Brustschmerzen haben meist harmlose Gründe puhhha / Shutterstock.com

▷ Brustschmerzen: 5 mögliche Ursachen

Brustschmerzen 5 Ursachen, warum deine Brüste plötzlich weh tun

Deine Brüste schmerzen oder spannen ab und zu oder reagieren empfindlich auf Berührungen? Wir erklären, woran das liegt und wie du Abhilfe schaffst

Aua, was ist denn los mit meinem Körper? Plötzlich schmerzt der Busen. Was kann das sein, was tun? Erstmal ganz ruhig bleiben! Stechende Schmerzen, Spannungsgefühl oder extreme Empfindlichkeit bei Berührung von Brust, Brustkorb oder Brustwarze können ganz harmlose Ursachen haben.

Viele Frauen haben mit solchen Problemen immer wieder zu kämpfen. Einer US-Studie zufolge erleiden bis zu 70 Prozent aller Frauen irgendwann plötzliche Schmerzen in der Brust. Meist handelt es sich dabei um keine Erkrankung, sondern es gibt einfache Lösungen. Wir nennen dir die 5 häufigsten Gründe für schmerzende Brüste und erklären, was du dagegen unternehmen kannst.

Was können Brustschmerzen bedeuten?

Brustschmerzen bei Frauen können aus einer Reihe von Ursachen auftreten. Eine Entwarnung gibt es direkt vorweg: Sie müssen kein Zeichen für einen Herzinfarkt oder Erkrankungen wie Brustkrebs sein! Im Gegenteil: Brustkrebs tut in den Anfangsstadien nicht weh.

Vielmehr sind diese Beschwerden oftmals auf hormonelle Schwankungen zurückzuführen und treten während der Menstruation, Schwangerschaft oder in der Stillzeit auf. Aber auch andere Gründe sind möglich. Je nachdem, ob die Symptome zyklusabhängig auftreten oder nicht, sprechen Experten von einer Mastodynie (zyklusbedingt) oder Mastalgie (nicht zyklusbedingt).

Übrigens sind Brustschmerzen kein Problem, mit dem nur Frauen zu kämpfen haben. Auch einigen Männern sind schmerzhafte Symptome in der Brust nicht unbekannt.

Warum habe ich Brustschmerzen?

Es können verschiedene Ursachen vorliegen, warum dein Busen sich in dieser Form meldet. Sie können sowohl organisch als auch mechanisch bedingt sein.

Die bekanntesten und wichtigsten Gründe für Brustschmerzen haben wir hier für dich gesammelt und erklären dir, wie du die Beschwerden schnell wieder los wirst.

5 harmlose Gründe, warum deine Brüste schmerzen können

Mit unserer kleinen Checkliste kannst du ziemlich gut eruieren, woher die brennenden Schmerzen in der Brust vielleicht kommen. Passt eine dieser Ursachen zu deiner Situation? Schau einfach selbst:

1. Deine Periode steht bevor

Der häufigste Grund für Brustschmerz sind Verschiebungen im Hormonhaushalt, die oft im Zuge der Periode auftreten. Mit Beginn des Eisprungs wird im Körper einer Frau vermehrt Progesteron freigesetzt, während dein Östrogenspiegel abfällt. Durch den "Östrogenentzug" können verschiedene Symptome auftreten wie zum Beispiel Kopf- und Rückenschmerzen, Stimmungsschwankungen und auch Brustschmerzen durch vermehrte Wassereinlagerungen.

Die Gesamtheit dieser Symptome wird auch als Prämenstruelles Syndrom (PMS) bezeichnet. Die Einnahme kombinierter Hormonpräparate wie zum Beispiel der Pille können dazu beitragen, das Auftreten von PMS-Symptomen zu unterdrücken, da sie in den Hormonhaushalt eingreifen. Durch die Verhinderung des Eisprungs fällt der Östrogenspiegel nicht ab, sondern bleibt konstant. Das passiert, wenn du die Pille absetzt

Schmerzen, die insbesondere während der Menstruation auftreten, werden auch zyklische Schmerzen genannt. Sie treten vor allem vor und während des ersten Tages der Periode auf. Auch kann es dann zu einem Anschwellen und extremer Empfindlichkeit der Brüste kommen. Die gute Nachricht: Mit Ende der Monatsblutung verschwinden auch die Schmerzen. Diese 7 Tipps helfen bei PMS-Beschwerden wirklich

2. Der BH passt nicht

Wann hast du dich das letzte Mal beim Kauf eines BHs beraten lassen? Wenn du häufiger Brustschmerzen hast, und seit Jahren die gleiche Körbchengröße trägst, könnte hier die Ursache für die Schmerzen liegen. Ist der BH zu eng, zu klein oder sitzt einfach nicht richtig, kann er auf die Brüste drücken. Und das jeden Tag, viele Stunden… – autsch! Dass deine Brüste das übelnehmen, ist nicht überraschend.

