Gerade beim Kreuzheben oder Rudern mit der Langhantel stoßen selbst erfahrene Kraftsportlerinnen schnell an ihre Grenzen – nicht, weil der Rücken schlappmacht, sondern weil die Unterarme aufgeben. Die Griffkraft lässt nach, die Hände brennen und der Satz muss abgebrochen werden, obwohl der Zielmuskel – der Rücken – eigentlich noch Power hätte. Ärgerlich, oder?
Hier kommen Zughilfen ins Spiel: Das clevere Trainings-Tool entlastet deine Unterarme, indem es die Verbindung zwischen Hand und Hantel verstärkt. Du wickelst sie einfach um die Stange, und schon übernimmt die Zughilfe einen Teil der Haltearbeit. So kannst du dich voll auf die Bewegung konzentrieren, mehr Wiederholungen schaffen und den Muskel gezielter reizen – perfekt für sichtbaren Fortschritt und effektiven Muskelaufbau.
Studien bestätigen: Wer mit Zughilfen trainiert, profitiert von stärkerer Performance, besserer Kontrolle und einer geringeren Verletzungsgefahr. Wir zeigen dir 4 Top-Zughilfen, mit denen du deinen Grip und deine Gains auf das nächste Level bringst.
Was sind Zughilfen und wie funktionieren sie?
Zughilfen sind praktische Trainings-Accessoires, die vor allem beim Krafttraining mit schweren Gewichten zum Einsatz kommen. Sie bestehen meist aus robustem Stoff oder Leder und werden um die Handgelenke gewickelt. Anschließend fixierst du sie an der Hantelstange – so übernehmen sie einen Teil der Haltearbeit, den normalerweise deine Unterarme leisten.
Das Ergebnis: Du kannst schwerer trainieren, ohne dass deine Griffkraft der limitierende Faktor ist. Besonders bei Übungen wie Kreuzheben, Klimmzügen oder Langhantelrudern machen Zughilfen den entscheidenden Unterschied – mehr Fokus auf den Zielmuskel, weniger Belastung für Hände und Unterarme.
Wann sind Zughilfen beim Training sinnvoll?
Zughilfen lohnen sich immer dann, wenn du mit hohen Gewichten arbeitest oder viele Wiederholungen in einem Satz schaffst. Sie helfen dir, den Zielmuskel länger unter Spannung zu halten, während deine Unterarme entlastet werden.
Besonders sinnvoll sind sie bei:
- Kreuzheben oder Varianten davon
- Klimmzügen und Latzug
- Rudern mit der Langhantel oder Kurzhantel
Trotzdem gilt: Zughilfen sind kein Ersatz für eine gute Griffkraft. Trainiere deine Unterarme regelmäßig auch ohne Hilfsmittel, um langfristig stärker zu werden.
Zughilfen richtig einsetzen: So verwendest du sie beim Training
Zughilfen sind ein effektives Tool, um dein Training auf das nächste Level zu bringen – besonders dann, wenn deine Griffkraft vor deinen Muskeln aufgibt. Sie sorgen für mehr Stabilität und ermöglichen dir, dich voll auf die Zielmuskulatur zu konzentrieren. Doch nur wer sie richtig einsetzt, profitiert wirklich davon.
- Anlegen: Lege die Zughilfe um dein Handgelenk und ziehe sie fest, aber so, dass sie nicht einschneidet. Sie sollte eng anliegen und stabil sitzen.
- Positionieren: Wickel das freie Ende der Zughilfe um die Hantelstange, bis du spürst, dass sie Halt gibt.
- Greifen: Fasse die Stange und zieh die Zughilfe straff, sodass sie sich zwischen Hand und Stange "einhakt". Dadurch entlastest du deine Unterarme und kannst dich stärker auf die Zugbewegung konzentrieren.
- Ausführen: Jetzt führst du die Übung wie gewohnt aus – mit stabilem Griff, sauberer Technik und kontrollierter Bewegung.
Tipp: Übe den Umgang zunächst mit leichterem Gewicht, um das Gefühl für die richtige Spannung zu entwickeln. Erst wenn du die Technik beherrschst, solltest du dich an schwerere Gewichte wagen. So nutzt du die Zughilfen optimal und minimierst gleichzeitig das Verletzungsrisiko.
Worauf muss ich bei Zughilfen achten?
Bei der Auswahl von Zughilfen gibt es ein paar wichtige Faktoren zu beachten:
- Passform: Zughilfen sollten angenehm fest um das Handgelenk anliegen, damit es weder drückt noch verrutscht.
- Material: Eine Zughilfe kann aus Baumwolle, Nylon oder Leder sein. Zughilfen aus Baumwollstoff sind atmungsaktiv und absorbieren den Schweiß, halten so die Hände trocken und sind somit empfehlenswert. Manche Modelle haben eine Polsterung für die Handflächen für zusätzlichen Komfort.
- Extras: Zudem gibt es Zughilfen mit Schlaufen oder Stahlhaken. Die Schlaufe wird um das Handgelenk und die Hantelstange gewickelt, während Zughilfen mit Stahlhaken meist mit Klettverschluss ums Handgelenk befestigt werden und der Haken auf der Handinnenseite an der Stange eingehängt wird. Zughilfen mit Stahlhaken sind etwas robuster, jedoch fühlen sie sich meistens starr an und mit einer Schlaufe bietet sich mehr Komfort.
Welche sind die besten Zughilfen?
Häufige Fehler beim Training mit Zughilfen
Auch wenn Zughilfen dein Training erleichtern, können falsche Anwendung oder zu häufige Nutzung ihre Vorteile ins Gegenteil verkehren.
- Zu häufige Verwendung: Wenn du sie bei jeder Übung einsetzt, schwächst du langfristig deine Griffkraft. Nutze sie gezielt bei schweren Sätzen.
- Falsche Wickeltechnik: Ist die Zughilfe zu locker, kann sie verrutschen – zu fest, und sie behindert die Durchblutung.
- Überhitzte oder verschwitzte Hände: Bei feuchter Haut verliert die Zughilfe an Grip. Achte auf trockene Hände oder verwende Kreide.
- Falsches Material: Günstige Zughilfen reißen schnell oder liegen unbequem an. Investiere lieber in stabile Modelle mit Polsterung.
FAQ: Zughilfen im Krafttraining
Nur bedingt. Zughilfen entlasten die Unterarme, weshalb du zusätzlich gezieltes Griffkrafttraining einbauen solltest – etwa Farmer’s Walks oder Dead Hangs.
Ja, aber mit Bedacht. Für Einsteiger:innen ist es wichtig, zuerst Technik und Griffkraft aufzubauen. Zughilfen können später ergänzend genutzt werden, um Fortschritte zu beschleunigen.
Wasche sie regelmäßig von Hand mit mildem Waschmittel und lass sie an der Luft trocknen. Leder-Zughilfen kannst du mit speziellem Pflegeöl geschmeidig halten.





