Superman: So helfen dir Rückenstrecker und andere Hyperextensions

Hyperextension: Rückenstrecker
Superman richtig machen – starkes Training für Rücken und Core

Übungen von A–Z
ArtikeldatumZuletzt aktualisiert am 17.02.2026
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Superman - Übung
Foto: gettyimages/bluecinema

Die Superman-Übung, auch bekannt als Rückenstrecker, ist eine der besten Übungen, um deine Rückenmuskulatur gezielt zu stärken.

Summary

  • Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene
  • MET-Wert: 3,5–4,5
  • Hauptregion: Rücken
  • Equipment/Hilfsmittel: Matte; optional: leichte Kurzhanteln oder Widerstandsbänder

Was ist Superman und warum ist der Rückenstrecker so effektiv?

Die Superman-Übung, oft auch als Rückenstrecker bezeichnet, ist eine klassische Bodyweight-Übung, die gezielt die Muskulatur des unteren Rückens, der Gesäßmuskeln und des Rumpfes stärkt. Sie gehört zu den fundamentalen Übungen, wenn es darum geht, die Wirbelsäule zu stabilisieren und die Körperhaltung zu verbessern.

Bei der Ausführung liegst du flach auf dem Bauch und hebst Arme und Beine gleichzeitig leicht vom Boden ab, sodass nur Bauch und Becken den Kontakt halten. Diese Position sieht aus, als würdest du wie ein Superheld durch die Luft fliegen, daher der Name "Superman".

Du willst einen starken, definierten Rücken und gleichzeitig eine bessere Haltung? Dann ist die Superman-Übung dein Gamechanger! Sie ist simpel, aber extrem effektiv und das Beste: Du brauchst keine Geräte, nur ein bisschen Platz auf dem Boden. Viele Frauen trainieren vor allem Bauch und Beine, aber der Rücken wird oft vernachlässigt. Genau hier setzt die Superman-Übung an. Sie verbessert deine Optik und macht dich im Alltag spürbar stärker und schmerzfreier.

Diese Muskeln werden beansprucht

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Die Superman-Übung ist klein, aber mächtig. Obwohl sie auf den ersten Blick simpel aussieht, aktiviert sie eine ganze Kette an Muskeln, die für deine aufrechte Haltung und eine schmerzfreie Wirbelsäule verantwortlich sind.

Primäre Muskelgruppen:

  • Rückenstrecker (M. erector spinae): Diese Muskelgruppe verläuft entlang deiner Wirbelsäule. Sie ist der Hauptakteur, um deinen Oberkörper aufzurichten und stabil zu halten.
  • Tiefe Rückenmuskulatur (Mm. multifidi): Das sind die "heimlichen Helden". Diese kleinen Muskeln liegen direkt an den Wirbeln und sorgen für die Feinjustierung und Stabilität deiner Wirbelsäule.
  • Großer Gesäßmuskel (M. gluteus maximus): Dein Po arbeitet aktiv mit, um deine Beine anzuheben und dein Becken zu stabilisieren.

Unterstützende Muskeln (Stabilisatoren):

  • Hintere Schulter und Trapezmuskel: Sie sorgen dafür, dass deine Arme in der Luft bleiben und deine Schulterblätter stabil fixiert sind.
  • Oberschenkelrückseite (Hamstrings): Unterstützen den Gesäßmuskel dabei, die Beine gestreckt anzuheben.
  • Core-Muskulatur (M. transversus abdominis): Durch gezieltes Core Bracing (Bauch festmachen) schützt dein Rumpf die Lendenwirbelsäule vor übermäßigem Druck und verhindert ein unkontrolliertes Hohlkreuz.

Warum das wichtig ist: Ein starker Rücken bedeutet nicht nur eine schöne Figur, sondern auch weniger Verletzungsgefahr, bessere Haltung und mehr Power für andere Übungen.

MET-Wert und Kalorienverbrauch

Rückenstrecker-Training zählt zu den isometrischen Halteübungen, kombiniert mit dynamischen Elementen, wenn du sie abwechslungsreicher gestaltest. Mit einem MET-Wert von etwa 3,5–4,5 gehört sie zu den moderat intensiven Übungen. In der Praxis bedeutet das: Du verbrennst ungefähr 35–45 kcal in 10 Minuten, abhängig davon, ob du statisch hältst oder dynamische Wiederholungen einbaust.

