineralpuder ist das perfekte Make-up für empfindliche Haut

Loser Puder ist für Sensibelchen ideal, da er ohne künstliche Zusätze wie Paraffine oder Anti-Aging-Wirkstoffe auskommt. Bei einem fahlen Teint wirken die Mineralpigmente lichtreflektierend, durch die Auswahl an Farbnuancen lässt sich der Puder auf jeden Hautton abstimmen. So geht’s: "Zum Auftragen eignet sich ein klassischer Kabuki-Pinsel", erklärt Wendy Verdin, Make-up Artist von The Beautery in. "Je dichter der Pinsel, desto stärker die Deckkraft." Expertentipp: Bevor Sie den Pinsel schwingen, die Tagescreme sanft einklopfen. Das versorgt die Haut mit Feuchtigkeit und durchblutet sie. Ein Puder kann noch so gut sein: "Wenn Sie trockene Hautstellen haben, wird er sich dort absetzen – und die Haut fahl aussehen lassen", so Verdin.

Kompaktpuder ist die richtige Grundierung für ölige Haut

Eine ölige T-Zone lässt sich mit dem fest gepressten Puder bestens mattieren. Außerdem fixiert er das Make-up, sodass es länger hält. Verdin rät: "Bei fettiger und leicht unreiner Haut ist ein Kompaktpuder auch für unterwegs ein prima Begleiter, weil man sein Make-up damit schnell und unkompliziert überall auffrischen kann." Aber: Bei großporiger Haut rät Wendy Verdin von einem Puder ab, da sich die mattierenden Partikel dort ablagern und einen Maskeneffekt erzeugen. So geht’s: "Unbedingt einen Primer vorab verwenden, der die Poren optisch kleiner wirken lässt", empfiehlt die Visagistin. Erst dann folgt der Puder. Wenn Sie ihn mit einem trockenen Make-up-Schwamm auftragen, ist die Deckkraft eher leicht. Feuchten Sie das Schwämmchen vorab leicht an, verstärkt das die Deckkraft.

Flüssig-Foundation eignet sich für jeden Hauttyp und jedes Alter

Flüssig-Make-up hat je nach Produkt eine mittlere bis starke Deckkraft. Es gibt mattierende Flüssig-Foundations für eher ölige Haut und feuchtigkeitsspendende Produkte für trockene Haut.

So geht’s: "Je nach Vorliebe kann das Fluid mit den Fingern, einem Pinsel oder einem Schwamm aufgetragen werden", sagt die Make-up-Expertin. Fangen Sie in der Mitte des Gesichts bei der Nase an und blenden das Produkt zu den Wangen hin aus. Expertentipp: Für ein optimales Ergebnis verwendet Verdin alle 3 Methoden, also Pinsel, Finger und Schwamm: "Mit dem Pinsel trage ich das Produkt auf, mit den Fingern verstreiche ich es, und mit einem leicht feuchten, sauberen Schwamm korrigiere ich z. B. die Pinselstriche oder Farbunterschiede.

Mousse ist das perfekte Anti-Age-Make-up

Durch die sehr leichte, mit Luft durchsetzte Konsistenz bietet sich das Mousse für Haut mit kleinen Fältchen an, weil es sich darin nicht absetzt.So geht’s: Da das Produkt sehr rasch trocknet, ist ein schnelles und präzises Auftragen wichtig. "Spätere Korrekturen sind schwierig und lassen den Teint fleckig aussehen", sagt die Expertin. Eine walnussgroße Menge des Schaums in die Handinnenfläche geben und dann mit einem Schwamm von der Nase ausgehend gleichmäßig im Gesicht verteilen. Expertentipp: Das Mousse ersetzt nicht die Tagespflege. Im Gegenteil: Der Schaum lässt sich nur dann gut verteilen, wenn Sie die Haut vorher auch eingecremt haben.

Getönte Tagescremes sind perfekt für Frauen mit trockener Haut

Auf trockener Haut setzt sich Make-up schnell krümelig ab und betont die trockenen Hautpartien so noch. Ideal sind deshalb Hybridprodukte aus Creme und Make-up wie z.B. leicht getönte BB-Creams.

Ist die Haut sehr trocken, empfiehlt es sich vorab noch eine Schicht ungetönte Feuchtigkeitspflege aufzutragen – und der Haut die Zeit zu geben, die sie braucht, um sie komplett aufzusagen. Ein sanftes Peeling vor dem Eincremen hat einen unschlagbaren Effekt: "So wird das darauf folgende Make-up fast unsichtbar", sagt die Expertin.“

Für normale Haut ist getönte Pflege als Grundierung ideal

Sie wollen und müssen nicht viel abdecken, deshalb reicht die leichte Tönung einer BB- oder CC-Cream aus. So geht’s: Von der Mitte des Gesichts die Creme zu den Wangen, der Stirn und den Kieferknochen hin verteilen. Ob mit Fingern, Pinsel oder Schwämmchen, ist Ihnen überlassen. "Sparen Sie dabei die Augenbrauen aus, die wirken sonst grau, und das lässt sich schwer korrigieren."

