7 Gründe, warum du öfter Ananas essen solltest MAD.vertise / Shutterstock.com

Gesunde Ananas: Ist sie ein Fatburner?

Gesunde Ananas 7 Gründe, warum du öfter Ananas essen solltest

Superfruit oder Super-Fatburner? Wir verraten, welche Inhaltsstoffe Ananas so gesund machen und welche Behauptungen über das süße Früchtchen (leider) nicht stimmen

Süß, gesund und unglaublich lecker. Ananas gilt als die Königin der Tropenfrüchte. Schon optisch ist sie ein echter Hingucker. Doch auch ihre inneren Werte lassen die süße Frucht glänzen. Denn sie steckt voller Vitamine, ist kalorienarm und sorgt vor allem im Sommer für eine leckere Erfrischung zwischendurch.

Doch es gibt auch zahlreiche Mythen und Behauptungen über den Exoten, die nicht wissenschaftlich belegt sind, wie die bekannte Ananas-Diät und ihre fettschmelzende Wirkung. Sogar tropische Heilkräfte werden ihr nachgesagt. Wir decken auf, was wirklich stimmt und erklären dir, warum es sich (trotzdem) lohnt, öfter Ananas zu futtern.

Bromelain: Was kann das Ananas-Enzym wirklich?

Ihre angeblichen Wunder-Wirkung in Sachen Abnehmen verdankt die Ananas dem enthaltenen Bromelain, auch als Ananas-Enzym bekannt. Das Enzym hilft bei der Aufspaltung von Eiweiß und kann sowohl die Proteinaufnahme als auch die Verwertung von Eiweißen unterstützen. Bromelain soll jedoch auch viele andere positive Eigenschaften haben, die auch in Studien nachgewiesen werden konnten.

Dennoch lässt sich das nicht alles auf den Verzehr von Ananas übertragen. Im Fruchtfleisch selbst ist das Enzym nur in sehr geringen Mengen enthalten. Es befindet sich nämlich vor allem im Strunk der Ananas-Pflanze, aus der das Verdauungsenzym auch als Nahrungsergänzungsmittel gewonnen wird. Für die Frucht an sich gilt: Je unreifer, umso höher der Gehalt an Bromelain. Trotzdem reicht diese geringe Menge nicht aus, um wissenschaftlich nachweisbare Effekte zu erzielen. Und den harten Strunk wollten wir dir hier wirklich nicht schmackhaft machen.

Ist Ananas gesund?

Auch wenn somit das Bromelain allein die Ananas nicht zum ultimativen Superfood macht, hat sie eine ganze Menge anderer positiver Eigenschaften. Zuhause ist die Ananas in tropischen Ländern, wo sie schon seit vielen Jahrhunderten aufgrund der enthaltenen Nährstoffe als extrem wertvolles Nahrungsmittel gilt. Zum Glück gibt es sie auch bei uns – und das sogar das ganze Jahr.

Auch wenn es etwas aufwändiger ist, das Fruchtfleisch von der Schale zu befreien, solltest du übrigens immer zur frischen Ananas greifen. Aus der Dose enthält sie nämlich meist zugesetzten Zucker und verliert außerdem jede Menge Nährstoffe. Auch geschmacklich kommt einfach nichts an die frische Frucht ran.

Warum du Ananas öfter futtern solltest? Hier kommen 7 gute Gründe:

1. Ananas unterstützt dein Immunsystem

Ohne ein funktionierendes Immunsystem geht nichts. Es schützt dich vor Keimen und macht dich auch gegen Krankheitserreger resistenter. Besonders wichtig ist dafür Vitamin C. Davon liefert Ananas auf 100 Gramm immerhin 19 Milligramm Gramm. Daneben punktet sie mit einer Vielzahl anderer Mikronährstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium und B-Vitaminen, die die körpereigene Abwehr unterstützen.

2. Ananas kann beim Abnehmen helfen

Schon lange gilt Ananas als Geheimwaffe beim Abnehmen. Fett einfach wegfuttern, funktioniert jedoch selbst mit Hilfe der tropischen Frucht nicht so einfach. Nichtsdestotrotz kann Ananas das Abnehmen unterstützen, da sie wenig Kalorien, kaum Fett und viel Wasser enthält. In dieser Kombination sorgt sie für ein schnelles Sättigungsgefühl und kann helfen, das ein oder andere Kilo zu verlieren. Nasche sie als gesunden Sommer-Snack statt Schoki & Co. Noch mehr gesunde Früchte für heiße Tage findest du hier.