Funktionale Alltagsvorteile

Die Superman-Übung sieht vielleicht simpel aus, fast als würdest du den Rücken dehnen, aber ihre Wirkung spürst du in deinem Alltag sofort. Ein starker Rücken ist nicht nur ein Schönheitsideal, sondern die Basis für ein schmerzfreies Leben.

Was bringt dir das konkret?

  • Bessere Haltung: Schluss mit dem Rundrücken! Durch den Aufbau der Rückenstrecker richtet sich deine Wirbelsäule auf, und du wirkst automatisch größer und aufrechter.
  • ckenschmerzen ade: Starke Muskeln entlasten die Wirbelsäule und beugen typischen Beschwerden im unteren Rücken vor.
  • Mehr Power im Alltag: Vom schweren Einkauf bis zum Spiel mit den Kindern – ein stabiler Core macht dich in allen Bewegungen sicherer.
  • Sportliche Performance: Ob beim Laufen, Yoga oder Krafttraining – ein kräftiger Rücken verbessert Technik und Ausdauer.

Nachteile von Superman

Die Superman-Übung führt häufig zu Überstreckung der Lendenwirbelsäule, da viele Frauen Beine und Arme zu hoch heben und so Druck auf den unteren Rücken erzeugen. Bei mangelnder Core-Spannung kompensiert die Wirbelsäule stark, wodurch Verspannungen entstehen können. Besonders für Frauen mit Rückenproblemen ist eine sanfte, kontrollierte Ausführung essenziell.

Die richtige Ausführung

Die Superman-Übung ist simpel, aber sie funktioniert nur richtig, wenn du sie sauber ausführst. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit oder Kraft, sondern um Kontrolle und bewusste Spannung. Stelle dir vor, du schwebst wie eine Superheldin durch die Luft, das ist das Bild, das dich durch die Bewegung trägt.

Wichtig zu beachten

  • Aktivierung: Nutze das Core Bracing – sprich: mache deine Mitte fest und drücke dein Schambein sanft in die Matte, um deinen unteren Rücken zu schützen.
  • Blickrichtung: Dein Blick zeigt Richtung Boden, nicht nach vorn.
  • ckkehr: Senke Arme und Beine langsam ab, ohne aber komplett zu entspannen, bleibe unter Spannung.
  • Atmung: Atme ruhig und kontrolliert, auch wenn es schwerfällt.

Dos und Don’ts

Der Superman ist keine Übung, bei der du einfach "drauflos fliegst". Kleine Fehler können den Trainingseffekt minimieren und deinen Rücken unnötig belasten. Damit du langfristig gesund und stark bleibst, hier die wichtigsten Regeln:

Die häufigsten Fehler und deren Lösung

Der Superman wirkt simpel, aber gerade bei scheinbar leichten Übungen schleichen sich oft Fehler ein. Viele Frauen denken: "Arme und Beine heben, fertig!" – doch genau das führt dazu, dass der Rücken nicht optimal trainiert wird oder sogar Beschwerden entstehen.

Hier sind die häufigsten Fehler und ihre Auswirkungen:

Checkliste für Anfänger

Die Superman-Übung sieht einfach aus – aber gerade als Anfängerin solltest du auf ein paar Basics achten. Denn hier gilt: Qualität vor Quantität. Nur wenn du die Technik beherrschst, holst du dir die maximalen Vorteile für einen starken, gesunden Rücken.

  • Sanft einsteigen: Starte ohne Zusatzgewicht und konzentriere dich auf die korrekte Bewegungsausfü
  • Kontrollierte Bewegungen: Kein Schwung, kein "Hochreißen". Hebe Arme und Beine bewusst an, halte die Spannung kurz und senke langsam wieder ab.
  • Atmung nicht vergessen: Ausatmen beim Anheben, einatmen beim Absenken. So bleibst du stabil und vermeidest unnötige Verspannungen.
  • Körperspannung aufbauen: Bauch leicht anspannen, um die Lendenwirbelsäule zu schützen.
  • Schmerz ist ein Warnsignal: Spürst du unangenehmes Ziehen im unteren Rücken? Dann Übung abbrechen und auf deine Technik achten.

