Gemüse grillen 7 Gemüsesorten, die gegrillt noch besser schmecken

So wird jedes Gemüse auf dem Grill perfekt
Ob Tomate, Zucchini oder Maiskolben: Wir haben für jedes Gemüse die perfekte Grillanleitung © Natasha-Breen / Shutterstock.com

Gemüse zu grillen ist nicht nur super easy, sondern auch irre lecker. Dabei macht sich manches Grünzeug besser auf dem Rost als anderes. So gelingt jedes Gemüse auf dem Grill

Welches Gemüse schmeckt gegrillt am besten?

Das kann man so pauschal nicht sagen, schließlich sind die Geschmäcker verschieden und beim Grillen von Gemüse ist generell alles erlaubt was (Ihnen) schmeckt. Sie brauchen dazu weder spezielles BBQ-Wissen Kenntnisse, noch Tools. Beachten müssen Sie eigentlich nur die Eigenheiten des Grünzeugs: ist es sehr wasserhaltig, ist es hart oder eher weich – denn danach richtet sich die optimale Grillzeit. Wir verraten, welches Gemüse sich auf dem Grill wie zubereiten lässt.

1. Paprika

Einfacher geht’s nicht: Halbieren, entkernen, mit etwas Öl einpinseln und etwa 5 Minuten pro Seite auf den Grill legen. Wahlweise mit Fetawürfeln füllen und kräftig würzen. Sobald die Haut anfängt Blasen zu werfen und stellenweise schwarz wird, können Sie die Paprika schälen (so ist sie bekömmlicher.) Aber Achtung: Abkühlen lassen, sonst verbrennen Sie sich die Finger!

2. Champignons

Je nach Größe genügen bei mittlerer Hitze 8 bis 12 Minuten. Fertig sind sie, wenn sie sich leicht dunkel verfärben. Tipp: Große Exemplare kann man mit einem Feta-Kräuter-Mix füllen.

Auberginen machen sich super auf dem Rost
Gegrillte Auberginen sind sowohl optisch, als auch geschmacklich top © Kiian-Oksana / Shutterstock.com

3. Auberginen

Aubergine entweder längs oder quer in Scheiben schneiden, mit einem dünnen Ölfilm überziehen, kräftig salzen und pfeffern. Dann bei großer Hitze für 4 bis 5 Minuten pro Seite auf den Grill legen. Für Dips oder Pürees muss die ganze Frucht etwa 15 Minuten auf dem Rost braten. Wenn die Haut sich langsam löst und das Fleisch weich ist, können Sie die Aubergine weiterverarbeiten.

Grilltipp: Damit Auberginen nicht zu bitter schmecken, schneiden Sie die Eierfrucht in Scheiben, legen sie in ein Sieb und bestreuen sie von beiden Seiten mit Salz – das entzieht ihr das Wasser und die Bitterstoffe. Für etwa 10 Minuten im Sieb lassen, dann mit einem Küchentuch abtrocknen und grillen.

4. Kartoffeln

Viel spannender als Folienkartoffeln aus der Glut sind gegrillte Kartoffelspalten: 10 Minuten vorkochen, in Scheiben oder Stücke schneiden, mit Öl, Salz und Pfeffer einreiben und dann für etwa 15 Minuten bei mittlerer Hitze von beiden Seiten grillen.

5. Grüner Spargel

Grünen Spargel unten einige Zentimeter schälen und mit Olivenöl bestreichen, mit Salz und Pfeffer würzen. Legen Sie 6 bis 8 Stangen neben einander und stecken Sie oben und unten Spieße hindurch, damit sie nicht durch den Rost fallen. Grillen Sie die "Päckchen" bei starker Hitze 3 bis 4 Minuten von jeder Seite. Vorsicht: Weißer Spargel wird schnell zu weich!

6. Zucchini

Zucchino der Länge nach in Streifen schneiden und diese schräg auf den Rost legen – so fallen nicht so leicht durchs Gitter. Wenn der Zucchino dick genug ist, können Sie ihn auch in Taler schneiden. Bei starker Hitze wenige Minuten grillen, dabei regelmäßig wenden.

