Datteln stillen den Süßhunger, passen aber genauso gut in Salate, Dips und herzhafte Snacks. Ihre weiche Konsistenz und das karamellige Aroma machen sie zu einer vielseitigen Zutat, die vielen Gerichten Süße und Bindung verleiht.
Unsere fünf Rezepte mit Datteln zeigen dir, was in den kleinen Früchten steckt – vom warmen Frühstück bis zum schnellen Partysnack.
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Datteln im Check: Was steckt in den süßen Früchten?
Datteln sind die Früchte der Dattelpalme und werden meist getrocknet angeboten. Besonders beliebt sind große Medjool-Datteln, die weich, saftig und angenehm karamellig schmecken. Ihre intensive Süße kommt nicht von ungefähr: Getrocknete Datteln enthalten je nach Sorte ungefähr 60 bis 70 Gramm Zucker pro 100 Gramm. Weil ihnen beim Trocknen Wasser entzogen wird, liegen Zucker und Kalorien konzentrierter vor als in frischem Obst. Eine kleine Portion reicht daher meistens aus.
Trotzdem bieten sie gegenüber reinem Haushaltszucker einen Vorteil: Sie bringen weitere Nährstoffe mit. Eine Studie beschreibt Datteln unter anderem als Quelle für Ballaststoffe, Kalium, Magnesium, Kupfer sowie verschiedene sekun.äre Pflanzenstoffe. Auch der Forschungsüberblick von Al-Farsi und Lee hebt ihre Ballaststoffe, Mineralstoffe und antioxidativ wirkenden Pflanzenstoffe hervor. Wie viel davon tatsächlich enthalten ist, hängt von Sorte, Reifegrad und Verarbeitung ab.
Die Ballaststoffe können eine normale Verdauung unterstützen, während sekundäre Pflanzenstoffe wegen ihrer möglichen antioxidativen Wirkung erforscht werden. Trotzdem gilt: Datteln sind kein zuckerfreies Lebensmittel. Sie können Haushaltszucker in manchen Rezepten ersetzen und bringen dabei zusätzliche Nährstoffe mit – entscheidend bleibt jedoch die verwendete Menge.
Warum Datteln beim Kochen und Backen so praktisch sind
Datteln süßen Gerichte nicht nur, sie sorgen püriert auch für Bindung und Saftigkeit. Fein gehackt setzen sie wiederum einen spannenden Gegenpol zu salzigen, scharfen oder säuerlichen Aromen. Dadurch kannst du sie vom Frühstück bis zum Abendessen vielseitig einsetzen:
- Natürliche Süße: Sie können einen Teil des zugesetzten Zuckers ersetzen.
- Karamelliges Aroma: Das passt zu Kakao, Nüssen, Zimt und Vanille.
- Weiche Konsistenz: Eingeweicht und püriert werden sie zu einer cremigen Paste.
- Süß-herzhafter Kontrast: Sie harmonieren mit Käse, Hülsenfrüchten, Speckalternativen und orientalischen Gewürzen.
- Schnelle Energie: Durch ihren hohen Kohlenhydratanteil eignen sie sich in kleiner Menge als Snack vor dem Training.
Wichtig: Datteln sind zwar eine vollwertigere Alternative zu Haushaltszucker, bleiben aber eine konzentrierte Zuckerquelle. Ein Kuchen wird daher nicht automatisch "zuckerfrei", nur weil Datteln statt Kristallzucker darin stecken. Treffender ist die Bezeichnung ohne zugesetzten Haushaltszucker.
Von süß bis herzhaft: So kannst du Datteln verwenden
Je nach Gericht kannst du Datteln hacken, füllen, pürieren oder direkt mit anderen Zutaten zerkleinern. Harte, sehr trockene Früchte solltest du vorher etwa 10 bis 15 Minuten in heißem Wasser einweichen. Danach lassen sie sich leichter verarbeiten.
