Keine Angst vor den Wechseljahren: Mit unseren Tipps bist du optimal auf die Menopause vorbereitet ESB Professional / Shutterstock.com

Wechseljahre: Keine Angst vor der Menopause

Menopause Keine Angst vor den Wechseljahren: 7 Tipps

Die Menopause ist für viele ein Tabu. Aber verdrängen hilft nicht, denn es trifft jede Frau. Lies hier, wie du dich mit Zuversicht auf die neue Lebensphase vorbereiten kannst

Die wilde hormonelle Reise in die Wechseljahre kann bis zu 10 Jahre dauern und ist ein bisschen wie ein Ultra-Marathon, für den du dich nie angemeldet hast. Noch dazu mit einem stark veralteten Trainingshandbuch.

Egal ob du schon mittendrin bist oder der Start für dich noch in weiter Ferne liegt, mit unserem Update bist du bestens vorbereitet, um diese Lebensphase mit Zuversicht und Selbstbewusstsein anzugehen.

Was ist die Menopause überhaupt genau?

Der Begriff beschreibt die letzte Regelblutung einer Frau und ist sozusagen der Abschluss der Wechseljahre. "Als Wechseljahre oder Klimakterium bezeichnet man den Zeitabschnitt der hormonellen Umstellung am Ende der fruchtbaren Lebensphase", lautet die Definition des Berufsverbandes für Frauenärzte (BVF) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Mit der Menopause endet auch die Möglichkeit, schwanger zu werden, da die Hormonproduktion der Eierstöcke sich verändert. Damit beginnt ein Lebensabschnitt, dem viele Frauen mit gemischten Gefühlen entgegenblicken. Dabei kann es der Beginn einer großartigen Zeit im Leben sein! So sollten Frauen die anstehenden Jahre nicht fürchten, sondern als Chance sehen. Und dafür ist es essenziell, sich bewusst mit den veränderten Bedürfnissen des eigenen Körpers auseinanderzusetzen und in die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden zu investieren.

Übrigens ergaben neuere Studien, dass bei Frauen, die häufiger Geschlechtsverkehr haben, die Menopause zeitlich später einsetzt.

Was ist der Unterschied von Wechseljahren und Menopause?

Als Menopause bezeichnet die Medizin wie gesagt das Ende der Monatsblutungen. Die Wechseljahre, medizinisch Klimaterium genannt, sind die Phasen der hormonellen Umstellung vor und nach der Menopause. Sie lassen sich in 3 Abschnitte unterteilen:

1. Perimenopause Die Phase vor dem endgültigen Ausbleiben der Regelblutung. Die Produktion der Hormone Progesteron und Östrogen in den Eierstöcken nimmt allmählich ab.
Anzeichen: Die Abstände zwischen den Monatsblutungen werden größer oder unregelmäßiger.
Wann: Durchschnittlich beginnt die Perimenopause im Alter von 47,5 Jahren.

2. Menopause Die letzte Menstruation, auf die dann mindestens 12 Monate keine Blutung mehr folgt.
Anzeichen: Die Regelblutung bleibt aus. Der genaue Zeitraum der Menopause kann meistens erst rückblickend nach einem Jahr festgelegt werden.
Wann: Laut Berufsverband der Frauenärzte hat etwa die Hälfte aller Frauen im Alter von 52 Jahren ihre letzte Regelblutung.

3. Postmenopause Ab einem Jahr nach der Menopause schießt sich die Postmenopause an, das Ende der Wechseljahre.
Anzeichen: Die Produktion der weiblichen Hormone, des Östrogens, hat ihren Tiefpunkt erreicht, während das Testosteron etwa gleich bleibt. Es kommt zum Überschuss an männlichen Sexualhormonen.
Wann: Etwa mit dem 65. Lebensjahr endet die Postmenopause und damit auch die Wechseljahre.

Wie bemerkt man die Menopause?

Ob und wie stark sich die hormonelle Umstellung im Körper bemerkbar macht, ist individuell verschieden. Laut Berufsverband für Frauenärzte bemerkt ein Drittel aller Frauen keine Symptome, ein weiteres Drittel hat leichte bis mittlere Beschwerden und bei einem Drittel ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Um zu erkennen, was mit dem eigenen Körper los ist, solltest du typische klimakterische Beschwerden kennen. 6 Anzeichen für vorzeitige Wechseljahre.

Wie fängt die Menopause an?

Diese 5 körperlichen Veränderungen können ein Anzeichen dafür sein, dass dein Körper die Produktion von Östrogen herunterfährt und die Eierstöcke langsam inaktiver werden:

  • Hitzewallungen und Schweißausbrüche
  • Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen
  • Schlafstörungen
  • Energielosigkeit
  • Veränderung der Scheidenschleimhaut.

Hinzu kommen vereinzelt andere Symptome wie Gewichtszunahme. Ein Beratungsgespräch in einer gynäkologischen Praxis sowie ein Bluttest sorgen für Klarheit. Tipp: Mit einem Urintest kannst du deinen aktuellen Hormonstatus auch zuhause testen.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Hormonersatztherapie?

Der Mangel an Hormonen, der in den Wechseljahren im weiblichen Körper entsteht, kann durch chemische Präparate ausgeglichen werden – diese Behandlung nennt sich Hormonersatztherapie (HRT). Beschwerden können so wirksam behandelt werden. Trotzdem ist die Therapie nicht unumstritten.

