Wiederverwendbare Wattepads Nachhaltig abschminken mit waschbaren Kosmetikpads

Nachhaltig abschminken mit waschbaren Kosmetikpads
Es lohnt sich, auf Wattepad-Alternativen umzusteigen. © PR / Waschies

Kennst du wiederverwendbare Wattepads? Wir verraten, wie du deine Beauty-Routine damit ein gutes Stück nachhaltiger machst

Überlegst du auch oft, wie du mit kleinen Veränderungen die Müllmenge in deinem Haushalt reduzieren kannst, um der Umwelt etwas Gutes zu tun? Wenn ja, dann haben wir einen Vorschlag für dich: Waschbare Abschminkpads.

Versprochen: An kaum einer anderen Stelle kannst du bei deiner Beauty-Routine leichter unnötigen Müll sparen. Was sich dahinter verbirgt, welche Vorteile die Wattepad-Alternative mit sich bringt und wie du die wiederverwendbaren Pads richtig benutzt, verraten wir hier.

Was ist ein wiederverwendbares Wattepad?

Kurze Bilanz: Wie viele Wattepads benutzt du im Schnitt, um dich abends abzuschminken? Selbst wenn es jeden Tag nur eines ist, sammelt sich im Monat schon eine stattliche Summe im Badezimmer-Mülleimer an. Vollkommen verständlich, denn sie sind praktisch, sanft und gut verträglich. Womit solltest du auch sonst Mascara und Co wieder abbekommen? Tja, zum Beispiel mit wiederverwendbaren Wattepads.

Diese nachhaltigen Wattepads sind üblichen Kosmetikpads sehr ähnlich: Sie sind klein, weiß, rund und beide Seiten sind verwendbar, nachdem sie mit einem Reiniger durchtränkt sind. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: Du musst sie nicht wegwerfen, sondern kannst sie ganz einfach auswaschen.

Achtung: Der Name trügt etwas, denn wiederverwendbare Wattepads bestehen gar nicht aus Watte, sondern meist aus einer Art Frottee-Stoff. Sie sind also eine Art Mini-Waschlappen, erhältlich aus Baumwolle, Polyester oder Bambus.

Wo kann ich die wiederverwendbaren Kosmetikpads kaufen?

Zahlreiche Hersteller bieten die nachhaltigen Pads an. Bekannt aus "Die Hohle der Löwen" sind zum Beispiel die Waschies (3 Stück für 13 Euro über amazon.de). Die großen Pads ähneln flauschigen Waschlappen und reinigen das Gesicht sogar ohne Waschlotion gründlich.

Auch EcoYou hat die Zero-Waste-Wattepads im Angebot: 10 farbige Baumwollpads für 20 Euro inklusive Wäschenetz und Hautpflege-Guide (amazon.de). Mittlerweile sind aber auch die klassischen Drogeriemärkte auf den Trend aufmerksam geworden – einfach beim nächsten Einkauf mal die Augen offenhalten.

Wie wende ich ein waschbares Abschminkpad richtig an?

Vieles musst du hier nicht beachten. Befeuchte wie gewohnt das Abschminkpad mit deinem Gesichtswasser, deinem Make-up-Entferner oder einem Öl deiner Wahl und fahre damit sanft über dein Gesicht. Du wirst merken, großartig anders ist es nicht.

Wichtig ist es, die wiederverwendbaren Abschminkpads nicht mehrmals hintereinander zu benutzen, sondern nach dem Gebrauch auf jeden Fall zu waschen. Auf keinen Fall unausgewaschen mehrfach verwenden. Sonst werden die Pads nämlich schnell zur Brutstätte für Bakterien, und es drohen fiese Pickel. Muss ja nicht sein!

Wie reinige ich die Pads richtig?

Ganz einfach: Entweder per Hand oder in der Maschine. Für Variante 1 kannst du die feuchten Pads mit Seife einreiben und mit warmem Wasser ausspülen. Danach gut auswringen und zum Trocknen aufhängen.

