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Scheide juckt Die 7 häufigsten Ursachen für Juckreiz in der Vagina

Wenn es in der Vagina juckt, ist das richtig unangenehm. Wir erklären dir, woher der Juckreiz kommt und wie du ihn schnell wieder los wirst

Es juckt, brennt und ist total lästig – Juckreiz in der Scheide! Und als wäre das noch nicht genug, taucht das nervige Jucken in der Scheide meist völlig aus dem Nichts auf. Vielen Dank dafür!

Aber nicht verzweifeln: In den meisten Fällen sind die Gründe harmlos und leicht in den Griff zu bekommen. Hier findest du mögliche Ursachen und wirksame Gegenmittel.

Was hilft gegen Jucken in der Scheide?

In einigen Fällen genügt schon eine kleinere Verhaltensänderung, oft ist der Einsatz von Arzneien notwendig, insbesondere Salben, die aber häufig auch rezeptfrei erhältlich sind.

Welche Therapie zum Einsatz kommt, hängt von den Gründen für den Juckreiz ab. Darum nennen wir dir hier die richtigen Behandlungsmethoden nach Ursachen sortiert.

Ursachen und Gründe: Warum juckt die Scheide?

Schon Kleinigkeiten wie ein Tampon oder eine Binde können den Juckreiz verursachen. Wenn es daran liegt, ist das Jucken meist total harmlos.

Allerdings kann der Juckreiz auch ein Zeichen für ernstzunehmende Krankheiten sein. Dann heißt es: Ab zu Frauenärztin oder -arzt! Wir informieren dich über die 7 häufigsten Ursachen, wenn die Scheide juckt und erklären, wie du den Juckreiz loswirst.

1. Bakterielle Vaginose

Die Bakterielle Vaginose (BV) gilt als der wohl häufigste Grund für vaginalen Juckreiz. Verursacht wird sie durch das Ungleichgewicht von gesunden Bakterien und der Veränderung des pH-Werts im Scheidenmilieu. Oft fühlt sich die BV wie ein Scheidenpilz an, dieser äußerst sich allerdings durch einen leicht unangenehmen Geruch, erläutert Lauren Streicher, Autorin von "Sex Rx; Hormones, Health, and Your Best Sex Ever".

Behandeln kannst du eine bakterielle Vaginose mithilfe einer speziellen Vaginalcreme, die du rezeptfrei in der Apotheke kaufen kannst (z.B. Canesten GYN, zirka 8 Euro). Sollte jedoch zeitnah keine Besserung auftreten, führt kein Weg an einer Gynäkologin vorbei. Diese wird dir dann ein verschreibungspflichtiges Medikament verordnen.

Juckreiz in der Scheide ist sehr unangenehm
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Gegen die meisten Ursachen für ein Jucken in der Scheide helfen rezeptfreie Cremes aus der Apotheke.

2. Scheidenpilz

Genau wie die bakterielle Vaginose entsteht ein Scheidenpilz in der Regel durch ein Ungleichgewicht des pH-Werts. Oft tritt er willkürlich auf oder als Folge einer antibiotischen Behandlung, Stress, Sex oder einer Ernährungsumstellung. Neben dem typischen Juckreiz setzt meist zusätzlich ein geronnener, weißer oder dickflüssiger Ausfluss ein.

Die gute Nachricht: Normalerweise kommst du auch hier mit einer OTC-Creme ("over the Counter" = nicht verschreibungspflichtig) aus, für die du kein Rezept benötigst. Pluspunkt: Normalerweise lindern geeignete OTC-Cremes deine Beschwerden bereits innerhalb von einem Tag.

Hinweis: Fang jetzt nicht an, dich übertrieben zu waschen oder gar spezielle Waschlotionen zu verwenden. Es reicht vollkommen aus, die Vagina mit warmen Wasser (ohne Shampoo oder Duschgel!) zu waschen, da sie eine selbstreinigende Funktion besitzt. Zu viel Intimhygiene zerstört ihren Säure-Schutzmantel und verursacht ein Ungleichgewicht des Milieus.

Sollten für dich persönlich der Verzicht von einer zusätzlichen Reinigungshilfe allerdings nicht in Frage kommen, dann greif lieber zu einer parfümfreien und pH-angepassten Waschlotion, z.B. von Sebamed.

3. Kontaktallergien

Bei einer Kontaktallergie (Kontaktdermatitis), ausgelöst durch bestimmte Produkte, handelt es sich um eine Irritation der Haut. Hervorgerufen wird diese durch Parfüme oder Zusätze, welche sich innerhalb eines angewandten Produkts (Kondome und Gleitgele miteingeschlossen) befinden.