Übrigens gilt das gleiche für Sport-BHs, vor allem wenn sie etwas mehr zu halten haben. Fehlt die Stützfunktion bei ausgiebigen Workouts, sorgt die zusätzliche Bewegung im Gewebe für umso stärkere Beschwerden. So findest du den optimalen Sport-BH für dich

Die einfachste Lösung: Lasse dir deine BHs professionell anpassen, und zwar ausnahmslos alle. Bei Alleingängen in der Umkleide stellst du sicher, dass der BH wirklich richtig sitzt. Das heißt kein Überquellen, kein Zwicken und nur wenig Bewegung im Körbchen, wenn du in der Kabine auf und ab hüpfst. Wirklich, tu’s! Es kann auch durchaus hilfreich sein, sich mal beraten zu lassen, vor allem aber verschiedene Größen und Schnitte anzuprobieren.

Spezial-Tipp: Schaff dir auch einen weichen BH für zuhause an, ohne Bügel und Push-up, der die Brust hält, aber sie nicht einschnürt oder presst.

3. Du hast es mit dem Workout ein wenig übertrieben

Wenn die Oberweite nach einer ausgiebigen Session Push-Ups vom Vortag schmerzt, hast du die Ursache schon gefunden. Dann sind es aber eigentlich nicht die Brüste, die wehtun, sondern die darunter liegenden Muskeln. Dieser Schmerz kann aber gefühlt in andere Bereiche abstrahlen.

Zum Glück sind auch diese Schmerzen nur vorübergehend (und abhängig davon, wie intensiv du trainiert hast). Spezial-Tipp: Wärme- oder Kältebehandlung, z.B. mit Warm-Kalt-Kompressen, können hier Linderung verschaffen.

4. Dein Brustgewebe hat sich verändert

Manchmal fühlen sich die Brüste an, als wäre in ihrem Inneren etwas 'Klumpiges' – das liegt an sogenannten fibrozystischen Veränderungen im Brustgewebe. Mediziner nennen dieses Phänomen Mastopathie. Klingt gefährlich, ist aber nichts, worüber du dir ernsthaft Sorgen machen müssen.

Diese 'Klumpen' treten tatsächlich relativ häufig auf und sind nichts anderes als benigne (also gutartige) Zysten oder mit Flüssigkeit gefüllte Aussackungen in der Brust. Während der Periode können die Zysten aufgrund der hormonellen Veränderungen anschwellen und empfindlich werden, was dann zu Schmerzen führen kann. Wenn dich das beunruhig, wende dich an dein*e Gynäkolog*in, die wird im Zweifelsfall eine Biopsie machen, um ganz sicher zu gehen, dass es sich nicht um einen bösartigen Tumor handelt.

5. Deine Brüste reagieren empfindlich auf Kaffee (kein Scherz)

Ist bei dir fibrozystisches Brustgewebe vorhanden, kann es sein, dass es auf stimulierende Stoffe wie Koffein empfindlich reagieren. Im Brustgewebe befinden sich kleine Gänge, die durch Stimulanzien wie Kaffee und Schokolade anschwellen können. Diese Schwellungen können die Ursache für Beschwerden wie Brustschmerz sorgen.

Worauf können einseitige Brustschmerzen hindeuten?

Wenn nur eine Brust betroffen ist, handelt es sich fast immer um zyklusunabhängige Schmerzen, sie äußern sich meist durch Ziehen oder Brennen. In diesen Fällen solltest du deine Brust aufmerksam beobachten: Es könnte einfach ein blauer Fleck dahinter stecken, weil du dich gestoßen hast, womöglich ohne dass du es gemerkt hast.

In selteren Fällen können aber auch eine Herzerkrankung oder sogar ein bösartiger Tumor die Ursache für einseitige Brustschmerzen sein. Hält der einseitige Schmerz in einer Brust an, solltest du dich an dein*e Gynäkolog*in wenden, und zwar zügig, wenn du zudem Brustkrebssymptome wie einen Knoten in der Brust oder unter den Achseln, eine Veränderung der Brustform oder Schlupfbrustwarzen bemerkst.

Aber generell gilt: Keine Panik, wenn deine Brüste mal schmerzen. Oft helfen kleine Verhaltensänderungen oder unter fachkundiger Beratung gekaufte neue BHs. Treten die Brustschmerzen jedoch über einen längeren Zeitraum auf, solltest du die Symptome mit dein*er Gynäkolog*in abklären.

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