Hautprobleme durch Stress: Die besten Entspannungstipps für den Teint Ron Lach / Pexels.com

▷ Hautprobleme durch Stress

Pickel durch Stress Das hilft bei Stresspickeln, trockener Haut und Co

To-Dos ohne Ende, Streit, wenig Schlaf: Alles, was dich stresst, kann sich auch an deiner Haut zeigen. Was du tun kannst, um deinen Teint zu entspannen

Die Haut ist der Spiegel der Seele – ein Sprichwort, das nicht von ungefähr kommt. Studien zeigen eine klare Verbindung zwischen Stress und Hautproblemen. "Haut und Psyche sind eng miteinander verknüpft", weiß Psychodermatologin Dr. Alia Ahmed. Die beratende Hautärztin der angesagten Beauty-Marke Skin Proud, hat sich auf das Zusammenspiel zwischen Unwohlsein und Hautproblemen spezialisiert.

Die Expertin weiß: "Bei kurzfristigem Stress, beispielsweise durch Prüfungsangst, reagieren viele mit Rötungen, Juckreiz und vermehrtem Schwitzen. Halb so wild, das geht vorbei, sobald die Anspannung nachlässt. Problematisch für die Haut ist anhaltender Stress." Psychologischer Stress hat Studien zufolge das Potenzial, die Haut nachhaltig zu verändern. Warum das so ist und was du – abgesehen von Stressreduktion – für deine Haut tun kannst, verraten wir dir hier.

Warum hat Stress so einen starken Einfluss auf die Haut?

Das liegt wie so oft an den Hormonen. "Bei Stress schüttet das Gehirn Hormone aus, die im ganzen Körper – also auch in der Haut – Entzündungen auslösen können. Ganz vorn mit dabei ist das Stresshormon Cortisol, das bekanntermaßen das Immunsystem beeinflusst. Passiert das über einen längeren Zeitraum hinweg, werden die Abwehr- und Selbstheilungskräfte der Haut geschwächt." Die Auswirkungen können variieren:

  • trockene Haut
  • Juckreiz
  • Pickel
  • frühzeitige Hautalterung
  • Pigmentstörungen

Auch Hautkrankheiten wie eine Schuppenflechte, Akne und Neurodermitis kann Stress extrem triggern. In solchen Fällen solltest du nicht selbst herumexperimentieren, sondern schnell eine dermatologische Praxis aufsuchen.

Wie schaffe ich es, dass Stress meiner Haut nicht schadet?

Der effektivste Weg, deine Haut zu entspannen, ist natürlich, Stress zu reduzieren. Davon profitiert der gesamte Organismus und auch deine mentale Gesundheit. Wie’s klappen kann, verraten wir weiter unten. Leider ist entschleunigen im Alltag nicht immer möglich. Hautexpertin Dr. Ahmed empfiehlt deshalb, die Haut in stressigen Phasen, die sich nicht umgehen lassen, mit der richtigen Pflege zu unterstützen. Ihre wichtigsten Anti-Stress-Tipps für den Teint:

  1. Gut essen: Klingt banal. Aber eine ausgewogene Ernährung hilft, die Stressresilienz des Körpers zu verbessern. Mit diesen Lebensmitteln ist der Stress gegessen.
  2. Viel Trinken. Am besten mindestens 2,5 Liter am Tag, damit die Haut nicht dehydriert.
  3. Gründlich reinigen: Auch wenn du dafür gerade eigentlich keine Zeit hast. Ein Reinigungsgel mit integriertem Säure-Peeling wie dieses von REN beugt verstopften Poren vor. So haben Stresspickel keine Chance!
  4. Antioxidanzien auftragen: Ein Vitamin-Serum wie dieses von Pixi unterstützt die geschwächten Abwehrkräfte gestresster Haut.
  5. Niacinamid verwenden: Eine Pflege mit dem Trend-Wirkstoff (mehr darüber hier) hilft, Entzündungen zu reduzieren und die Hautbarriere zu stärken. Dr. Ahmed empfiehlt die hauseigene Nachtpflege von Skin Proud.
  6. Viel Schlafen: Während du schläfst, läuft die Zellteilung auf Hochtouren. Deine Haut und dein gesamter Organismus stecken stressige Tage so viel leichter weg.

Stress macht alt! Aber wieso eigentlich?

Die sprichwörtlichen Sorgenfalten gibt's tatsächlich! Wer dauerhaft viel Stress hat, altert schneller. Um zu erklären, warum das so ist, muss Dr. Ahmed etwas ausholen: "Ein dauerhaft erhöhter Cortisol-Spiegel lässt sogenannte Glucocorticoide ansteigen. Das sind Steroidhormone, welche die körpereigene Produktion von Hyaluron und Elastin drosseln. Hyaluron und Elastin halten die Haut elastisch und fest – produziert der Körper weniger davon, was im Alter automatisch passiert, entstehen Falten und die Haut erschlafft."

Hyaluron hält aber nicht nur straff. Der körpereigene Feuchtigkeitsbinder sorgt auch dafür, dass die Haut nicht austrocknet. Fehlt Hyaluron, kann die Haut spannen, schuppen und jucken. Manchmal ist aber auch das Gegenteil der Fall: Die Haut wird ölig und es entstehen Pickel.

Wieso bekomme ich bei Stress Pickel?

"Unter Stress werden verschiedene Neuropeptide im Körper ausgeschüttet. Diese stimulieren die Talgdrüsen und wirken entzündungsfördernd", weiß die Psychodermatologin. Wer ohnehin zu Unreinheiten neigt oder eine Akne hat, reagiert deshalb schnell mit Stresspickeln. Hier findest du 7 Tipps, die dich sofort entspannter machen.

Woher weiß ich, ob meine Hautprobleme vom Stress kommen?

Dr. Ahmeds einfacher Rat: Frag dich mal, wie deine Haut aussieht, wenn du keinen Stress hast. Zum Beispiel im Urlaub. Ist dein Hautproblem dann besser oder sogar ganz beseitigt, kannst du dir die Frage schnell beantworten. In anderen Fällen hilft ein Gang in eine Dermatologie-Praxis.

Wie kann ich Stress reduzieren?

Meditieren, Sport machen, mit anderen reden – all das kann helfen. Allerdings funktioniert nicht jede Methode für alle gleich gut. "Es gilt einen Weg zu finden, der dir Spaß macht – damit du es auch regelmäßig tust. Denn die Kontinuität ist beim Stressmanagement der Schlüssel zum Erfolg."

Es nützt also nichts, dich zum Meditieren zu zwingen, wenn du das überhaupt nicht magst. Eine Auswahl von Anti-Stress-Sportarten haben wir hier für dich zusammengestellt. Dr. Ahmed empfiehlt außerdem Apps wie Headspace und Selbsthilfe-Websites. In Deutschland gibt es zum Beispiel Selfapy, das erste erstattungsfähige Onlineangebot für mentale Gesundheit.

Mit einer ausgeklügelten Pflegeroutine bestehend aus gründlicher Reinigung, Säuren, Antioxidanzien und CBD geht Stress bald spurlos an deiner Haut vorbei. Trotzdem solltest du versuchen, Stress so gut es geht zu reduzieren. Denn er ist nicht nur für deine Haut, sondern die gesamte physische und psychische Gesundheit Gift.

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