Natürliche Pflege: Alleskönner Kokosöl für schönere Haut & Haare

Kokosöl pflegt und schützt Haut und Haare dank Laurinsäure © 279photo Studio / Shutterstock.com

Kokosöl ist derzeit der angesagteste Wirkstoff in Beauty-Produkten. Zu Recht! Wir erklären, wie es seine volle Power für Haut und Haare entfaltet

Kokosnuss bereichert nicht nur unsere Küche. Das Öl der tropischen Kokosnuss schmeckt auch unserer Haut und unseren Haaren. Denn es ist ein wahrer Zauberkünstler, wenn es um einen strahlenden Teint, babyweiche Haut und glänzende Haare geht.

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Wenn einer weiß, was die Leute wissen wollen, dann Google. Und genau deshalb haben wir bei der weltweit größten Suchmaschine nachgefragt, was im Bereich Beauty-Inhaltsstoffe eigentlich auf der Hitliste gerade ganz oben steht. Mit weitem Vorsprung auf Platz 1 liegt Kokos – weit, weit vor Lavendel, Olivenöl und Hyaluronsäure. „Seit 2011 ist das Interesse für Kokos und Kokosnuss kontinuierlich gestiegen“, sagt Industrie-Managerin Frauke Cooper, die bei Google Europa Beauty-Trends analysiert. Im Vergleich zum Vorjahr wurde 15 Prozent öfter nachgefragt, was man mit der exotischen Frucht alles anstellen kann. Höchste Zeit also, mal die wichtigsten Fragen rund um die schöne Nuss zu klären:

Kokosöl sorgt für einen strahlenden Teint und glänzendes Haar © Blackday / shutterstock.com

Was bewirkt Kokosöl auf Haut und Haaren?

Das Beste am Kokosöl ist die Laurinsäure. Laurinsäure macht rund 44 Prozent des Inhaltes aus, kommt in der Natur recht selten vor und wirkt antiviral und antibakteriell. Naturvölker aus Asien oder der Karibik wissen schon seit Ewigkeiten um die tollen Eigenschaften, dort ist das kalt gepresste Öl vor allem für Haut und Haar heiß begehrt. In Thailand wird das pure Fett gerne von Masseurinnen benutzt, weil es kühlt, ein sehr guter Radikalfänger ist und von der Sonne gestresste Haut so schön beruhigt. Nach dem Auftragen entfalten sich die Inhaltsstoffe sehr gut und legen sich schützend auf die Haut, ohne einen fettigen Film zu hinterlassen. Dadurch ist Kokosfett vor allem bei trockener und sensibler, aber auch bei unreiner und fettiger Haut sehr gut verträglich. Auch gegen Falten soll das Kokosfett Wirkung zeigen.

Wie gesund ist Kokosöl für die Haut?


„Hauptbestandteile pflanzlicher Fette, die zur kosmetischen Anwendung eingesetzt werden, sind Triglyceride“, erklärt Tamar Vingron, Leitung Forschung und Entwicklung im Hause FETTE Pharma, „Die aus Triglyceriden entstehenden freien Fettsäuren sind Bestandteil der Lipid- oder Barriereschicht in der obersten Lage der Epidermis, also der Oberhaut. Auf die Haut aufgetragen, besteht die vornehmliche Pflegeeigenschaft von Pflanzenölen darin, dass sie die Lipidschicht ergänzen und z.B. schuppige Haut ausgleichen können.“ Das führt bei Produkten z.B. mit Kokosöl zu dem bekannt spürbaren Glätte-Effekt. Vingron: „Pflanzliche Triglyceride bewirken zudem, dass der transepidermale Wasserverlust der Haut moderat sinkt, das heißt, die Haut kann - im Gegensatz zu Produkten mit Mineralölen - also noch ‚atmen‘.“

Was kann man mit Kokosnussöl machen?

Kokosöl gibt es in vielen Variationen, z.B. als Creme, Shampoo oder Badezusatz © 279photo Studio / Shutterstock.com

In der Küche ist es längst als gesunde Alternative bekannt: Das leicht verdauliche Fett ist kalorienärmer als andere Öle und kurbelt sogar den Stoffwechsel an. Aber auch die kosmetischen Eigenschaften sind beeindruckend: Kokosöl durchfeuchtet die Haut sehr gut, polstert Fältchen auf und kann sogar bei Hautproblemen helfen. Wer zum Beispiel zu trockenen Lippen neigt, sollte das cremige Fett einfach auftupfen und hat bald schon wieder babyzarte Lippen. Kokosnussöl hat aber noch andere gesundheitsfördernde Eigenschaften. Sogar bei kleinen Wunden oder rissiger Haut wurde eine Besserung beobachtet, weshalb sich die Heilungschancen bei Neurodermitis oder Schuppenflechte durch das reine Naturprodukt erhöhen lassen. Auch Pickelchen verschwinden durch die antibakterielle Wirkung schneller. Wer gerne badet, kann einen Löffel Kokosöl im warmen Wasser schmelzen lassen – und sich dadurch später das Eincremen sparen. Auch den Haaren tut eine Portion Kokosöl gut: Es verleiht ihnen einen besonders schönen Glanz. Lockenköpfe sollten das Fett allerdings nur pur in die Spitzen einkneten.

Wie wende ich Kokosfett auf der Haut an?