Alternativ kannst du die Pads auch in einem Waschbeutel sammeln und dann einfach zusammen mit Handtüchern in der Waschmaschine waschen. Die Kosmetikpads können nämlich auch bei bis zu 60 Grad gewaschen werden. Und schon sind sie wie neu.

Tipp: Vor allem bei sensibler Haut solltest du die Pads auch vor (!) der ersten Anwendung in der Maschine waschen.

Welche Vorteile haben die waschbaren Kosmetikpads?

Hier sind noch einmal alle Plus-Punkte der Öko-Tupfer auf einen Blick:

  • Ein großer Pluspunkt von waschbaren Reinigungspads ist natürlich ihre Umweltfreundlichkeit. Durch die lange Haltbarkeit wird kein bzw. kaum Müll produziert.
  • Die Flüssigkeit wird von den wiederverwendbaren Wattepads zwar aufgenommen, aber nicht wie bei den üblichen Kosmetikpads teilweise zu stark aufgesogen. Dadurch musst du viel weniger Reiniger verwenden, und deine Produkte halten länger.
  • Waschbare Wattepads haben sehr weiche Fasern und eignen sich so ideal bei empfindlicher Haut. Aber auch für jeden anderen Hauttypen.
  • Auch dein Geldbeutel wird geschont. Zwar sind die Pads in der Anschaffung erstmal teurer: Auf Dauer rechnet sich der Preis aber, weil du nicht ständig nachkaufen musst.

Welche Nachteile haben die Pads?

  • Der Nachschub kommt nicht einfach frisch aus der Packung, du musst selbst dafür sorgen, indem du die Pads wäscht oder gelegentlich auch mal per Hand reinigst. Eine Packung reicht in der Regel für eine Woche.
  • Je nachdem wie oft du Wäsche wäscht, musst du vielleicht mehrere Packungen Pads kaufen.

Nachhaltige Abschminkpads selbst machen – geht das?

Klar kannst du das! Und das ist lange nicht so aufwendig wie es klingt und am Ende sogar noch nachhaltiger, weil du alte Kleidung und Handtücher dafür upcyclen kannst. Im Folgenden findest du unsere Anleitung für selbstgemacht Kosmetikpads.

Was du für selbst gemachte Abschminkpads brauchst:

  • ein altes Handtuch
  • ein altes T-Shirt
  • einen Stift
  • eine Tasse oder einen Becher als Schablone
  • Nähzeug oder eine Nähmaschine

Und so geht‘s: Stelle zu aller erst die Tasse oder den Becher auf das Handtuch und zeichne mit dem Stift einen Kreis darum. Schneide dann diesen aus. Dasselbe machst du danach mit dem T-Shirt.

Wenn du beide Kreise fertig ausgeschnitten hast, kannst du diese entweder mit Nadel und Faden oder mit einer Nähmaschine an den Rändern zusammennähen. Am besten eignet sich dafür ein Zick-Zack-Stich. So wird die Naht besonders stabil.

Sollten hinter der Naht noch ausgefranste Ränder überstehen, kannst du diese vorsichtig mit einer Schere abschneiden. Die Frotteeseite eignet sich gut zum Peelen, die feine Seite, um Augen-Make-Up zu entfernen.

Tipp: Nach dieser Anleitung weitermachen, bis du den gesamten Stoff von Shirt und Handtuch aufgebraucht hast. So hast du immer genügend Pads zum Wechseln griffbereit.

Waschbare Reinigungspads sind hautschonend und nachhaltig. Sie sind letztlich sogar billiger als herkömmliche, vor allem wenn du die Pads selbst machst. Damit sind sie eine geniale Alternative zum handelsüblichen Wegwerfprodukt, die du auf jeden Fall einfach mal ausprobieren solltest.

20.11.2019| Alexa Heyn © womenshealth.de
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