Tipps gegen trockene Haare Look Studio / Shutterstock.com

Pflege für trockenes & strapaziertes Haar

Trockene Haare Pflege-Tipps für trockenes und strapaziertes Haar

So bringst du stumpf aussehendes, zu Spliss neigendes, trockenes Haar wieder zum Glänzen

Bei dir ist jeden Tag "Bad Hair Day"? Deine Haare sind strohig, störrisch und glanzlos? Die Enden sind splissig? Dann produzieren entweder deine Talgdrüsen zu wenig Fett oder du behandelst dein Haar falsch. Oder sogar beides.

Aber du darfst jetzt nicht verzweifeln! Durch richtige Pflege und ein besseres Styling bekommst du deine Haarprobleme wieder in den Griff.

Der Unterschied zwischen trockenem und strapaziertem Haar

Es kommt auf innere und äußere Werte an: Während trockenes Haar von der Wurzel mit zu wenig Fett versorgt wird, ist strapaziertes Haar durch äußere Einflüsse geschädigt, zum Beispiel durch Färben, Dauerwelle, heißes Föhnen, Lockenstäbe, Glätteisen, Sonne oder Salzwasser. Die schützende Schuppenschicht liegt nicht mehr eng am Haarschaft an, und Feuchtigkeit geht nach außen verloren.

In beiden Fällen wird das Haar porös und spröde. Besonders an den Enden sieht das Haar fisselig aus und spaltet sich. Das nennt man Spliss. Einmal gespalten, droht der Spalt von der Haarspitze zum Haaransatz zu wandern.

Unser Pflege-Tipp: Möglichst sanft und sparsam bürsten, um weiteres Aufrauen zu vermeiden. Regelmäßige Kopfhautmassagen mit einer extra-sanften Spezialbürste wie dieser von Zoë Ayla fördern die Durchblutung und kurbeln die Talgproduktion an.

Das richtige Shampoo für kaputte Haare

Shampoos für trockenes Haar enthalten meist weniger austrocknende Schaumbildner und dafür mehr Kokosbetain. Das ist eine Reinigungssubstanz, die aus Fettsäuren der Kokosnuss hergestellt wird – sie säubert das Haar und mildert außerdem die austrocknende Wirkung der Schaumbildner deutlich ab. Hinzu kommen zusätzliche Pflegestoffe wie etwa Pflanzenöle. Repair-Substanzen versorgen das Haar mit Feuchtigkeit, füllen poröse Stellen auf und schützen vor dem Austrocknen.

Unser Wasch-Tipp: Unangefochtener Shampoo-Favorit für trockenes Haar ist "Like a Virgin" von Coco & Eve. Deutlich günstiger gibt's das Feuchtigkeits-Aufbau Shampoo von GUHL, das die strohiges Haar in Kombi mit dem passenden Conditioner richtig schön weich macht. Und aus dem Naturkosmetik-Regal empfehlen wir dir das Repair & Pflege Shampoo von Lavera.

Übrigens: Viele Menschen versuchen aktuell ganz auf konventionelles Shampoo zu verzichten - in der Hoffnung, vor allem Haaren damit langfristig etwas Gutes zu tun. Der Trend nennt sich "No Poo". Ob Haare waschen ohne Shampoo trotzdem sauber macht? Wir haben Shampoo-Alternativen getestet.

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Jede Wäsche entfernt schützende Fette. Trockenes Haar solltest du besser nicht täglich waschen

Welche Produkte helfen bei trockenem oder strapaziertem Haar?

Die meisten Pflegeprodukte sind sowohl für trockenes als auch für strapaziertes Haar zugeschnitten. Viele Friseurmarken machen jedoch einen feinen Unterschied, um die einzelnen Probleme noch gezielter angehen zu können: Trockenes Haar erhält zum Beispiel feuchtigkeitsbindende Lipide, strapaziertes Haar wird an den geschädigten Stellen repariert. Dafür enthalten Repair-Produkte vor allem viel Proteine, die kaputten Haaren durch Hitze, Färben und Co entzogen wurden.

Unser Repair-Tipp: Zur Pflege strapazierter Haare empfehlen wir die Dream Length Serie von L'Oréal Paris und, wenn dich der hohe Preis nicht abschreckt, die Acidic Bonding Concentrate Pflege-Serie von Redken.

Warum sollte ich trockene Haare nicht zu häufig oder zu heiß waschen?

Jede Wäsche entfernt schützende Fette. Daher sollte trockenes Haar besser nicht täglich gewaschen werden. Den Temperaturregler bei der Wäsche möglichst auf handwarm drehen, denn zu heißes Wasser entzieht noch mehr Fett und laugt das Haar unnötig aus.

Unser Hausmittel-Tipp für glänzende Haare: Abschließend die Längen mit kaltem Wasser spülen, das glättet die Haaroberfläche. So wird das Licht besser reflektiert. Zwischen den Wäschen kannst du mit Trockenshampoo tricksen. Die besten Trockenshampoos haben wir hier zusammengestellt.

Wenn möglich, nur den Ansatz waschen

Sind vor allem deine Haarenden trocken und spröde, hilft langfristig eine Anti-Spliss-Wäsche. Der Schaum, der beim Ausspülen in die Spitzen gelangt, reicht zur Reinigung vollkommen aus. Weil den Längen dadurch nicht unnötig Fett entzogen wird, bleiben die Haare auf Dauer gesünder.