Salat mit Grillgemüse
Grillgemüse, wie Zucchini, kann man als Beilage essen oder sie in einen Salat integrieren © DronG / Shutterstock.com

7. Tomaten

Halbieren Sie die Früchte, reiben sie mit Öl ein und legen sie bei starker Hitze mit der glatten Seite für etwa 5 Minuten auf den Rost, bis die Schnittflächen braun karamellisiert sind. Entweder servieren Sie die Tomaten so (köstlich zum Steak) oder Sie verarbeiten sie zu einer fruchtig-pikanten Soße. Dafür das Gemüse noch 5 Minuten von der anderen Seite brutzeln, häuten, pürieren und mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.

Kriegt man auch hartes Gemüse wie Brokkoli auf dem Grill gar?

Logo: Hier kommt die Anleitung, um das Gemüse "al dente" vom Rost zu nehmen: Brechen Sie die Köpfe in kleinere Portionsgrößen und reiben die Röschen mit Öl ein. Dann stecken Sie sie auf Grillspieße und legen diese für 15 Minuten bei geringer Hitze auf den Grill – das war’s schon! Wer es lieber weniger bissfest mag, muss das Gemüse vorher garen. 3 Minuten in kochendem Wasser reichen dafür aus.

Grilltipp: Blumenkohl schmeckt noch besser, wenn Sie ihn vor dem Grillen in Currypulver schwenken.

Was für eine Marinade mag mein Gemüse?

Als Grundlage für eine gute Gemüse-Marinade nehmen Sie am besten ein Öl, das auch hohe Temperaturen aushält wie zum Beispiel Erdnuss-, Soja- oder Olivenöl. Dazu kommen saure Flüssigkeiten wie Essig, Wein oder Zitronensaft sowie frische oder getrocknete Kräuter (Rosmarin, Thymian, Oregano), Zwiebeln, Knoblauch und süße Zutaten wie Honig oder Erdnussbutter. Lecker zu Grillgemüse ist eine Marinade aus Dijon-Senf, Honig und Zitrone.

Gemüse können Sie marinieren, es ist aber kein Muss
Mit einer Marinade verpassen Sie Ihrem Gemüse einen leckeren Anstrich © mattisson / Shutterstock.com

Das klassische Marinaden-Gewürz besteht aus Pfeffer, Piment, Senfkörnern, Dill, Korianderkörnern und Lorbeer. Verwenden Sie aber kein Salz, da die eingelegten Speisen sonst zu viel Flüssigkeit verlieren und die Aromen schlechter einziehen.

Kombinieren Sie für Ihre DIY-Marinade auch mal Zutaten zu kombinieren, die vermeintlich nicht zueinander passen – beispielsweise Erdbeeressig mit Zimt. Je mehr Sie rumprobieren und testen, desto kreativer und ausgefallener werden Ihre Marinaden. Und: Das Ganze macht Spaß und verzückt die Gaumen Ihrer Gäste!

Welche Gemüsespieße rocken den Rost?

Spießen Sie auf, was Sie wollen. Allerdings sollten Sie nur Grünzeug mit ähnlicher Garzeit zusammenstecken – oder Sie kochen das Grillgut vor. (Das empfiehlt sich besonders bei Blumenkohl und Brokkoli.) Marinieren können Sie das Gemüse entweder direkt nach dem Kleinschneiden oder nach dem Aufspießen.

Veggie-Grillspieße sind bunt und gesund
Bei der Zusammenstellung Ihrer Veggie-Spießen können Sie sich richtig austoben © zi3000 / Shutterstock.com

Ihnen fällt überhaupt nichts ein? Okay, ein Vorschlag: Zucchini, Paprika und Zwiebeln in 3 mal 3 Zentimeter große Stücke schneiden und im Wechsel mit Champignons und Zitronenscheiben auf die Spieße schieben.

Wie grillt man ganze Maiskolben?