Pflanzliche Öle sind keine Fremdkörper und integrieren sich in das stoffliche Gefüge der Haut. Sie können demzufolge auch abgebaut werden. „Wegen ihrer Ähnlichkeit zu hauteigenen Fetten können die Nährstoffe, die im Öl enthalten sind, leicht aufgenommen werden“, erklärt Tamar Vingron, „Die Kokosnussöl ist reich an Fetten (ca. 70%), Eiweißen, Vitaminen und zahlreichen weiteren Nährstoffen. Aber Achtung: Wie bei den meisten aktiven Wirkstoffen, kann auch der übermäßige Einsatz von Kokosnussöl sich gegenteilig auf die Haut auswirken. Also ist „mehr“ nicht auch „besser“. “

Warum ist Kokosöl so gut für die Haare?

Kokosöl gehört zu den Haarölen, die die Haare wunderbar pflegen, ohne sie zu beschweren. Haaröl auf Kokosfett-Basis kostet in der Regel weniger als die ebenfalls sehr gut wirksamen Haaröle auf Argan-, Avocado- oder Jojoba-Basis. Wie sie kommt es ohne Parabene, Parafine, Sulfate und Silikone aus, die langfristig das Haar und die Umwelt schädigen können.
Kokosnussöl ist nicht nur bei trockenem Haar eine gute Wahl. Seine chemische Beschaffenheit ermöglicht es, dass seine wertvollen Bestandteile wie Laurinsäure, Antioxidantien und Fettsäuren bis ins Haarinnere vordringen können, um dort ihre volle Wirkung zu entfalten. Kokosöl ist zudem in der Lage, Proteine zu binden, so dass sie die Haarstruktur aufpolstern und stärken können. Kokosöl verleiht dem Haar nicht nur mehr Glanz. Es hat auch eine reparierende Wirkung, in deren Folge die Haare voll und gesund wirken. Bei Spliss und Haarbruch bekommen Haare durch z.B. eine über Nacht einwirkende Haarkur aus Kokosfett ihre Sprungkraft zurück. Tipp: Um das Kopfkissen zu schonen, sollten sie eine Duschhaube aufsetzen.

Wie regt Kokosöl das Haarwachstum an?

Die antibakterielle und anti-fugale wirkende Laurinsäure beruhigt und regeneriert die Kopfhaut. Mit ihrer Hilfe werden Pilze und andere negative Einflüsse auf der Kopfhaut neutralisiert, so dass sogar das Haarwachstum angeregt werden kann, eine regelmäßige Anwendung vorausgesetzt. Erwarten Sie keine Walle-Mähne, aber ein Versuch ist es bestimmt Wert!

Welches Kokosfett ist das Beste?

Kokosöl wird in Wellness-Instituten gern auch als Duftöl verwand © Robert Przybysz / Shutterstock.com

Im Gegensatz zu anderen Ölen ist Kokosfett recht unempfindlich gegen Hitze, Licht und Sauerstoff – je nach Qualität bleibt es deshalb über 2 Jahre haltbar. Am besten sind Virgin-Kokosöle in Bioqualität. Sie werden in ökologisch arbeitenden Familienbetrieben von Hand geerntet und verarbeitet. Beim Kauf können Sie sicher sein, dass diese Bio-Öle naturbelassen und nicht raffiniert, gebleicht oder desodoriert sind. Bei industrieller Verarbeitung werden zur Verlängerung der Haltbarkeit oder zur Verhärtung der ursprünglich flüssigen Konsistenz häufig toxische Chemikalien eingesetzt, die das Kokosöl schnell in ein ungesundes Fett verwandeln. Der höhere Preis für Bio-Qualität lohnt sich in diesem Fall also tatsächlich.

Was ist das Gute an der Kokosmilch?

Die ist genauso gesund und heiß begehrt, wenn es um Ernährung, Kosmetik und Beauty geht. Kokosmilch hat allerdings rein gar nichts mit der Flüssigkeit aus dem Inneren der Kokosnuss zu tun, die sogar direkt daraus getrunken werden kann – auch wenn viele das denken. Nein, Kokosmilch muss erst hergestellt werden: Das Fruchtfleisch der reifen, braunen Nuss wird gemahlen, ausgepresst und mit Wasser zu einer Milch vermischt. Der schnelle Energielieferant für den Körper enthält viel Fett – und genau das macht die Kokosmilch zu einer beliebten Kosmetikzutat für Haut, Lippen und Haare.

Neue Kosmetik-Produkte auf Kokosnöl-Basis

  • Feuchtigkeit spendendes Kokosnussöl für die Haare: Weightless Hydration Coconut Water Conditioner von OGX, um 8 €
  • Kokos-Extrakte für trockene Haare: Verwöhnende Feuchtigkeit Tiefenpflegende Intensivmaske von Herbal Essences, um 5 €
  • Kokosnussöl-Bad für die Hautpflege: Totes Meer Badesalz Kokos Ölbad von Dermasel, um 3 €
  • Für weiche Haut: Exotische Kokos-Bodylotion von Lavera, um 6 €
  • Peeling aus geriebenen Kokosnussschalen: Coconut Exfoliating Cream Body Scrub von The Body Shop, um 18 €
  • Feuchtigkeitspendende, nährende Pflege für gestresstes Haar: Hask Monoi Coconut Oil Nourishing Shine Hair Oil , um 3 €
23.06.2017| Bettina Koch, Christine Naefeke © womenshealth.de
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