Bouldern lernen 7 Gründe, noch heute mit dem Bouldern anzufangen

Bouldern ist ein super Ganzkörpertraining
Bouldern boomt – aus gutem Grund: Wir haben gleich 7! © takoburito / Shutterstock.com

Tschüß Gym, hallo Kletterhalle: Bouldern ist das perfekte Ganzkörpertraining, denn der Trendsport beansprucht alle wichtigen Muskelgruppen. So machen Sie (nicht nur) an der Wand eine top Figur!

1. Bouldern kann jeder (lernen)

Ihre Freunde wollen heute Abend bouldern gehen und fragen ob Sie mitkommen? Sagen Sie zu – auch wenn Sie bisher noch nie etwas von der Sportartart gehört haben. Denn zum Bouldern brauchen Sie weder Vorerfahrung im Klettern (auch wenn das natürlich von Vorteil ist), noch eine außergewöhnlich gute Fitness. Auch Größe, Alter oder Gewicht spielen im Grunde keine Rolle, denn Bouldern kann jeder lernen. Lassen Sie sich von erfahrenen Freunden oder dem Personal in der Kletterhalle eine Einweisung geben (Schnupperkurs) und klettern Sie drauf los. Es gibt Boulder (Routen) für jedes Niveau.

Und so geht's: Der (oder die) Startgriff(e) sind meist mit farbigen Schnipseln markiert. Die jeweilige Farbe steht dabei für den Schwierigkeitsgrad des sogenannten „Problems“ (Route). Man muss an diesen Griffen beginnen – ob man will oder nicht. Ziel ist es, den letzten Boulder – der auch durch einen Farbschnipsel markiert ist – irgendwie zu erreichen und sich für rund 3 Sekunden mit beiden Händen daran zu halten. Dann ist das „Boulderproblem“ gelöst und man kann runter klettern und springen. Es gibt häufig nicht die „eine“ Lösung, wie man eine Route bezwingt, sondern verschiedene Möglichkeiten.

2. Zum Bouldern braucht man (fast) kein Equipement

Wer zum ersten Mal bouldern geht, benötigt eigentlich nur bequeme Sportkleidung. Und die muss weder besonders schick, noch teuer sein, denn die Kletter-Community ist Styling-technisch eher leger bis öko unterwegs. In der Boulderhalle leiht man sich dann einfach ein paar Kletterschuhe (um 4 Euro) aus. Wem das Bouldern dann gefällt, der sollte schnell in ein eigenes Paar (ab 80 Euro aufwärts) investieren. Denn um ehrlich zu sein: Niemand mag Leihschuhe – weder beim Bowling, noch beim Bouldern.

Kein Muss für Anfänger, aber für Hobby-Boulderer unverzichtbar: Eine Chalk Bag mit Magnesia. Das Magnesiumcarbonat hält die Hände trocken, indem es Feuchtigkeit absorbiert. So hat man einen sichereren Griff. Die Chalk Bag schnallt man sich übrigens nicht um, sondern lässt sie auf dem Boden stehen. So verhindert man eine „Kreide-Explosion“ beim Sturz.

3. Zum Bouldern braucht man keinen Partner

Anders als beim Klettern, braucht man beim Bouldern keinen Partner, denn man ist an der Wand nicht durch ein Seil gesichert. Klingt gefährlich? Halb so wild, denn Bouldern ist ja im Grunde nichts anderes als Klettern in Absprunghöhe. Sprich: Die Wände, die Sie hochklettern, sind nur 2 bis 4 Meter hoch und nicht 15. Als „Sicherung“ dient ausschließlich der weiche Matten-Boden. Dafür können Sie jederzeit allein Klettern gehen, da Sie auf niemand anderen angewiesen sind.

via GIPHY

4. Beim Bouldern lernt man schnell neue Leute kennen

Obwohl ein Vorteil beim Bouldern die eben angesprochene „Unabhängigkeit“ ist, ist man in der Boulderhalle nie allein. Nicht nur, weil der Sport immer beliebter und die Hallen voller werden, sondern weil Bouldern ein sehr kommunikativer Sport ist. Man kommt schnell mit anderen Kletterern ins Gespräch, beobachtet anderer und schaut sich Tricks ab, bekommt Ratschläge und Tipps, wie man sein Boulderproblem am besten lösen kann. Klingt aufdringlich? Nö, ganz im Gegenteil: Die Atmosphäre in der Boulderhalle ist mega entspannt und freundschaftlich, denn obwohl jeder für sich allein klettert, ist der Teamgedanke beim Bouldern ein zentrales Thema.