Typische Symptome – zusätzlich zum störenden Juckreiz – sind Rötungen, Schwellungen und eine Hautverdickung. Brett Worly, gynäkologische Professorin an der Ohio State University, empfiehlt: "Ist eine Anfälligkeit vaginale Irritationen bekannt, am besten hyperallergische Hygieneprodukte verwenden, um sicherzustellen, dass keine irritierende Chemikalien und Seifen enthalten sind."

Juckreiz in der Scheide kann auf eine Geschlechtskrankheit hinweisen
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Das Jucken wird zum Brennen? Dann könnte es eine sexuell übertragene Erkrankung sein. Ab zur Gynäkologin!

4. Ekzem oder Schuppenflechte

Genetisch bedingte vaginale Beschwerden, wie zum Beispiel ein Ekzem oder eine Schuppenflechte, verursachen sowohl auffällige Rötungen als auch den klassischen, unangenehmen Juckreiz im Genitalbereich – einhergehend mit einem ungleichmäßigen oder ausschlagartigen Erscheinen.

Solltest du dich mit einem der beiden Unannehmlichkeiten herumplagen, können bereits einfache OTC-Cremes sehr hilfreich sein, einfach in der Apotheke fragen. Für den Fall, dass sich innerhalb einer Woche keine Linderung eingestellt hat, solltest du Rücksprache mit deiner Ärztin halten.

5. Sexuell übertragbare Infektionen

Leider kann man es nicht oft genug betonen: Ungeschützter Sex kann zu sexuell übertragbaren Infektionen (STI) führen. Einige von ihnen machen sich durch unangenehmes Jucken bemerkbar. Ganz vorne mit dabei: Chlamydien, Herpes, Trichomonaden und Tripper. Der anfängliche Juckreiz kann sich anschließend zu einem Schmerz und Brennen im Vaginalbereich entwickeln.

Solltest du Juckreiz, kombiniert mit typischen STI-Symptomen wie Schmerzen beim Wasserlassen, unangenehm riechender Ausfluss, Bläschen, Geschwüre oder Warzen auf der Haut oder Schmerzen beim Sex, empfinden, dann musst du unbedingt deine Frauenärztin aufsuchen, um eine STI-Diagnostik durchzuführen. Sollte diese positiv ausfallen, wird deine Ärztin dich je nach diagnostizierter STI entsprechend therapieren.

6. Lichen Sclerosus

Die Hauterkrankung Lichen Sclerosus (aus dem Griechischen, bedeutet etwa: "trockene Flechte") zählt ebenfalls zu den besonders ernstzunehmenden Krankheiten. Brennen und Jucken im Genitalbereich, weißliche Vernarbungen und Flecken sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ein anschließendes Wundsein fallen unter die gängigen, ersten Symptome. Eine genaue Diagnose kann allerdings nur eine Gynäkologin feststellen.

Im fortgeschrittenen Stadium haben sich die weiblichen Genitalien sogar soweit zurückgebildet, dass man die typische Struktur nicht mehr erkennen kann. Weiterhin charakteristisch: Ein über Jahre hinweg und in Schüben auftretender Verlauf. Die Standardtherapie ist meist eine cortisonhaltige Salbe, welche noch über den eigentlichen Krankheitsverlauf hinweg angewendet wird.

7. Hormone

Jedes Mal, wenn dein Hormonlevel sich verändert oder ins Schwanken gerät, kann ein vaginaler Juckreiz auftreten. Und das passiert gar nicht mal so selten. Während der Periode, Schwangerschaft oder auch dank hormoneller Verhütung spielen Hormone gerne mal verrückt. Vielleicht ist hier eine Umstellung angesagt?

Zusätzlich können die kleinen Periode-Helferlein wie Tampon und Co. die Unannehmlichkeiten durch zugesetzte Farbstoffe und Düfte verstärken. Solltest du regelmäßig damit zu kämpfen haben, dann könnten Bio-Baumwollprodukte oder eine Menstruationstasse (siehe 6 gute Gründe für die Menstruationstasse) eine gute Alternative für dich sein.

Egal woher der vaginale Juckreiz kommt, es gibt Abhilfe. Oft gleich in der Apotheke, oder bei deiner Frauenärztin! Sollte das Jucken sich zu einem ständigen Problem entwickeln, könnte eine Umstellung der hormonellen Verhütung die Lösung deines Problems sein – sprich deine Ärztin einfach darauf an.

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