Unser Tipp zur Anti-Spliss-Wäsche: Dafür das Shampoo in einem Becher mit der gleichen Menge Wasser mischen und einen Klecks davon nur in den Haaransatz geben. Mit etwas Wasser aufschäumen, ausspülen – fertig.

Bekomme ich durch Spülungen und Kuren spröde Haare weich?

Nach dem Waschen ist das Haar zehnmal empfindlicher als vorher – deshalb solltest du beim Kämmen nicht daran ziehen und zerren, auch wenn wenig Zeit ist. Spülungen und Intensivkuren zum Einwirken enthalten meist eine Mischung aus Proteinen, Feuchtigkeits- und Fettsubstanzen.

Sie geben dem Haar verlorenes Fett und Feuchtigkeit zurück, legen einen hauchfeinen Schutzfilm um jedes einzelne Haar, kitten brüchige Stellen und glätten so die äußerste Schuppenschicht der Haare (die bestehen ja wie Tannenzapfen aus aufeinander liegenden Schuppen). Sie reflektieren wieder Licht und glänzen dadurch. Auch der Kamm kann nun ohne Widerstand hindurchflutschen.

Gespaltene Haarspitzen brauchen eine Extra-Behandlung

Da die Haarenden am ältesten sind und schon am meisten mitgemacht haben, benötigen sie eine besondere Pflege. Haarspitzenfluids und -Öle kitten gespaltene Spitzen zumindest eine Weile und verhindern, dass Spliss nach oben wandert. Die Haare sehen dadurch auch insgesamt weniger strohig aus.

Unser Haarspitzen-Tipp: Wir empfehlen das Serum Head Mistress Cuticle Sealer von Evo. Einfach nach jeder Wäsche ein oder zwei Tropfen in die Enden massieren. Klingt wenig, aber das Fluid ist ausgesprochen ergiebig.

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Hitze trocknet die Haare besonders schnell aus. Deshalb lieber natürliche Wellen tragen als täglich glätten

Vorsicht, Hitze ist der größte Feind trockener Haare!

Wenn du es nicht gerade sehr eilig hast, solltest du dein Haar an der Luft trocknen lassen. Die luftgetrocknete Wellenstruktur ist gerade ohnehin viel angesagter als aalglatt geföhnte oder voluminöse Haare.

Unser Föhn-Tipp: Maximal auf mittlere Wärme- und niedrigste Gebläsestufe einstellen. Denn heiße Föhnluft trocknet die Haare noch mehr aus. Den Föhn mit mindestens 15 cm Abstand vom Kopf halten (näher ist laut einer Studie schädlich) und das Haar dabei immer von oben nach unten durchkämmen. Das schließt die Schuppenschicht und sorgt für zusätzlichen Glanz. Schaumfestiger und Föhnlotionen mit integriertem Hitzeschutz bewahren das Haar beim Föhnen vor Austrocknung. Ja, Hitzeschutz braucht man auch bei mittlerer Wärmestufe. So föhnst du deine Haare wie ein Profi.

Wichtig: Verzichte eine Weile auf Glätteisen, Lockenstäbe oder Heizwickler. Außerdem solltest du dein Haar im Sommer mit einem Hut oder Tuch vor der Sonne schützen oder einen UV-Schutz auftragen. Denn auch Sonnenstrahlen können die Haare austrocknen.

Stylingprodukte für trockenes und strapaziertes Haar

Wenn du sehr widerspenstiges, krisselndes oder fliegendes Haar hast, kannst du versuchen, es mit einer Anti-Frizz-Lotion oder einem Anti-Frizz-Serum zu bändigen. Anti-Frizz-Produkte enthalten meist einen Hitzeschutz und sorgen dafür, dass die Haare beim Föhnen nicht unnötig austrocknen. Probiere doch mal eines dieser Anti-Frizz-Produkte aus unserem Redaktionstest.

Bei Stylingprodukten solltest du fetthaltige Produkte wie Wachs oder Gelwachs bevorzugen. Ganz wichtig: Style unbedingt alkoholfrei! Denn bestimmte Alkohol-Arten in Haarspray, Schaumfestiger, Gel & Co können das Haar noch mehr austrocknen. Deshalb vorsichtshalber lieber komplett darauf verzichten! Und lieber auf Produkte mit pflegenden Ölen setzen. Apropos: So gut pflegt Rizinusöl Ihre Haare

Was der Friseur bei kaputten Haaren tun kann

Trenne dich notfalls von ein paar Zentimetern Haar, ohne Spliss sehen die Haare immer viel gepflegter und dicker aus. Viele Salons bieten einen Schnitt mit der „Heißen Schere“ an. Durch die Hitze werden die Haarspitzen versiegelt und spalten sich nicht so schnell wie sonst. Das wirkt allerdings nur bei regelmäßiger Wiederholung.

Unser Profi-Tipp: Gleich 6 Monate Ruhe vor Spliss und störrischem Haar verspricht eine Keratinbehandlung beim Haarprofi. Mit 200 bis 300 Euro ist diese Anwendung allerdings nicht ganz billig. Wenn du jetzt schon den Friseurbesuch planst, guck dir vorher unbedingt noch die Trend-Haarschnitte an.

Trockene Haare brauchen sanfte Fürsorge. Pausiere mit Farbe und Hitzestyling und trenne dich vom Spliss! Wasche deine Haare wenn möglich nicht täglich und nur die fettigen Ansätze. Verwende immer eine Spülung und ein Haaröl, lasse die Haare ohne Föhn trocknen. Es lohnt sich – versprochen!

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