Für Frühstück, Gebäck und süße Snacks
In süßen Rezepten passen Datteln besonders gut zu Haferflocken, Kakao, Nüssen, Banane und Kokos. Püriert lassen sie sich in Teige und Cremes einarbeiten. Zusammen mit Nüssen oder Haferflocken entsteht eine klebrige Masse, aus der du beispielsweise Energiekugeln oder einen Boden für ungebackene Kuchen formen kannst.
Außerdem gibt es auch sogenannte Dattelsüße beziehungsweise Dattelzucker. Dabei handelt es sich in der Regel um getrocknete, fein gemahlene Datteln. Da sich das Pulver nicht vollständig auflöst und Flüssigkeit anders bindet als Haushaltszucker, lässt es sich beim Backen nicht in jedem Rezept eins zu eins austauschen.
Infobox: DIY-DattelpastUm es dir leichter zu machen und einen gesunden Zuckerersatz immer griffbereit zu haben, kannst du diese Dattelpaste einfach in größerer Menge zubereiten und um Kühlschrank für etwa 1 Woche lagern. Für die Zubereitung lohnt sich die Anschaffung eines guten Pürierstabs oder noch besser – eines Food Processors. Damit bekommst du nicht nur Datteln klein und cremig, sondern auch Nüsse und andere harte Zutaten:
Zutaten für DIY-Dattelpaste:
● 250 Gramm Datteln (Medjool-Datteln oder getrocknete Datteln)
● Heißes Wasser zum Einweichen
Zubereitung: Datteln in heißem Wasser, sodass sie gut bedeckt sind, etwa 15 Minuten einweichen. Etwa 60 ml des Einweichwassers auffangen, den Rest wegkippen. Wasser und Datteln so lange pürieren, bis eine cremige Masse entsteht
Tipp: Wenn du lieber eine flüssigere Konsistenz möchtest, verwendest du einfach etwas mehr Wasser.
Für Salate, Dips und herzhafte Snacks
Die ausgeprägte Süße der Datteln bildet einen spannenden Kontrast zu würzigen und salzigen Zutaten. Das zeigt schon der Klassiker Datteln im Speckmantel (mit einer pflanzlichen Speckalternative funktioniert er auch vegan). Fein gehackt verfeinern Datteln außerdem Bulgur- und Couscoussalate, Currys, Dips oder Chutneys.
Als schnelles Fingerfood kannst du entsteinte Datteln mit Frischkäse, Ziegenkäse, Hüttenkäse oder Hummus füllen. Gehackte Mandeln, Walnüsse, Chili oder frische Kräuter sorgen anschließend für zusätzlichen Geschmack und Biss.
5 Dattel-Rezepte für Frühstück, Snack und Abendessen
Ob schokoladig, fruchtig oder herzhaft: Diese 5 Rezepte zeigen, wie unterschiedlich du Datteln zubereiten kannst. Prüfe vor der Verarbeitung immer, ob die Früchte bereits entsteint sind – ein übersehener Kern kann deinen Zerkleinerer beschädigen.
1. Baked Schoko-Oatmeal mit Datteln
Was ist besser als Kuchen? Kuchen zum Frühstück! Dieses Baked-Oatmeal ist super gesund und wird nur mit ein wenig Ahornsirup und Datteln gesüßt.

Für 2 Portionen (1 kleine Auflaufform):
- 2 Medjool Datteln
- 120 g Haferflocken
- 1 Ei
- 1 reife Banane
- 250 ml Milch oder Milchalternative
- 1-2 EL Kakaopulver
- 1 Prise Zimt
- 1 Prise Salz
- 1 Handvoll Schokodrops
Zubereitung:
1. Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
2. Datteln fein hacken, Banane mit einer Gabel zerdrücken, Milch mit Ei vorab ein wenig verquirlen, dann mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Schokodrops on top verteilen. Du kannst nach Belieben auch noch Flavdrops oder Geschmackspulver zum Süßen dazugeben. Auch gehackte Nüsse passen noch super ins Oatmeal.
