Vagina So verändert sich Ihre Vagina mit dem Alter

Heller, dunkler, größer, kleiner – die Vagina kann sich im Laufe des Lebens immer mal wieder verändern © Ecosy / Shutterstock.com

Die Vagina einer 20-Jährigen unterscheidet sich enorm von der einer 40-Jährigen. Warum das so ist und was genau sich verändert, erfahren Sie hier

Women's Health und der Amerikanische Kongress der Geburtshelfer und Gynäkologen (ACOG) haben gemeinsam eine exklusive Umfrage durchgeführt, die aufzeigt, was und wie viel Frauen eigentlich über ihren Körper wissen, also seine Funktionen und Organe und seine Veränderungen. Die traurige Antwort: Nicht wirklich viel. Speziell im Unterleibsbereich gab es viele Fragezeichen. Damit Sie ihre Vagina etwas besser kennenlernen, haben wir hier mal einige Fakten dazu gesammelt, wie sie sich im Laufe Ihres Lebens verändert.

Die Vagina einer 20-Jährigen

Halleluja, die Pubertät haben Sie erfolgreich hinter sich gelassen! Ihr Körper ist gänzlich zu dem einer erwachsenen Frau entwickelt, Ihre Organe haben nun ihre vollständige Größe erreicht. Mit einer Ausnahme: Die äußeren Schamlippen, die den Rest Ihres intimsten Bereiches umschließen. Erschrecken Sie sich nicht, wenn Ihnen diese plötzlich schmaler erscheinen, denn je älter Sie werden, desto mehr reduziert sich auch das Unterhautfettgewebe Ihrer Genitalien.

Die Vagina einer 30-Jährigen

Mit fortschreitendem Alter oder aber durch eine Schwangerschaft werden Sie von Hormonschüben heimgesucht. Diese können dazu führen, dass sich Ihre inneren Schamlippen, die die Klitoris und die Vaginalöffnung umschließen, farblich verdunkeln. Bleiben Sie bei Ihrem nächsten Selbst-Check also ganz entspannt – die Farbveränderung ist ganz natürlich und unbedenklich.

Übrigens: Ihr Körper schafft während einer Schwangerschaft Außerordentliches. Die Gebärmutter etwa nimmt während einer Schwangerschaft die Ausmaße einer Wassermelone an und schrumpft in den ersten 6 Wochen nach der Geburt zurück auf ihre ursprüngliche Größe. Was das für die Vagina während der Geburt bedeutet, müssen wir Ihnen kaum sagen. Etwa 32 Prozent der Frauen entbinden heutzutage per Kaiserschnitt, um Ihrer Vagina eine solche Dehnung zu ersparen – und das, obwohl ihre Operationsnarben jahrelang schmerzen und kribbeln können.

Von wegen "Scham": Schätzen und würdigen Sie Ihre Vagina, sie vollbringt Wundervolles! © Ecosy / Shutterstock.com

Die Vagina einer 40-Jährigen

Auch wenn der Eisprung bei Frauen ab 40 immer seltener wird, stößt die Frau noch immer Eizellen aus und bekommt auch ihre Periode. Die Zyklen sind allerdings kürzer und laufen ungefähr ab dem 51. Lebensjahr aus – willkommen Menopause! Ihr Körper stellt die Fruchtbarkeit etwa 5 bis 10 Jahre zuvor ein. Dass Sie keine Kinder mehr bekommen können, heißt aber natürlich nicht, dass Sie keinen Sex mehr haben. Im Gegenteil: Ohne Verhütung kann der viel entspannter werden.

Ihre Reproduktionsorgane werden von Sehnen, Gewebe und Muskeln unterstützt. Extrapfunde, fortschreitendes Alter und jahrelanges hochintensives Training können Ihren Beckenboden allerdings ganz schön in Mitleidenschaft ziehen, Organe belasten und zu einer Blasenschwäche und einem Druckgefühl im Unterleib führen. Unser Tipp: Beckenbodengymastik. Viiiiiel Beckenbodengymnastik.

Der im Alter auftretende niedrige Östrogenspiegel bringt die Säure-Basen-Balance Ihrer Vagina durcheinander. Das kann zu Entzündungen führen – einhergehend mit Ausdünnung und Austrocknung der Scheidenwände. Klassische Symptome sind Juckreiz, Brennen und Rötungen. Die gute Nachricht: Sex kann dies vermeiden oder zumindest vermindern.

Ihre Vagina macht im Laufe Ihres Lebens einiges mit, Veränderungen sind deshalb vollkommen normal. Gerade nach einer Geburt und ab der Menopause hilft Beckenbodentraining, sie gesund und in Form zu halten, genauso wie regelmäßiger Sex – also, worauf warten Sie noch?

20.09.2018| Rebecca Höfer © womenshealth.de
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