In dieser Übung hältst du den Körper wie ein Schiffchen in einer stabilen Position. Dadurch wird nicht nur der Bauch trainiert, sondern die gesamte Core-Muskulatur aktiviert.
Summary
- Schwierigkeitsgrad: Anfänger bis Fortgeschrittene
- MET-Wert: 5–6
- Hauptregion: Rumpf
- Equipment/Hilfsmittel: keine; optional: Zusatzgewichte (Hantel/Scheibe)
Was ist Hollow Body Hold und warum ist die Übung so effektiv?
Der Hollow Body Hold, manchmal auch Banana-Hold genannt, ist eine statische Core-Übung aus dem Turnsport. Dabei liegt dein Körper auf dem Rücken in einer stabilen Schiffchen-Position: Arme und Beine sind vom Boden abgehoben, der Rumpf ist maximal angespannt. Die Position wirkt simpel, erfordert aber eine hohe Grundspannung in der gesamten Körpermitte.
Der entscheidende Unterschied zu Crunches oder Sit-ups: Statt Bewegung steht das Halten im Fokus. Dadurch arbeiten nicht nur die sichtbaren Bauchmuskeln, sondern auch die tiefen stabilisierenden Muskelschichten gleichzeitig.
Genau das macht die Übung so effektiv: Du trainierst deine Körperspannung als Ganzes. Das zahlt sich direkt aus – bei Liegestützen, Klimmzügen oder Squats bleibt dein Rumpf stabiler und du kannst mehr Kraft übertragen.
Diese Muskeln werden beansprucht

Beanspruchte Muskeln beim Hollow Body Hold (Banana-Hold).
Der Hollow Body Hold ist eine statische Kraftübung, die eine perfekte Koordination der vorderen Muskelkette erfordert. Die beteiligten Muskeln arbeiten dabei wie folgt zusammen:
- Gerader Bauchmuskel (Rectus abdominis): hält den unteren Rücken am Boden
- Tiefe Bauchmuskulatur (Transversus abdominis): stabilisiert die Wirbelsäule
- Hüftbeuger: halten die Beine in der Position
- Quadrizeps: sorgen für gestreckte Beine und erhöhen die Spannung
- Schultern und Brust: stabilisieren den Oberkörper in der C-Position
MET-Wert und Kalorienverbrauch
Mit einem MET-Wert von 5–6 zählt der Hollow Body Hold zu den effektiven, aber nicht maximal intensiven Übungen. Dennoch beansprucht das Core-Workout viele Muskelgruppen gleichzeitig, was den Energieverbrauch in die Höhe treibt. Du verbrennst bei einem Körpergewicht von ca. 60 kg etwa 50–60 kcal in 10 Minuten.
Funktionale Alltagsvorteile
Ein starker Core stabilisiert deinen gesamten Körper – genau hier setzt der Hollow Body Hold an. Du trainierst die tiefen Muskeln, die dich im Alltag schützen und leistungsfähiger machen.
- Bessere Haltung: weniger Rundrücken beim Sitzen
- Mehr Stabilität: sicherer bei Hebe- und Tragebewegungen
- Weniger Rückenschmerzen: durch aktive Rumpfspannung
- Mehr Kontrolle im Training: z. B. bei Squats, Liegestützen oder Klimmzügen
Nachteile von Hollow Body Hold
Der Hollow Body Hold ist technisch anspruchsvoll und setzt eine gute Grundspannung im Core voraus. Für Einsteigerinnen kann es schwierig sein, die Position sauber zu halten, ohne in ein Hohlkreuz zu fallen.
Da die Übung statisch ist, fehlt zudem der dynamische Bewegungsanteil, was sie weniger geeignet für den gezielten Muskelaufbau allein macht. Ohne Varianten oder Progression kann der Trainingsreiz schnell stagnieren.
Die richtige Ausführung
Du hast Lust bekommen, den Hollow Body Hold in dein Training zu integrieren? So machst du ihn richtig:
Wichtig zu beachten
- Drücke deinen unteren Rücken bewusst fest an den Boden.