Die richtige Foundation-Farbe finden

Wenn Sie sich für die passende Textur entschieden haben, gilt es den optimalen Ton zu treffen. So klappt’s: Die Foundation sollte die Gesichtsfarbe nicht verändern und sich unsichtbar verblenden lassen. Weil Handrücken und Unterarm selten den gleichen Ton haben wie das Gesicht, sollten Sie Make-up am besten direkt auf der Wange testen. Tragen Sie dafür drei bis vier Nuancen, die infrage kommen, nebeneinander auf. So können Sie die Töne direkt miteinander vergleichen. Die Nuance, die ohne langes Verblenden mit dem Hautton verschmilzt, ist die richtige.

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Und noch ein Tipp: Künstliche Drogeriebeleuchtung verfälscht die Farben. Deshalb vorm Kauf unbedingt am Fenster oder draußen in einen Taschenspiegel schauen! Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, den optimalen Ton zu finden. Eine Make-up-Schicht, deren Farbe nicht zum Gesichtston passt und im schlimmsten Fall wie eine pastöse Maske wirkt, ist ein echtes Beauty-Desaster! Bei zu heller Foundation wirkt das Gesicht schnell flach und leblos. Ist der Farbton zu dunkel, sieht es einfach unnatürlich – und ganz offensichtlich schlecht gemacht – aus. Verändert sich die Hautfarbe mit den Jahreszeiten, müssen Sie natürlich auch das Make-up anpassen.

So erkennen Sie den richtigen Unterton beim Make-up

Nicht nur die Helligkeit entscheidet über die optimale Make-up-Farbe, sondern auch der Unterton. So gibt es warme Töne, die in der Verpackung leicht gelblich wirken, neutrale Töne, die beige aussehen und kühle Nuancen mit Rosa-Stich. Viele Menschen tendieren dazu rosige Nuancen zu wählen, weil der Ton in der Verpackung besonders natürlich wirkt. Aber: Auf der Haut wirkt Make-up mit Rosatönen bei den meisten wie eine Maske. Nur ganz hellhäutige, die selbst im Schatten einen Sonnenbrand bekommen, sind mit einem Rosa-Ton gut beraten.

Schwamm oder Pinsel: Womit trage ich meine Foundation am besten auf?

Das ist reine Geschmackssache! Liebling zahlreicher Beauty-Vlogger ist der stylische Beauty-Blender, ein tropfenförmiges, pinkfarbenes Kunststoff-Schwämmchen, mit dem sich Flüssig-Make-up optimal verteilen lässt. Auch in wesentlich weniger stylischen Varianten sind die Kosmetikschwämmchen zu empfehlen. Bevor man das Make-up aufnimmt, feuchtet man den Schwamm leicht an, und tupft die Foundation mit leichtem Druck auf die Haut.

Aber auch der gute, alte Pinsel steht in der Gunst der Visagisten immer noch ganz oben. Bei der Auswahl des Pinsels gilt: Flache Pinsel (z.B. Pinceau fond de Teint von Clarins aus Hightech-Kunsthaar, um 26 €) sind ideal, um mit flüssigem Make-up ein ebenmäßiges und präzises Finish zu erreichen. Dafür wird die Foundation an Kinn, Stirn und Wangen aufgetragen. Den Rest verteilen Sie von innen nach außen. An Hals und Ohren wird sanft ausgeblendet. Auch kompakte Pinsel (z.B. Perfect Foundation Brush von Shiseido aus Kunsthaar, um 33 €) mit breiter, kurzer Oberfläche verteilen flüssige oder kompakte Foundation zu einem makelosem Teint. Tipp: Massieren Sie die Foundation mit kreisenden Bewegungen ein. Um alle Unebenheiten abzudecken, gehen Sie zum Schluss mit tupfenden Bewegungen von der Nase aus mehrmals über das Gesicht. Wichtig: Pinsel, die täglich in Gebrauch sind, sollten einmal wöchtentlich gereinigt werden. Zum Beispiel mit Reinigungsseife von Da Vinci (40 g kosten um 7 €). Für losen Puder verwendet man am besten einen Kabuki-Pinsel.

Kann man Foundation mit den Fingern auftragen?

Klares Ja, die Fingerspitzen sind sogar die beste Methode zum Verteilen von Flüssig-Make-up! Sie haben nämlich den unschlagbaren Vorteil, dass sie warm sind, wodurch sich die Foundation ideal mit der Gesichtshaut verbinden kann.

Die richtige Foundation zum eigenen Hautton zu finden, kann mitunter ein schwieriges Unterfangen werden. Aber hat man erstmal den richtigen Ton, lässt sich das Make-up mit unseren Tipps im Nu so auftragen, dass keiner sieht, dass Sie überhaupt Foundation tragen. Komplimente wie "Wow, hast du tolle Haut!“ sind Ihnen dann sicher!

16.01.2018| © womenshealth.de
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