Länge vor Höhe: Denke nicht daran, so hoch wie möglich zu kommen, sondern versuche, dich "lang" zu machen. Stell dir vor, jemand zieht dich an den Händen nach vorne und an den Füßen nach hinten

Varianten des Superman

Die klassische Superman-Position ist bereits effektiv, aber es gibt Varianten, die für Abwechslung sorgen und unterschiedliche Trainingsreize setzen. So bleibt dein Workout spannend und herausfordernd:

  • Klassischer Superman: Arme und Beine gleichzeitig anheben, kurz halten und kontrolliert absenken.
  • Alternierende Superman-Lifts: Hebe abwechselnd rechten Arm und linkes Bein, dann umgekehrt. Perfekt für Einsteiger und für mehr Fokus auf Stabilität.
  • Superman mit Pulsen: In der oberen Position kleine, sehr langsame und kontrollierte Bewegungen machen. Achtung: Nur für Fortgeschrittene mit extrem stabiler Core-Spannung geeignet.
  • Superman Hold (isometrisch): Halte die Spannung so lange wie mö Hier trainierst du pure Ausdauer in den Rückenmuskeln.
  • Superman mit Widerstandsband: Ein Band um die Handgelenke oder Knöchel erhöht den Widerstand und macht die Übung intensiver.

Übungen für zuhause

Das Tolle: Für den Superman brauchst du kaum Platz und keinerlei Equipment. Ein Teppich oder eine Matte reicht aus. So kannst du die Übung jederzeit in deinen Tag integrieren – ob morgens nach dem Aufstehen oder abends vor dem Schlafengehen. Vergiss den Rückenstrecker-Trainer, es geht so einfach ohne Geräte.

Ein Beispiel:

  • 3 Sätze à 10 Wiederholungen des klassischen Supermans
  • Danach 2 Sätze à 20 Sekunden Halteposition für den maximalen Core-Reiz

Wenn du fortgeschrittener bist, kombiniere den Superman mit einer Plank-Variante im Superset. Das gibt dir eine Ganzkörper-Core-Belastung und bringt deine Haltung auf das nächste Level.

Progressionsweg mit Tipps

Der Superman ist nicht nur eine "Hebe-und-halte"-Übung, sondern kann richtig herausfordernd werden, wenn du den Schwierigkeitsgrad clever steigerst. Der Schlüssel: kontrollierte Progression, damit du langfristig Kraft aufbaust und keine Schmerzen riskierst.

Level 1: Basis-Variante für Einsteigerinnen

Starte mit der klassischen Superman-Variante auf der Matte:

  • Bauchlage, Arme nach vorn, Beine gestreckt.
  • Hebe Arme, Beine und Brust leicht vom Boden.
  • Halte 10–15 Sekunden, dann langsam ablegen.
  • Ziel: 3 Sätze à 15 Sekunden halten.

Level 2: Haltezeit verlängern

Wenn 15 Sekunden leicht fallen, verlängere die Haltezeit:

  • 20–30 Sekunden pro Durchgang.
  • Konzentriere dich auf gleichmäßige Atmung und Spannung im Core.
  • Ziel: 3 Sätze à 30 Sekunden.

Level 3: Dynamische Wiederholungen

Statt nur statisch zu halten, arbeite dynamisch:

  • Arme und Beine gleichzeitig heben und senken.
  • 10 bis 15 kontrollierte Wiederholungen. Diese Variante stärkt nicht nur den Rücken, sondern verbessert auch die Koordination.

Level 4: Diagonale Superman-Variante

Jetzt wird’s spannend:

  • Hebe rechtes Bein und linken Arm gleichzeitig an (und umgekehrt).
  • Halte die Position jeweils 3 Sekunden.
  • Vorteil: Trainiert zusätzlich deine stabilisierenden Muskeln.

Level 5: Zusatzgewicht für Profis

Wenn du richtig stark bist:

  • Nimm leichte Hanteln oder Wasserflaschen in die Hände.
  • Alternativ: Lege ein kleines Gewicht auf den Rücken (z. B. Sandsack).
  • Achtung: Immer erst mit perfekter Technik und starker Core-Spannung trainieren!

FAQ: Superman für Frauen

Fazit