- Spanne den Core aktiv an und ziehe den Bauchnabel leicht nach innen.
- Rolle den Oberkörper leicht ein, sodass die Schulterblätter abheben.
- Halte die Position stabil bei ruhiger Atmung.
- Starte mit 10–15 Sekunden und steigere die Haltezeit schrittweise.
Calisthenics: Die 10 besten Übungen für Kraft und Definition
Dos und Don'ts
Die häufigsten Probleme und deren Lösung
Der Hollow Body Hold gilt als einfache Halteübung, doch die meisten machen ihn falsch. So vermeidest du die häufigsten Fehler:
Checkliste für Anfängerinnen
Damit der Einstieg in den Hollow Body Hold gelingt und du deinen unteren Rücken schützt, gehe vor jeder Wiederholung diese Punkte durch:
- Lendenwirbelsäule (LWS): bleibt fest am Boden – löst sie sich, Hebel verkürzen
- Beckenkippung: Schambein Richtung Bauchnabel ziehen für stabile Spannung
- Hebelgesetz: je tiefer Arme und Beine, desto schwerer – starte höher
- Kinn-Position: leicht Richtung Brust ziehen, Nacken entspannt halten
- Schulterblätter: aktiv vom Boden lösen und Oberkörper einrollen
- Atmung: ruhig weiteratmen, keine Pressatmung
Varianten
Um dein Training abwechslungsreich zu gestalten, gibt es verschiedene Varianten:
Tuck Hold: Knie sind angewinkelt, dadurch verkürzt sich der Hebel, die Übung wird deutlich leichter.
One Leg Hold: Ein Bein bleibt angewinkelt, das andere ist gestreckt.
Full Hollow Hold: Arme und Beine sind vollständig gestreckt in der klassischen Schiffchen-Position.
Hollow Body Rock: Aus der Halteposition heraus schaukelst du kontrolliert vor und zurück.
Weighted Hollow Hold: Du hältst zusätzlich ein Gewicht in den Händen für mehr Belastung.
Progressionsweg mit Tipps
Der Hollow Body Hold lässt sich wunderbar steigern:
Level 1 – Tuck Hold: ideal, um die Grundspannung zu lernen und den unteren Rücken stabil am Boden zu halten
Level 2 – One Leg Hold: erhöht die Belastung schrittweise, ohne die Kontrolle zu verlieren
Level 3 – Full Hollow Hold: maximaler Hebel fordert die komplette Core-Stabilität
Level 4 – Hollow Body Rock: bringt Dynamik ins Spiel und erhöht die Zeit unter Spannung
Level 5 – Weighted Hollow Hold: zusätzlicher Widerstand sorgt für einen neuen Trainingsreiz
So kannst du dich Schritt für Schritt steigern, bis hin zu einer Körperspannung, die dich in allen Übungen stärker macht.
FAQ zum Mind-Body-Concept – das sollten Frauen darüber wissen
Frauen profitieren zusätzlich aufgrund ihrer hormonellen Sensitivität besonders von Stressregulation und gezielter Balance von Körper und Geist.
Regelmäßig, am besten täglich 5–20 Minuten. Kleine, konstante Einheiten sind oft effektiver als seltene lange Sessions.
Mit Yin Yoga, Hatha Yoga oder sanftem Vinyasa Flow kannst du Stress reduzieren, dein hormonelles Gleichgewicht stärken und Entzündungen vorbeugen.
Ja, Studien zeigen, dass Achtsamkeits- und Atemmeditation den Cortisolspiegel reduzieren und so Schlaf, Konzentration und hormonelles Gleichgewicht positiv beeinflussen.
Kleine Mini-Impulse: 3 bewusste Atemzüge vor Meetings, kurze Yoga- oder Stretch-Einheiten, Bildschirm-Pausen mit Körperwahrnehmung, abendliche Meditation statt Smartphone.