Ganze Maiskolben machen als Beilage zum Steak, aber auch als Hauptgang für Vegetarier und Veganer eine gute Figur beim BBQ-Event. Maiskolben zu grillen ist zudem super easy, günstig und mega lecker. Doch wie gelingen die Kolben auf dem Grill, ohne dass sie verbrennen? Wir verraten Ihnen, wie Sie Maiskolben auf dem Rost perfekt zubereiten. Wichtig beim Kauf: Kaufen Sie nur Speisemais, keinen Futtermais.

A) Maiskolben mit Blättern grillen

  1. Kolben mit Blättern vor dem Grillen für rund 30 bis 60 Minuten (komplett) in kaltem Wasser einweichen, am besten mit einem schweren Gegenstand beschweren. So können die Maiskörner zusätzliche Feuchtigkeit aufsaugen, wodurch sie schön prall und saftig werden.
  2. Grill derweil auf 180 bis 200 Grad erhitzen.
  3. Maiskolben dann für 15 bis 20 Minuten (am besten indirekt bei geschlossenem Deckel und nicht direkt über der Glut/ Kohle) grillen und rund alle 5 Minuten wenden.
  4. Ob der Mais innen gar ist, erkennen Sie daran, dass sich an den Blättern kornförmige Abdrücke zeigen. Kolben dann vom Grill holen und die Blätter von der Spitze her nach hinten abziehen. Achtung heiß!
So grillt man Maiskolben
Die noch heißen Kolben am besten mit selbst gemachter Kräuterbutter servieren © Viktoria-Hodos / Shutterstock.com

B) Maiskolben ohne Blätter grillen

Frische Maiskolben mit Blättern bekommen Sie nur von Juli bis November auf dem Wochenmarkt. Wer außerhalb der Saison keine Kolben mit Schale bekommt oder sie generell lieber ohne Blätter grillen möchte, kann dies problemlos tun. Sie können auch zu tiefgekühlten Maiskolben greifen. Die eingeschweißten und vorgegarten Exemplare würden wir jedoch nicht zum Grillen verwenden, da sie geschmacklich nicht wirklich punkten können.

Mais ohne Blätter ist der Hitze der Glut nun schutzlos ausgesetzt, daher kann man die Kolben nicht einfach so auf den Grill packen – er würde ruckzuck verbrennen. Um dies zu verhindern sollte man sie vor dem Grillen für rund 20 Minuten in Salzwasser kochen, damit sie anschließend dem Feuer nicht allzu lange ausgesetzt sind. Anschließend für weitere 10 bis 15 Minuten grillen (180 Grad) und dabei regelmäßig drehen, bis der Mais gold-gelb ist.

Tool-Tipp: Wer keine Lust hat, sich die Finger am heißen Kolben zu verkohlen, kann sich einen Maiskolbenhalter zulegen. Die Spieße stecken Sie links und rechts in den Kolben und können ihn so ganz ohne Brandblasen und Butterfinger genießen.

Kann ich eigentlich auch Obst grillen?

Ja, klar. Bananen, Ananas, Äpfel, Birnen sowie Melone, Pflaumen, Nektarinen und Pfirsiche kann man wunderbar grillen. Das Obst sollte dazu reif, aber noch fest sein. Besonders lecker: Grillbananen. Dazu eine Banane mit der Schale auf den Rost oder gepellt in Alufolie einpackt grillen. Grillbananen brauchen bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten und sollten häufig gewendet werden.

Auch Obst lässt sich grillen
Sie haben noch nie Obst gegrillt? Da verpassen Sie was © Larisa-Blinova / Shutterstock.com

Grilltipp: Banane längs einschneiden und mit einzelnen Schokostückchen spicken, dann erst grillen.

Darum sollten Sie öfter Gemüse grillen

Zucchini, Paprika & Co. sind schließlich kalorienarm, vitaminreich und fettfrei – drei unschlagbare Argumente, um öfter Grünzeug zu grillen! Mit verschiedenen Gewürzen, Kräutern oder in Kombi mit Käse können Sie das Grünzeug immer wieder neu erfinden und leckere Beilagen zaubern.

18.07.2018| Anna-Lena Nitzsche, Philip Metzner, Kathleen Schmidt-Prange © womenshealth.de
Sponsored Section
Aktuelles Heft
Personal_Trainer App