3. Rund 25 Minuten im Ofen backen, warm oder kalt genießen.
2. Gefüllte Eis-Datteln
Vorsicht, Suchtgefahr. Dieses Rezept könnte ziemlich schnell zu deinem liebsten Snack werden. Es gibt nämlich nicht nur Datteln, sondern on top auch noch Eis und Schokolade. Am besten bereitest du gleich ein wenig mehr vor, damit du die süße Verführung in deinem Gefrierschrank immer bereit hast.

Zutaten für 8 Stück:
- 8 Medjool Datteln
- 25 g Zartbitterschokolade (vegan)
- 2 Kugeln Cremissimo Peanut Banana Vegan
- 2 Prisen grobe Meersalzflocken
Zubereitung (20 min + 60 min Kühlzeit):
- Die Medjool Datteln längs aufschneiden, entsteinen und auf eine mit Backpapier ausgelegte Arbeitsfläche legen.
- In einem Wasserbad auf niedriger bis mittlerer Hitze die vegane Schokolade zum Schmelzen bringen.
- Mit einem Teelöffel Cremissimo Peanut Banana Vegan Eis in die Datteln füllen, sodass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Eis und Dattel entsteht.
- Die flüssige Schokolade vorsichtig mit einem Löffel über die gefüllten Datteln tröpfeln.
- Die Datteln mit dem groben Meersalz bestreuen und in eine Dose setzen, verschließen und im Gefrierfach für ca. 60 Minuten auskühlen lassen. Für ein optimales Genusserlebnis die Datteln 10 Minuten vor Verzehr aus dem Gefrierfach nehmen und kurz antauen lassen.
Tipp: Einmal-Handschuhe helfen beim Befüllen der Datteln.
3. Orientalischer Bulgur-Salat mit Datteln
Datteln gehören einfach zur orientalischen Küche – und zwar nicht nur in süßen Gerichten. Zusammen mit all den anderen typischen Gewürzen sorgen sie für einen unglaublichen Geschmack, der aus "langweiligem" Getreide oder Gemüse einen echten Hingucker macht.

Zutaten für 2 Portionen
- 150 Gramm Bulgur
- 1 Paprika
- 4 Datteln
- 1 Handvoll Mandeln
- 1 TL Paprika
- 1 Prise Chili
- 300 ml Gemüsebrühe
- 1 EL Olivenöl
- 1⁄2 TL Cumin
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Zweig Minze
- 1 Handvoll Petersilie
- 1/2 Dose Kichererbsen
Zubereitung:
- Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika waschen, entfernen und in Streifen schneiden. Datteln, Mandeln und Kräuter hacken.
- Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln, Knoblauch und Paprika etwa 5 Minuten dünsten. Tomatenmark, Datteln, Cumin und eine Prise Chili hinzufügen. Mit Gemüsebrühe ablöschen und weitere 5 bis 10 Minuten einkochen.
- Hitze reduzieren, Bulgur hinzufügen, bei kleiner Hitze köcheln, bis er alle Flüssigkeit aufgenommen hat.
- Kichererbsen, Minze und Petersilie unterheben, abschmecken und servieren.
4. Erdnuss-Dattel-Energy-Balls
Energy Balls sind wohl die süßeste Versuchung, die es wohl gibt. In diesem Rezept landen wirklich nur gute Zutaten, die nur zu einer klebrigen Masse verarbeitet und dann zu Kugeln geformt werden müssen. Falls du irgendetwas davon nicht zuhause hast, lässt es sich ganz einfach umwandeln, indem du zum Beispiel andere Nüsse oder etwas Nussmus verwendest. Außerdem kannst du Vanille oder Zimt mit hinzufügen.

