Céline Dion gab mit nun 58 Jahren kürzlich ihr großes Comeback: Im Pariser Plenitude-Veranstaltungszentrum trat die kanadische Sängerin zu ihrem ersten abendfüllenden Konzert seit 6 Jahren auf. Diese Rückkehr ist nicht nur künstlerisch bemerkenswert: Dion leidet an der seltenen neurologischen Erkrankung Stiff-Person-Syndrom – eine Diagnose, die sie zur Absage ihrer bisherigen Tourneen gezwungen hatte. Die Kritik war begeistert, beschrieb ihr Konzert als "triumphierend", "atemberaubend" und "emotional".
Dion stand in einem dramatischen schwarzen Dior-Kleid auf der Bühne, trug eine massive Diamantkette um ihren Hals und sang wie zu ihren besten Zeiten – ein Triumph. Bei all dieser Pracht und dem Glanz ist ihr Lieblingssnack durchaus überraschend bescheiden, wie sie einst in einem Interview zugab.
Was ist Celine Dions Lieblingssnack?
Dions Lieblingsspeise überraschend simpel: Sie liebt Erdnussbutter. In einem Interview mit CBS Mornings aus dem Jahr 2019 wurde Dion nach ihrem Lieblingsgericht gefragt – und antwortete prompt mit einem Lied, in dem sie bekannte, dass sie "Erdnussbutter einfach liebt".
Doch was bietet dieses alltägliche Nahrungsmittel tatsächlich aus ernährungswissenschaftlicher Sicht und sollte Erdnussbutter regelmäßig auf dem Speiseplan stehen? Das erklärt eine Ernährungsberaterin.
Ist Erdnussbutter ein gesunder Snack?
Ja, Erdnussbutter kann eine nährstoffreiche Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung sein. Laut Nichola Ludlam-Raine, Ernährungsberaterin und Autorin des Ratgebers How Not to Eat Ultra-Processed, liefert Erdnussbutter bedeutende Nährstoffe: "Sie bietet pflanzliches Protein, überwiegend ungesättigte Fette, Ballaststoffe und nützliche Mikronährstoffe, einschließlich Vitamin E, Magnesium und Niacin."
Ein wichtiger Punkt ist jedoch die Menge. "Erdnussbutter ist sehr energiedicht, daher ist eine vernünftige Portion etwa ein bis zwei Esslöffel", erklärt Ludlam-Raine. Dies bedeutet, dass Erdnussbutter zwar gesund ist, aber in angemessenen Mengen konsumiert werden sollte, um die Kalorienzufuhr nicht zu übersteigen.
Wie viel Protein steckt wirklich in einer Portion?
Nussbutter ist grundsätzlich eine gute Proteinquelle. Die meisten Erdnussbuttersorten enthalten etwa 25 bis 30 Gramm Protein pro 100 Gramm, wie Ludlam-Raine erklärt. Bei zwei Esslöffeln entspricht das ungefähr 7 bis 8 Gramm Protein.
"Dies kann somit zu unserer täglichen Proteinzufuhr beitragen, obwohl es allein keine vollständige Proteinquelle darstellt", ergänzt Ludlam-Raine. Das bedeutet: Wer Erdnussbutter als Snack konsumiert, sollte sie mit anderen proteinreichen Lebensmitteln kombinieren – etwa mit Vollkornbrot, Äpfeln oder Joghurt –, um alle 9 essenziellen Aminosäuren aufzunehmen.
Worauf sollte man beim Kauf von Erdnussbutter achten?
Erdnussbuttersorten im Supermarkt unterscheiden sich erheblich voneinander, insbesondere bezüglich ihrer Inhaltsstoffe, einschließlich zugesetztem Zucker und Ölen. Ludlam-Raine empfiehlt, das Zutatenetikett genau zu prüfen und eine Variante zu wählen, die möglichst nahe bei 100 Prozent Erdnüssen liegt – eventuell mit etwas Salz.
"Zugesetzter Zucker und Öle sind nicht automatisch schlimm, aber sie sind nicht notwendig", erklärt die Ernährungsberaterin. "Die natürlichen Öle in Erdnüssen können sich absetzen, weshalb das Glas einfach umgerührt werden muss."
Quelle: Durchschnittliche Nährwertangaben basierend auf handelsüblichen Erdnussbutter-Varianten
Kreative Wege, Erdnussbutter in die Ernährung einzubauen
Erdnussbutter ist längst nicht mehr auf Sandwiches beschränkt. Das vielseitige Nahrungsmittel ist mittlerweile der Star vieler Gerichte – ob über Acai-Bowls gehäuft oder in würzigen Nudelsoßen gemischt. Ludlam-Raine hat mehrere praktische Verwendungsideen:
Süße Varianten:
- Gerührt in Porridge oder Joghurt
- In Smoothies püriert
- Auf Apfel- oder Bananenscheiben gestrichen
- In Overnight Oats gemischt
- Als Topping auf Acai-Bowls
Herzhafte Varianten:
- In eine würzige Soße verwandelt: Erdnussbutter mit Limettensaft, Soja-Sauce und etwas Wasser verquirlen
- Als Satay-ähnliche Soße für Nudeln, Gemüse oder Hähnchen
- In asiatischen Nudelgerichten
Erdnussbutter ist also sehr vielseitig einsetzbar. "Für Menschen mit Erdnussallergie ist Cashew-Butter eine großartige Alternative – sie ist genauso cremig und nährstoffreich", empfiehlt Ludlam-Raine.
FAQ: die häufigsten Fragen zu Erdnussbutter als Snack
Erdnussbutter ist kalorienreich, aber die darin enthaltenen Proteine und Ballaststoffe können zu einem Sättigungsgefühl beitragen. In angemessenen Portionen (1-2 Esslöffel) kann sie Teil einer gewichtskontrollierten Ernährung sein, sollte aber nicht übermäßig konsumiert werden.
Nein, Erdnussbutter enthält kein Cholesterin (da es ein pflanzliches Produkt ist). Sie enthält jedoch Fett – allerdings überwiegend herzfreundliche, ungesättigte Fette, die sogar zur Herzgesundheit beitragen können.
Ja. Das Protein in Erdnussbutter trägt zum Muskelaufbau bei, und die ungesättigten Fette unterstützen die Nährstoffaufnahme. Nach dem Training kombiniert mit Kohlenhydraten (z. B. auf einem Apfel oder einer Banane) ist Erdnussbutter eine praktische Snack-Option.