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3. Ananas wirkt stimmungsaufhellend

Schon wieder miese Laune? Dann probiere es doch mal mit einem großen Teller Ananas. Der Tropenfrucht wird nämlich nachgesagt, dass sie wie ein natürlicher Mood-Booster wirkt. Das liegt zum einen am Vanillin, ein natürlich enthaltener Aromastoff, der sich positiv auf die Stimmung auswirken soll und zum anderen am Tryptophan, einer Vorstufe von Serotonin, welches Studien zufolge die Laune heben kann. Beide zusammen machen aus ihr das perfekte Gute-Laune-Obst.

4. Ananas bringt deinen Säure-Basen-Haushalt in Balance

Damit dein Stoffwechsel einwandfrei funktioniert, muss der Säure-Basen-Haushalt immer in Balance bleiben. Da wir uns meist eher zu sauer ernähren, kommt dieser schnell in ein Ungleichgewicht, was sich auf den gesamten Organismus auswirkt. Ananas wirkt basisch und kann so einer Übersäuerung entgegenwirken.

5. Ananas lässt deine Haut strahlen

Die hübsche Tropenfrucht ist eine kleine Beauty-Queen. Sie liefert nicht nur Vitamin C, das deine Zellen als Antioxidans vor schädlichen freien Radikalen schützt, sondern auch das essenzielle Spurenelement Mangan. Beide werden zur Bildung von Kollagen benötigt, das Studien zufolge dein Bindegewebe stärkt und so die Haut praller und straffer erscheinen lässt. Hier kommen 10 weitere Beauty-Tipps für schöne Haut.

6. Ananas hilft bei Entspannung und Regeneration

Entspann dich doch mal. Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Magnesium kann das unterstützen, wie Studien zeigen. Wie gut, dass Ananas besonders viel des essenziellen Mikronährstoffes liefert. Magnesium wirkt unter anderem auf Nerven und Muskeln. Um Muskelkrämpfe vorzubeugen und innere Unruhe zu lindern, kann es deshalb durchaus hilfreich sein, ein bisschen Ananas zu snacken.

Übrigens: Ananas kannst du nicht nur als Snack genießen, sondern auch in Hauptmahlzeiten einbauen und mit herzhaften Zutaten kombinieren. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Ananas-Curry oder einem exotischen Wrap? Einfach Hähnchenbrust braten oder grillen, Sauce nach Wahl und ein wenig Salat hinzufügen und mit Ananas toppen. Die Ananas kannst du vorher auch ein wenig angrillen, dann karamellisiert sie und schmeckt noch süßer.

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Geniale Kombi: Süße Ananas im herzhaften Wrap

7. Ananas wirkt positiv auf die Verdauung

Wenn die Verdauung nicht stimmt, soll Ananas, beziehungsweise das enthaltene Enzym Bromelain helfen. Studien konnten durchaus zeigen, dass es sich positiv auf den Verdauungstrakt auswirkt. Es ging jedoch nie um den Verzehr von Ananas, sondern ausschließlich um die Einnahme von Bromelain als Supplement.

Inwieweit das also in den geringen Mengen wirklich funktioniert, bleibt fraglich. Nichtsdestotrotz ist es nicht ausgeschlossen, dass es in Verbindung mit den enthaltenen Faserstoffen helfen kann, die Verdauung zu regulieren. Die wirken nämlich sowohl auf die Darmtätigkeit als auch die Darmbakterien und können so deinen Magen-Darm-Trakt gesund halten.

So klappt es, mehr Ananas zu essen

Da Ananas so gesund, solltest du also unbedingt öfter zugreifen. Sie lässt sich wunderbar zwischendurch snacken, ist ein gesundes Dessert, sorgt aber auch in deftigen Gerichten für eine aufregende Süße und lässt sich zum Beispiel wunderbar grillen. Damit du sie immer griffbereit hast, schneidest du am besten gleich die ganze Frucht. Reif ist sie übrigens, wenn sie beim Eindrücken der Schale etwas nachgibt, die Blätter sich ohne Probleme lösen lassen und sie am Strunk einen leicht süßen Duft versprüht.

Zum Aufschneiden kannst du entweder so einen speziellen Ananasschneider verwenden oder du gehst wie folgt vor:

  1. Oberen und unteren Teil entfernen.
  2. Schale längs abschneiden.
  3. Halbieren, vierteln und in Würfel oder in Scheiben schneiden und im Kühlschrank aufbewahren.

Ananas hat ihren Titel als Königin der Tropenfrüchte definitiv verdient: Perfekter Snack, gesunder Sattmacher und kalorienarme Vitaminbombe. Da darfst du definitiv öfter zugreifen.

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