Pole Dance 7 Gründe, warum Sie Pole Dance ausprobieren sollten

Beim Pole Dance kommen Sie richtig ins Schwitzen!

Bei Pole Dance denken Sie sofort an verruchte Nachtclubs? Unsinn. Wir zeigen, warum auch Sie sich "an die Stange“ wagen sollten

Pole Dance liegt voll im Trend. Die aus Amerika und Australien stammende Sportart hat es längst aus dem Stripclub in die Mitte der Gesellschaft geschafft. Mit akrobatischen Elementen und eleganten Bewegungen begeistert der Tanz an der Stange inzwischen viele Fans. Und das aus gutem Grund. Nele Sehrt, Inhaberin und Ausbilderin des Aerial Dance Centers in Hamburg sowie Guinness World Record Halterin im "Inverted Pole Climbing“ erklärt, warum auch Sie Pole Dance testen sollten.

1. Pole Dance ist für alle geeignet

Pole Dance ist die perfekte Sportart für alle, die Kraft aufbauen möchten, beweglicher werden wollen oder einfach Lust auf akrobatisches Tanzen haben. Wichtig ist nur, dass Sie als Anfängerin eine Trainerin finden, die Ihnen den Sport Schritt für Schritt beibringt. "Sie sollten darauf achten, dass die Trainerin erfahren ist, da es in Deutschland keine staatlich anerkannte Ausbildung zur Pole Dance Trainerin gibt“, betont die Expertin. Schauen Sie zu Beginn explizit nach Kursen für Anfängerinnen. Außerdem ist es von Vorteil, wenn Sie schon einmal Yoga gemacht haben, da Sie beim Tanz an der Stange Ihren gesamten Körper mobilisieren. Gerade für sportlich Fortgeschrittene bietet Pole Dance ein anspruchsvolles Workout. "Ab dem mittleren Level bewegen Sie sich im Leistungssportbereich“, sagt Sehrt.

2. Pole Dance ist vielseitig

Pole Dance ist eine facettenreiche Sportart. Sie können zum Beispiel um die Stange herum tanzen oder "invert“ gehen, also die Beine kopfüber nach oben strecken. Nele Sehrt betont: "In einem Pole Studio gibt es Kurse, die auf verschiedene Vorlieben abgestimmt sind.“ Sie wollen Ihre Technik verbessern? Dann ist der "Art of Pole“-Kurs das Richtige. Möchten Sie lernen, sich lasziv zu bewegen? Dann besuchen Sie den "Bad Girls“-Kurs, bei dem sexy Bewegungen im Vordergrund stehen. Zudem entwickeln sich ständig neue Stilrichtungen, zum Beispiel "Pole Fitness“: Dieser Style ähnelt rhythmischer Sportgymnastik. Hierbei stehen einzelne akrobatische Figuren im Vordergrund. Sie können aber auch zuhause trainieren. Pole Dance Stangen gibt es fürs Wohnzimmer zu kaufen. Die 2 größten Anbieter in Deutschland sind Lupit Pole und X-Pole. Diese kosten 1 Euro pro Zentimeter. Deshalb ist es wichtig, die Deckenhöhe vorher auszumessen.

3. Pole Dance ist ein Ganzkörper-Workout

Die eleganten Bewegungen an der Stange sind vor allem eins: anstrengend. Sie kommen ordentlich ins Schwitzen! Ein guter Kurs fängt mit einem Warm-up an. Danach üben Sie verschiedene Tricks oder eine Choreographie und schließen mit einem Cool-down ab. Dabei werden Kraft, Beweglichkeit und Koordination gleichermaßen geschult.

Kraft-Effekt: Alle Muskelgruppen werden beim Pole Dance beansprucht, besonders der Oberkörper. Sie kräftigen sowohl Schultern als auch Arme, und beanspruchen Hüftbeuger sowie Bauchmuskeln. Außerdem verbessert sich Ihre Griffkraft durch regelmäßiges Training.

Beweglichkeits-Boost: Beim Pole-Dancing müssen Sie Ihren Körper in jede Richtung biegen. Es gibt Seitrotationen, Rückbeugen und Vorwärtsbeugen.

Koordinations-Kick: Durch das Erlernen von verschiedenen Choreographieren wird die Koordination gefördert. Müssen Sie zum Beispiel den linken Arm und das rechte Bein bewegen, wird es koordinativ schon anstrengend, gerade wenn Sie sportlich noch unerfahren sind.

