Noch eine Diät ausprobieren? Lieber nicht. Denn extreme Kalorienbeschränkungen schalten deinen Körper in den Sparmodus. Es passiert genau das Gegenteil von dem, was du willst. Dein Stoffwechsel verlangsamt sich, du fühlst dich schlapp und die Pfunde kommen schneller zurück, als du Jo-Jo-Effekt sagen kannst.
Aber du kannst deinen Stoffwechsel auch ohne Verzicht unterstützen. Bestimmte Pflanzen können die Thermogenese, also die Wärmeproduktion deines Körpers, aktivieren, sowie Verdauung und Nährstoffverwertung optimieren. Diese Kräuter und Pflanzen lassen sich ganz einfach in den Alltag einbauen und schmecken gut.
1. Ingwer: Die scharfe Knolle für die Verdauung
Die würzige Knolle ist in der traditionellen Medizin bereits lange bekannt. Verantwortlich für ihre Wirkung sind die Scharfstoffe wie Gingerol. Eine Studie der Columbia University untersuchte, dass 2 g Ingwerpulver den Energieverbrauch moderat erhöhen können. Das Journal of Functional Foods berichtet, dass Ingwer die Thermogenese unterstützen und die Verdauung fördern kann.
Im Alltag lässt Ingwer gut als Getränk einbauen. Dazu morgens 2 bis 3 Scheiben frischen Ingwer mit heißem Wasser aufgießen und über den Tag verteilt trinken. Smoothies bekommen mit 1 cm frischer Ingwerwurzel eine feine Würze und beim Kochen kannst du Curry, Suppen und asiatischen Pfannengerichte mit Ingwer würzen. 2 bis 4 g frische Wurzel täglich gelten als unbedenklich.
2. Kurkuma: Das goldene Gewürz aus Indien
Das goldgelbe Gewürz aus der indischen Küche hat einen interessanten Hauptwirkstoff: Curcumin, der entzündungshemmend wirken kann. Verschiedene Studien untersuchten den Einfluss von Curcumin auf den Stoffwechsel.
Traditionell wird Kurkuma zur Unterstützung der Verdauung verwendet und soll die Gallenproduktion anregen. Als Gewürz in der Küche passt es zu Reis, Suppen, Curry und Eintöpfen.
Als Getränk kannst du dir zwischendurch eine goldene Milch gönnen. Dazu wird Pflanzenmilch mit 1 TL (ca. 1-2 g) Kurkuma und einer Prise schwarzem Pfeffer verrührt. Schwung in deinen Körper bringt ein Morgen-Shot zusammen mit Ingwer und Zitrone.

Kurkuma ist vielseitig einsetzbar – es bietet sich also an, das Pulver immer im Gewürzregal zu haben.
3. Pfefferminze: Erfrischend und verdauungsfördernd
Die erfrischende Heilpflanze mit ihrem Hauptwirkstoff Menthol ist ein beliebtes Hausmittel. Die Kommission E (Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) erkennt Pfefferminzblätter bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich an.
Studien zeigen, dass Menthol die Darmmuskulatur entspannen und den Gallenfluss fördern kann. Nach den Mahlzeiten kann ein Pfefferminztee bei Völlegefühl und Blähungen helfen. Frisch in Salat oder Geschmacksgeber im Wasser sorgt das Kraut für Erfrischung.
4. Ginseng: Eine traditionelle Heilwurzel
Die Wurzel aus der traditionellen asiatischen Medizin wird als Adaptogen eingestuft. Das ist eine Pflanze, die den Körper bei der Stressbewältigung unterstützen kann. Eine Übersichtsarbeit beschreibt stoffwechselregulierende Eigenschaften. Die Wurzel kräftigt und kann gegen Müdigkeit helfen. Dazu machst du dir einen Tee mit 2 g Wurzel und lässt diesen bis zu 10 Minuten ziehen.
5. Rosmarin: Das mediterrane Powerkraut
Rosmarin wird als Heilpflanze noch unterschätzt, dabei kann das Kraut aus dem Süden sogar antioxidativ wirken. Die Kommission E befürwortet Rosmarin bei Verdauungsbeschwerden und zur äußerlichen Anwendung bei Kreislaufbeschwerden. Studien bestätigen, dass Rosmarin die Durchblutung fördern kann.
Beim Kochen kannst du Rosmarin zu Kartoffeln, Gemüse, Fleisch oder Fisch als Gewürz verwenden. Rosmarinöl schmeckt köstlich auf Salaten und ein Tee mit 1 TL getrockneten Blättern kann belebend wirken.
Neben diesen Pflanzen gibt es übrigens noch weitere natürliche Wege. Wir haben 11 Stoffwechsel-Booster im Check getestet.
Rezept: Stoffwechsel-Energy-Shot
Zutaten (1 Glas):
- 2 cm frischer Ingwer
- 1 TL Kurkuma (max. 3 g pro Tag!)
- Saft einer halben Zitrone
- 1 Prise schwarzer Pfeffer
- 150 ml warmes Wasser
- Optional: 1 TL Honig
Zubereitung: Ingwer fein reiben, mit Kurkuma, Zitronensaft und Pfeffer vermischen. Mit warmem Wasser aufgießen, optional süßen. Am besten morgens trinken.
FAQ: Die wichtigsten Antworten zu stoffwechselunterstützenden Pflanzen
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Ingwer und Pfefferminze können bereits nach 15 bis 30 Minuten eine verdauungsfördernde Wirkung zeigen. Bei Kurkuma, Ginseng und Rosmarin entwickeln sich mögliche stoffwechselunterstützende Effekte eher bei regelmäßiger Anwendung über mehrere Wochen.
Grundsätzlich ja, aber frische oder getrocknete Pflanzen als Gewürz sind die einfachste Wahl. Sie enthalten die volle Bandbreite an Wirkstoffen und lassen sich natürlich dosieren.
Ja, auch natürliche Pflanzen können Nebenwirkungen haben. Ein paar Beispiel: Ingwer kann in hohen Dosen Magenreizungen verursachen; Kurkuma nicht bei Gallen- oder Lebererkrankungen verwenden, Rosmarin wirkt in hohen Dosen wehenfördernd. Menschen mit Bluthochdruck oder Blutverdünnern sollte bei Ginseng aufpassen. Bei Unsicherheiten immer ärztlichen Rat einholen!