Zutaten für 10 bis 12 Stück:
- 150 Gramm Datteln
- 2 EL Haferflocken
- 2 EL Erdnussmus
- 1 EL Kokosöl
- 1 EL Kakaopulver
- 40 Gramm ungesalzene Erdnüsse
- optional: 2 EL Kokosflocken
Zubereitung:
- Datteln entsteinen. Falls sie sehr hart sind, weiche sie etwa 15 Minuten in heißem Wasser ein. Dann Wasser abschütten und weiter verarbeiten.
- Haferflocken und Erdnüsse im Food Processor sehr fein zerkleinern.
- Datteln, Erdnussmus, Kokosöl und Kakaopulver mit dazugeben und weiter mixen, bis eine klebrige Masse entsteht.
- Aus der Masse 10 bis 12 Kugeln formen und genießen.
- Energy Balls in Kokosflocken wälzen.
5. Herzhaft gefüllte Datteln
Süße Datteln als herzhafter Snack? Klar. Das ist sogar eine richtig gute Kombination und im Nullkommanichts fertig. Statt unserer proteinreichen Variante mit Hüttenkäse funktioniert das auch mit normalem Frischkäse, Ziegenfrischkäse oder für eine vegane Variante mit Hummus:

Zutaten für 8 Stück:
- 8 Medjool-Datteln
- 150 Gramm Hüttenkäse
- 8 Mandeln
- 1 Prise Salz
- optional: Kräuter, wie zum Beispiel Thymian
Zubereitung:
- Die Datteln aufschneiden, Stein entfernen und auf einen Teller legen.
- Datteln mithilfe eines Teelöffels mit dem Hüttenkäse füllen.
- Mandeln hacken und die gefüllten Datteln damit toppen.
So lagerst du Datteln richtig
Getrocknete Datteln bewahrst du am besten kühl, trocken und luftdicht verschlossen auf. Weiche Medjool-Datteln halten sich im Kühlschrank besonders lange und trocknen in einer gut schließenden Dose weniger schnell aus. Ein weißlicher Belag ist häufig auskristallisierter Zucker und nicht automatisch Schimmel. Riechen die Früchte jedoch gärig, zeigen pelzigen Belag oder schmecken ungewöhnlich, solltest du sie entsorgen.
Selbst gemachte Dattelpaste gehört in den Kühlschrank und sollte innerhalb einer Woche verbraucht werden. Energiekugeln halten sich dort – abhängig von den Zutaten – ebenfalls mehrere Tage.
FAQ: Häufige Fragen zu Datteln
Sie liefern im Gegensatz zu Haushaltszucker unter anderem Ballaststoffe und Mineralstoffe. Trotzdem enthalten sie viel natürlichen Zucker und Energie. Sie sind daher eine nährstoffreichere Zutat, aber kein unbegrenzt verwendbarer Zuckerersatz.
Eine feste Obergrenze gibt es nicht. Für viele ist eine kleine Portion von etwa ein bis drei großen Medjool-Datteln sinnvoll. Entscheidend sind deine gesamte Ernährung, dein Energiebedarf und die Größe der Früchte.
Weiche Medjool-Datteln kannst du meist direkt verarbeiten. Trockene oder feste Früchte lassen sich nach 10 bis 15 Minuten in heißem Wasser leichter pürieren.
Datteln können in eine ausgewogene Ernährung passen, auch wenn du abnehmen möchtest. Da sie energiereich sind, solltest du die Portion im Blick behalten. Ihre Ballaststoffe können zur Sättigung beitragen, ersetzen aber kein Kaloriendefizit.
Durch ihre leicht verfügbaren Kohlenhydrate eignen sie sich als schneller Snack vor dem Training. Eine oder zwei Datteln, gegebenenfalls mit etwas Nussmus, reichen häufig aus.
Medjool-Datteln sind besonders groß, weich und saftig. Kleinere Sorten sind oft trockener und fester, funktionieren nach dem Einweichen aber genauso gut in Pasten, Teigen und Energiekugeln.