4. Pole Dance kann Ihnen sogar beim Abnehmen helfen

Eine Stunde Pole Dance verbrennt bis zu 400 Kalorien. Aber Expertin Sehrt betont: "Sport formt den Körper, und durch die richtige Ernährung nehmen Sie ab.“ Deshalb sollten Sie Sport und eine gesunde Ernährung kombinieren. Pole Dance kann jedoch beim Abnehmen helfen, denn: Je mehr Muskelmasse vorhanden ist, desto mehr Kalorien verbrennt der Körper auch im Ruhezustand. Und wenn Ihnen der Sport auch noch Spaß macht: Umso besser!

Pole Dance fördert Koordination und Beweglichkeit. © Iryna Inshyna/ Shutterstock.com

5. Pole Dance verbessert das Körpergefühl

Als "Polerina“ tanzen Sie aufrechter durchs Leben! Beim Pole Dance arbeiten Sie grundsätzlich gelenksnah und haken sich mit dem Knie oder Innenschenkeln an die Stange. Allerdings ist das Übungssache: Durch eine falsche Technik kommt es bei Anfängerinnen zu Beginn zu blauen Flecken. Mit der Zeit werden diese aber weniger, denn: Wenn Sie Ihren eigenen Körper kennen, lernen Sie Ihre "Presspoints“ (Druckpunkte an der Stange) sicher einzusetzen. Auch Ihre Körperhaltung verbessert sich. Sehrt erklärt: "Beim Pole Dance achten wir zum Beispiel immer darauf, dass die Füße gestreckt sind. Das verlängert die Beine optisch und sorgt für eine aufrechte Haltung. Diese Haltung überträgt sich dann auch auf den Alltag.“

6. Pole Dance fördert soziale Kontakte

Sie sind neu in der Stadt und möchten nette Menschen kennenlernen? Dann ist Pole Dance genau der richtige Sport! Anders als in den meisten Fitnessstudios bieten Pole Studios eine Community mit familiärer Atmosphäre. Pole Dance wird in kleinen Gruppen unterrichtet. Sie finden sofort Anschluss. "Unser Studio ist wie ein großes Wohnzimmer, wo Sie sich auch nach dem Training zusammensetzen und unterhalten können“, sagt Sehrt.

7. Pole Dance macht Spaß

Das ist das wichtigste Argument, um mit Pole Dance anzufangen. Gerade im Freizeitsport ist es das Wichtigste Spaß mitzubringen und neugierig zu sein. "Wenn Sie Lust aufs Tanzen haben und Choreographien lernen möchten, geht Ihnen da das Herz auf. Pole-Dancing ist die schönste Art ist, den Boden unter den Füßen zu verlieren“, schwärmt die Trainerin.

Hier noch 4 Tipps für Pole-Dance-Anfängerinnen:

1. Auf den Körper hören

Wenn Sie die Technik nicht beherrschen, streikt Ihr Körper irgendwann. Tasten Sie sich deshalb langsam ans Tanzen an der Stange heran, sonst können Sie sich leicht verletzen.

2. Die richtige Kleidung tragen

Tragen Sie immer eine kurze Hose, denn die bloße Haut sorgt für mehr Halt an der Stange. Je höher das Kurslevel ist, desto mehr Körperkontakt haben Sie mit der Stange. Ab dem mittleren Level gibt es viel Berührung mit der Taille. Deshalb sollte dann auch der Bauch frei sein. Ansonsten ist es ratsam barfuß zu trainieren. Bei manchen Choreographien sind jedoch High Heels Pflicht. Es gibt spezielle Pole Dance High Heels mit Gummisohle, damit der Boden nicht zerkratzt.

Wenn Sie "invert" gehen, strecken Sie die Beine kopfüber nach oben. © Iryna Inshyna/ Shutterstock.com

3. Für den richtigen Grip sorgen

Damit Sie nicht von der Stange rutschen gibt es spezielle Tricks. Es hilft, wenn Sie Ihre Beine mit Rasierschaum eincremen oder Haarspray auf Ihren Körper sprühen. Sie können auch Hände und Pole Dance Stange mit Magnesia einreiben.

4. Nicht Duschen

Klingt komisch, hilft aber. Wir meinen natürlich: VORHER! Sprich: Gehen Sie nicht frisch geduscht, rasiert oder eingecremt zum Training, da Sie sonst von der Stange rutschen.

Pole Dance bietet eine super Mischung aus Kraft- und Beweglichkeitstraining, kombiniert mit grazilen Tanzelementen. Ihr ganzer Bewegungsapparat wird von Kopf bis Fuß gefordert. Genau deshalb ist die Sportart so erfolgreich. Probieren Sie es ruhig mal aus und starten Sie Ihr All-in-One-Workout an der Stange!

07.09.2018| Susan Kesselring © womenshealth.de
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