Eine Hormonersatztherapie bietet die Möglichkeit, den veränderten Hormonhaushalt zu normalisieren, dabei ist aber nicht das Ziel, den ursprünglichen Haushalt zu imitieren. Stattdessen sollen die durch die Hormonschwankungen entstandenen Mangelerscheinungen gezielt gelindert werden.

Die Wirksamkeit der Therapie ist unbestritten, trotzdem sollte vor einer Behandlung eine intensive Nutzen-Risiko-Abwägung stattfinden. Eine 2002 veröffentlichte Studie der Women’s Health Initiative deutete auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko als Folge der HRT-Behandlung hin. Der Einsatz der Methode ging daraufhin stark zurück. Bis heute wurden bei der HRT aber große Fortschritte gemacht. Die Präparate mit überarbeiteten Zusammensetzungen werden jetzt als Gel, Spray oder Pflaster über die Haut verabreicht, was mit einem deutlich geringeren Risiko verbunden ist.

Was hilft außer Hormonen bei Wechseljahrsbeschwerden?

Mit Wechseljahrsbeschwerden muss sich niemand abfinden. Auch wenn du nicht auf Hormonpräparate zurückgreifen möchtest, gibt es eine ganze Reihe an Produkten und Innovationen auf dem Markt, die Abhilfe versprechen. Zum Beispiel:

Kühlende Gadgets: Dein Temperaturempfinden scheint defekt? Dieses kühlende Armband Embr Wave wurde von Wissenschaftlern entwickelt, um wärmende oder kühlende Signale ans Handgelenk zu senden und so dein Temperaturempfinden zu regulieren. Auch kostengünstigere Perlenarmbänder mit kühlenden Steinen (z.B. Amazonit oder Mondstein) versprechen Erleichterung.

Gezielte Nahrungsergänzungsmittel: Symptomorientierte Nahrungsergänzungsmitteln wie z.B. Menoelle, Meno Balance oder Pure Ella Wechseljahre enthalten neben Vitalstoffkomplexen natürliche Planzenstoffe, die sich schon bei unseren Großmüttern gegen Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen bewährt haben, z.B. Nachtkerzenöl, Salbei, Yamswurzel und Mönchspfeffer. Remifemin Plus enthält neben Traubensilberkerze gegen Schweißausbrüche auch Johanniskraut, das stimmungsaufhellend wirkt.

Hautpflege für trockene Haut: Mit dem Einsetzen der Wechseljahre wird deine Haut trockener - überall. Was deine Haut jetzt braucht ist viel Feuchtigkeit. Es lohnt sich, auf Pflegeprodukte umzusteigen, die sich an Frauen in der Menopause richtet, z.B. Vichy Neovadiol oder Me-NO-Pause Restorative Creme von indeed.

Welche Tipps gibt es noch für die Wechseljahre?

Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine ganz normale Lebensphase, die du mit ein paar Anpassungen deines Lebensstils selbst angenehmer gestalten kannst. Das kannst du selbst tun:

  • Hilfe suchen Einen Experten deines Vertrauens an seiner Seite zu haben, kann dir in dieser Phase eine Menge Unsicherheiten nehmen und Sorgen ersparen. Die Entscheidung über eine Hormonersatztherapie zum Beispiel braucht ausführliche Beratung, in der alle Risiken sorgfältig besprochen und abgewogen werden. Du fühlst dich nicht verstanden oder ernst genommen? Tausche dich mit Gleichgesinnten aus und wechsele im Zweifel lieber einmal zu oft die gynäkologische Beratungsstelle. Bei depressiven Verstimmungen während der Menopause kann außerdem eine psychotherapeutische Beratung sinnvoll sein.
  • Entspannen In dieser wechselhaften Zeit können Entspannungstechniken helfen, besser im Einklang mit dir selbst zu sein. Yoga und Atemübungen beugen Alltagsstress vor und sorgen für ein positives Mindset.
  • Sport machen Auch wenn der Gedanke an Sport bei Hitzewallungen abschreckt, solltest du deinen inneren Schweinehund überwinden. Sport hilft dem seelischen Wohlbefinden und wirkt der Gewichtszunahme und dem altersbedingten Muskelabbau entgegen. Sportliche Frauen leiden außerdem seltener unter Wechseljahrsbeschwerden und fühlen sich in der Regel attraktiver.
  • Aufs Essen achten Oft ist eine Ernährungsumstellung in dieser Lebensphase sinnvoll. Möglichst verzichten sollte man auf Nikotin, Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee. Stattdessen gibt es natürliche Symptomhelfer: Isoflavone sind Pflanzenstoffe, die die Wirkung des Östrogens nachahmen können. Sie sind beispielsweise in Sojaprodukten enthalten. Auch in heimischen Gewächsen findet man ähnliche Substanzen – in Leinsamen, Hülsenfrüchten, Getreide, Beeren, Kernobst und Salaten.

Die Menopause ist ein Thema, über das viel zu wenig gesprochen wird – und das, obwohl es früher oder später jede Frau betrifft. Brich das Tabu. Teile, was du hier erfahren hast, um dich und deine Freundinnen mit Zuversicht auf die neue Lebensphase vorzubereiten.

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