5. Bouldern ist das perfekte Ganzkörpertraining

Beim Sportklettern mit Seil geht’s um die Ausdauer, Bouldern dagegen ist pure Maximalkraft. Doch Boulderer sind keine typischen Muskelpakete (die würden eh nur stören), wie man sie aus dem Fitnessstudio kennt. Trotzdem sind sie topfit, denn beim Bouldern trainieren Sie nahezu alle Muskelgruppen. Das macht Bouldern zum idealen Krafttraining für den ganzen Körper – für Männer genauso wie für Frauen. Dabei werden nicht nur sexy Muskeln aufgebaut, sondern auch das Gleichgewicht, Koordination und das Körpergefühl verbessert.

Boulder-Tipps von Roxana Strasser (Roxis Ecke)

Übrigens: Beim Bouldern werden Griffkraft, sowie Schulter- und Armmuskulatur optimal trainiert, doch die meisten Bewegungen kommen beim Bouldern nicht aus den Armen – sondern aus dem ganzen Körper. Man zieht sich nicht einfach irgendwie am Griff hoch und klammert sich da fest: man nutzt vor allem die Beine und Füße („Aufstehen“ statt „Hochziehen“), dreht sich ein und klettert am „langen Arm“.

6. Bouldern kann man immer und überall

Bouldern kann man das ganze Jahr über – unabhängig vom Wetter in der Halle oder draußen direkt am Fels. Daher auch der der Name, denn das englische Wort „Boulder“ bedeutet „Felsblock“. Da in der Natur natürlich keine weichen Matten auf dem Boden liegen, die Sie beim Sturz abfedern, sollte man ein sogenanntes Crash Pad (engl. für Sturzpolster) mitschleppen. Klingt erstmal nervig, doch die faltbaren Matten sind mittlerweile easy zu transportieren und bieten nun mal den bestmöglichen Schutz beim Outdoor-Bouldern.

via GIPHY

7. Beim Bouldern verbucht man schnell Erfolge

Es gibt Sportarten, die sind am Anfang einfach nur frustrierend. Denken Sie mal ans Surfen: Die Moves der Profis sehen so easy aus, doch wenn man selbst auf dem Brett steht, geht erstmal gar nichts mehr. Man braucht nicht nur jede Menge Übung, sondern auch Durchhaltevermögen, um (irgendwann mal) besser zu werden und den Sport beherrscht. Klar, auch beim Bouldern braucht es diese beiden Faktoren, damit Sie an der Wand richtig gut performen. Doch es gibt einen Unterschied: Man muss als Anfänger keine Trockenübungen machen oder Theoriestunden absitzen, sondern klettert direkt drauflos.

via GIPHY

Natürlich versucht man sich nicht als erstes an den kniffligen Profi-Routen, sondern an den leichten Anfänger-Bouldern. Sie werden sehen: Die schaffen auch Sie. Und mit jeder geschafften Route steigen die Motivation und Ihr Ehrgeiz. Wer dran bleibt und regelmäßig bouldern geht, wird schnell, kleine Erfolge verbuchen und sich nach und nach an die schwereren Routen wagen.

Fazit: Bouldern macht einfach mega Spaß

Sie sehen: Es gibt viele Gründe, warum Sie noch heute Abend in die nächstgelegene Boulderhalle stürmen sollten. Doch einen Punkt haben wir noch vergessen: Bouldern macht einfach vom ersten Moment an jede Menge Spaß. Auch wenn der Muskelkater nach der ersten Kletter-Session enorm sein wird: Viele kommen wieder und wollen besser werden. Nach einigen Wochen interessiert man sich dann auch mehr und mehr für die Klettertechnik und lernt, wie man seinen Körper optimal an der Wand einsetzt.

06.11.2017| © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft